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the empyrean
Lügen sind tröstlich. Die Wahrheit ist schmerzhaft.
— Rebecca Yarros, Flammengeküsst

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Reiterin
28 Jahre alt
Als Bastard der Familie Vyrthorn hatte es Castorice nie leicht. Gezeugt wurde sie kurz nach dem Abschluss ihrer Eltern am Basgiath War College – Althaea Vyrthorn und Maverick Valewyn. Die beiden versuchten es eine Weile mit dem Elternsein, doch es hielt nicht lange. Während ihre Mutter sie wie ein Projekt behandelte, verschwand ihr Vater beinahe vollständig aus ihrem Leben.Und doch – trotz allem – idolisiert die heute 28-Jährige ihn bis heute. In ihren Augen hat er es wenigstens versucht: da zu sein, Zeit mit ihr zu verbringen, so gut es ging. Ihre Mutter hingegen? Für sie war Castorice nie mehr als ein Mittel zum Zweck. Tief in ihrem Inneren weiß Castorice, dass auch ihr Vater nie wirklich gekämpft hat. Aber was ist schon schlimmer? Die Wahrheit akzeptieren – dass keiner von beiden sie wirklich wollte? Oder weiter daran glauben, dass zumindest einer von ihnen es versucht hätte? Es war einfacher, das abwesende Elternteil zu vergöttern als jenes, das sie jeden Tag quälte.Ihre Mutter hatte einen Plan – keinen Lebensweg, sondern ein Drehbuch: Einen schwarzen Drachen binden. Klassenbeste werden. Jahrgangsbeste werden. Nordgeschwader, Klauenschwarm, 1. Staffel. Einen anderen Reiter heiraten. Drei Kinder. Und all das unter dem Banner des ruhmreichen Vyrthorn-Namens. Castorice sah ihr gesamtes Leben wie eine Kette vor sich ausgebreitet – ein Weg, den sie nie selbst gewählt hatte.Und so entschied sie sich, auszubrechen. Sie warf den Namen weg, samt all dem Prestige, der Kontrolle, den Erwartungen. Sie nahm den Namen ihres Vaters an – Valewyn. Ein ehrenvoller Name. Zumindest in ihren Augen. Mehr Ehre, als Vyrthorn je verdient hatte. Und selbst wenn sie sich heute umentscheiden würde: Enterbt wurde sie schon lange.Ein paar Dinge behielt ihre Mutter dennoch richtig: Castorice schloss das College als eine der Besten ab. Und mit Tal an ihrer Seite ist sie eine gefährliche Kraft. Niemand stellt sich ihr im Kampf freiwillig entgegen. Doch auch nach dem Abschluss zog Althaea weiter im Hintergrund die Fäden – und so wurde Castorice genau dorthin versetzt, wo ihre Mutter sie sehen wollte: ins Nordgeschwader, Klauenschwarm, 1. Staffel. Aber es hielt nicht lange. Sie eckte an. Zu laut. Zu stur. Zu sehr sie selbst. Doch jemand sah mehr in ihr – oder vielleicht nur, dass sie bereit war, für etwas zu sterben. Und so kam der Wechsel: ins Ostgeschwader, Schwingenschwarm, 1. Staffel. Eine neue Umgebung. Neue Kameraden. Zum ersten Mal: ein Hauch von Freiheit.Vier Jahre sind seither vergangen. Und obwohl sie viele Missionen allein fliegt, meldet sie sich oft freiwillig für Gruppeneinsätze – besonders wenn es um Ablenkung geht. Hier wird ihre Natur nicht bekämpft, sondern geschätzt. Und langsam, Schritt für Schritt, hat sie ihre eigene kleine Familie gefunden.Dann kam der Unfall. Vor sechs Monaten. Blut. Schmerz. Der Sturz. Es hat vieles verändert. Vielleicht nicht alles zerstört, aber Risse hinterlassen. Noch heute trägt sie die Narben. Und dennoch: Sie hat überlebt – nicht trotz, sondern wegen der Menschen um sie herum.
Gespielt von Anne
Dabei seit: 24.05.2025, 19:16
Zuletzt gesehen: 25.03.2026, 14:35

