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		<title><![CDATA[The Empyrean - Meilensteine]]></title>
		<link>https://the-empyrean.de/</link>
		<description><![CDATA[The Empyrean - https://the-empyrean.de]]></description>
		<pubDate>Tue, 07 Jul 2026 00:13:22 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[comin' like a storm into your town]]></title>
			<link>https://the-empyrean.de/showthread.php?tid=663</link>
			<pubDate>Sat, 01 Nov 2025 21:23:16 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://the-empyrean.de/member.php?action=profile&uid=303">Archer Vyldane</a>]]></dc:creator>
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			<description><![CDATA[Gehör’ hier nicht hin – und jeder weiß es.<br />
Ich <u>lass</u> es jeden wissen, denn hab’ mich bewusst dafür entschieden, meine gezeichneten Arme nicht mit Kleidung zu bedecken. Ich tu’s den anderen gleich, senke den Blick, richte ihn auf die schwarzen Linien, die von meinen Handgelenken bis an meine Schulter reichen. Sie identifizieren mich nicht nur als Sohn von Verrätern, sondern auch als unfreiwilligen Anwärter auf einen Platz im Reiter:innenquadranten, als jemanden, der’s nicht verdient, über den Viadukt zu kommen, das Reiterschwarz zu tragen – und von dem man genau deswegen hofft, er wird’s schaffen. Werd’ den Arschlöchern um mich herum, denen, die’s überleben, schon zeigen, dass ich nicht das leichte Opfer bin, für das sie mich halten. Sollen nicht denken, ich würde übersehen, wie sie mich ansehen, nicht glauben, ich bemerke nicht, wie der Kerl hinter mir in der Reihe unnötig viel Abstand zu mir hält, als hätt’ ich ne ansteckende Krankheit, als wär ich pures Gift.<br />
<br />
Erinnere mich an das erste Mal, das man mir sagte, ich solle die Zeichnungen auf meinen Armen nicht als Bürde, sondern als Waffe, als Drohung, auf meiner Haut tragen. Bin Einzelkämpfer, war’s schon immer, und sehe nicht ein, jemals etwas anderes zu sein als das. Die Strafe für die Taten meiner Eltern brachte mir Isolation, das wird sie auch weiterhin tun, und ich hab’ nen seltsamen Frieden damit geschlossen, zu sein, was ich geworden bin. Ein Mahnmal war zwei Beinen, eines, das endlich den Sinn und Zweck erfüllen wird, aus dem es vor mittlerweile 3 Jahren geschaffen wurde. <br />
<br />
Bin nicht der erste meiner Art, der den Reiter:innenquadranten betreten wird. Hab’ den ein oder anderen bereits seinen Weg über den Viadukt bestreiten sehen – doch gehör’ zum ersten Jahrgang, immerhin. Gibt niemanden, der uns – mich – <em>betreuen</em> kann, der unseren Schmerz kennt. Stattdessen sind wir es, die den Weg für diejenigen, die nach uns kommen werden, ebnen. Eine von vielen Bürden, die ich nicht tragen will. Eine Verbindung, von der ich mir wünschte, es gäbe sie nicht. Hab’ mich nicht ohne Grund von den anderen distanziert, mir kaum Mühe dabei gegeben, unter den Anwärter:innen jemanden zu identifizieren, den ich kenne. Ich weiß, dass sie hier sein werden – alte Freund:innen, Menschen, mit denen ich ein Stück Lebensgeschichte teile, die heut jedoch nur noch meinen Namen kennen und nicht den Schmerz, den sie glauben, nachvollziehen zu können. Bin nicht wie sie, auch, wenn das Offensichtliche es erahnen lässt.<br />
<br />
Rücke Stück um Stück vor – je näher ich dem Viadukt komme, desto leiser werden die Stimmen um mich herum. Konzentration und Anspannung beherrschen die Luft um mich herum – und ich? Ich bin ruhig, konzentrier’ mich auf meinen Atem, spür’ mein Herz in meiner Brust ruhig und regelmäßig schlagen. Ich hab’ nichts zu verlieren. Davon ab, dass ich keinen Grund habe, an meinen Fähigkeiten zu Zweifeln (meine <em>Pflegefamilie</em> hat schließlich ihr Bestes gegeben, mich vorzubereiten), gibt’s am Abgrund, der unterm Viadukt auf mich wartet, nichts, vor dem ich mich fürchten müsste. Keine Ehre, kein Erbe. Keine Identität. <br />
