Statistiken17.01.2025 Registriert am 01.04.2025 Zuletzt online 20.03.2025 Letzter Beitrag 1 Inplayzitate 7 Inplay-Posts 5 Szenen insgesamt 25587 Geschriebene Zeichen 3655 Zeichendurchschnitt Auszeichnungen (2)Charaktere von domi![]() Reiter
49 Jahre alt
Das ist der Weg. Und nichts führt daran vorbei. Dein Schicksal ist besiegelt, noch bevor du überhaupt ein Wort von dir geben kannst, denn das Schwarz der Reiter sollst du auch tragen. Genauso wie deine Brüder und dein Vater. Das ist eine Sache der Ehre, erzählen sie dir. Es ist eine Ehre, das Königreich zu verteidigen und für das Königreich zu kämpfen. Es ist eine Ehre auf dem Rücken eines Drachen zu sitzen. Also hinterfragst du es nicht, warum auch? Das ist dein Weg. Und diesen Weg wirst du gehen. Du bereitest dich vor, trainierst hart mit deinen Brüdern. Hängst wie gebannt an den Lippen deines Vaters, wenn er nach langer Zeit wieder zuhause ist und seine Geschichten erzählt. Und während all dieser Zeit kannst du es kaum abwarten, bis es soweit ist. Kannst es nicht abwarten, über das Viadukt zu laufen, um deinen Weg zu gehen. Einzig und allein das traurige Lächeln deiner Mutter, das du nur in ganz seltenen Augenblicken erhascht, lässt dich für einen kurzen Herzschlag zweifeln. Aber nur ganz kurz, bevor du dich wieder daran erinnerst, welche Ehre dir zugetragen wird.
Und du liebst es. Du liebst deinen Weg. Fühlst dich wohl im Reiterschwarz. Bist sicher auf dem Rücken deines Drachens und überwindest die Hürden, die dir in der Ausbildung in den Weg gestellt werden, um nach drei Jahren voller Euphorie deinen Abschluss zu feiern. Aber anstatt die Woche, die du im Anschluss frei hast, um diese mit deiner Familie zu verbringen, heiratest du völlig überstürzt die junge Arabella. Die Frau, die nicht nur dein Herz für sich gewonnen hat, sondern auch dem Quadrant der Infanterie gehört. Und so verläuft eure Ehe vorerst recht unspektakulär, während ihr beiden euch eurem Dienst widmet. Du in Montserrat und Sie? Ja, daran kannst du dich nicht mehr erinnern. Wie denn auch, wenn du vor Ort plötzlich von deinem Weg abkommst und dich zu einer Affäre hinreißen lässt, die dir später noch ordentlich Kopfschmerzen bereiten wird. Aber die erste Schwärmerei, die erste Liebe – die Gefühle wiegen schwerer als die Vernunft und die Versprechen gleiten ganz leicht über die Lippen. Versprechen, die du gewillt bist einzuhalten. Bereit, deinen Weg neu zu kalibrieren, nur um es am Ende doch anders zu machen. Du kannst dich noch ganz genau an den Tag und dein Vorhaben erinnern, als dir Bella so voller Freude verkündet, ein Kind unter ihrem Herzen zu tragen. Und obwohl du bereits Vater von zwei Kindern bist, ist diese Freude etwas anderes. Etwas, das du nicht erklären kannst, aber es erstickt deinen ursprünglichen Plan noch im gleichen Augenblick im Keime. Lässt es stattdessen zu einem wohl gehüteten Geheimnis werden, das du über viele Jahre hinweg mit dir trägst und dich zu einem Doppelleben zwingt. Lügen haben jedoch kurze Beine und das merkst du spätestens dann, als Bella dich mit deinem (offensichtlich nicht ganz so gut gehüteten) Geheimnis konfrontiert und dich vor die Wahl stellt. Sie oder die Andere? Als wenn nichts gewesen wäre, kappst du dein zweites Leben. Lässt es hinter dir und blickst nicht mehr zurück. Einzig und allein Bilder suchen dich in ruhigen Momenten heim und hinterlassen ein schlechtes Gewissen, welches du allerdings mit einer Leichtigkeit ignorierst. Stattdessen legst du deinen Fokus auf deine Karriere und deine Familie. Deine richtige Familie. Sorgst dich um deine Ehefrau und deinen ![]() Reiterin
26 Jahre alt
Dunkelheit der Nacht hüllt dich wie eine weiche Decke ein, während du mit zusammengekniffenen Augen in deinem Bett liegst. Weg. Ich muss hier weg, denkst du im Stillen und beißt die Zähne fest zusammen, damit kein Laut über deine Lippen rutscht, der deine Geschwister wecken könnte. Dein Körper schmerzt, dein linker Arm ist gebrochen und jeder Atemzug fühlt sich an, als wäre es dein letzter – oder zumindest hoffst du es, denn dann hätte dein Leid endlich ein Ende. Aber so sehr du es dir auch wünschst, weißt du, dass es keine Option ist. Stattdessen versucht du den Schmerz auszublenden, genauso wie die Tränen, die heiß an deinen Wangen hinab fallen. Selbst dann noch, als sich die Arme deiner älteren Schwester um dich legen und sie dir immer und immer wieder leise verspricht: es wird besser.