Reiterin
35 Jahre alt
"Herzlichen Glückwunsch, Sertori! Sie gehen zurück an die Front." Sechs Worte und ihr Schicksal war besiegelt. Nicht zum ersten Mal hörte sie einen dieser Sätze, die alles verändern sollten, die ihr Angst machen sollten. Doch mit inzwischen 35 Jahren an Lebenserfahrung gibt es kaum noch etwas, das Brynn nicht bereits erlebt hat. Drei Jahre am Basgiath War College, gefolgt von ihrem ersten Einsatz direkt an der Front und diversen Kämpfen mit Fliegern und ihren Greifen, ihrem Mitwirken bei der Zerschlagung der tyrrischen Rebellion - und der vollständigen Zerstörung ihrer einstigen Heimat Aretia, der sie als Zuschauerin beiwohnte. Und nun? Zurück an die Front. Zurück dahin, wo niemand von ihnen landen will und doch alle früher oder später landen, um ihren Teil zum Großen Ganzen beizutragen und einem sicheren Navarre. Auch für ihre Familie, die mit dem Fall ihrer Heimat eine neue finden musste und nach wie vor nicht begeistert davon ist, dass sie mit 20 den Weg der Reiterin eingeschlagen hatte.
Frisch befördert in den Rang der Major bekam sie auch ihre Versetzung nach Samarra mitgeteilt, um die dezimierte 2. Staffel des Flammenschwarms des Ostgeschwaders zu unterstützen und wieder ganz Vorne im Kampf gegen Poromiel mitzumischen. Ohne den Hauch einer Ahnung, was zur Schwächung der Staffel beigetragen hat, geben Shae und sie ihr Bestes, um dem Land würdig zu dienen. Der grünen Drachendame kommt diese "glückliche Fügung" des Ortswechsels dabei jedoch besonders gelegen, ganz im Gegensatz zu ihrer Reiterin, die auf ein Wiedersehen mit ihrem Exfreund auch hätte verzichten können. Doch auch diese Herausforderung nimmt sie an, immerhin kann sie sich im Zweifel auch nahezu unsichtbar machen. Mit ihrer Siegelkraft der Lichtbeschwörung hat sie es inzwischen gemeistert, das Licht um sich und ihren Drachen so zu brechen, dass sie sich ungesehen bewegen kann - ein unglaublicher Vorteil im Feindgebiet, der sicher in der Entscheidung der Versetzung eine Rolle gespielt hatte.
Gespielt von Ree
Dabei seit: 30.04.2025, 21:22
Zuletzt gesehen: 13.06.2026, 14:16

Reiterin
20 Jahre alt
Wunder haben sie dich genannt.
Das Kind, auf das sie immer gewartet haben,
- an das sie jedoch irgendwann schon nicht einmal mehr zu glauben wagten.

Du bist vielleicht nicht das älteste Kind deiner Familie, dafür aber das Erstgeborene. Bist nicht die Erbin, du wirst deinem Vater niemals auf seine Position folgen und auch niemals den Namen weitergeben, den du selbst bereits seit deiner Geburt trägst, doch dafür wirst du - geliebt. Etwas, das wohl eigentlich selbstverständlich sein sollte, gerade wenn man über die Beziehung zwischen Eltern und ihren Kindern spricht, doch gleichzeitig auch etwas, das in deiner Welt, in deinen Augen, nicht viel von dieser Selbstverständlichkeit mit sich bringt. Liebe ist Definitionssache, ist nie für jeden das Gleiche und was für die einen bereits das höchste von dem sein kann, was man geben kann, muss für die anderen noch lang nicht genug sein. Und manchmal, da geht das, was zwei Menschen als Liebe ansehen, von vornherein in zwei verschiedene Richtungen.

Du weißt, dass deine Eltern dich lieben, weil sie es dir sagen. Sie wollen, dass es dir gut geht, weil sie dich lieben. Sie wollen, dass es dir an nichts fehlt, weil sie dich lieben. Und sie wollen immer das Beste für dich, weil sie dich lieben. Soweit du dich zurückerinnern kannst, hingen deswegen in deinen Schränken immer die schönsten Kleider, standen die schönsten Schuhe, lag der schönste Schmuck. Sie haben dir Privatunterricht ermöglicht, über die allgemeine Schulpflicht und auch über die normalen Lehrpläne hinaus. Sie haben die Benimm- und Tanzunterricht erteilen lassen, wollten immer, dass du auf deine Zukunft vorbereitet wirst und haben dabei nie einen Zweifel daran gelassen, was sie in dieser sehen: dich an der Seite eines stattlichen, angesehenen Mannes (der größte Traum deiner Mutter war dabei immer das Königshaus), auf Bällen tanzend und Erben gebärend in Sicherheit. Immer in Sicherheit, noch mehr, als die Tyrrische Rebellion ihnen, euch allen noch mehr zeigte, wie gefährlich diese Welt ist.

Ein Nachkomme des Königshauses wurde es nicht, aber einer Verlobung bist du deswegen nicht entkommen. Nicht nur das Beste kann gut genug für dich sein, wie deine Mutter feststellen musste, während du selbst mit steigendem Alter immer deutlicher festgestellt hast, dass das, was deine Eltern für dich wollen, nicht auch immer das ist, was du selbst möchtest. Du möchtest sie stolz machen, ja. Du hattest kein Mitspracherecht in der Wahl deines Verlobten und bist trotzdem bereit, diesen Mann, Samael Quirrn eines Tages zu heiraten, ihm die Frau an seiner Seite zu sein, zu der deine Eltern, insbesondere deine Mutter, dich all die Jahre herangezogen haben. Du siehst es als deine Pflicht an, hast sogar schon gesagt bekommen, dass die dazugehörige Liebe sich schon noch entwickeln wird, wenn ihr euch erst einmal ein bisschen besser kennenlernt. Samael und du, ihr werdet wunderschöne Kinder bekommen zusammenwachsen. Und du wirst lernen, es zu wollen. Nicht nur für deine Eltern, sondern auch für dich.