<br />
Was deprimierend ist, hilft mir jetzt dabei, nen kühlen Kopf zu bewahren.<br />
Der Viadukt, der Abgrund, wartet auf mich. Kann nahezu hören, wie etwas nach mir ruft – und weiß nicht, ob’s die Zitadelle am anderen Ende der Schlucht oder Malek ist, der damit rechnet, mich zu empfangen. Ein lauwarmer Wind tanzt um meine Nase und ich frag mich, ob er sich in wenigen Sekunden, wenn ich meinen Weg bestreite, anfühlen wird wie ein Sturm, dessen einziges Ziel es ist, mich vom schmalen Pfad in die Zukunft abzubringen. Selbst wenn, dann soll’s so sein. Wiederhol’s immer wieder, <em>selbst wenn</em>, <em>was, wenn</em>, ähnliche Worte, so unterschiedliche Wirkung. Ein Schritt, zwei. Vor mir erstreckt sich eine gefühlt unendliche Leere, am Horizont das Ziel. Ein Vyldane im Reiter:innenquadrant, muss leise lachen, bevor ich ein letztes Mal auf meine Hände starr’, dann den Blick anhebe. Ein Vyldane im Reiter:innenquadrant, Archer Vyldane im Reiter:innenquadrant. Hab’ nichts zu verlieren, stimmt schon, aber merk’ in diesem Moment: Will <u>gewinnen</u>, sie bluten lassen. Sie alle – und der erste Schritt dorthin, ist wortwörtlich einer.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Gehör’ hier nicht hin – und jeder weiß es.<br />
Ich <u>lass</u> es jeden wissen, denn hab’ mich bewusst dafür entschieden, meine gezeichneten Arme nicht mit Kleidung zu bedecken. Ich tu’s den anderen gleich, senke den Blick, richte ihn auf die schwarzen Linien, die von meinen Handgelenken bis an meine Schulter reichen. Sie identifizieren mich nicht nur als Sohn von Verrätern, sondern auch als unfreiwilligen Anwärter auf einen Platz im Reiter:innenquadranten, als jemanden, der’s nicht verdient, über den Viadukt zu kommen, das Reiterschwarz zu tragen – und von dem man genau deswegen hofft, er wird’s schaffen. Werd’ den Arschlöchern um mich herum, denen, die’s überleben, schon zeigen, dass ich nicht das leichte Opfer bin, für das sie mich halten. Sollen nicht denken, ich würde übersehen, wie sie mich ansehen, nicht glauben, ich bemerke nicht, wie der Kerl hinter mir in der Reihe unnötig viel Abstand zu mir hält, als hätt’ ich ne ansteckende Krankheit, als wär ich pures Gift.<br />
<br />
Erinnere mich an das erste Mal, das man mir sagte, ich solle die Zeichnungen auf meinen Armen nicht als Bürde, sondern als Waffe, als Drohung, auf meiner Haut tragen. Bin Einzelkämpfer, war’s schon immer, und sehe nicht ein, jemals etwas anderes zu sein als das. Die Strafe für die Taten meiner Eltern brachte mir Isolation, das wird sie auch weiterhin tun, und ich hab’ nen seltsamen Frieden damit geschlossen, zu sein, was ich geworden bin. Ein Mahnmal war zwei Beinen, eines, das endlich den Sinn und Zweck erfüllen wird, aus dem es vor mittlerweile 3 Jahren geschaffen wurde. <br />
<br />
Bin nicht der erste meiner Art, der den Reiter:innenquadranten betreten wird. Hab’ den ein oder anderen bereits seinen Weg über den Viadukt bestreiten sehen – doch gehör’ zum ersten Jahrgang, immerhin. Gibt niemanden, der uns – mich – <em>betreuen</em> kann, der unseren Schmerz kennt. Stattdessen sind wir es, die den Weg für diejenigen, die nach uns kommen werden, ebnen. Eine von vielen Bürden, die ich nicht tragen will. Eine Verbindung, von der ich mir wünschte, es gäbe sie nicht. Hab’ mich nicht ohne Grund von den anderen distanziert, mir kaum Mühe dabei gegeben, unter den Anwärter:innen jemanden zu identifizieren, den ich kenne. Ich weiß, dass sie hier sein werden – alte Freund:innen, Menschen, mit denen ich ein Stück Lebensgeschichte teile, die heut jedoch nur noch meinen Namen kennen und nicht den Schmerz, den sie glauben, nachvollziehen zu können. Bin nicht wie sie, auch, wenn das Offensichtliche es erahnen lässt.<br />