Nicht genug. Das bist du schon dein Leben lang. Du bist nicht schnell genug, nicht stark genug. Du bist nicht gut genug. Das merkst du mit jeder einzelnen Faser deines Körpers, der sich einfach nicht nach dir anfühlt. Dabei hättest du es so viel einfacher haben können, wenn du akzeptiert hättest, wer du bist: Nephelos Swansea. Sohn zweier talentierter Drachenreiter und der ganze Stolz deiner Mutter. Aber wann immer du Zeit mit anderen Jungs verbringst, fühlst du dich fehl am Platz. Kannst nichts der Grobheit abgewinnen, mit der sie ihren Tag bestreiten. Findest es nicht sonderlich amüsant, wenn sie sich gegenseitig durch den Dreck ziehen. Bist in deinem Verhalten schon immer ein wenig zarter und in deiner Aussprache sanfter. Lauschst lieber den Gesprächen der anderen Mädchen und schließlich ist es - wieder einmal - deine ältere Schwester, die dir hilft, dich selbst zu finden. Ganz zum Leidwesen deiner Eltern, die kein Geheimnis daraus machen, dass sie deine Entscheidung nicht akzeptieren. Dein Vater mehr als deine Mutter. Damit hast du dich jedoch abgefunden und der Tag als dein Vater dir deutlich macht, dass du als Nephele nichts weiter als ein bloßer Witz bist ist der Tag, an dem du dir selbst das Versprechen gibst dich für absolut niemanden zu verbiegen. Es ist der Tag, an dem du beschließt, dein Leben von nun an als Nephele Swansea zu beschreiten. Deine langen Haare hast du schon immer mehr geliebt als alles andere, dennoch hast du diese bereitwillig abgeschnitten, bevor du deine Ausbildung am Basgiath War College begonnen hast, weil die Erinnerung in den Haaren wohnt. Zwar bist du deinen Eltern auf eine recht verdrehte Art und Weise dankbar dafür, dass sie dich auf diese Zeit vorbereitet haben, aber deine Ausbildung willst du dennoch ohne Altlasten beginnen und betrachtest es als einen Neuanfang – oder zumindest ist das dein Plan. Denn so sehr du deine Vergangenheit, an die dich deine Narben tagtäglich erinnern, leugnest bist du am Ende des Tages trotz allem eine Swansea. Und wie kannst du und sollst du etwas leugnen, dass so tief in dir verankert ist? Die Enttäuschung, die du verspürst, ist groß, als du realisierst, dass du an keinen Drachen gebunden wurdest und damit dein Jahr als Rookie wiederholen musst. Immerhin lebst du noch, redest du dir ein, denn das können Andere aus deinem Jahrgang nicht mehr von sich behaupten. Dennoch macht dir dieser Umstand zu schaffen, bestärkt den Zweifel, der schon immer in dir geschlummert hat. Aber anstatt sich in all dem (Selbst-)Zweifel zu verlieren, gibst du dir in deinem zweiten Anlauf als Rookie noch mehr Mühe. Trainierst länger und härter. Nicht nur deinen Körper, sondern auch deinen Geist, weil du dir sicher bist, dass du beim nächsten Mal nicht lebend aus der Nummer rauskommst. Diese Sorge ist jedoch in dem Moment vergessen, als sich der rote Schwertschwanz für dich entscheidet, der genauso unberechenbar und unschlüssig ist, wie du selbst – wenn nicht sogar noch schlimmer. Gerne würdest du behaupten, dass du eine umgängliche Person bist, aber die traurige Wahrheit ist, dass du das genaue Gegenteil davon bist. Deine Stimmungsschwankungen sind schlimmer als die eines orangenen