Du siehst das alles noch nicht so ganz für dich selbst, aber du siehst eine Gelegenheit, wenn sie sich ergibt. Deine lautet Basgiath War College, sie lautet militärische Ausbildung Ausbildung - und ganz sicher nicht Quadrant der Heilung. Denn du siehst Gelegenheiten nicht nur, du ergreifst sie auch und anstatt zu lernen, wie du die Wunden deines Zukünftigen versorgen könntest, weißt du genau, dass deine Gelegenheit die ist, zu lernen, an seiner Seite zu bestehen. Zu kämpfen. Du machst es nicht nur für deinen Verlobten, machst es auch für dich, für dein Leben und für eine Zukunft, in der du am Ende vielleicht doch einmal mehr mitzusprechen hast, als die Entscheidung darüber, welches Kleid du auf dem nächsten Empfang tragen wirst. Der Quadrant des Reitens ist deine große Gelegenheit, ein Weg, auf den du dich in den letzten Jahren bereits heimlich vorbereitet hast, so gut es dir allein möglich war, immer in dem Wissen, dass es am Ende doch nicht genug sein wird. Keine Trainingsstunde der Welt kann dir schließlich beibringen, dich auf Kommando zu verlieben. Oder jemand anderes dazu zu bringen, sich in dich zu verlieben.

Wunder haben sie dich genannt,
doch ist für dich das einzige Wunder,
dass du es über den Viadukt geschafft hast.
Gespielt von Jea
Dabei seit: 30.04.2025, 14:40
Zuletzt gesehen: 07.07.2026, 19:49

Reiter
22 Jahre alt
Wäre es nach Caels Eltern gegangen, er hätte nie auch nur einen Fuß in den Reiter:innenquadranten gesetzt. Er hätte ebenso wenig zur Gratwanderung über den Viadukt angesetzt, der alles andere als eine Wanderschaft war. Scheiße, er hatte ja nicht einmal selbst geplant, irgendwann hier zu landen! … Bis er es dann doch wieder hatte. Nicht weil er vom Ansehen glorreicher Heldentaten geträumt hat, seit er klein war, oder weil er dazu gezeichnet war, dem Königreich seine Loyalität zu beweisen. Im Endeffekt war es nichts anderes als die einzig logische Entscheidung, irgendetwas Sinnvolles mit seinem Leben anzufangen. Weil er ein verdammter Kämpfer ist. Jemand, den man nicht zum Freund haben muss, aber genauso wenig zum Feind haben will. Der im Kampf überzeugt, ohne bei jeder anderen Gelegenheit den Dicken zu markieren. Trotzdem den kleinen Jungen im Inneren erhält, seinen Humor und Witz, manches Mal ebenso morbid wie charmant, sarkastisch wie provokativ. Unauffällig genug, zu überleben, aber mittlerweile genauso hart und erbittert, wenn es darauf ankommt. Weil er nur zu gut versteht, die Leute immer gerade nah genug an sich heranzulassen, um sich nicht das Gegenteil vorwerfen zu müssen.
Doch unter der Oberfläche haben die Verluste einer dezimierten Staffel ebenso ihre Narben hinterlassen wie auf seinem Rücken eine Zielscheibe. Er mag vielleicht nicht verantwortlich für ihren Tod sein, aber als Staffelkamerad war er verdammt nochmal mitverantwortlich für ihr Überleben. So astronomisch die Chancen auch standen, alle durchzubringen, stattdessen selbst einer von wenigen Überlebenden zu sein. Wohl das einzig Gute daran, ein gutes Zeichen – und eine Verantwortung. Sich in diesem nächsten Jahr den Viadukt aus freien Stücken anzusehen. Nicht die Augen davor zu verschließen, seinem Alltag nachzugehen oder es als Alltag hinzunehmen. Während ihm genügend einfallen, die ihn wohl kaum darum beneiden, ausgerechnet die Reihen der eigenen Staffel mit lauter Kadettinnen – eine heißer als die andere – aufgefüllt zu bekommen. Wären ansonsten ein guter Weg, so viel in sich hineingefressene Wut loszuwerden, die er anders nicht loswird, aber loswerden muss. Weil der konstante Kampf mit anderen, mit sich selbst nicht genug Ventil ist, nämlich genauso viel erzeugt, wie er verbraucht. Sei es, dass es manches Mal bis auf die Knochen geht oder er es ohne zu zögern kann, wenn er muss. Dass es etwas am Kampf gibt, das sich beinahe göttlich anfühlt. Einen Kick, der nicht immer in die Rippen geht, sondern als Adrenalin durch sein Blut rauscht wie die Leichen der Gefallenen durch den Iakobos.
Dabei ist ihm nichts jemals wirklich passiert. Brynn lebt noch, seine Eltern genauso, ja, sogar seine scheiß Ex. Nur Aretia liegt in Schutt und Asche, geschehen wie auch immer. Aber hey, passiert. War mal seine Heimat, dann Deepcrest, zuletzt Lotrotum, jetzt … das hier. Basgiath. Wo ihm seine Einstellung und die Wut entweder Verderben oder Gewähr sein werden. Grund genug sind, sich von Reiter:innen mit diversen psychischen Siegelkräften fernzuhalten. Niemandem wissentlich einen Blick in seine nonexistente Seele zu gewähren, tiefer als er selbst ihn je riskieren wollte. Hinein in Gedanken, die ihn locker ihren Ursprung, seinen Kopf kosten könnten. Während ihn noch kein Drache in Flammen aufgehen lassen oder bei lebendigem Leibe verschlungen hat, zollt er ihnen doch weitaus größeren Respekt als dem Kodex. Denn sosehr Cael sich dazu berufen fühlen mag, die Ränge des Militärs ebenso wie den Gauntlet zu erklimmen, sosehr verbittet er sich auch, das Schulterpolster der Stiefelleckerei von Befehlsketten auf seine Uniform nähen zu müssen.
Er würde niemals in der Lage sein, irgendetwas zu bewirken. Ist ja jetzt schon mehr mit Überleben beschäftigt denn allem, wofür er einst den Viadukt überquerte. Trotzdem immer noch so verzweifelt, sich die eigene Menschlichkeit zu erhalten. Gibt nichts mehr, bei dem er weiß, was er eigentlich noch glauben soll. Das Einzige, was er noch weiß, ist, dass er überleben wird. Ist das Einzige, woran er noch glauben kann. Das – und die Götter. Wie er sich manches Mal fragt, was es wohl bedeutet, einen so ähnlichen Namen wie Caelra – die Friedensgöttin – zu tragen. Dauert aber meistens nicht lange, bis seine Stoßgebete wieder an Malek, Dunne oder Zihnal gehen, öfter als er in einen Tempel. Denn sie alle begreifen Schutz und Führung ihrer Anhänger:innen als höchstes Ziel, und für nichts anderes erlebt Cael jeden Tag einen neuen Sonnenaufgang. Mit der Angst als sein ständiger Begleiter, dass sie im Endeffekt doch alle gleich sind, wenn das hier vorbei ist, egal wie man hergefunden hat. Nicht ein Reiter, der mehr noch überleben will denn Reiter sein, bedeutet das eine doch das andere.
Gespielt von Berry
Dabei seit: 28.03.2025, 20:46
Zuletzt gesehen: 12.07.2026, 18:18

