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the empyrean
Während andere es eilig haben, sich vor mich zu stellen, steht er an meiner Seite, in dem Vertrauen, dass ich mich behaupten kann.
— Rebecca Yarros, Flammengeküsst

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Reiter
23 Jahre alt
Deine Kindheit erscheint dir heute wie ein weit entfernter Traum. Alle Wünsche von damals zerstört durch Ungerechtigkeit und geblieben ist nichts als der Wunsch nach Rache. Dabei schien früher alles so perfekt. Du erinnerst dich an weite Weiden und das Hufgetrampel unzähliger Pferde, an viele Trainingseinheiten mit ihnen, um sie auf ihre Zukunft in der Infanterie vorzubereiten. Eine Zukunft, die auch du dir gut vorstellen konntest. Immerhin war es nur eine Frage der Zeit, bis dein zwanzigster Geburtstag dich vor die wichtigste Wahl deines Lebens stellen würde und auch wenn du die Ranch niemals verlassen wolltest, wäre das der einzige Weg, auf dem du dich gesehen hättest. Doch wie hättest du dir auch vorstellen können, was stattdessen geschehen würde? Dass die Heirat deiner Schwester mit einem Königssohn euch alle so sehr in das Visier der Herrscherfamilie packen würde, dass euch für etwas die Schuld gegeben werden sollte, in das ihr nicht im geringsten involviert ward? Sie haben euch nicht vertraut, dass weißt du heute, haben euch die Chance gegeben sich zu beweisen und dass genau in diesem Zeitraum direkt vor eurer Haustür eine Rebellion ausbrechen würde, war wohl ein sehr boshafter Scherz von Thornak. Oder Zihnal. Oder beiden. Kannst dir gut vorstellen, wie die beiden Götter sich ins Fäustchen lachen, während du den Scherbenhaufen aufsammeln durftest. Bist nicht gezeichnet, nicht wie die Kinder der Rebellion und doch hast du ein Mal auf dir, das dich für immer an der Verrat deiner Familie erinnern wird. Den Verrat, der keiner war. Du weißt nicht, warum ihr noch am Leben seid, nachdem man euch als Sündenbock auserkoren hat. Doch für dich war klar: Du kannst nicht stumm hinnehmen, wie man euch behandelt hat. Kannst nicht akzeptieren, dass euch die Schuld für etwas zugeschoben wird, an dem ihr nicht beteiligt ward. Und vor allem kannst du eines nicht: Still sitzen. Deinen Weg weitergehen, den du dir immer für dich vorgestellt hast. Noch einmal zusehen, wie deine Familie schutzlos königlicher Willkür ausgesetzt wird. Also hast du dich von deinem Weg zur Infanterie verabschiedet und den Weg des Drachenreiters beschritten. Und manchmal scheint es dir, als hättest du Thornak damit nur noch mehr verärgert. Denn was du anfasst, es misslingt dir. Beim ersten Dreschen hättest du beinahe dein Leben verloren. Du weißt nicht einmal, wie du das zweite tatsächlich auf dem Rücken eines Drachen verlassen hast. Die Ausbildung war hart für dich. Jeder Sieg ein wahrer Kampf. Du hast keine Auszeichnungen erhalten, keine besondere Position, keine Anerkennung. Dabei sollte gerade Thornak, der Schutzpatron der Ausgestoßenen, doch auf deiner Seite stehen. Doch die Götter scheinen genauso grausam wie der Rest der Welt. Du versuchst sie zu besänftigen. Weniger aus deinem Bedürfnis nach Rache und mehr aus dem Bedürfnis, dass es anderen nicht so ergeht wie dir zu handeln. Hilfst denen, die es in ihrem ersten Jahr genauso schwer haben wie du. Doch ganz kannst du deine Wut nicht ablegen. Kannst die Gezeichneten nicht ansehen, ohne daran erinnert zu werden, was deine Familie alles ihretwegen verloren hat. Was du alles verloren hast, weil sie unzufrieden waren. Versuchst, deinen Hass zu verbergen, es dir nicht anmerken zu lassen, wie sehr du sie verabscheust. Doch manchmal, wenn die Nacht düster und voller Wut ist, besuchst du sie noch in ihren Träumen.
Gespielt von Ely
Dabei seit: 21.05.2025, 21:14
Zuletzt gesehen: 06.12.2025, 12:06

