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the empyrean
Ein Drache ohne seinen Reiter ist tragisch. Ein Reiter ohne seinen Drachen ist tot.
— Rebecca Yarros, Flammengeküsst

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Reiterin
21 Jahre alt
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Gespielt von Lucy
Dabei seit: 08.07.2026, 13:48
Zuletzt gesehen: Vor 4 Stunden

Reiter
23 Jahre alt
Er ist ein Reiter durch und durch. So, wie schon seine Eltern vor ihm und seine Großeltern vor ihnen und es bestand nie ein Zweifel daran, dass auch Kain diesen Weg einschlagen würde. Schon als Kind erhielt er eine Ausbildung und das nötige Training, das ihn auf seine Zeit am Basgiath War College vorbereitete - dass er den Einberufungstag schließlich mit Leichtigkeit überstand, überraschte also niemanden. Ebenso überraschte es niemanden, dass er - inzwischen in seinem 3. Jahr - die Aufgabe eines Geschwaderführers übernommen hat. Er gilt als intelligent, risikobereit und kampferprobt. Zwar hat er kein Händchen für Fernkampfwaffen, ist im Nahkampf aber gefährlich und im schlimmsten Fall sogar tödlich. Kain wuchs unter hohen Erwartungen auf: sein Vater legte immer großen Wert auf Leistung und Perfektion und machte keinen Hehl daraus, dass Fehler in seinen Augen unentschuldbar waren. Schwäche wurde nicht toleriert und Gefühle galten als etwas, das ein Reiter zu kontrollieren hatte. Während sein Vater ihn mit strenger Hand auf seine Zukunft vorbereitete, war es meist seine Mutter, die für den Ausgleich sorgte. Zwar war auch sie diszipliniert und leistungsorientiert, aber sie war auch diejenige, die über missglückte Trainingseinheiten lachen konnte, ihm nach einer Niederlage auf die Schulter klopfte und ihm zeigte, dass Zuneigung nicht verdient werden musste. Trotzdem orientierte sich Kain mehr an seinem Vater und hegte immer den Wunsch, ihn stolz zu machen.Dieses kühle, distanzierte Auftreten, das er Zuhause lernte, macht es ihm leicht, Autorität auszustrahlen und vor allem die Rookies daran zu hindern, sich seinen Anweisungen zu widersetzen. Kain erwartet Disziplin, Gehorsam und Einsatzbereitschaft von den Kadetten seines Schwarms und bringt wenig Verständnis für Ausreden oder Unsicherheit auf. Obwohl er die meisten Menschen bewusst auf Abstand hält, ist seine Loyalität gegenüber seinem Schwarm nicht zu übersehen und auch wenn ein Lob bei ihm selten ist, ringt er sich für seine Leute von Zeit zu Zeit ein knappes Lächeln oder ein anerkennendes Nicken ab. Wenn jemand ernsthafte Probleme hat, lässt er sich sogar dazu herab, demjenigen Tipps oder ein gesondertes Training anzubieten. Seine Haltung gegenüber den Gezeichneten fällt allerdings deutlich weniger wohlwollend aus. Kain wurde von seinem Vater mit der Überzeugung erzogen, dass es sich bei ihnen um die Kinder von Verrätern handelt und hat diese Sichtweise nie hinterfragt. Es war seine Mutter, die nach der Rebellion beschloss, ein verwaistes Separatistenkind in der Familie aufzunehmen und Kain damit einen Pflegebruder vor die Nase setzte. Sie glaubte, damit die Einstellung von Mann und Sohn zu ändern, was aber nicht wirklich funktionierte. Stattdessen fühlte Kain sich ersetzt und glaubte, seinen Platz innerhalb der Familie verteidigen zu müssen. Doch vor allem der Tod seiner Mutter während der Verteidigung eines Außenpostens vor vier Jahren bestärkte ihn in diesem Glauben. Denn mit ihrem Tod verschwand nicht nur ein wichtiger Teil seiner Familie, sondern auch die einzige Person, die regelmäßig zwischen Vater und Sohn - und letztendlich auf dem Pflegekind - vermittelt hatte. Anstatt gemeinsam zu trauern, verlor sich jeder in seiner eigenen Art, mit dem Verlust umzugehen. Während sein Vater jede Erwähnung seiner Frau mied und die Schuld für ihren Tod bei den Rebellen suchte, konzentrierte Kain sich mit einer fragwürdigen Besessenheit auf das Training und seinen Eintritt ins Basgiath War College. Der Verlust war hart für ihn, doch er verschloss seine Gefühle sorgfältig vor der Welt und verbot es sich, zu trauern. Nachts aber holt ihn die Vergangenheit auch heute oft ein und er wird von Albträumen geplagt - er dankt den Göttern dabei regelmäßig für sein Einzelzimmer!Dieser Umstand schürt seinen Groll auf die Gezeichneten noch zusätzlich und er begegnet ihnen nicht nur mit Misstrauen, sondern manchmal sogar mit offener Feindseligkeit. Während viele andere Kadetten bemüht sind, die Vergangenheit ruhen zu lassen, sieht Kain in ihnen einen lebende Erinnerung an jene, die ihr Leben lassen mussten. Obwohl er sonst so kontrolliert ist und sich hervorragend darauf versteht, eine undurchschaubare Maske zu tragen, kann er sich bei den Gezeichneten einen bissigen Kommentar oder spöttischen Sarkasmus oft nicht verkneifen. Sogar einer Anti-Gezeichneten-Bewegung hat er sich im Laufe der Zeit angeschlossen; erinnert seine Mitstreiter aber regelmäßig daran, kein Wort darüber zu verlieren, um seinen Posten als Geschwaderführer nicht zu gefährden.
Gespielt von Talie
Dabei seit: 07.07.2026, 07:28
Zuletzt gesehen: Vor 5 Stunden