<br />
Rücke Stück um Stück vor – je näher ich dem Viadukt komme, desto leiser werden die Stimmen um mich herum. Konzentration und Anspannung beherrschen die Luft um mich herum – und ich? Ich bin ruhig, konzentrier’ mich auf meinen Atem, spür’ mein Herz in meiner Brust ruhig und regelmäßig schlagen. Ich hab’ nichts zu verlieren. Davon ab, dass ich keinen Grund habe, an meinen Fähigkeiten zu Zweifeln (meine <em>Pflegefamilie</em> hat schließlich ihr Bestes gegeben, mich vorzubereiten), gibt’s am Abgrund, der unterm Viadukt auf mich wartet, nichts, vor dem ich mich fürchten müsste. Keine Ehre, kein Erbe. Keine Identität. <br />
<br />
Was deprimierend ist, hilft mir jetzt dabei, nen kühlen Kopf zu bewahren.<br />
Der Viadukt, der Abgrund, wartet auf mich. Kann nahezu hören, wie etwas nach mir ruft – und weiß nicht, ob’s die Zitadelle am anderen Ende der Schlucht oder Malek ist, der damit rechnet, mich zu empfangen. Ein lauwarmer Wind tanzt um meine Nase und ich frag mich, ob er sich in wenigen Sekunden, wenn ich meinen Weg bestreite, anfühlen wird wie ein Sturm, dessen einziges Ziel es ist, mich vom schmalen Pfad in die Zukunft abzubringen. Selbst wenn, dann soll’s so sein. Wiederhol’s immer wieder, <em>selbst wenn</em>, <em>was, wenn</em>, ähnliche Worte, so unterschiedliche Wirkung. Ein Schritt, zwei. Vor mir erstreckt sich eine gefühlt unendliche Leere, am Horizont das Ziel. Ein Vyldane im Reiter:innenquadrant, muss leise lachen, bevor ich ein letztes Mal auf meine Hände starr’, dann den Blick anhebe. Ein Vyldane im Reiter:innenquadrant, Archer Vyldane im Reiter:innenquadrant. Hab’ nichts zu verlieren, stimmt schon, aber merk’ in diesem Moment: Will <u>gewinnen</u>, sie bluten lassen. Sie alle – und der erste Schritt dorthin, ist wortwörtlich einer.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[maybe I bit off more than I could chew]]></title>
			<link>https://the-empyrean.de/showthread.php?tid=656</link>
			<pubDate>Thu, 23 Oct 2025 20:18:42 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://the-empyrean.de/member.php?action=profile&uid=192">Aurora Gillespie</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://the-empyrean.de/showthread.php?tid=656</guid>
			<description><![CDATA[Unter meinen Füßen scheint der Boden zu brennen. Als würd ich auf heißen Kohlen laufen, obwohl’s gar nicht sein kann, weil: Es sind feste Steine, die zu meinen Füßen liegen. Ich trag’ Schuhe, meine nackte Haut berührt die Oberfläche nicht, kann nicht spüren, was wirklich unter ihnen liegt. Und das vielleicht wichtigste, der eindeutige Indiz, dass mein Kopf mir einen Streich spielt: Ich laufe gar nicht. Noch nicht. Ist nur noch eine Frage der Zeit, Kadett:in um Kadett:in rückt vor, die Schlange wird kürzer, kann hinter dem schmalen Pfad, den ich überwinden muss, die Zitadelle Basgiaths schon sehen. <br />
<br />
Der Viadukt macht mir keine Angst.<br />
Soll schon zu Zeiten über rutschige Baumstämme balanciert sein, an die ich mich nicht erinnere. Ist gar nicht so lang her, dass einer meiner älteren Brüder mit uns am Esstisch saß, sich entspannt zurückgelehnt und mir versichert hat, dass ich mir keine Sorgen machen muss – bin als Gillespie für das hier geboren worden, wie jedes andere Kind meiner Eltern werd’ ich den Weg in den Reiter:innenquadranten mit Leichtigkeit bezwingen, ist doch klar. Werd’ Mum stolz machen, ganz sicher. – <br />
<br />
– Mum.<br />
<em>Stolz machen.</em> <br />
<br />