Fliegerin
23 Jahre alt
Ein Lächeln, das ansteckt. Haar, das mal blond, mal in allen Pastellfarben des Regenbogens strahlt. Das Herz einer Fliegerin - der Kopf einer Alchemistin. Es gibt vieles, durch das du dir in den letzten zwei Jahren im Quintant des Fliegens an der Cliffsbane Akademie einen Namen hättest machen können - doch: war gar nicht nötig, denn dein Ruf eilt dir ohnehin voraus. Oder, na ja, sind wir mal ehrlich: der Ruf deiner Familie. Wynn, irgendetwas klingelt, war da nicht was? Schon früh taucht dein Familienname in den Chroniken Poromiels auf - warte, so eine Wynn, eine Wynn, deren Urururur[...]irgendetwasgroßvater maßgeblich an der Erschaffung von Legierungen beteiligt war? War vielleicht ein Wynn, der die erste legierte Waffe in seinen Händen hielt? Jaja, kann schon sein. Legst den Kopf leicht schräg, verdrehst die Augen, fährst dir durchs Haar. Nebensächlich, wer oder was vor dir war, du willst deine eigene Geschichte schreiben. Kann schon sein, dass die meisten deiner Familienmitglieder geisteskranke Superbrains sind, die sich dem Quintanten der Alchemie verschrieben haben. Kann schon sein, dass dein Potenzial auf dem Rücken eines Greifen, dem frühen und schnellen Tod verschrieben, irgendwie verschwendet ist -

- kann schon sein, dass dich das kein Stück kümmert. Mit der Frisur fällst du an den navarrianischen Grenzen auf wie ein Leuchtfeuer in der Nacht - tja, und? Bist geboren, um zu kämpfen, nicht, um dich zu verstecken. Gibt darüber hinaus einen Haufen Dinge, den man über dich sagt, aber du hörst nicht hin. Wenn, dann nur um zu lachen und das Gegenteil zu beweisen. Wer vorschnell urteilt, verwechselt deine Leichtigkeit mit Arroganz, aber - okay, na gut, bist's vielleicht auch so ein kleines Bisschen, aber kannst es dir irgendwo auch leisten. Bist gewitzt, klug, schlagfertig und ... von all' dem ein bisschen mehr, als es gesund für dich wäre.

Aber allem voran bist du eines: echt voll in Ordnung. 'ne ganz schön treue Seele, die ihre Talente mit anderen teilt. Ganz und gar nicht abgehoben (doch, ein bisschen) - aber so richtig nur, wenn du auf deinem Greif durch die Lüfte fliegst. Dann eben wortwörtlich. Freund:innen schätzen dich vor allen Dingen wegen einem: den Sonnenschein, den du in ihre Leben bringst, deine bissige Zuversicht, den Glanz in deinem Augen, dem immer eine gewisse Herausforderung inne wohnt.
Gespielt von Jule
Dabei seit: 06.05.2025, 10:09
Zuletzt gesehen: 15.02.2026, 21:45

