Statistiken18.09.2024 Registriert am 02.04.2025 Zuletzt online 02.04.2025 Letzter Beitrag 3 Inplayzitate 33 Inplay-Posts 12 Szenen insgesamt 122955 Geschriebene Zeichen 3726 Zeichendurchschnitt Auszeichnungen (9)Charaktere von Paw![]() Reiterin
21 Jahre alt
Seit ich denken kann, stehe ich im Schatten eines Erbes, das ich mir nie ausgesucht habe. Der Name meines Vaters ist sowohl Fluch als auch Ehre – ein Vermächtnis, das in Blut und Rebellion geschrieben wurde. Er war kein gewöhnlicher Soldat, kein bloßer Befehlshaber. Er war ein Anführer, ein Visionär, ein Mann, der bereit war, alles zu opfern, um eine bessere Zukunft zu schaffen. Er und meine Mutter zusammen waren ein Team, wie kein anderes. Und das wird für immer ein Teil unserer Geschichte sein.
Ihr Tod hinterließ eine Wunde, die niemals heilen wird. Doch ich war nicht allein. An meiner Seite war immer Velaris, meine Cousine, meine Schwester im Geiste. Wir wuchsen gemeinsam auf, zwei Kinder in einer Welt, die keinen Platz für Unschuld ließ. Wir kannten den Krieg, noch bevor wir ihn mit eigenen Augen sahen – wir kannten ihn aus Geschichten, aus flüsternden Stimmen in dunklen Nächten, aus den angespannten Blicken unserer Eltern, die wussten, dass ihre Zeit begrenzt war. Velaris war immer anders als ich. Stärker vielleicht. Oder einfach nur entschlossener, sich nicht mit der Vergangenheit abzufinden. Doch wir teilten dasselbe Schicksal, dieselbe Brandmarkung, die uns zu Gezeichneten machte. Gemeinsam suchten wir nach einem Sinn in dem, was von unserer Familie übrig geblieben war – Und den der Revolution. Wir sind nicht wie unsere Eltern. Keine Revolutionäre. Und doch sind wir nun Teil von ihr. Teil der Gezeichneten. Teil des Handels der unserem Kontinent Sicherheit bieten soll. In Erinnerung an all diejenigen, die in der Revolution gefallen sind. Ich erinnere mich noch genau an die Abende, an denen ich neben meinem Vater saß, während er Stein für Stein bearbeitete, mit einer Sorgfalt, als könnte er durch ihre Perfektion das Schicksal selbst formen. Vielleicht konnte er es. Noch heute trage ich einen dieser Steine bei mir. Seine Magie ist längst erloschen, doch ich spüre immer noch die Liebe meiner Eltern darin. Jeder Riss, jede Unebenheit erinnert mich daran, dass sie einst da waren – und dass ihr Vermächtnis nicht vergessen werden darf. Ich weiß, dass ich die Welt nicht verändern kann. Aber ich kann diejenigen beschützen, die mir geblieben sind. Velaris. Meine Freunde. Die Menschen, die mir am Herzen liegen und die in diesem Krieg nichts weiter sind als Schachfiguren, bereitwillig geopfert für eine Strategie, die uns nicht schützen wird. Doch wir, wir können uns selbst schützen. Stein für Stein. Dolch für Dolch. Rune für Rune. ![]() Reiterin
20 Jahre alt
Ich bin Lyn A'zion. Tochter von Eovyn und Finn A'zion. Enkelin von Etaine, Keeva, Tagdh und Rían A'zion. Großnichte von... allem was irgendwie einmal auf einem Drachen saß. Meine Familie ist seit Jahrhunderten bevölkert von Reitern. Sie schreiten über den Viadukt, finden ihre große Liebe in ihrer Staffel und erziehen die nächste Generation von "Füllmaterial" dessen einzige Aufgabe ist, die nächsten Reiter auf die Welt zu bringe. Man könnte meinen, sie würden gutes tun, eine Akademie zu öffnen um junge Menschen auf das Reitertum zu erziehen, doch dann, würde man jemand anderes helfen als einem selbst. Unverzeihlich. Wir sind Reiter. Und nur Reiter. Jeder, der keiner ist, ist auch kein A'zion. Sie werden verbannt als hätten sie nicht mit einem im gleichen Sandkasten gespielt. Es