Niemand weiß, dass am nervösen Glanz in meinen Augen nicht der Viadukt die Schuld trägt, sondern das, was sich gut versteckt in meinem Rucksack befindet. Etwas in den Quadranten zu bringen, das nicht mir selbst gehört, ist per se nicht verboten, das weiß ich. Doch es handelt sich eben nicht um ein Andenken an Zuhause, nicht um einen Glücksbringer – ist nur ein Brief, eine Handvoll verblichener, geschriebener Zeilen auf vergilbtem Pergament, kenn’ den Absender nur vom Lesen, seine Empfängerin dafür sehr genau. Weil ich zur Hälfte <em>sie</em> bin, na ja, in der Theorie, weiß schon, dass das <u>so</u> nicht funktioniert, aber irgendwie ist’s ja doch so. Weil die Empfängerin meine Mutter ist. Und die Wahrheit, die sich in den Zeilen verbirgt, alles… und irgendwie auch nichts verändert.<br />
Sie ist jedenfalls wichtig genug, die Gesetze der Götter zu brechen – und schaut nur einer von ihnen jetzt auf mich herab, wird ein unausweichlicher Luftzug mich sehr sicher vom Viadukt fegen. <br />
<br />
Die Besitztümer eines Toten müssen mit ihm gemeinsam durch Feuer an Malek übergeben werden. Ich kenn’ die Regeln – und hab sie missachtet. Ganz untypisch für mich, weil ich als das Mädchen bekannt bin, das sich immer ein bisschen zu sehr an die Regeln hält. Bin langweilig und grau und will auch gar nicht anders sein, wenn ständige Angst und das Gefühl, von einer höheren Macht beobachtet zu werden, der Preis dafür sind. Ich fühl’ mich heut zehn Zentner schwerer als sonst - keine Ahnung, ob meine Beine es tatsächlich schaffen werden, mich über den Viadukt zu tragen, oder ob sie wegknicken und mich in den Abgrund fallen lassen, so, wie ich’s bestimmt verdient hätte. Doch Ace – mein Bruder, selbst im Quadranten mir gegenüber – verdient es, die Wahrheit zu kennen. Verdient, zu wissen, wer sein Vater ist. Ich balle die Hand zur Faust. Die Wahrheit steht in diesem Brief, deutlich und offen, nicht subtil zwischen den Zeilen, gibt kein Rätselraten, kein Vielleicht. <br />
<br />
Schritt um Schritt komm ich meiner Zukunft näher.<br />
Schritt um Schritt wird mein Bauchschmerz größer. Hab mir Ace’ Gesicht so häufig vorgestellt, die Erkenntnis, hab’ ihn sich Räuspern hören, tief durchatmen. Jedes Szenario durchgespielt. Schock, Trauer – Wut. Weil ich den Brief an mich genommen habe, weil ich die Gesetze breche, weil ich ihm eine Wahrheit offenlege, die er lieber nicht gewusst hätte. Stell’ meine Familie über die Götter und riskiere damit <u>alles</u>, doch kann nicht anders, hab meine Prioritäten gesetzt und muss damit leben, egal wie lang noch, egal, wie qualvoll. Ich hätt’s verdient und nehm es hin. Nehme, wie es kommt. Ganz, ganz sicher. Bereue nichts (und alles), als der Abgrund näher auf mich zukommt, ein Schritt vor, zwei Schritte vor, die Welt um mich herum verstummt. Bitte, Götter – verzeiht mir; fegt mich nicht vom Viadukt, ich <u>musste</u>, muss die Zeilen zu ihm bringen, lasst mich diese eine Dinge tun, bevor ihr mir das Leben zur Hölle macht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Unter meinen Füßen scheint der Boden zu brennen. Als würd ich auf heißen Kohlen laufen, obwohl’s gar nicht sein kann, weil: Es sind feste Steine, die zu meinen Füßen liegen. Ich trag’ Schuhe, meine nackte Haut berührt die Oberfläche nicht, kann nicht spüren, was wirklich unter ihnen liegt. Und das vielleicht wichtigste, der eindeutige Indiz, dass mein Kopf mir einen Streich spielt: Ich laufe gar nicht. Noch nicht. Ist nur noch eine Frage der Zeit, Kadett:in um Kadett:in rückt vor, die Schlange wird kürzer, kann hinter dem schmalen Pfad, den ich überwinden muss, die Zitadelle Basgiaths schon sehen. <br />
<br />
Der Viadukt macht mir keine Angst.<br />
