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the empyrean
Es braucht nur eine einzige verzweifelte Generation, um die Geschichte zu verändern.
— Rebecca Yarros, Flammengeküsst

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Reiterin
20 Jahre alt
Du lernst früh, wie die Welt dort draußen tickt, wie sie ächzt unter dem Gewicht des Krieges, wie ihr Boden durch das Blut all jener Lebewesen fault, die am Ende des Tages doch alle für dasselbe Ziel kämpfen: Das Richtige zu tun. Zu überleben. Du siehst, was die Kraft und Magie der Drachen anrichten kann und begreifst, dass jener Plan selten eine Aussicht auf Erfolg hat, wenn Feuer die Haut von den Knochen frisst, das Skelett zu Asche zerfällt, Klauen zerfetzen, Reißzähne sich um Hälse schließen und es im nächsten Augenblick hässlich und durchdringend knackt – und verlierst bei all dem, was sich vor deinen jungen Kinderaugen abspielt, schneller deinen Verstand, als er sich überhaupt vollständig entwickeln kann.

Deine Eltern sind der Meinung, dass es wichtig ist zu sehen, in welcher Welt du aufwächst. Dass es ein Privileg ist zu leben, doch der Tod einen feuchten Dreck auf diese Gunst gibt und sich nimmt, was er begehrt. Täglich, stündlich, minütlich, sekündlich. Einen Anker in der Welt, die vom Tod so sehr gezeichnet ist, dass du nur darauf wartest, wann sie endlich implodiert, findest du in deinen Geschwistern. Denn sie verstehen, warum die Nächte nicht mehr dir gehören, warum du täglich mit den Schatten in deinem Inneren kämpfst, stumm aber schneidend scharf. In ihre Haut hat sich derselbe süßliche Verwesungsgeruch gefressen, wie er auch an dir als unsichtbarer, giftiger Nebel haftet.
Doch sie werden dir genommen. Du siehst dabei zu, wie sie ausgebildet werden, um deinen Eltern an die Front zu folgen, wie sie bluten, sich Knochen brechen, wie sie so sehr an die Grenzen ihrer Kräfte getrieben werden, dass sie dem Wahnsinn begegnen, immer und immer wieder, während du… oh, für dich stehen völlig andere Pläne geschrieben. Denn dem Tod muss getrotzt werden, bevor er Familien ausrottet und Blutlinien tilgt. Das wird deine Aufgabe sein. Du, Zaria Swansea, durftest seit Kindertagen sehen, wie sich Drachen in die Lüfte schwingen und mit ihren Reitern in den Krieg ziehen, doch dein Weg wird der einer liebenden Ehefrau sein, einer Mutter, die ihren Familiennamen weitergibt, sodass er noch lange bestehen bleibt, wenn deine Eltern und Geschwister schon längst nichts weiter als zusätzliche Ascheflocken auf verkohltem Boden sein werden.

Du wehrst dich gegen dieses, von deinen Eltern vorgeschriebene, Schicksal, zerreißt die hübschen Kleider, in die man dich steckt, du schreist, du rebellierst, du schlägst um dich und als nichts davon hilft verletzt du dich selbst, findest Trost in dem Schmerz, den du dir zufügst und den hübschen, roten Bluttropfen, die deine Haut entlanglaufen und sich in deiner Armbeuge sammeln. Wer will immerhin schon eine Frau mit Narben und Wunden?Und genau an diesem Punkt kommt dir der Gedanke, der dein Leben von nun an völlig ändern wird: Du trainierst heimlich. Deine Geschwister sind durch die Schläge deines Vaters, durch die blauen Flecken und die Übungsstäbe, die bereits etliche Male auf ihre Haut und Knochen niedergegangen sind nicht nur deutlich geschickter als du, sie übertreffen dich in einfach allem, das eine gute Kampfkunst ausmacht. Du fällst, du blutest, du kannst kaum atmen, als du dir die erste Rippe brichst und humpelst, als dir beim Verbessern deiner Beintechniken der Fuß wegknickt. Deinen Eltern gehst du aus dem Weg, was sich als nicht sonderlich kompliziertes Verfahren herausstellt, immerhin tauchen sie oft wochenlang nicht zuhause auf. Dein Blick, den man, hättest du eine andere Erziehung genossen, als tiefen, ruhigen Ozean hätte bezeichnen können, wird zu gefrorenem Eis, deine Miene ausdruckslos, dein Verstand zwar scharf und vorsichtig doch durchzogen von dunklen Nebelschwaden der Manie, die nur darauf warten, wie glühende Messerklingen zuzustechen. Du bist nicht weniger als ein Wrack, eine weitere Gabe an den Krieg, doch du lebst. Die Frage ist nur… inwiefern?