Infanterie
41 Jahre alt
Levi Fenleigh ist kein Mann, der Aufmerksamkeit sucht. Seine Präsenz ist spürbar, lange bevor er den Mund aufmacht. Er bewegt sich mit einer Ruhe, die nicht entspannt wirkt, sondern kontrolliert. Jeder Schritt, jede Bewegung scheint auf das Wesentliche reduziert. Nichts an ihm ist hektisch, nichts verschwendet Energie. Auf den ersten Blick wirkt Levi kühl, verschlossen und schwer greifbar. Er beobachtet mehr, als er spricht, nimmt seine Umgebung ständig wahr und bewertet Menschen innerhalb weniger Augenblicke. Seine tiefe Stimme bleibt ruhig, selbst in Situationen, die andere aus der Fassung bringen würden. Er diskutiert nicht gerne, erklärt sich nur selten und hält wenig von Menschen, die jede Emotion sofort nach außen tragen müssen. Stattdessen vertraut er auf Beobachtung, Erfahrung und Instinkt. Er ist hochgewachsen, durchtrainiert, mit einem (mal mehr oder weniger) gepflegten Bart und Augen von einem so klaren Stahlblau, dass er sich ihrer Wirkung auf andere längst bewusst ist und sie, wenn es ihm nützt, bewusst einsetzt. Er bewegt sich, als wolle er keinen Lärm machen – ruhig, zielgerichtet, ohne überflüssige Gesten. Jede Bewegung ist auf das Nötigste reduziert, jede Geste sitzt, als hätte er sie tausendmal durchdacht, obwohl sie instinktiv kommt. In seiner Ruhe liegt nichts Sanftes. Eher etwas Abwartendes. Berechnendes. Gelegentlich ein trockenes, kaum merkliches Grinsen. Ein Hauch Humor, der sich nicht aufdrängt, sondern einfach da ist, wenn man genau hinschaut. Sein Leben wurde früh durch die Erwartungen seines Vaters geprägt. Aufgewachsen in einer Familie mit militärischer Tradition, lernte er schon als Kind, dass Leistung wichtiger war als Gefühle. Schwäche war etwas, das man überwand. Sein Vater wollte ihn eines Tages in einer Führungsposition sehen und Levis Wahl, in der Reihe der Infanterie zu stehen statt sie zu kommandieren, hat er ihm nie verziehen. Sein Sohn sollte Befehle erteilen und nicht im Dreck kriechen. Der Satz sitzt noch. Irgendwo. Nicht als Wunde, eher als Narbe, die man vergessen hat zu spüren, bis man zufällig draufdrückt. Hinter seiner kontrollierten Fassade verbirgt sich jedoch eine Geschichte, die ihn geprägt hat wie nichts anderes. Der Verlust seiner Frau Claire und seines Sohnes Noah hat etwas in ihm dauerhaft verändert. Während Levi im Einsatz war, wurden beide bei einem Raubüberfall getötet. Seit jener Nacht existiert ein Teil von ihm nur noch als Erinnerung. Der einst bodenständige, teamorientierte Soldat wurde zu einem Mann, der Abstand hält, Nähe vermeidet und sich lieber in Missionen verliert, als sich mit den Dingen auseinanderzusetzen, die er verloren hat. Levi hat nie aufgehört zu funktionieren. Aber er hat aufgehört, an eine Zukunft zu glauben. Beziehungen betrachtet er mit Misstrauen, nicht weil er unfähig wäre zu lieben, sondern weil er den Preis kennt. Menschen kommen ihm selten wirklich nahe. Selbst diejenigen, die glauben ihn zu kennen, stoßen früher oder später auf Mauern, die er bewusst errichtet hat. Nicht aus Bosheit, sondern aus Selbstschutz für sich. Dennoch ist Levi kein kalter oder grausamer Mensch. Er besitzt einen klaren moralischen Kompass, auch wenn er selten darüber spricht. Loyalität bedeutet ihm mehr als große Worte. Wer sich sein Vertrauen verdient, findet in ihm einen Verbündeten, der nicht weicht, wenn es schwierig wird. Doch Vertrauen ist für Levi keine Selbstverständlichkeit, sondern etwas, das man sich hart erarbeiten muss.
Gespielt von Aurenya
Dabei seit: 15.06.2026, 11:49
Zuletzt gesehen: Gestern, 20:59