Soll schon zu Zeiten über rutschige Baumstämme balanciert sein, an die ich mich nicht erinnere. Ist gar nicht so lang her, dass einer meiner älteren Brüder mit uns am Esstisch saß, sich entspannt zurückgelehnt und mir versichert hat, dass ich mir keine Sorgen machen muss – bin als Gillespie für das hier geboren worden, wie jedes andere Kind meiner Eltern werd’ ich den Weg in den Reiter:innenquadranten mit Leichtigkeit bezwingen, ist doch klar. Werd’ Mum stolz machen, ganz sicher. – <br />
<br />
– Mum.<br />
<em>Stolz machen.</em> <br />
<br />
Niemand weiß, dass am nervösen Glanz in meinen Augen nicht der Viadukt die Schuld trägt, sondern das, was sich gut versteckt in meinem Rucksack befindet. Etwas in den Quadranten zu bringen, das nicht mir selbst gehört, ist per se nicht verboten, das weiß ich. Doch es handelt sich eben nicht um ein Andenken an Zuhause, nicht um einen Glücksbringer – ist nur ein Brief, eine Handvoll verblichener, geschriebener Zeilen auf vergilbtem Pergament, kenn’ den Absender nur vom Lesen, seine Empfängerin dafür sehr genau. Weil ich zur Hälfte <em>sie</em> bin, na ja, in der Theorie, weiß schon, dass das <u>so</u> nicht funktioniert, aber irgendwie ist’s ja doch so. Weil die Empfängerin meine Mutter ist. Und die Wahrheit, die sich in den Zeilen verbirgt, alles… und irgendwie auch nichts verändert.<br />
Sie ist jedenfalls wichtig genug, die Gesetze der Götter zu brechen – und schaut nur einer von ihnen jetzt auf mich herab, wird ein unausweichlicher Luftzug mich sehr sicher vom Viadukt fegen. <br />
<br />
Die Besitztümer eines Toten müssen mit ihm gemeinsam durch Feuer an Malek übergeben werden. Ich kenn’ die Regeln – und hab sie missachtet. Ganz untypisch für mich, weil ich als das Mädchen bekannt bin, das sich immer ein bisschen zu sehr an die Regeln hält. Bin langweilig und grau und will auch gar nicht anders sein, wenn ständige Angst und das Gefühl, von einer höheren Macht beobachtet zu werden, der Preis dafür sind. Ich fühl’ mich heut zehn Zentner schwerer als sonst - keine Ahnung, ob meine Beine es tatsächlich schaffen werden, mich über den Viadukt zu tragen, oder ob sie wegknicken und mich in den Abgrund fallen lassen, so, wie ich’s bestimmt verdient hätte. Doch Ace – mein Bruder, selbst im Quadranten mir gegenüber – verdient es, die Wahrheit zu kennen. Verdient, zu wissen, wer sein Vater ist. Ich balle die Hand zur Faust. Die Wahrheit steht in diesem Brief, deutlich und offen, nicht subtil zwischen den Zeilen, gibt kein Rätselraten, kein Vielleicht. <br />
<br />
Schritt um Schritt komm ich meiner Zukunft näher.<br />
Schritt um Schritt wird mein Bauchschmerz größer. Hab mir Ace’ Gesicht so häufig vorgestellt, die Erkenntnis, hab’ ihn sich Räuspern hören, tief durchatmen. Jedes Szenario durchgespielt. Schock, Trauer – Wut. Weil ich den Brief an mich genommen habe, weil ich die Gesetze breche, weil ich ihm eine Wahrheit offenlege, die er lieber nicht gewusst hätte. Stell’ meine Familie über die Götter und riskiere damit <u>alles</u>, doch kann nicht anders, hab meine Prioritäten gesetzt und muss damit leben, egal wie lang noch, egal, wie qualvoll. Ich hätt’s verdient und nehm es hin. Nehme, wie es kommt. Ganz, ganz sicher. Bereue nichts (und alles), als der Abgrund näher auf mich zukommt, ein Schritt vor, zwei Schritte vor, die Welt um mich herum verstummt. Bitte, Götter – verzeiht mir; fegt mich nicht vom Viadukt, ich <u>musste</u>, muss die Zeilen zu ihm bringen, lasst mich diese eine Dinge tun, bevor ihr mir das Leben zur Hölle macht.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[How To: Meilensteine]]></title>
			<link>https://the-empyrean.de/showthread.php?tid=587</link>