Reiterin
35 Jahre alt
"Herzlichen Glückwunsch, Sertori! Sie gehen zurück an die Front." Sechs Worte und ihr Schicksal war besiegelt. Nicht zum ersten Mal hörte sie einen dieser Sätze, die alles verändern sollten, die ihr Angst machen sollten. Doch mit inzwischen 35 Jahren an Lebenserfahrung gibt es kaum noch etwas, das Brynn nicht bereits erlebt hat. Drei Jahre am Basgiath War College, gefolgt von ihrem ersten Einsatz direkt an der Front und diversen Kämpfen mit Fliegern und ihren Greifen, ihrem Mitwirken bei der Zerschlagung der tyrrischen Rebellion - und der vollständigen Zerstörung ihrer einstigen Heimat Aretia, der sie als Zuschauerin beiwohnte. Und nun? Zurück an die Front. Zurück dahin, wo niemand von ihnen landen will und doch alle früher oder später landen, um ihren Teil zum Großen Ganzen beizutragen und einem sicheren Navarre. Auch für ihre Familie, die mit dem Fall ihrer Heimat eine neue finden musste und nach wie vor nicht begeistert davon ist, dass sie mit 20 den Weg der Reiterin eingeschlagen hatte.
Frisch befördert in den Rang der Major bekam sie auch ihre Versetzung nach Samarra mitgeteilt, um die dezimierte 2. Staffel des Flammenschwarms des Ostgeschwaders zu unterstützen und wieder ganz Vorne im Kampf gegen Poromiel mitzumischen. Ohne den Hauch einer Ahnung, was zur Schwächung der Staffel beigetragen hat, geben Shae und sie ihr Bestes, um dem Land würdig zu dienen. Der grünen Drachendame kommt diese "glückliche Fügung" des Ortswechsels dabei jedoch besonders gelegen, ganz im Gegensatz zu ihrer Reiterin, die auf ein Wiedersehen mit ihrem Exfreund auch hätte verzichten können. Doch auch diese Herausforderung nimmt sie an, immerhin kann sie sich im Zweifel auch nahezu unsichtbar machen. Mit ihrer Siegelkraft der Lichtbeschwörung hat sie es inzwischen gemeistert, das Licht um sich und ihren Drachen so zu brechen, dass sie sich ungesehen bewegen kann - ein unglaublicher Vorteil im Feindgebiet, der sicher in der Entscheidung der Versetzung eine Rolle gespielt hatte.
Gespielt von Ree
Dabei seit: 30.04.2025, 21:22
Zuletzt gesehen: 15.03.2026, 18:22

Reiterin
20 Jahre alt
Wunder haben sie dich genannt.
Das Kind, auf das sie immer gewartet haben,
- an das sie jedoch irgendwann schon nicht einmal mehr zu glauben wagten.

Du bist vielleicht nicht das älteste Kind deiner Familie, dafür aber das Erstgeborene. Bist nicht die Erbin, du wirst deinem Vater niemals auf seine Position folgen und auch niemals den Namen weitergeben, den du selbst bereits seit deiner Geburt trägst, doch dafür wirst du - geliebt. Etwas, das wohl eigentlich selbstverständlich sein sollte, gerade wenn man über die Beziehung zwischen Eltern und ihren Kindern spricht, doch gleichzeitig auch etwas, das in deiner Welt, in deinen Augen, nicht viel von dieser Selbstverständlichkeit mit sich bringt. Liebe ist Definitionssache, ist nie für jeden das Gleiche und was für die einen bereits das höchste von dem sein kann, was man geben kann, muss für die anderen noch lang nicht genug sein. Und manchmal, da geht das, was zwei Menschen als Liebe ansehen, von vornherein in zwei verschiedene Richtungen.

Du weißt, dass deine Eltern dich lieben, weil sie es dir sagen. Sie wollen, dass es dir gut geht, weil sie dich lieben. Sie wollen, dass es dir an nichts fehlt, weil sie dich lieben. Und sie wollen immer das Beste für dich, weil sie dich lieben. Soweit du dich zurückerinnern kannst, hingen deswegen in deinen Schränken immer die schönsten Kleider, standen die schönsten Schuhe, lag der schönste Schmuck. Sie haben dir Privatunterricht ermöglicht, über die allgemeine Schulpflicht und auch über die normalen Lehrpläne hinaus. Sie haben die Benimm- und Tanzunterricht erteilen lassen, wollten immer, dass du auf deine Zukunft vorbereitet wirst und haben dabei nie einen Zweifel daran gelassen, was sie in dieser sehen: dich an der Seite eines stattlichen, angesehenen Mannes (der größte Traum deiner Mutter war dabei immer das Königshaus), auf Bällen tanzend und Erben gebärend in Sicherheit. Immer in Sicherheit, noch mehr, als die Tyrrische Rebellion ihnen, euch allen noch mehr zeigte, wie gefährlich diese Welt ist.