Reiterin
21 Jahre alt
Faye wuchs in Montserrat als jüngste Tochter einer Heilerfamilie auf. Schon ihre Eltern wählten vor vielen Jahren den Heilerquadranten und ihre ältere Schwester Sage tat es ihnen gleich. Es war also nicht weiter verwunderlich, dass ihre Familie auch Fayes Zukunft im Heilerquadranten sahen, doch Faye verbrachte schon ihre Kindheit damit, Bilder von Drachen zu zeichnen und über einen selbstgebauten Viadukt aus Steinen zu laufen. Da ihre Eltern immer sicher waren, dass das lediglich eine Phase war, lernte Faye von ihnen, Verbände anzulegen, Heilpflanzen zu bestimmen und Verletzungen zu versorgen. Ihr Herz aber schlug nie wirklich für die Krankenstationen und Behandlungsräume, die für den Rest ihrer Familie wie ein zweites Zuhause waren.Dabei fehlte es ihr weder an Talent noch an Verständnis für die Arbeit ihrer Familie. Im Gegenteil: Faye bewunderte ihre Eltern und besonders ihre Schwester, zu der sie bis heute ein enges Verhältnis hat. Doch während diese ihren Platz in der Welt gefunden hatte, spürte Faye den immer stärker werdenden Wunsch, über die Grenzen des ihr Bekannten hinauszublicken. Sie wollte mehr sehen, mehr erleben und vor allem selbst herausfinden, wer sie eigentlich ist. Deshalb fiel ihre Wahl schließlich auf den Reiterquadranten, was bei ihrer Familie für Diskussionen und vor allem Angst sorgte.Ob sie dort wirklich hingehört, versucht sie noch herauszufinden, denn Faye zeichnet sich vor allem durch ihre offene, fröhliche und empathische Art aus. Sie gehört nicht zu den Menschen, die gerne im Mittelpunkt stehen, schafft es aber trotzdem erstaunlich leicht, mit anderen ins Gespräch zu kommen. Faye interessiert sich für ihr Gegenüber, hört aufmerksam zu und hat ein feines Gespür für die Gefühle ihrer Mitmenschen. Das ist nicht immer ein Vorteil, denn gerade weil sie gerne für andere da ist, kann sie nur schwer nein sagen. Ihre Hilfbereitschaft wird schnell mit Naivität verwechselt und von Zeit zu Zeit ausgenutzt. Hinter ihrem warmen Wesen steckt jedoch deutlich mehr Rückgrat, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Faye ist stur, wenn sie von etwas überzeugt ist und lässt sich nur ungern etwas vorschreiben. Sie hinterfragt Regeln, wenn sie ihr unsinnig erscheinen und besitzt einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Ungerechtigkeit, Arroganz und Menschen, die ihre Macht ausnutzen, bringen sie schneller auf die Palme als ihr gut tut. Für ihre Prinzipien und vor allem für die Menschen, die ihr wichtig sind, steht sie ein und geht dabei einem Konflikt auch nicht aus dem Weg. Trotz ihrer Entscheidung für den Reiterquadranten haben sie die Jahre in ihrer Familie geprägt. Ihr Wissen über Anatomie, Verletzungen und medizinische Versorgung erweist sich immer wieder alsnützlicher Vorteil. Vor allem, weil sie durch ihre ausgeprägte Neugier manchmal unvernünftig oder sogar leichtsinnig handelt. Hin und wieder passiert es, dass sie Gefahren unterschätzt und die ein oder andere Situation in ihrem Rookiejahr nur durch eine große Portion Glück überlebt hat.
Gespielt von Talie
Dabei seit: 10.06.2026, 15:28
Zuletzt gesehen: Gestern, 18:01

Reiterin
22 Jahre alt
Du hast nie darum gebeten.
Nicht um den Verlust deiner Familie.
Nicht um die Jahre in einer fremden Familie.
Nicht um die Ausbildung zur Drachenreiterin.
Und auch nicht um die Verantwortung, die heute auf deinen Schultern liegt.

Doch Wünsche waren nie Teil der Gleichung, die sich Leben nennt.