Deine Ausbildung zur Reiterin ist vielmehr eine Flucht, als eine bewusste Entscheidung. Sie ist deine persönliche Rebellion, ein Zeichen, dass du mit Sicherheit keine Kugel vor dir herschieben wirst, während deine Geschwister ihr Leben aufs Spiel setzen. Wenn sie fallen, dann fällst du mit ihnen – oder du stirbst bei dem Versuch, die Ausbildung am Basgiath War College zu überleben, um eine psychisch labile Soldatin, statt einer emotional instabilen Mutter zu werden. Was von deiner ohnehin nur noch begrenzten Menschlichkeit dir die nächsten drei Jahre noch zusätzlich nehmen wird... das vermögen nicht einmal die Sterne zu sagen. Aber wen interessiert schon das Urteil von bereits verglühten Hoffnungsträgern?
Gespielt von Mina
Dabei seit: 05.02.2025, 21:50
Zuletzt gesehen: Gestern, 11:13

Flieger
21 Jahre alt
Als Herzogskind bist du es irgendwie gewöhnt, dass man einen Aufriss um dich macht. Sei es, um sich mit dir gut zu stellen – oder weil man dich hasst. Mit beidem kannst du leben. Du liebst die Aufmerksamkeit. Sonnst dich darin. Gehst darin auf, wie eine Blume bei Licht. Das passt zu dir. Du liebst das Leben und all die schönen Dinge, die es bietet. Hast nen Sinn für Ästhetik, sagst du. Schönheit liegt in vielen Dingen und Menschen und du verstehst es, dir all das zu Eigen zu machen. Du kannst dich nicht darüber beklagen, wie dein Leben läuft. Nur, dass du nun zum Flieger werden sollst – das schmeckt dir nicht ganz so. Klar, dein Greif ist wunderschön. Aber noch schöner wäre es, aus deiner Sicht, wenn du es dir halt einfach weiter gut gehen lassen könntest. Zuhause. Umgeben von potentiellen Bettgeschichten, Schmuck, schöner Kleidung und gutem Essen. Wenigstens trittst du diese Reise nicht allein an. Immer an deiner Seite ist dein Bruder, dein Spiegelbild. Zusammen werdet ihr sicher die Welt erobern. Beide vom Rücken eurer Greifen hinaus in die Welt. Oder zurück nach Hause. Aber du bist noch viel mehr als du nach außen hin präsentierst. Unter all der Egozentrik, die du zeigst, verbirgt sich jemand, der sich Gedanken macht. Mehr als man dir zutraut. Du bist ein Beobachter und du empfindest Wissen als ein mächtiges Werkzeug, weswegen du viele Methoden und viel Zeit darin investierst, dir Wissen über andere anzueignen. Du behältst dieses Wissen für dich um es in den passenden Momenten anzuwenden. Politik empfindest du als langweilig und kraftzehrend, aber du bist dir trotzdem nicht zu schade, dein angehäuftes Wissen als Vorteil für deinen Vater und deine Familie zu nutzen. Aber reicht das? Willst du das wirklich für den Rest deines Lebens? Vielleicht nur an der Seite deines Zwillingsbruders? Das wird die Zukunft zeigen, nicht wahr? Denn so gerne du über alles und jeden Bescheid weißt, so ungewiss ist die Zukunft und das übt seinen Reiz auf dich aus. Du musst nicht wissen, was deine Zukunft für dich bereit hält, das macht das alles doch spannender und aufregend. Hauptsache du kannst deinen Vorteil daraus ziehen.
Gespielt von Cay
Dabei seit: 06.01.2025, 19:21
Zuletzt gesehen: Vor 2 Stunden