Reiter
22 Jahre alt
”Samael!”
Es ist die Stimme deiner Mutter, die ermahnend durchs Wohnzimmer peitscht. Hörst sie nur irgendwo in deinem Hinterkopf, gut vergraben hinter den bunten Bildern, die deine Fantasie vor dein inneres Auge zeichnet. Du breitest die Arme aus; sie werden zu Flügeln, und die Holzdielen zu deinen Füßen zu einer Miniaturvariante der Welt, die du sonst nur vom Erdboden aus erkunden kannst. Reiter werden, ein Gedanke, der sich schon früh in deinen Kopf schlich - und der ebenso schnell wieder ausgetrieben werden sollte. Das Familiengeschäft weiterführen, würden deine Eltern als Variante, in der du dein Leben gestaltest, bevorzugen, sie würden auf dich einreden, dir Hausarrest erteilen, dich nach der Schule beschäftigt halten, damit du gar nicht erst auf die Idee kämst, für den Reiterquadranten zu trainieren. Warst schon früh Rebell, hast dich aufgelehnt, nicht nur gegen deine Eltern. Gegen Lehrer, gegen gesellschaftliche Konventionen; doch warst dabei seit jeher so charmant, dass man dir kaum lang böse sein konnte. Samael, der mit dem schrägen Grinsen und dem frechen Leuchten in den Augen. Samael, der, der’s immer nur gut meint.

Hast du dir etwas in den Kopf gesetzt, ziehst du’s durch. Bist so ansteckend, dass es dir leicht fiel, Menschen um dich zu scharen. Bist gute Gesellschaft, ein Typ zum Pferde stehlen. Der mit den guten Ratschlägen und dem milden Lächeln, wenn’s mal so richtig scheiße läuft; der mit der starken Schulter und dem aufbauenden, vorsichtigen Nicken. Aufstehen, Dreck von der Hose klopfen, Weitermachen. Ist nicht nur die Devise, die du allen einzubläuen versuchst, du bist diese Worte, lebst sie, mit jeder Faser deines Seins. Kein Sturz zu tief, um sich nicht abzufangen, keine Schatten zu dunkel, um sie nicht vom Licht der Sonne vertreiben zu lassen. Bist das Klopfen auf die Schulter, wenn’s richtig scheiße läuft und der Rückenwind derjenigen, die kurz vorm Fall stehen. Eine Stütze, eine Konstante. Das Leuchtfeuer in der Nacht. Kaum ein Wunder, dass die Menschen dich schätzen, dein Freundeskreis wächst mit jedem Schritt, den du dich wohin-auch-immer bewegt.