Vor fünf Jahren hattest du noch eine Familie. Ein Zuhause. Und ein Leben, das dir gehörte - oder zumindest eines, das diese Illusion erweckte. Mit Eltern, die in der tyrrischen Rebellion weit mehr waren als bloß Mitläufer, stand es dir eigentlich nie frei, einfach zu tun, wonach dir gerade der Sinn stand. Lang, bevor du alt genug warst, um die Tragweite ihrer Taten wirklich zu verstehen, und auch lang, bevor deine eigene Stimme Gewicht hatte, haben sie bereits damit begonnen, nicht nur die Zukunft Tyrrendors verändern zu wollen, sondern auch sichere Steine für deine eigene Zukunft zu legen. Deine Sicherheit war ihnen schließlich wichtig - doch hast du dich nicht selten gefragt, wie sie sich entscheiden würden, wenn sie vor die Wahl gestellt worden wären: du und deine Sicherheit oder ihr Vorhaben, ihre Mission.

Dann scheiterte die Rebellion.
Deine Eltern und auch dein Bruder bezahlten mit ihrem Leben.
Und du mit allem, was danach noch von deinem alten Leben übrig geblieben ist.

Deine Familie: weg.
Dein Zuhause: weg.
Dein Leben: bestimmt durch die Markierungen auf deiner Haut, ein Zeichen für die Taten deiner Eltern.

Wie alle Separatistenkinder wurdest auch du in die Obhut einer Pflegestelle übergeben. Einer Familie, die auf den ersten Blick kaum unauffälliger hätte sein können. Gesetzestreu. Loyal gegenüber Navarre, dem König und allem, wogegen deine Eltern waren - zumindest war das das Bild, das sie für andere zeichneten. Hinter verschlossenen Türen sah die Wahrheit anders aus. Hinter diesen Türen wurden Kontakte gepflegt und auch Informationen gesammelt, da wurden vergangene Fehler analysiert und die Rebellion nicht mit ihren Gefallenen begraben. Sie hielten an der Hoffnung fest, die auch deine Eltern hatten und sie waren sich sicher, dass es noch nicht vorbei war.

Nach der Rebellion kam kommt die Revolution.
Mit kleinen, vorsichtigen Schritten.
Und mit dir mittendrin.

Sie erzählten dir alles. Von den Lügen des Königreichs und den Gefahren, die wirklich auf euch lauern. Manches hast du bereits bei deinen Eltern mitbekommen, vieles wollten sie damals jedoch noch von dir fernhalten. Warst du früher noch das Mädchen, das man schützen wollte, wurdest du in den folgenden Jahren zu dem, das lernen musste, sich selbst zu schützen.
Du wurdest auf die Zukunft vorbereitet, die das Ende der Rebellion für dich mit sich brachte. Auf Basgiath und den Reiter:innenquadrant, der, anders als für andere, nun nicht mehr nur eine Option war, sondern die Voraussetzung dafür, überhaupt noch eine Zukunft zu haben. Schon bei deinen Eltern und deinem Bruder hast du gelernt, zu kämpfen, hast dich damals jedoch noch für eine Zukunft in der infanterie entschieden - nun förderten sie diese Kampfkünste und brachten dir bei, wie man Informationen sammelt, ohne selbst welche preiszugeben, und auch, wie man unauffällig bleibt, wenn allein die Male auf deiner Haut dir automatisch Aufmerksamkeit einbringen. Gleichzeitig wurdest du Schritt für Schritt in die langsam wachsende Revolution eingeführt. Du hast Menschen getroffen, die hinter ihr stehen, hast von Plänen erfahren, die im Geheimen geschmiedet wurden und durch erste kleine Aufgaben bewiesen, dass dein Herz im gleichen Rhythmus schlägt wie ihres. Wie das deiner Familie.
Mit jedem Jahr wuchs das Vertrauen, das in dich gesetzt wurde - und mit ihm die Verantwortung. Während andere vielleicht hofften, dass mit dem Gang über den Viadukt auch die letzten Überbleibsel der damaligen Rebellion (die Nachkommen der Rebellen) sterben würden, war Basgiath für euch nie das Ziel.

Es war der eigentliche Beginn.
Deine erste große Aufgabe.