Reiter
21 Jahre alt
Traue niemanden. Jeder kann dir zu jedem Zeitpunkt in den Rücken fallen. Diese Worte abzuschütteln ist ein Ding der Unmöglichkeit und wenn er ehrlich zu sich selbst ist, möchte er es gar nicht erst. Sie spiegeln in gewisser Hinsicht wider, warum er so geworden ist. Seine Familie ist ein Rudel Wölfe, welches ein schwaches Schaf ohne Rücksicht auf Verluste zerfetzt. Um nicht als wehrloses Schaf zu enden, wurde ihm eingeschärft, welchen Weg er zu gehen hatte. Zayan hatte kein natürliches Geschick für jene Fertigkeiten, in denen er unterwiesen wurde. Er lernte, weil er scheiterte – wieder und wieder. Doch egal, wie oft ihn etwas zu Boden geworfen und malträtiert hatte – jedes Mal stand er auf und machte an dem Punkt weiter. Mit Beharrlichkeit und hoher Resilienz kämpfte er sich durch sein erstes Jahr in Basgiath. Mittlerweile ein Junior fällt er in seinem Jahrgang vermutlich vor allem durch sein Geschick mit Nahkampfwaffen auf. Insbesondere geübt im Umgang mit Stangenwaffen, greift er zumeist auf seine Gleve zurück. Sie ist schmucklos und regelrecht unscheinbar, doch kostbarer Firlefanz oder gar Prunk spielten in seiner Familie nie eine große Rolle. Als jüngster Sohn der Valors und bedachte man das hohe Verhandlungsgeschick und die Listigkeit seiner ältesten Schwester, war es ein offenes Geheimnis, dass er es nie zum Erben bringen würde. Er scheiterte quasi schon, bevor er es überhaupt versuchte. Seine Schwester hält die Zügel in der Hand und wird als Nachfolgerin seiner Mutter aufgebaut, während Zayan seinen eigenen Weg finden muss. Der Versuch in die Fußstapfen seines Vaters zu treten, ebenfalls ein Reiter, stellt den ersten Schritt hierfür dar. Von Politik und Ränkespielen hat er wenig Ahnung und wollte sich weder in diese Riege einlesen noch seine Persönlichkeit dahingehend schmieden lassen. Seine Impulsivität und der Hang zu unbedachten Entscheidungen ist ein häufiger Kritikpunkt seiner Mutter – und aus ihrer Sicht ein Grund, warum er absolut ungeeignet für die Führung der Familie Valor ist. Die Person, die ihm immer am nächsten gestanden hatte, war seine jüngere Schwester Aveline. Sie stürzte 633 NV beim Versuch den Viadukt zu überqueren in die Tiefe und riss damit einen Teil von Zayan mit sich, den er nie wieder zurückgewinnen kann. Bis zu ihrem Tod fragte er sich immer, warum seine Siegelkraft ausgerechnet Schutzzauber betraf. Er sah sich nie als jemand, der sich als Beschützer ausgab. Stets auf den eigenen Vorteil bedacht, stürzte er sich ohne Rücksicht auf andere – und etwaige Verluste – in einen Kampf. Aveline hätte er um jeden Preis beschützen wollen, konnte er es aber nicht. Er sah sie fallen, hört ihren Schrei in seinen Ohren widerhallen und fühlt sich machtloser denn je.
Gespielt von birdy
Dabei seit: 31.12.2024, 19:21
Zuletzt gesehen: Vor 3 Stunden