Klingt nach einem anderen Samael, über den man all’ diese Dinge gesagt hat. Nach zwei Jahren im Reiter:innenquadranten lässt sich der Mensch, der einst mit erwartungsfreudigem Grinsen über den Viadukt lief, nicht mehr wiedererkennen. Du bist verbissen, dein Lächeln ist schmal. Deine Augen meist müde, von dunklen Rändern umzeichnet. Du hast dich verändert und dementierst es nicht, warum auch, ist nicht zu leugnen, dass der Samael, der im Wohnzimmer seines Elternhauses Drachenreiter spielte, nicht mehr ist. Wer kann bleiben, wer er war, wenn er all’ die Scheiße gesehen hat, die im Reiter:innenquadranten vor sich geht? Ist dein Standard geworden, dieser Satz, und doch ist da mehr, etwas nicht Greifbares, das dich verändert hat. Alles wie immer, die Leere in deinen Augen nur die logische Konsequenz des Lebens, das du gewählt hast… oder?
Gespielt von Jule
Dabei seit: 27.03.2025, 21:15
Zuletzt gesehen: 01.05.2026, 11:37

Infanterie
21 Jahre alt
Zielsicher ist der Griff, mit dem du dir durch das hellblonde Haar fährst; nach seinen Strähnen greifst - und sie in pedantischer Genauigkeit zu einem Zopf flechtest. Ist früh, viel zu früh, doch du bist wach; du bist da, trägst das Abzeichen der Staffelführerin mit Stolz an deiner dunkelblauen Uniform. Du musst keinen Drachen reiten, um zu wissen, wer du bist; was du willst vom Leben. Du fühlst dich so angekommen wie selten im Leben, hier in Basgiath, hier im Junior-Jahr, nach den harten Prüfungen, die deine Ausbildung bisher für dich und deine Kamerad:innen bereit hielt. Beweist jeden Tag, dass Lady und Infanteristin keine Gegenteile sind, sondern so gut miteinander vereinbar, dass es fast aussieht wie ein Kinderspiel, wenn du beides bist. Hast dir dein Haar nicht abrasiert, läufst in deiner Freiheit weiter auf Schuhen mit Absätzen, die töten könnten, wenn’s Hart auf Hart kommt. Kannst deine Nägel im Kampf nutzen und murrst trotzdem nur selten, wenn einer von ihnen abbricht. Weinst nur, wenn’s sein muss, und dann höchstens hinter den verschlossenen Türen einer Toilettenkabine. Weil Schwach sein anders aussieht; nicht wie du; nicht wie eine Aldridge-Tochter.
Du machst Eindruck. Sehr viel mehr und gewaltvoller, als deine Körpergröße es anmuten ließe. Sie ist deine größte Schwäche und Stärke zugleich - bist nur Dank deines Namen überhaupt in den Quadranten der Infanterie gekommen, unter belustigtem Grinsen und schnalzender Zunge. Fällst heute trotz des offensichtlichen Nachteils durch keine Prüfung, widersetzt dich der Logik, du könntest weniger, nichts reißen - und trägst das Abzeichen der Staffelführerin mit so viel Stolz an deiner Uniform, dass deine Erscheinung unübersehbar hell durch den Quadranten strahlt. Würde andere stolz machen, den Zweifeln zu trotzdem, doch du hasst es, das Obwohl und Trotzdem, den überraschten, dann anerkennenden Blick auf deinen Rang. Wärst lieber nur talentiert anstatt talentiert, trotz - kennst keinen anderen, der reduziert wird wie du, und dich macht’s nicht stolz, gut zu sein, für dich fühlt‘s sich ungemütlich an, als würd‘ der Schuh nicht richtig sitzen. Als könnte, dürfte er das nicht.
Gespielt von Jule
Dabei seit: 24.02.2025, 13:36
Zuletzt gesehen: 11.07.2026, 20:49