Die Revolution braucht Augen und Ohren im Inneren des War Colleges. Verbündete. Menschen, die sich frei genug bewegen können, um Informationen zu sammeln, Risiken einzuschätzen - und diese auch selbst nicht scheuen. Anfangs waren es nur kleine Treffen, alles im Rahmen der Regeln für Gezeichnete, die ganz neu mit euch, den ältesten Gezeichneten, nach Basgiath kamen. Ihr habt euch zusammengetan, euch unterstützt und geschützt, wenn das Misstrauen der anderen euch gegenüber zu groß wurde. Dann… kam das Dreschen. Drachen an eurer Seite, die gar nicht erst so taten, als wüssten sie nicht, was ihr wüsstet. Die Waffen, überzogen mit einer Legierung, die im Kampf gegen die wahren Feinde von unaussprechlichem Wert ist. Und mit ihnen auch die ersten Lieferungen. Nächtliche Ausflüge auf den Drachen und mit schweren Taschen. Zuerst nur nach Tyrrendor, bald jedoch auch hinter die Grenzen Navarres, zu einer Übergabe an jene, die der ahnungslosen Bevölkerung Navarres als großer Feind präsentiert wird: Flieger:innen aus Poromiel.

Heute bist du eine Reiterin.
Eine Gezeichnete.
Eine Schmugglerin.
Und eine der wenigen, die sowohl die Vergangenheit der Rebellion, als auch die Gegenwart der Revolution kennen. Das Opfer deiner Eltern möchtest du nicht bedeutungslos werden lassen, dein Weg jedoch soll ein besserer werden als ihrer. Du kennst die Geheimnisse, die das Land so eisern zu hüten versucht (nun, zumindest ein paar davon) und die Risiken, die jeder einzelne Schritt mit sich bringt. Du bist jemand, dem man Vertrauen schenkt - und zu dem die Blicke immer häufiger gewandert sind, wenn die Gezeichneten in Basgiath nach Orientierung suchten.

Aus dem Mädchen, das lernen musste, sich selbst zu schützen, ist heute eine Frau geworden, die auch für den Schutz und die Zukunft anderer kämpft.

Du hast nie um die Verantwortung auf deinen Schultern gebeten.
Aber du hast nach ihr gegriffen, als sie vor dir lag.
Gespielt von Jea
Dabei seit: 10.06.2026, 15:07
Zuletzt gesehen: Vor 3 Stunden