Ein Nachkomme des Königshauses wurde es nicht, aber einer Verlobung bist du deswegen nicht entkommen. Nicht nur das Beste kann gut genug für dich sein, wie deine Mutter feststellen musste, während du selbst mit steigendem Alter immer deutlicher festgestellt hast, dass das, was deine Eltern für dich wollen, nicht auch immer das ist, was du selbst möchtest. Du möchtest sie stolz machen, ja. Du hattest kein Mitspracherecht in der Wahl deines Verlobten und bist trotzdem bereit, diesen Mann, Samael Quirrn eines Tages zu heiraten, ihm die Frau an seiner Seite zu sein, zu der deine Eltern, insbesondere deine Mutter, dich all die Jahre herangezogen haben. Du siehst es als deine Pflicht an, hast sogar schon gesagt bekommen, dass die dazugehörige Liebe sich schon noch entwickeln wird, wenn ihr euch erst einmal ein bisschen besser kennenlernt. Samael und du, ihr werdet wunderschöne Kinder bekommen zusammenwachsen. Und du wirst lernen, es zu wollen. Nicht nur für deine Eltern, sondern auch für dich.

Du siehst das alles noch nicht so ganz für dich selbst, aber du siehst eine Gelegenheit, wenn sie sich ergibt. Deine lautet Basgiath War College, sie lautet militärische Ausbildung Ausbildung - und ganz sicher nicht Quadrant der Heilung. Denn du siehst Gelegenheiten nicht nur, du ergreifst sie auch und anstatt zu lernen, wie du die Wunden deines Zukünftigen versorgen könntest, weißt du genau, dass deine Gelegenheit die ist, zu lernen, an seiner Seite zu bestehen. Zu kämpfen. Du machst es nicht nur für deinen Verlobten, machst es auch für dich, für dein Leben und für eine Zukunft, in der du am Ende vielleicht doch einmal mehr mitzusprechen hast, als die Entscheidung darüber, welches Kleid du auf dem nächsten Empfang tragen wirst. Der Quadrant des Reitens ist deine große Gelegenheit, ein Weg, auf den du dich in den letzten Jahren bereits heimlich vorbereitet hast, so gut es dir allein möglich war, immer in dem Wissen, dass es am Ende doch nicht genug sein wird. Keine Trainingsstunde der Welt kann dir schließlich beibringen, dich auf Kommando zu verlieben. Oder jemand anderes dazu zu bringen, sich in dich zu verlieben.

Wunder haben sie dich genannt,
doch ist für dich das einzige Wunder,
dass du es über den Viadukt geschafft hast.
Gespielt von Jea
Dabei seit: 30.04.2025, 14:40
Zuletzt gesehen: 18.03.2026, 18:44