Reiter
21 Jahre alt
i. Mit großen Augen siehst du ihr dabei zu, wie sie auf dem Stamm eines umgefallenen Baums balanciert. Beobachtest, wie sie fast schon drüber hinwegrennt, obwohl du genau weißt, dass es leichter aussieht, als es ist. Zumindest für dich. Letzte Nacht hat es geregnet, das Holz ist nass und rutschig, das weißt du auch, ohne darauf auszurutschen. Weißt genauso gut, dass es dir passieren würde, wie du weißt, dass es ihr nicht passieren wird. Nicht nur, weil sie das schon ein paar Mal gemacht hat, nicht nur, weil sie ganz andere Schuhe trägt als du, sondern weil du absolutes Vertrauen in sie hast. Natürlich, sie ist schließlich deine große Schwester, sie kann alles. Du weißt, dass das natürlich nicht ganz stimmen kann, dass es auch Sachen gibt, die Iris nicht schaffen würde, die auch für euren Bruder eine Nummer zu groß sein werden, aber für dich wirkt es trotzdem manchmal so – weil so viele Dinge für dich selbst schon eine Nummer zu groß wirken. Oder zwei. Es ist eine Ausnahme, dass du heute hier bist, normalerweise bist du um diese Zeit bei deiner Mutter. Hilfst ihr bei der Arbeit, lässt dich nach und nach bereits in die Welt einführen, die sie einst für sich gewählt hatte. Schriftgelehrte, die Welt der Bücher, des Wissens, der Recherche – kannst gar nicht leugnen, dass dich das alles fasziniert, doch kannst in diesem Moment genauso wenig leugnen, dass die Balance deiner Schwester dich ebenfalls fasziniert. Als sie das Ende vom Stamm erreicht, fragt sie, ob du auch mal willst. Hält bei den ersten Schritten sogar noch deine Hand, läuft neben dir her, wirkt nur ein wenig ungeduldig, weil du es nicht in ihrem Tempo schaffst. Nach der Hälfte rutschst du schließlich doch aus, fällst vom Stamm und auf dein Knie. Der Schmerz ist stark genug, um dir Tränen in die Augen zu treiben, doch ist's kein Trost, der von deiner Schwester kommt. Kein Wort zu deinen Schmerzen, dafür die Erklärung, dass es beim nächsten Mal nicht leichter wird, wenn du jetzt weinst – war wohl vor allem die Verwirrung, die deine Tränen in diesem Moment direkt versiegen lassen hat. Deine Mutter hätte anders reagiert, das weißt du. Dein Vater, dein Bruder, so gut wie jeder andere auch, aber du weißt genauso gut: normal ist bei Iris etwas anders. Und die Logik in ihren Worten war unbestreitbar.

ii. Dein Bruder hat eine Freundin, spricht von großer Liebe und Hochzeit, deine Schwester hat einem Jungen die Nase gebrochen – und wenn du das Mädchen neben dir ansiehst, verspürst du weder den Drang zu Gewalt, noch den Wunsch einer gemeinsamen Familie. Adelaide ist bereits seit einigen Jahren deine beste Freundin und seit kurzem sogar ein bisschen mehr. Deine erste feste Freundin, doch das mit euch ist alles irgendwie ganz anders, als die Sache bei deinem Bruder. Während die beiden oft nur durch eine Brechstange voneinander zu trennen zu sein scheinen, müsste man euch beide wohl zusammenbinden, damit auch ein Außenstehender sieht, dass ihr zusammengehört. Du magst sie wirklich gern, aber das hast du ja schon immer. Du hältst gern ihre Hand, eure ersten Küsse waren irgendwie komisch und wenn du deinen Arm um sie legst, dauert es gar nicht lang, bis sie sich daraus löst und einen Schritt zur Seite macht. Es gibt Momente, in denen sich nichts anders anfühlt als in den vergangenen Jahren und dann gibt es diese Momente, in denen du sie dabei beobachtest, wie sie sich auf irgendetwas konzentriert und sie dabei einfach nur wunderschön findest. Sind diese Momente, in denen du dir klar machst, dass nicht jede Beziehung wie die deines Bruders sein kann. Dass Adelaide und du nicht dein Bruder und seine Freundin seid, dass deren normal nicht euer normal sein muss. Und es gibt ein paar dieser Momente, bevor ihr über euch, über eure Beziehung sprecht – und bevor dir nicht nur bewusst wird, dass ihr als beste Freunde einfach besser dran seid, sondern, dass du auch einfach nicht der bist, den sie an ihrer Seite braucht. Nicht der und auch nicht das richtige.

iii. Das Stück Papier in deiner Hand ist knittrig, hast es bereits ein paar Mal in deiner Hand zerknüllt, bevor du es wieder glatt gestrichen hast. Die Worte darauf noch einmal gelesen hast. Und dann noch einmal. Es ist der erste und gleichzeitig auch der letzte Brief, den Iris euch geschickt hat. Das letzte Mal, dass du etwas von deiner Schwester gehört hast. Gelesen. Es ist nun über ein Jahr her, dass du dich von ihr verabschiedet hast und es verging seitdem kaum ein Tag, an dem du nicht erleichtert warst, weil diese Meldung ausblieb. Sie hat sich für den Reiterquadranten entschieden, ist den Weg gegangen, auf dem sie vor Jahren schon auf diesem nassen Baumstamm trainiert hat und hat es wirklich geschafft. Ein Jahr lang. Ein Monat. Und fünfzehn Tage. Der Brief, der vor zwei Tagen bei euch eintraf, gerade einmal eine Woche nach dem Brief in deiner Hand, ist Schuld daran, dass du nun hier stehst. Neben deinen Eltern, auf eine Flamme starrend, die nur einen Sinn hat: die zurückgebliebenen Habseligkeiten deiner Schwester zu verbrennen, ganz so, wie es sich gehört. Deine Eltern haben all ihre Sachen zusammengetragen, keines eurer Gesichter ist trocken, während ihr zuseht, wie die letzten Sachen zu Asche zerfallen, nach und nach vom Wind weggetragen werden. Niemand von euch schenkt dem Blatt in deiner Hand eine besondere Beachtung, niemand denkt daran, dass der ja eigentlich auch von ihr ist, denn: sie hat ihn vielleicht geschrieben, aber nun gehört er dir. Wird das einzige bleiben, was dir, abgesehen von deinen Erinnerungen, von deiner Schwester bleibt. Ein Mahnmal daran, wie schnell alles vorbei sein kann und wie unberechenbar das Leben doch ist. Oder Malek.