Reiterin
30 Jahre alt
"I fought for my country. I fought for glory. Was a time I would have said I fought for honor."
Was würdest du tun, wenn du herausfindest, dass die Führung, der du Loyalität geschworen hast, nicht mehr sind als dreckige Lügner? Sie den Krieg, der seit Jahrhunderten tobt, aus reinem Eigennutz am Leben halten? Dass das Land, für das du dein Leben geopfert hättest, der eigentliche Feind ist, und du niemandem mehr trauen kannst? Making the fuck sure the bastards pay! Und ja, offiziell bin ich dadurch nun eine dreckige Verräterin, eine Schande, ein Feigling, sucht's euch aus. Aber scheiß drauf. Eine Krone, die ihr Volk belügt und für die eigenen Zwecke missbraucht, hat meine Loyalität ganz sicher nicht verdient. Die Führung dieses Landes ist wie ein Krebsgeschwür, das ganz Navarre vergiftet. Und ich hab so verdammt lang gebraucht, es zu realisieren. Zu viele meiner Kamerad:innen haben diese Offenbarung mit ihrem Leben bezahlt. Wurden von Monstern aus dem Leben gerissen, die es eigentlich nur in Schauermärchen geben sollte. Sumerton, dieser wahr gewordene Alptraum von einer Mission. Oh, offiziell war es ein Hinterhalt, was kann man auch anderes von den Feiglingen aus Poromiel erwarten? Weitaus mehr, als von der eigenen Führung, wie sich herausstellt. Seitdem bewege ich mich auf verdammt dünnem Eis. Ein falscher Schritt, ein falsches Wort, und ich bin nicht mehr als ein Name auf der Gefallenenliste. Doch wenn mich meine Zeit als Reiterin eines gelehrt hat, dann was es heißt zu kämpfen.
"In the end, the only thing that matters is fighting for who's covering your flank."
Ich weiß nicht, was meine Mutter damals mehr erzürnt hat, dass ich das Aquädukt überquerte, oder die geplatzte Verlobung. Wahrscheinlich die Tatsache, dass ich es überhaupt gewagt habe, ihre ach so sorgsam entwickelten Pläne zu durchkreuzen. Es war definitiv ein Akt der Rebellion, lehnte meine Mutter den Reiterquadranten doch strikt ab. Schließlich haben Drachenreiter die lästige Angewohnheit zu sterben, bevor sie ausreichend Erben in die Welt setzen können. Und oh boy, waren die ersten Wochen ein Realitätscheck, so viel zum Thema ich bin kein verwöhntes Adelstöchterchen. Aber zum ersten Mal in meinem Leben habe ich wirklich für etwas gekämpft. Hab mir meinen verdammten Arsch aufgerissen und es irgendwie geschafft, weder von meinen Mitkadett:innen oder meinen Vorgesetzten umgebracht, noch von einem Drachen geröstet zu werden. Und dann kam die thyrrische Rebellion, und wie die hörige Soldatin, die ich war, konnte ich es nicht erwarten, mich zu beweisen, bekam meine Chance schließlich in Aretia. Hab Jahre damit verschwendet, gegen den falschen Feind zu kämpfen. Es ist schon bittere Ironie des Schicksals, dass ich meiner Familie den Rücken gekehrt habe, um den Machtspielchen des Adels zu entkommen, nur, um in einem noch tieferen Morast aus Intrigen und Verrat zu versinken und es nicht einmal zu merken.
"Doesn't matter if they're saints or assholes. They're your people."
Ich hatte wohl das, was viele als den perfekten Start ins Leben bezeichnen würden. Bin mit einem verdammten, mit Edelsteinen bespickten Löffel im Mund aufgewachsen. Einer Heerschar von Dienern, Kindermädchen und privaten Tutoren. Rauschende Feste und teure Kleider. Klingt wunderbar, oder? Doch wie so ziemlich alles beim Adel, ist es nicht mehr als eine glitzernde Illusion, die ein ziemlich hässliches Bild aus Gier, Korruption und Eigennutz verbirgt. Jede Beziehung nur daran bemessen, welche Vorteile sie einem verschafft, die eigenen Kinder lediglich eine Investition in die Zukunft. Mein Leben war bereits vor meiner Geburt vorausgeplant. Verlobung, Ausbildung, Heirat, Kinder. Jeder Schachzug diente nur einem Ziel. Das Haus Halcyone zu altem Ruhm und Reichtum zurückzuführen. Meine Schwester beherrschte dieses Spiel perfekt, und ich? Ich hab ständig gegen die Spielregeln verstoßen. Was soll ich sagen, Familientreffen sind seitdem frostiger als die Winter Luceras. Aber natürlich nur hinter verschlossenen Türen, schließlich sind wir doch die perfekte Familie. Das ich nicht lache.
"They watch your back and you watch theirs."
Und ich dachte, ich hätte all das hinter mir gelassen. Das falsche Lächeln, die zuckersüßen Worte, während sie das Messer verbergen, mit dem sie dir in den Rücken stechen. Und nun spiele ich dieses verhasste Spiel von Lügen und Intrigen selbst. Gebe vor, weiterhin die loyale, kleine Soldatin zu sein, die trotz allem Land und Krone treu ergeben ist, der es nichts ausmacht, dass sie ihre eigenen Leute belügen muss. Menschen, mit denen ich jahrelang Seite an Seite gekämpft habe, die mir mehr als einmal das Leben gerettet haben, denen ich mein eigenes unzählige Male anvertraut habe. Das schafft ein Band, das mit nichts zu vergleichen ist. Nur mit Fiar kann ich ehrlich sein, bei allen anderen bin ich gezwungen, eine Maske zu tragen. Und dafür hasse ich die Krone fast noch mehr als für ihre Verbrechen.
"Or you've got nothing..."
Gespielt von Nia
Dabei seit: 20.02.2026, 16:37
Zuletzt gesehen: Vor 3 Minuten

Reiter
39 Jahre alt
Für diesen Charakter gibt es noch keine Kurzbeschreibung :(
Gespielt von Jule
Dabei seit: 01.01.2026, 12:19
Zuletzt gesehen: 07.07.2026, 20:21

Infanterie
20 Jahre alt
Dein Blick ist leer, dein Kopf ist es auch. Das Papier in deiner Hand ist schon ganz knittrig, so oft hast du deine Finger bereits darum geschlossen und es doch wieder glatt gestrichen, einem weiteren Hoffnungsfunken folgend, dass du dich einfach nur verlesen hättest - aber du hast es nicht. Die Nachricht ist eindeutig - durchgefallen -, deine Zukunft hingegen nicht mehr. Soweit du dich zurückerinnern kannst, hast du immer davon geträumt, am Basgiath War College eine Ausbildung zum Heilkundigen zu absolvieren, um anderen zu helfen und mit dem Brief in deiner Hand siehst du deine Träume nun den Bach runtergehen. Und alles, was du im ersten Moment tun kannst, ist, ihnen hinterher zu blicken, bevor du dir im zweiten Moment Gedanken darüber machst, wie deine Zukunft nun aussehen soll. Oder kann. Du könntest es im nächsten Jahr noch einmal probieren, könntest, genau wie dein Bruder, nun lediglich die einjährige Grundausbildung in der Infanterie machen - aber es erscheint dir nicht richtig. Fühlt sich schon in deinen Gedanken falsch an, denn so sehr du immer zu deinem Bruder aufgesehen hast, so wenig wolltest du auch auf Dauer in die Fußstapfen treten, die er hinterlassen hat.