Alchemistin
21 Jahre alt
Wenn es irgendwo explodiert und eine junge Frau kommt mit einer Salve aus Sorrys und anderen Entschuldigungen vom Ursprung dieser, kann man davon ausgehen, dass es Emmy war. Tollpatschig wie eh und je, aber selbst bei den größten Fehlern und Problemen noch ein wahrer Sonnenschein in Menschengestalt. Selten sieht man sie mit schlechter Laune, und wenn doch, muss schon etwas gravierendes passiert sein. Dabei war ihr Leben alles andere als sonnig, hat sie in den vergangenen 21 Jahren so einiges mitmachen müssen, das nicht jede zarte Seele so einfach wegsteckt. Der Verlust ihrer Mutter und ihrer Großeltern sitzen noch immer Tief im Gedächtnis - ebenso wie ihr Vater, der sie für sein neues Glück in Form einer zweiten, jüngeren Ehefrau aus den Reihen seinen unzähligen Affären, wegschickte. Doch Emmeline fand ihr eigenes Glück, wenn auch nur kurzweilig. Auf einer Farm hatte sie endlich andere, die wie sie waren. Kinder, die niemanden hatten, alleingelassen von der Welt um sie herum - und sie aufnahmen, als wäre sie schon immer ein Teil von ihnen gewesen. Mehr als nur eine weitere zerbrochene Seele im Rad des endlosen Systems für Pflegekinder, die oft schon zu alt für eine Adoption waren.
Die Farm und ihre selbsternannten Geschwister bedeuten ihr noch immer so gut wie alles, weshalb sie besonders froh ist, sie in ihrer neuen zeitweiligen Heimat wiedergefunden zu haben. Kaum etwas liebt sie mehr als diese Menschen, die mit ihr einen kurzen Weg durch die Hölle und zurück gegangen sind - mit Ausnahme der Alchemie vielleicht, an der sie noch mehr Spaß gefunden hat. So experimentierfreudig wie die junge Dame ist, gab es für sie an der Cliffsbane daher auch nur diesen einen Weg. Als Rookie im Quintanten der Alchemie kann sie endlich dem nachgehen, was ihr liegt und worin sie ihren Lebenssinn sieht. Neben guter Laune verbreiten, denn bisher hat sie noch jedem Griesgram mit ihrer offenherzigen und leicht naiven Art ein Lächeln auf die Lippen gezaubert. Dass es dabei nicht jeder gut mit ihr meint, musste sie mehr als einmal auf die harte Tour und am eigenen Leib erfahren und lernen und doch bleibt sie dabei - in jedem Menschen steckt auch etwas Gutes, man muss nur fest daran glauben und darf nie aufgeben, danach zu suchen oder der Person dabei zu helfen, sein volles Potenzial auszuschöpfen.
Gespielt von Ree
Dabei seit: 13.04.2025, 20:49
Zuletzt gesehen: 30.11.2025, 21:21

Alchemistin
21 Jahre alt
Still stehst du vor dem Gebäude, bist umgeben von vielen anderen und doch wahrscheinlich so allein, wie schon lange nicht mehr. In der Ferne hast du eben noch einen Greif fliegen sehen, du konntest nicht erkennen, ob er allein unterwegs war oder einen Menschen getragen hat. Ob er vielleicht zum Initiationsritual des Flieger:innenquintanten gehört oder ganz unabhängig davon unterwegs ist. Eine leise Stimme in deinem Kopf flüstert dir zu, dass das dein Greif sein könnte, dass du nur aus dieser Schlange heraus- und in eine andere hineintreten müsstest, gar nicht weit weg von dir. Deine Gedanken wandern von dem Greif zu deinem Bruder, du versuchst, dir sein Gesicht in Erinnerung zu rufen, denkst an sein glückliches Lachen und automatisch auch an den Tag, an dem dieses Lachen für immer erstarb. Der Greif hätte immer sein Schicksal sein sollen, nicht deines. War sein Traum zu einer Zeit, in der du noch gar nicht darüber nachgedacht hast, ob's auch deiner werden könnte - für dich war der heutige Tag damals noch zu weit weg, um ihn dir wirklich vorstellen zu wollen. All das, was sich jetzt um dich herum befindet, hat damals noch gar keinen festen Platz in deinen Gedanken gefunden, hätte es wahrscheinlich auch niemals getan, weil all das, was dein Leben heute ausmacht, in der Vergangenheit einfach undenkbar gewesen wäre.