iv. Heute bist du genau dort, wo Iris selbst schon war. So weit in etwa, wie sie selbst es geschafft hat. Dein zweites Jahr am Basgiath War College hätte das erste sein sollen, das du ohne deine Schwester verbringst, stattdessen wird es das Jahr, in dem du älter als deine Schwester sein wirst. Du weißt, dass sie ein paar der Erfahrungen, die du im vergangenen Jahr gesammelt hast, selbst gemacht haben wird. Das Training, der Gauntlet, das Dreschen. Weißt, dass sie im gleichen Unterricht gesessen hat, wie du, dass sie vielleicht sogar auf dem gleichen Platz gesessen haben könnte – und dass für sie wahrscheinlich gleichzeitig alles ganz anders war, als für dich. An keinem einzigen Tag in deinem ersten Jahr hast du versucht, in ihre Fußstapfen zu treten, weil du zum einen gar nicht wusstest, wo diese waren, und zum anderen, weil ihr Leben nicht zu deinem werden sollte. Genauso wenig wie ihr Schicksal, sei es nun direkt oder indirekt, durch den eigenen Tod oder den einer Person, die dir wichtig ist. Eine Person, die ihr schon immer ähnlicher war als irgendjemand sonst. Du warst von Anfang an keiner der besonders herausstechenden Kadetten, doch warst du auch nie jemand, der sich von den Topkadett:innen hat abhängen lassen. Immer auf der Überholspur, doch immer ein wenig zu langsam, um wirklich zu überholen. Du hast das Dreschen überlebt, dein erstes Jahr. Du hast dein Herz verschenkt und eine Frau gefunden, mit der du wirklich glücklich bist. Eine Frau, von der dich manchmal selbst nur eine Brechstange lösen könnte, mit der du dir wirklich eine gemeinsame Zukunft vorstellen könntest. Irgendwo im Dienst des Königreichs, in der gleichen Staffel mit ihr und deiner besten Freundin, weil ihre Drachen aneinander gebunden sind. Ihr beide und deine beste Freundin, für die du nicht die richtige Person in einer Beziehung warst, weil sie auf Frauen steht. Nun vermutlich sogar auf deine Freundin steht, wenn du sie richtig liest – und Adelaide zu lesen ist für dich nur selten leicht. Kein Grund zur Sorge, weil du weißt, dass Lethe dich liebt, so wie du sie liebst. Ist vielleicht alles nicht ideal, wird niemals die Art von Familie werden können, wie die, in der du aufgewachsen bist, weil ihr beide, Lethe und du, mit euren Drachen ans Militär gebunden seid, aber: gibt definitiv schlimmeres, das du dir vorstellen könntest. Schlimmeres, das du dir gar nicht erst vorstellen wollen würdest.
Gespielt von Jea
Dabei seit: 04.02.2025, 22:56
Zuletzt gesehen: 08.07.2026, 10:47

Reiterin
20 Jahre alt
"Ihre Eltern waren Verräter, wir können ihr genauso wenig trauen!" - Es sind Aussagen wie diese, die Niska beinahe täglich seit fast sechs Jahren begleiten. Aussagen, die sie ausgrenzen und ihr zeigen, dass sie nicht dazugehört. Nicht ernstgenommen wird. Nicht geliebt. Denn die Menschen, die sie am meisten geliebt haben, sind tot. Separatistenkind nennt man sie, gezeichnet für ein Verbrechen, das ihre Eltern begangen und für das sie mit ihrem Leben gebüßt haben. Ebenso wie die inzwischen 20 Jährige, die nur aufgrund der vorangegangenen Rebellion, an denen ihr Vater und ihre Mutter beteiligt war, ihren Weg in den Reiterquadranten gefunden hat. Finden musste, denn für sie und die anderen gezeichneten Kinder gibt es keinen Ausweg mehr. Entweder sie leben als Reiter oder sie sterben, aber ihr Weg ist vorherbestimmt und liegt nicht mehr nur in ihrer Hand.
Aufgewachsen in Lewellen, der Hauptstadt Tyrrendors, war ihr Leben bis zu diesem schicksalhaften Tag jedoch keineswegs schlecht. Die Damaris hatten alles, was sie für ein schönes Leben brauchten und sie waren glücklich. Inzwischen ist da nur noch der Hass und die Wut in der jungen Frau, die die letzten Jahre als Pflegekind bei der Herzogfamilie von Deaconshire verbracht hat. Klein gehalten, um ja keine zusätzliche Aufmerksamkeit zu erregen. Um es ihr bloß nicht leicht zu machen, wenn sie in den sicheren Tod im geschickt wird, der die angehende Reiterin so oder so erwartet. Doch Niska trainiert schon ihr Leben lang, um das zu tun, was ihren Eltern verwehrt blieb: Um zu leben, das hat sie ihrer Familie versprochen. Dafür kämpft sie jeden Tag, gegen andere Rookies, gegen Vorurteile und gegen ihre eigenen Dämonen, die sich des Nachts in ihre Gedanken schleichen.
Da hilft es ihr nicht einmal, dass ihre Staffel zu ihrer neuen Familie werden soll. Als Teil des 1. Geschwaders, Klauenschwarm, 3. Staffel kennt sie die Geschichten über die anhaltenden Verluste ihrer Staffelkameraden, dient doch nur als Lückenfüller für die ganzen Gefallenen Kadetten aus dem vorherigen Jahr. Dabei will sie mehr sein, als ein Name in einer Staffel. Niska will bedeutend sein und die Ehre ihrer Familie wiederherstellen.
Gespielt von Ree
Dabei seit: 29.01.2025, 18:19
Zuletzt gesehen: 12.07.2026, 11:22