Der Schritt in den Quadrant der Infanterie, zu einer dreijährigen Ausbildung anstelle der einjährigen Ausbildung, fühlt sich keinen einzigen Moment lang besser für dich an - doch es gibt diese kleine, leise Stimme in deinem Innern, die dir zuflüstert, dass es genau das eben doch ist. Eine richtige Ausbildung für den ersten Schritt einer richtigen Karriere: solltest du dich in den nächsten drei Jahren nicht doch noch einmal für einen zweiten Versuch entscheiden, könnte dieser Weg dir schließlich bessere Chancen ermöglichen, um Dinge zu ändern. Deinen Eltern, armen Arbeitern aus Calldyr Stadts weniger nobleren Vierteln, ein besseres Leben ermöglichen und gleichzeitig vielleicht sogar die Umsetzung der Gesetze optimieren. Sind sehr hoch gesteckte Ziele, das ist dir bewusst - doch wenn schon, dann richtig.

Wenn schon dieser Weg, dann um auch hier anderen dabei zu helfen, am Leben zu bleiben.

Deine Schwester und du, ihr seid gemeinsam nach Basgiath aufgebrochen, nur um dort eure eigenen Wege zu gehen. Ihr seid keines dieser Zwillingspaare, die unzertrennlich sind, seht euch eher als Geschwister, die sich rein zufällig einen Geburtstag teilen, während die Person, die dir viele Jahre lang wie eine enger stehende Schwester war, in deinem neuen Leben bereits auf dich wartet - während sich die Wiedersehensfreude auf deiner Seite doch eher in Grenzen hält. Nach dem Tod deines Bruders hast du den Kontakt zu ihr abgebrochen, ihre Briefe unbeantwortet in irgendwelche Schubfächer gestopft und, als es darauf ankam, nicht bedacht, dass deine Wahl für den Quadrant der Infanterie dich auch zu ihr führen würde. Eigentlich möchtest du nur deine Ausbildung durchziehen, hast schließlich in den letzten Monaten noch so gut dafür trainiert, wie es nur ging (findest selbst, dass es nie gut genug war), aber dir war bereits vor eurem ersten Aufeinandertreffen klar, dass das nicht so einfach werden könnte. Kannst ihr schließlich nicht immer aus dem Weg gehen, nicht einfach für immer die kalte Schulter zeigen, ohne ihr die Gründe zu nennen - ohne ihr zu sagen, wie sehr du ihren Vater dafür hasst, dass er dir deinen Bruder genommen hat.
Gespielt von Jea
Dabei seit: 09.11.2025, 12:56
Zuletzt gesehen: 01.05.2026, 18:01

Reiterin
20 Jahre alt
i. Sie steht vor dir, schenkt dir ein Lächeln und wartet. Darauf, dass du zu ihr kommst, dich in ihre ausgebreiteten Arme wirfst und die Freude über das Wiedersehen mit ihr teilst. Doch du stehst nur da, starrst sie aus deinen großen, blauen Augen an und traust dich nicht, auch nur einen Schritt zu machen. Du weißt ganz genau, wer sie ist. Kennst sie von Fotos und auch aus Erzählen und du weißt, wo sie in den letzten Jahren war. Deine Mutter kehrt nach ihrer Ausbildung zur Heilerin aus dem Basgiath War College zurück, da bist du fünf Jahre alt und kannst dich gar nicht wirklich an sie erinnern. Sie war jung, als sie dich bekommen hat, genau wie dein Vater, und als ihre militärischen Ausbildungen angefangen haben, bist du bei deinen Verwandten geblieben; bei deiner Tante und deinem Onkel, die ebenfalls Kinder hatten. Wusstest immer, dass sie nicht deine richtigen Eltern, deine richtigen Geschwister waren, aber für dich hat es sich in den vergangenen drei Jahren so angefühlt - und der Gedanke, nun zu dieser Frau zu gehen, der du dein Leben überhaupt erst zu verdanken hast, macht dir Angst. Ein Glück, dass ihr sowieso alle in einem Haus wohnt. Dass du sie kennenlernen und trotzdem bei 'deiner' Familie bleiben kannst.