Reiterin
41 Jahre alt
Zersha Tharavyn - dieser Name hatte viel zu lange überhaupt keine Bedeutung. Du hast dich aus dem nichts hochgearbeitet und musstest einiges aufgeben, um da anzukommen, wo du heute bist. Wusstest früh, dass das Leben als Hausfrau und Mutter nicht deins ist, sondern es dein Schicksal war, auf dem Rücken eines Drachen dein Leben zu geben. Genau deshalb war es auch das schlimmste was passieren konnte, als du mit 19 Jahren versehentlich schwanger wurdest. So kurz bevor du deine Karriere als Drachenreiterin beginnen konntest. So kurz, bevor dein Traum auch nur eine Chance bekommen konnte, um in Erfüllung zu gehen. Für dich war es keine Frage, dass du deine Tochter abgeben würdest. Anderswo hatte sie es besser, da warst du dir sicher und hast seither nicht mehr zurückgeschaut.
Wie deine liebste Cousine bist auch du charakterstark, allerdings sind eure charakterlichen Gemeinsamkeiten da auch schon vorbei. Im Gegensatz zu ihr bist du impulsiv, man könnte fast sagen explosiv. Du weißt was du willst und nimmst es dir - ohne Rücksicht auf Verluste. Manche nennen es Dickköpfigkeit, andere Zielstrebigkeit. Genau deshalb nervt es dich, dass deine Cousine so perfekt mit ihrer Fähigkeit umgehen kann und du noch heute nicht zu 100% mit der Wahnsinnsinduktion zurechtkommst. Du redest dir ein, es würde dazugehören. Deine Fähigkeit ist wild und manchmal merkst du die Spuren, die sie hinterlässt, wenn du sie einsetzt. Aber das ist nichts, was ein bisschen Alkohol nicht lösen kann.
Die Spontanität in der Familie hast wohl du geerbt. Wofür deine Cousine lange Pläne schmieden muss, agierst du nach dem Motto: Was soll schon schiefgehen? Manche halten dich für zu waghalsig, um als Staffelführerin tätig zu sein. Für dich war allerdings früh klar, dass du keine Befehle befolgen, sondern sie geben willst. Durftest dich kurz nach deinem Abschluss beweisen und früh einen Posten als Staffelführerin übernehmen. Doch dir war klar, dass du nicht ewig auf dieser Position bleiben würdest. Anfangs reichte dir Gedanke, dass du Verantwortung innehattest, um zufrieden mit deiner Stellung zu sein, doch bald schon kam dieses Gefühl zurück, das du mehr als alles andere hasst: Langeweile. Deshalb hast du nicht lange nachgedacht, als dir angeboten wurde, deinen Posten abzugeben und in eine Staffel zu wechseln, die alles andere als langweilig ist. Die 1. Staffel, Schwingenschwarm, Ostgeschwader ähnelt einem Suicide Squad - und genau dafür wurdet ihr auch zusammengesteckt. Ihr bekommt die Jobs, für die andere sich zu fein sind. Die Aufgaben, die euch jederzeit das Leben kosten könnten. Ihr seid brutal, skrupellos und doch stärkt ihr euch gegenseitig den Rücken, seid für einander da. Das müsst ihr, wenn ihr nicht tatsächlich draufgehen wollt. Die Staffelführerin erkannte schnell dein Potenzial und bildete dich zu ihrer rechten Hand aus. Nutzte all das, wofür du im War College in Schwierigkeiten geraten bist und zeigte dir, welche Vorteile es dir bringen konnte. Bewies anderen, was du schon lange wusstest: Dass du zu größerem bestimmt warst. Als die tyrrische Rebellion ihr Leben forderte, nahmst du ihren Platz ein. Versuchst ihr Vermächtnis bestmöglich weiterzuführen. Du bist streng damit, wen du bei euch lässt. Du musst dich mit deinem Leben auf die anderen verlassen können und ist das Vertrauen einmal gebrochen, ist es beinahe unmöglich, es zurückzuerlangen. Viele eurer Einsätze finden direkt an der Front statt. Du weißt von den Gefahren, die da draußen lauern. Hast selbst schon etliche Male gegen sie gekämpft. Doch deine Treue dem Regime gegenüber stand nie außer Frage. Wenn es um Skrupellosigkeit geht, bist du die richtige Adresse. Genau deshalb wirst du einmal im Jahr nach Basgiath gerufen, um die Lehrkräfte beim Überlebenskurs der Juniors zu... sagen wir "unterstützen". Du warst schon immer gut darin, dich zu wandeln und deine Fähigkeit ist auch nicht gerade übel, wenn es darum geht, Informationen aus Kadett:innen herauszubekommen. Es ist vermutlich wirklich gut, dass du nie Mutter geworden bist. Nur die Staffelführerin von ein paar Verrückten, die sehr gut auf sich selbst aufpassen können.
Gespielt von Ely
Dabei seit: 14.12.2024, 19:19
Zuletzt gesehen: 01.04.2025, 16:56

Reiterin
27 Jahre alt
Warum waren sie hier? Warum waren sie alle eigentlich verflixt noch mal am Leben?
Kann ja nun keiner behaupten, dass er gefragt wurde, bevor er in die Welt geschmissen wird, oder?