Reiterin
21 Jahre alt
1. Geschwader, Klauenschwarm, 3. Staffel weisen dich die Abzeichen auf deinem Flugleder aus, trägst sie mit stolzgeschwellter Brust. Deine Uniform ist schwarz, nicht blau, wie die deiner Eltern, deiner Brüder, wie die der Infanterie. Bist nicht die erste Soleil im Quadranten der Reiter, gibt so viele von euch, aber die erste aus deiner Familie. Hast deinen vorbestimmten Weg verlassen, deinen eigenen Kopf durchgesetzt, wie so oft, strebst nach Anerkennung und Respekt und wenn du in der Formation auf dem Flugfeld neben deinem blauen Morgensternschwanz stehst, dann funkeln deine Augen. Niemand außer dir wagt es, Rua direkt anzusehen, sie senken ihre Blicke, wenn sie an euch vorbeigehen und den Respekt, den dein Drache einfordert, gilt auch dir. Auf ihrem imposanten Rücken wirst du nicht übersehen, da zählt nicht, wie klein und zierlich du bist, ihr seid eins, mit gefährlicher Brutalität. Riesige, blaue Schwingen, die den Himmeln verdunkeln; loderndes Feuer; scharfe Zähne; bereit für den Kampf, bereit, um zu töten.

Brauchst deinen Drachen nicht, um dir unter all den Kadetten einen Ruf zu erstreiten. Zu viele von ihnen haben den Fehler gemacht, dich beim Sparring auf der Matte zu unterschätzen und es bitter zu bereuen. Bist schnell und flink, kannst mit Waffen umgehen, willst selbst eine sein; bist bereit, dich nicht allein von Ethik und Moral leiten zu lassen, der Zweck heiligt die Mittel. Emotionen brechen manchmal wie Feuer aus dir heraus, triffst impulsive Entscheidungen, ohne Konsequenzen zu bedenken – Strategie ist wahrlich nicht deine Stärke. Ist trocken und zäh, kannst dich nicht lang genug konzentrieren, um dir all das dafür nötige Wissen anzueignen. In dir, da ist dieser stetige Drang nach Abwechslung, nach neuen Abenteuern; Gefahren, in die du dich kopfüber stürzt; stillsitzen, oh, das fällt dir schwer, bist immer in Bewegung, immer da. Sorgst dafür, dass jeder in Basgiath dein lautes Lachen kennt, drängst dich in den Mittelpunkt und leuchtest hell, kostest das Leben in vollen Zügen, denn Malek ist jederzeit bereit, es dir zu nehmen.

Dein Talent im Umgang mit Waffen hat dir das Abzeichen der 1. Offizierin beschert. Könntest Stolz darauf sein, hast hart dafür gearbeitet, aber da ist auch ein mulmiges Gefühl in dir. Staffelführerin, das war mal dein sehnlichster Wunsch und deine Chancen standen gut, bis die War Games in deinem ersten Jahr alles veränderten. Trägst Schuld schwer auf deinen Schultern, eine unsichtbare Last, von der niemand weiß, die dir niemand nimmt und die nicht allein dir gehört, trotzdem ist sie da. Genau wie der feste Griff um dein Herz, wann immer du an ihre Namen denkst; die, die nicht so viel Glück hatten wie du; die, die jetzt nicht mehr unter euch sind. Hier ist der Tod euer ständiger Begleiter, lauter hinter jeder Ecke, aber deine halbe Staffel zu verlieren, das ist nicht richtig. Hättest ihre Staffelführerin werden sollen – jetzt steht dein Name hinter dem Rang der 1. Offizierin und ihre auf der Gefallenenliste.

Der Verlust hat etwas in dir verändert, macht es schwerer, dich den anderen Kadetten zu öffnen, sie nah an dich heranzulassen, aber deinen Optimismus hast du nicht verloren. Versprühst so viel Hoffnung, dass schwer fällt, dich nicht zu mögen, sich nicht von dir angezogen zu fühlen. Bist eine Waffe, aber auch so viel mehr, bereit, für das Wohl deines Landes geformt zu werden.
Gespielt von Kathie
Dabei seit: 29.01.2025, 16:31
Zuletzt gesehen: 12.07.2026, 16:47


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based on "the empyrean"-series by Rebecca Yarros