			<pubDate>Thu, 14 Aug 2025 14:46:19 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://the-empyrean.de/member.php?action=profile&uid=1">Malek</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://the-empyrean.de/showthread.php?tid=587</guid>
			<description><![CDATA[<h1>how to: meilensteine</h1><br />
<div style="margin: 5%; margin-top: -30px;">Im Laufe der militärischen Ausbildung durchlebt <b>jeder Charakter</b> verschiedene <b>Meilensteine</b>, die ihn für den gewählten militärischen Werdegang qualifizieren. Zu diesen Meilensteinen [unten aufgeführt] gehören zum Beispiel die <i>Einberufung in den Militärdienst</i> oder die <i>Bindung eines Drachen/Greifen</I> an ihre:n menschlichen Partner:in.<br />
<br />
In diesem Bereich möchten wir allen Spieler:innen die Möglichkeit geben, die für ihren Charakter zutreffenden <b>Meilensteine in Form von sogenannten Oneshots</b> (vorstellbar wie Szenen, die nur aus einem Post bestehen) in geschriebenes Wort zu fassen. Meilensteinbeiträge tauchen nicht im Inplaytracker des Charakters auf (werden jedoch zur Anzahl geschriebenen Inplayposts gezählt), sondern werden im Charakterprofil gesondert angezeigt und hervorgehoben. Das Ausformulieren von Meilensteinen kann die Entwicklung eines Charakters unterstützen, der (eigenen) Unterhaltung dienen oder trotz 0 offener Posts im Szenentracker für Spielspaß am Forum sorgen. <br />
<br />
Um einen neuen Meilensteinbeitrag zu erstellen, wird einfach ein neues Thema in diesem Bereich eröffnet. Der entsprechende Präfix (für jede Charaktergruppe werden zutreffende Meilensteine angeboten) und das Datum, an dem der Charakter seine Herausforderung absolviert hat, müssen angegeben werden. <b>Bitte beachtet</b>, dass wir für die unterschiedlichen Daten keine Informationen wie Wetter oder andere, äußere Umstände bereitstellen. Der Fokus bei den Meilensteinen liegt nicht auf dem Detail, sondern auf dem Innenleben und der Entwicklung des einzelnen Charakters. Spielen zwei Meilensteine am selben Tag, muss keine Abstimmung zwischen Spieler:innen bzgl. Wetterdaten und Co. erfolgen.<br />
<br />
<h1>Verfügbare Meilensteine</h1> Aktuell können folgende Meilensteine bepostet werden:<br />
<h2>Der Viadukt - 15. Juli</h2> Die Einberufung von Drachenreiter:innen; ein Balanceakt über eine meterlange, schmale Steinbrücke, dessen Absturz unweigerlich in den Tod führt. Wer den Viadukt erfolgreich überquert, darf die Ausbildung zum:zur Drachenreiter:in beginnen. <br />
<h2>Der Klippensprung - 01. August</h2> Anwärter:innen des Quintant des Flegens an der Cliffsbane Akademie müssen am Tag ihrer Einberufung von einer Klippe über dem Stonewater Fluss springen in der Hoffnung, von einem Greifen aufgefangen und gebunden zu werden.<br />
<h2>Die Einberufung - 15. Juli / 01. August</h2> Nicht-Reiter:innen & - Flieger:innen steht als Meilenstein das Erleben der Einberufung in den Wehrdienst an ihrem ersten Tag an ihrer entsprechenden Ausbildungsstätte zur Verfügung. <br />
<h2>Die Gaunlet-Prüfung - 29. September</h2> Rookies des Reiter:innenquadranten müssen einen lebensgefährlichen Hindernisparcours absolvieren, um zukünftig das Flugfeld über die zur Verfügung stehende Treppe betreten zu dürfen.<br />
<h2>Die Präsentation - 29. September</h2> Im Anschluss an die Gauntlet-Prüfung präsentieren sich anwärtende Reiter:innen den zur Bindung bereitwilligen Drachen auf dem Flugfeld bei Basgiath.<br />
<h2>Das Dreschen - 01. Oktober</h2> Der Tag, an dem Drachen ihre Reiter:innen binden.<br />
<br />
<b>Informationen zu den verfügbaren Meilensteinen</b> befinden sich im Lexikon in den dazu gehörigen Artikeln der entsprechenden Quadranten / Quintanten. Für die Absolvierung von Meilensteinen winken pro Meilenstein ein Abzeichen für das Spieler:innenprofil.<br />