Es gab mal eine Zeit, da war dein Leben gut. Schön. Da gab es nicht viel, worüber du dir Sorgen machen musstest und dein Alltag war strukturiert genug, um dir ein generelles Gefühl von Sicherheit geben zu können. Die Farm deiner Eltern war nicht nur dein Zuhause, sondern auch dein Lieblingsort, dein liebster Spielplatz - an manchen Tagen sogar deine ganze Welt. Als du vierzehn warst, waren deine engsten Vertrauten nicht etwa die Freunde, die du in der Schule hattest, auch nicht deine Geschwister und, wie sollte es bei einer Heranwachsenden auch anders sein, auch nicht deine Eltern. Es war McGee. Vier Beine, weißes Fell, treuer Blick, ständig am Meckern - und in erster Linie dein Liebling unter euren Ziegen; eher ein Mitglied deiner Familie, als einfach nur eines der Tiere auf eurer Farm. Wenn es nach dir gegangen wäre, hätte sich an diesem Leben nie etwas geändert, nie etwas ändern müssen.

Aber dich hat niemand gefragt.
Weder damals, noch heute.

McGee war schon längst nicht mehr bei euch, als dein friedliches Leben vom Chaos heimgesucht wurde. Als deine Welt auf den Kopf gestellt wurde und die Farm zu einer Erinnerung gemacht wurde. Zu etwas, an dem du dich in der ersten Zeit noch festhalten konntest, das mit der Zeit aber immer mehr verblasste, bis das Gefühl, das mit den Bildern in deinem Kopf, immer schwächer wurde. Dein wohlbehütetes Heim wurde gegen das getauscht, was man deinen Eltern vorwarf: Kriminalität. Gewalt. Gepaart mit den Gesetzen der Stärkeren und Schlaueren, zu denen du jedoch nie gehört hast. Liebevolle Eltern wurden ersetzt durch kriminelle Pflegeeltern, durch Strenge und dem ständigen Gefühl, ein Bild ausfüllen zu müssen, in das du niemals passen können wirst. Eine Maske tragen zu müssen, weil dein wahres Ich für diese Welt nicht gemacht zu sein schien - so lang, bis du dir manchmal selbst nicht mehr sicher warst, ob es sich überhaupt noch um eine Maske handelt oder schon zu einem wirklichen Teil von dir geworden ist.

Still stehst du vor dem Gebäude, bist umgeben von vielen anderen und doch wahrscheinlich so allein, wie schon lange nicht mehr. In der Ferne taucht ein weiterer Greif am Himmel auf, doch du ignorierst die Stimme in deinem Kopf. Deine Mundwinkel verziehen sich zu einem schwachen Lächeln bei dem Gedanken an den Jungen mit dem glücklichen Lachen, der eigentlich auf einem solchen Wesen sitzen und nicht bei Malek sein sollte. Die Zeit, in der du dir diesen Tag noch nicht einmal auszumalen wagtest, ist schon lang vorbei, wurde abgelöst durch Jahre, in denen dieser Tag nicht schnell genug hätte kommen können. Es ist schließlich der Tag, an dem du weg kannst. Der Tag, an dem du dein Leben in die eigenen Hände nehmen kannst, ohne Angst vor einem Leben in der Gosse haben zu müssen, weil man dir als Strafe für einen solchen Schritt mehr entziehen würde, als das, was dir an (falscher) familiärer Nähe noch geblieben zu sein schien.

Dich hat auch nie jemand gefragt, ob du dein Leben überhaupt in den Dienst der Krone stellen willst.
Entschieden hast du trotzdem für dich allein.
Gespielt von Jea
Dabei seit: 11.04.2025, 19:28
Zuletzt gesehen: 11.03.2026, 12:47

Reiter
22 Jahre alt
Du bist nicht wie dein Vater. Und das ist schwierig und erleichternd zugleich. Renar Delvarn - ein Mann; ein Wort - ein tyrrischer Diplomat, der vor 5 Jahren ohne Zweifel in der Blüte seiner Karriere stand. Nur einer von vielen, der sich an den chaotischen Zuständen der Rebellion bereicherte. Dass er heute am Leben ist und deine Arme nicht von schwarzen Linien gezeichnet sind, verrät: deine Familie stand auf der richtigen Seite des Aufstands. Beißt die Zähne fest zusammen, bis dein Kiefer sich versteift und schmerzt. Richtig, was heißt das schon?