ii. Du drehst dich. Weichst aus. Merkst, wie deine Mundwinkel sich bereits zu einem zufriedenen Lächeln nach oben ziehen, die Vorstufe eines Grinsens - doch dann ist's ein leiser Schrei, der sich seinen Weg aus deinem Mund bahnt. Schmerz. Brennen. Ziehen. Du presst deine Kiefer zusammen und atmest mit einem Zischen ein, weiß genau, was passiert ist. Du warst zu optimistisch, zu sehr von dir selbst überzeugt, von deiner Geschwindigkeit und deinem Können und musst genau dafür nun nicht zum ersten Mal büßen. Du bist dreizehn Jahre alt und der Schmerz ist kein Unbekannter mehr für dich; trainierst nicht erst seit gestern oder seit einem Monat. Du bist jung und trotzdem weißt du bereits genau, was du möchtest, wofür du das hier machst: für eine Zukunft als Drachenreiterin. Obwohl du weißt, dass auch dein Vater diesen Weg gehen wollte. Obwohl du weißt, dass der Quadrant des Reitens ihn das Leben gekostet hat. Du hast ihn nie wirklich kennengelernt, hast keine Beziehung zu diesem Mann, nichts weiter als einen Namen - und die Rolle des Vorbilds, das eigentlich er hätte sein sollen, wurde von anderen Menschen ausgefüllt. Von jenen, die ihre Ausbildung wirklich geschafft haben. Von Menschen, die dein Leben lang für dich da waren, die dich geprägt und zu der gemacht haben, die nun bist. Und so schwer es dir auch fallen sollte, dies zuzugeben, so einfach kommt dir doch auch dieser Gedanke in den Sinn: deine Mutter ist es nicht. Sie darf deine Verletzungen verarzten und ist auch keine Fremde mehr für dich, doch schaffst du es auch nach all den Jahren nicht, eine engere Bindung zu ihr aufzubauen.

iii. Dein Lachen ist laut. Hell. Herzlich. In deinen Augen bilden sich vereinzelte Tränen, die sich ihren Weg über dein Gesicht suchen, ihn finden - aber sie stören dich nicht. Sie gehören zu diesem Moment dazu, sind ein Zeichen für die gute Zeit, die du gerade hast. Für den Spaß, den du dir auch trotz all des Ernstes in deinem Leben nicht nehmen lassen willst. Drei Jahre noch, bis du dich mit vielen anderen vor dem Viadukt einreihen wirst, vor dem ersten Hindernis auf dem Weg in deine Zukunft. Dein Plan hat sich in den letzten Jahren nicht geändert und den Großteil deines Tages verbringst du mit der entsprechenden theoretischen und vor allem auch praktischen Ausbildung, doch gibt's auch Ausnahmen. Eine dieser Ausnahmen ist heute, wo das gesamte Königreich den Geburtstag des Königs feiert. Es sind Momente wie diese, in denen du mehr als nur die angehende Soldatin bist, weil du dir erlaubst, einfach nur das siebzehnjährige Mädchen zu sein, das du nunmal bist. Du guckst dir die Parade an, würdest am liebsten jede einzelne der angebotenen Leckereien probieren, versuchst dich an einem Drachen aus Holz, so unbändig, dass er mit schnellen Bewegungen jeden von seinem Rücken schmeißt und guckst dir eine Vorführung auf dem Marktplatz an, eine Komödie, die dich Tränen lachen lässt. Es sind solche Momente, die dich zumindest kurz darüber nachdenken lassen, wie es wäre, ein normales Leben zu führen. Keine harte Ausbildung, kein Drache, der auf dich wartet oder nicht wartet - doch es dauert nie lang, bis dir wieder klar wird, was du wirklich willst.

iv. Die Hälfte hast du geschafft. Die andere Hälfte liegt noch vor dir. Du weißt, dass es dumm wäre, nun stehen zu bleiben und dich umzusehen, aber du tust es trotzdem. Erlaubst dir einen kurzen Moment, nicht etwa, um das Gleichgewicht zu behalten oder einmal Luft zu holen, sondern um diesen Moment in dich aufzunehmen: du bist tatsächlich hier, auf dem Viadukt. Auf dem Weg in den Quadrant des Reitens. Hinter dir liegen Jahre der Vorbereitung, der Anstrengungen. Jahre, in denen du immer wieder versucht hast, deinen Platz zu finden zwischen der Familie, die dich großgezogen hat und im vergangenen Jahr ganz andere Herausforderungen zu bewältigen hatte, und jener Frau, der du überhaupt erst dein Leben zu verdanken hast - sie liegen jetzt hinter dir. Du wirfst einen Blick über deine Schulter, als wäre es tatsächlich die Vergangenheit, die du dort erwartest, doch ist's nur ein weiterer Anwärter, der nun den Viadukt betritt. Direkt nach dir, mit finsterem Blick und schnellen Schritten, als würde er dich verfolgen. Und wahrscheinlich tut er's auch, der Anwärter genauso wie deine Vergangenheit. Du richtest deinen Blick wieder nach vorn, auf das Ziel und auf das Tor in deine Zukunft, bereit diesen kurzen Moment dazwischen zu verlassen. Bereit für das Leben als angehende Drachenreiterin.
Gespielt von Jea
Dabei seit: 14.09.2025, 19:19
Zuletzt gesehen: 01.05.2026, 18:02


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based on "the empyrean"-series by Rebecca Yarros