Drachens. Unsicherheit ist dein ständiger Begleiter an der einen Hand, die Hoffnung an der anderen. Mit dir ist es ein ständiges Auf und Ab. Hast du einen guten Tag? Hast du einen schlechten Tag? Man kann sich nie sicher sein – am besten bleibt man auf Abstand, wobei du dafür ganz von allein sorgst. Weil du dich stets im Hintergrund aufhältst, hast du gelernt zu beobachten. Nicht nur das Geschehen, sondern auch alles zwischenmenschliche. Du beobachtest ganz genau und sehnst dich nach dem freundlichen Lächeln und Grüßen, die in der Regel halbherzig an dich ausfallen. Sehnst dich nach der herzlichen Umarmung, weil du dich nicht mehr an das Gefühl erinnern kannst – nicht einmal weißt, ob du jemals eine erhalten hast. Ein Freak, als das bezeichnet man dich und genau so fühlst du dich auch. Dabei möchtest du dich doch nur zugehörig fühlen, möchtest endlich ankommen. ![]() Reiter
21 Jahre alt
Kileys gute Backstube steht in abblätternden Goldbuchstaben auf einem Schild über dem kleinen, mittlerweile etwas heruntergekommenen Laden. Aber das stört die Kunden nicht, denn immerhin sind es die guten Backwaren, die sie ins Innere locken – in der kleinen Küstenstadt Penrith ist die Familie bekannt und das nicht nur wegen der leckeren Backwaren, sondern auch wegen ihrer sehr herzlichen Lebensweise. Es ist allgemein bekannt, dass sie immer freundlich sind. Immer hilfsbereit. Und das man bei den Kileys mit offenen Armen empfangen wird. Zwar besitzen sie nicht viel Reichtum, dafür aber ein unfassbar großes Herz. Kein Wunder also, dass ihr ältester Sohn Brenainn zu der guten Seele geworden ist, die er heute ist. Das Herz trägt er definitiv am rechten Fleck und hätte er seiner besten Freundin damals nicht ein überstürztes Versprechen gegeben, dann würde er sich es heute im Heiler Quadranten gemütlich machen – stattdessen jedoch versucht er als Drachenreiter jeden einzelnen Tag irgendwie zu überleben. Hört sich vermutlich schlimmer an als es tatsächlich der Fall ist, aber leicht hatte es Bren, wie er meist von Freunden gerufen wird - und Brenny, wenn man ihn besonders ärgern möchte - trotz allem nicht. Denn mit seinem Belastungsasthma hatte er, obwohl er den Viadukt erfolgreich überquert hat, erstmal eine ziemlich große Zielscheibe um den Hals hängen. Über die vielen Jahre hinweg konnte er das Problem zwar mit Medikamenten in den Griff bekommen und das viele Training, das er in Vorbereitung auf die Ausbildung absolviert hat, hat auch geholfen. Losgeworden - oder loswerden wird er dennoch nicht. Es ist ein Teil von ihm. Ein Teil, mit dem er sich abgefunden und zu leben gelernt hat. Was bleibt ihm aber auch schon anderes übrig? Aber immerhin ist er bei all dem nicht allein. Cascade ist auch mit dabei, zwar nicht immer an seiner Seite, aber über den Tag hinweg finden sie immer ein paar ruhige Minuten für sich. In all dem Chaos ist sie sein Lichtblick am Ende des Tages. Nur ein Lächeln von ihr genügt, um ihn zu erden, und obwohl er weiß, dass er sich damit zu einer noch größeren Zielscheibe macht, da sie ganz eindeutig seine größte Schwäche ist, würde er absolut nichts daran ändern wollen.
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