Deine Freunde wurden in alle Himmelsrichtungen fortgetragen. Verteilt auf Pflegefamilien, hast sie ziehen lassen ohne ein Wort, hattest keine Wahl. Warst keiner von ihnen, kein Rebell, kein Verräter - einer von den Guten, du hörst die Stimme deines Vaters noch immer, nicht einmal die Flucht nach Basgiath half, sie und den strengen Beiton, der ihr unterliegt, loszuwerden. Es gibt nichts, was du hättest tun können, warst selbst noch ein dummer Teenager, ein Kind. Keiner, der die politischen Spielchen spielt, nicht wie dein grausamer Vater, der mit einem Lächeln auf den Lippen an Spitze eines Haufens Opfer hauptsächlich eines sah: seine Chance auf Macht und Erfolg.

Du bist zerrissen. Weißt nicht, wer du bist und schon gar nicht, wer du sein willst. Hast dein Leben in einer wohl behüteten Blase verbracht, keine Probleme, keine Sorgen. Bis die Rebellion Tyrrendor auseinander riss - und damit auch deine Freunde und dich. Heute, sechs Jahre später, ist aus dem Sohn eines Diplomaten der potenzielle Erbe eines Herzogtums geworden, und der Junge, der nie erwachsen sein wollte, der… tja, ist‘s noch immer nicht, obwohl da all‘ diese Ansprüche an ihn sind. Du versuchst es. Wirklich. Aber willst eigentlich nichts von dem, was dich erwartet. Keine Verantwortung, keine sorgsam organisierte Ehe - keinen Titel und keine Zukunft, die in die Geschichtsbücher eingehen wird.

Du fliehst, machst seit Jahren eigentlich nichts anderes mehr. Erst ins Training, dann in den Quadrant des Reitens - aber auch das ist irgendwie nur ein für dich gemachter Plan deines Vaters, wie alles, was in deinem Leben stattfindet. Du bist wütend, traurig, frustriert - aber kannst es nicht greifen, versteckst es hinterm Vorhang aus Sarkasmus, Arroganz und einer Coolness, die irgendwie nie so ganz überzeugt, wenn man sich die Mühe macht, dich besser kennenzulernen. Was - Überraschung - kaum jemand tut.
Gespielt von Jule
Dabei seit: 11.04.2025, 14:04
Zuletzt gesehen: 15.02.2026, 21:46

Fliegerin
23 Jahre alt
Du wurdest zum Accessoire geboren. Das hübsche Anhängsel irgendeines großen Mannes. Kein eigener Name, kein eigenes Erbe. Die Tochter eines Adligen, Nichte des Herzogs von Cygnisen, irgendwann dann die Frau eines anderen Adligen. Dein Weg war vorbestimmt und hätte dein Vater nicht so viel Scheiße gebaut, hättest du diesen Weg gehen müssen. Hätte er es nicht gewagt, deine Göttin einer Mutter wie eine Selbstverständlichkeit zu behandeln, wärst du genauso geendet wie sie. An der Seite eines Mannes, der dich nicht liebt. Doch er hat sie ein paar Mal zu oft betrogen, ihr Herz zu sehr gebrochen, als dass sie zugelassen hätte, dass es ihrer Tochter genauso ergehen wird. Also hat sie dich vorbereitet. Dafür gesorgt, dass du stärker wirst als sie, denn für sie war es keine Option, ihr Leben hinter sich zu lassen. Nach Außen hin bist du genau das, was dein Vater sich erhofft hat. Hübsch lächelnd, machst nie Probleme, wirkst immer lieb und zuvorkommend und als könntest du keine einzige Feder eines Greifs krümmen. Nur wenige Menschen wissen, wie du tatsächlich bist. Dass du nach Außen zuckersüß bist, es aber in dir vollkommen anders aussieht. Du bist eine Kämpferin. Agierst vorzugsweise aus dem Hinterhalt und dann, wenn es niemand erwartet. Kannst dich beherrschen, wenn es sein muss, aber wenn jemand die angreift, die du liebst, kommt deine innere Bestie zum Vorschein.
Vermutlich hat sich dein Vater nicht viel dabei gedacht, als du zur Cliffsbane aufgebrochen bist. Dachte du würdest in den Quintant der Chronik gehen, vielleicht den des Wegfindens. Du hättest gerne sein Gesicht gesehen, als du stattdessen von der Klippe gesprungen bist. Als du den Weg genommen hast, der dir die meiste Freiheit versprochen hat. Deine Mutter war die einzige, die lächeln musste, als sie davon gehört hat, dass ein Greif dich erwählt hat.. Du würdest nicht zurückkehren, das war ihr klar. Stattdessen hast du dir eine neue Familie gesucht und in Form deiner Staffel gefunden. Hast die Schwestern gefunden, die du nie hattest. Die dich so akzeptieren und so lieben, wie du bist. Mit Macken und Besonderheiten und allem, was dich zu Yvira Flòraidh macht.
Gespielt von Ely
Dabei seit: 30.03.2025, 20:24
Zuletzt gesehen: 10.12.2025, 21:40