Zadra kommt als Tochter einer Hure in einem Bordell zur Welt. Sie weiß nicht wer ihr Vater ist und wenn sie ehrlich ist, interessiert sie es auch kaum. Man hat sie mit durch gefüttert, weil sie als Besitz der Besitzerin angesehen wurde. Ganz schön kompliziert, oder? Im Grunde wurde ihr von klein auf gesagt, was man von ihr erwartete und womit sie ihren Lebensunterhalt irgendwann verdienen wurde. Ihr wird heute noch schlecht, wenn sie daran denkt.
Dennoch, sie blieb am Leben und wurde nicht weiter verkauft, wie es den Jungs immer drohte, auch wenn man ihr, kaum das sie alt genug war, klar machte, dass sie vor den Füßen weg sein sollte. Das Leben draußen auf der Straße hat sie gelehrt, was sie wissen musste. Wie man jemanden Geld abnahm, wie man sich unsichtbar machte, oder wie man schnell genug vor den Wachen davon lief. Die Älteren passten auf die Jüngeren auf, so lief es immer und der Rest sah weg.
Was nützte es nachts ein Dach über den Kopf zu haben, wenn der Rest fehlte?
Heute würde die junge Reiterin alles tun, um ihre Familie zu beschützen, aber Familie bedeutet immer nicht Blutsverwandtschaft und ihrem Schwarm alleine gilt ihre Loyalität, was bedeutet, dass es beim Rest nicht weit her geholt ist. Sie besucht die Schule und wird zu einer begeisterten Leserin, wenn sie nicht versucht ihren Lebensunterhalt zusammen zu bekommen und auf der Straße klauen, oder betteln geht. Jeder Tag der gleiche Ablauf und sich dabei noch vor den Männern weg ducken, die zu viel getrunken haben. Irgendwann lernt sie, worauf man zu achten hat um nicht in Schwierigkeiten zu geraten und doch weiß sie immer, das auch ihr Zeitpunkt näher kommt.

Als es kurz nach ihrem Schulabschluss soweit ist, packt sie ihre Sachen und verzieht sich und beginnt das Spiel von vorne, kaum dass sie sich einer kleinen Gruppe angeschlossen hat. Sie ist noch nicht lange in der Stadt, als sie versucht einen Soldaten zu bestehlen. Nicht ihr erster Fehler und vermutlich auch nicht ihr letzter. Als er die 15jährige jedoch nicht ausliefert, sondern ihr einen verflucht langen Vortrag hält, der noch heute in ihren Ohren klingelt, lässt sie sich von ihm zum Heilerkonvent verschleppen, wo sie die nächsten fünf Jahre verbringt. Zadra lernt die Grundkenntnisse der Heilkunst, auch wenn sie schon bald feststellen muss, dass das nichts für sie ist und sie, trotz aller Faszination, nie dort zu Hause sein wird. Warum dem so ist, lässt sich vermutlich sogar recht einfach erklären: Sie hat dort gelernt, das man als Heiler jederzeit für andere da sein muss, egal für wen und warum. Da ihr moralischer Kompass jedoch, wie sie weiß, ziemlich im Eimer ist, hat sie gar kein Interesse daran irgendwann ihre Mutter, oder einen ihrer Bettgefährten und sonstwem zur Seite stehen zu müssen. Im Gegenteil: Sie will lieber diejenigen beschützen, die sich nicht selbst helfen können, weswegen dieser Gedanke auch ihren späteren Lebensweg festlegt.

Als die Zeit der Einberufung kommt, durchläuft sie alle Vorbereitungen für das Basgiath War College, bezwingt das Viadukt und wird schließlich in die Reihen der potentiellen Drachenreiter aufgenommen. Sie übersteht einige Mordversuche, tötet im Zuge des Trainings ebenfalls, bevor sie von einem Drachen erwählt wird. Ihrem Drachen, für den sie in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren die Zähne zusammen beißt, bevor es in die große, weite Welt geht.
Sie landet in Samara, im Osten und damit zum Glück weit weg von ihrer eigentlichen Heimat, wo sie Gefahr laufen würde doch mit ihrer Vergangenheit konfrontiert zu werden. Nach einigen anfänglichen Problemen lebt sie sich gut in das neue Geschwader ein, auch wenn es dort hin und wieder etwas rau zugeht und sie sich oftmals immer noch über ihre Vergangenheit ausschweigt. Sie vertraut ihrem Kommandanten blind, wie auch jedem anderen im Team, etwas was nicht viele Menschen von sich behaupten können und so sind sie und ihre Drachen es, dem ihre Loyalität gilt und nicht einem König, der weit weg von all dem ist und, laut ihr, keine Ahnung hat was eigentlich auf den Straßen seines Landes vor sich geht.
Gespielt von Kay
Dabei seit: 22.09.2024, 12:31
Zuletzt gesehen: 09.03.2025, 19:55


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based on "the empyrean"-series by Rebecca Yarros