</div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>how to: meilensteine</h1><br />
<div style="margin: 5%; margin-top: -30px;">Im Laufe der militärischen Ausbildung durchlebt <b>jeder Charakter</b> verschiedene <b>Meilensteine</b>, die ihn für den gewählten militärischen Werdegang qualifizieren. Zu diesen Meilensteinen [unten aufgeführt] gehören zum Beispiel die <i>Einberufung in den Militärdienst</i> oder die <i>Bindung eines Drachen/Greifen</I> an ihre:n menschlichen Partner:in.<br />
<br />
In diesem Bereich möchten wir allen Spieler:innen die Möglichkeit geben, die für ihren Charakter zutreffenden <b>Meilensteine in Form von sogenannten Oneshots</b> (vorstellbar wie Szenen, die nur aus einem Post bestehen) in geschriebenes Wort zu fassen. Meilensteinbeiträge tauchen nicht im Inplaytracker des Charakters auf (werden jedoch zur Anzahl geschriebenen Inplayposts gezählt), sondern werden im Charakterprofil gesondert angezeigt und hervorgehoben. Das Ausformulieren von Meilensteinen kann die Entwicklung eines Charakters unterstützen, der (eigenen) Unterhaltung dienen oder trotz 0 offener Posts im Szenentracker für Spielspaß am Forum sorgen. <br />
<br />
Um einen neuen Meilensteinbeitrag zu erstellen, wird einfach ein neues Thema in diesem Bereich eröffnet. Der entsprechende Präfix (für jede Charaktergruppe werden zutreffende Meilensteine angeboten) und das Datum, an dem der Charakter seine Herausforderung absolviert hat, müssen angegeben werden. <b>Bitte beachtet</b>, dass wir für die unterschiedlichen Daten keine Informationen wie Wetter oder andere, äußere Umstände bereitstellen. Der Fokus bei den Meilensteinen liegt nicht auf dem Detail, sondern auf dem Innenleben und der Entwicklung des einzelnen Charakters. Spielen zwei Meilensteine am selben Tag, muss keine Abstimmung zwischen Spieler:innen bzgl. Wetterdaten und Co. erfolgen.<br />
<br />
<h1>Verfügbare Meilensteine</h1> Aktuell können folgende Meilensteine bepostet werden:<br />
<h2>Der Viadukt - 15. Juli</h2> Die Einberufung von Drachenreiter:innen; ein Balanceakt über eine meterlange, schmale Steinbrücke, dessen Absturz unweigerlich in den Tod führt. Wer den Viadukt erfolgreich überquert, darf die Ausbildung zum:zur Drachenreiter:in beginnen. <br />
<h2>Der Klippensprung - 01. August</h2> Anwärter:innen des Quintant des Flegens an der Cliffsbane Akademie müssen am Tag ihrer Einberufung von einer Klippe über dem Stonewater Fluss springen in der Hoffnung, von einem Greifen aufgefangen und gebunden zu werden.<br />
<h2>Die Einberufung - 15. Juli / 01. August</h2> Nicht-Reiter:innen & - Flieger:innen steht als Meilenstein das Erleben der Einberufung in den Wehrdienst an ihrem ersten Tag an ihrer entsprechenden Ausbildungsstätte zur Verfügung. <br />
<h2>Die Gaunlet-Prüfung - 29. September</h2> Rookies des Reiter:innenquadranten müssen einen lebensgefährlichen Hindernisparcours absolvieren, um zukünftig das Flugfeld über die zur Verfügung stehende Treppe betreten zu dürfen.<br />
<h2>Die Präsentation - 29. September</h2> Im Anschluss an die Gauntlet-Prüfung präsentieren sich anwärtende Reiter:innen den zur Bindung bereitwilligen Drachen auf dem Flugfeld bei Basgiath.<br />
<h2>Das Dreschen - 01. Oktober</h2> Der Tag, an dem Drachen ihre Reiter:innen binden.<br />
<br />
<b>Informationen zu den verfügbaren Meilensteinen</b> befinden sich im Lexikon in den dazu gehörigen Artikeln der entsprechenden Quadranten / Quintanten. Für die Absolvierung von Meilensteinen winken pro Meilenstein ein Abzeichen für das Spieler:innenprofil.<br />
</div>]]></content:encoded>
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