mag grausam wirken, doch im Krieg überleben nur die Starken. Niemand sonst. Und ich will leben. Also muss ich stark sein. Ich muss über diesen Viadukt laufen und mir einen Drachen holen. Ich muss sie alle besiegen. Ich darf nicht zurückkehren ohne das aber was ist... wenn ich nicht zurück will? Es ist... ich muss das hier schaffen. Ich will leben. Ich will ein Leben leben. Ich will nicht mehr nach Hause kommen müssen zu dem Scheiterhaufen der meine Familie ist. Ich will nicht mehr angeschrien werden, nur weil ich den Sprung nicht geschafft habe und abgerutscht bin. Ich will nicht dass sie mir wieder weh tun, weil ich nicht schnell genug gelaufen bin. Diese Schule ist vielleicht mein einziger Weg hier raus, versteht ihr? Mein Schlüssel zur Freiheit. Wenn ich hier raus komme, habe ich einen verdammten Drachen der sie alle auffrisst wenn sie mir zu nahe kommen und wenn ich hier nicht rauskomme... dann ist dem so. Ich habe nichts zu verlieren und ich werde nur gewinnen. Aber ich habe zu lange trainiert um jetzt zu verlieren. Ich bin nicht zwanzig Jahre durch diese Hölle gelaufen um dann einfach zurückzukehren. Ihr werdet mich nicht kleinkriegen. Nicht so. Nicht nach allem. Und ich werde tun was ich tun muss, um hier lebend wieder herauszukomen. Komme was wolle. Denn ich bin Lyn A'zion. Tochter von Eovyn und Finn A'zion. Und ich werde jedem zeigen dass ich allen in den Hintern treten kann.
![]() Flieger
21 Jahre alt
Colin ist was man in der Schule vermutlich als den "stillen Jungen" bezeichnen würde. Er fällt nirgends besonders auf, ist in keinem Fach besonders gut und ist meistens schon verschwunden bevor auffällt dass er überhaupt existiert. Er ist der, der freiwillig verzichtet, damit jemand anderes den Vorrang hat. Der, der allen alles immer recht machen will. Der bei Konfrontationen eher zurückweicht und es über sich ergehen lässt. Der, der die Schuld immer bei sich sucht. Denn das war er immer. Der Schuldige der nichts konnte.
Auch heute wird er alles machen um es anderen gut gehen zu lassen. Colins Hilfsbereitschaft war schon immer größer als sein Selbsterhaltungstrieb. Doch dies ist vor allem dann, wenn es um seine Freunde geht. Seine Wahlfamilie. Sein ein und alles. Nichts was sie tun, könnte für ihn schlecht sein. Sie sind alle perfekt für ihn und genau so richtig, wie sie sind. Nachdem er seine Blutsfamilie verlor, sind sie alles was er hat. Neben ihnen, gibt es nichts mehr in diesem Leben und die Zeit ohne sie schien für ihn unendlich. Noch immer wird er geplagt von den Gedanken, dass er damals so viel anders hätte machen können. Das er etwas hätte tun können um zu verhindern dass sie auseinander gerissen werden. Das er vielleicht etwas hätte tun können das sie alle wieder zusammen auf dem gleichen Hof landen würden. Das nichts zwischen sie kam. Doch nun, wo sie alle wieder miteinander zusammen waren, würde er alles tun um zu verhindern dass sie wieder getrennt werden. Es gab nichts wichtigeres als ihr Glück zu schützen. Nichts auf dieser Welt. Denn ihr Glück war sein Glück und seine Lebensbestimmung. Nicht, dass er dadurch mutiger werden würde, doch er würde einen Weg finden wie er er schaffte. Alleine. Denn Hilfe von außen hatte nichts als negative Konsequenzen gebracht. Außer ein einziges Mal. Das Mal als Colin ihn von der Straße abholte. Der andere schüchterne Junge, der ihm so unendlich ähnlich war. Wären sie beide nur ein wenig mutiger gewesen, sie hätten keine Jahre damit verbracht zu glauben, sie wären alleine.
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