Fliegerin
23 Jahre alt
Schon auf den ersten Blick macht die Senior ihrem Namen alle Ehre und zieht mehr Blicke auf sich, als ihr manchmal lieb wäre. Sin - die Sünde. Und eine Sünde ist sie optisch wahrlich. Sie weiß ihre Reize gezielt einzusetzen, um das zu bekommen, was sie will und braucht. Ihre Gabe, die Willensmanipulation, kam da wohl für niemanden wirklich überraschend und ist die perfekte Ergänzung zu ihren naturgegebenen Mitteln, die den Willen diverser Männer - und Frauen - schneller brechen lässt, als der starke Wind ein paar schwache Zweige.
Aber auch vor richtigen Sünden schreckt die junge Frau nicht zurück, die den Weg an die Cliffsbane Akademie vor allem als letzten Ausweg gesehen hat, um ihrem Leben noch einen richtigen Sinn zu geben. Ihr Wissen und ihre Skrupellosigkeit nutzen, um sich selbst zu retten und die wenigen Menschen, die ihr inzwischen etwas bedeuten. Da wäre unter Anderem ihr Schwadron, dem zweiten der Sturmschwinge im Nachtflügelschwarm, aber ganz besonders ihre Familie. Die hat sie als Rookie an eben diesem Ort erst gefunden, in anderen Senior-Kadettinnen, ihren geliebten Cinnamon-Rolls, die ihr mehr bedeuten, als sie in Worte fassen kann und die sie mit ihrem Leben schützen würde, komme was da wolle. Ebenso wie ihren Greifen, der sie aus diesen Gründen erwählt hat und im perfekten Moment mit dem perfekten Tempo geflogen ist, damit sie auf ihrem Rücken landen kann.
Hána ist genauso feurig, wie sie mit ihrem roten Gefieder aussieht und macht mit ihrer selbstbewussten Art ihrer Fliegerin problemlos Konkurrenz. Sie sind und bleiben ein ideales Gespann, zwei gebrochene Seelen, die einander Halt geben und Stabilität und vor denen man sich vorsehen muss. Denn so klein die beiden auch sind, so groß sind ihre Egos und so wenig Probleme haben sie damit, Widersacher endgültig aus dem Weg zu räumen, denn Sindra hat definitiv genug davon, wie Dreck behandelt zu werden.
Ihr Leben war kein Ponyhof und sie erarbeitet sich auf ihre Art eine Zukunft, die ihr etwas zu bieten hat und sie nicht mehr nur von Sicherheit träumen lässt. Ihre Zeit ist jetzt und das wird sie sich nicht nehmen lassen.
Gespielt von Ree
Dabei seit: 30.03.2025, 15:15
Zuletzt gesehen: 07.02.2026, 19:50


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based on "the empyrean"-series by Rebecca Yarros