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the empyrean
Von Hingabe jedoch scheinst du nicht sonderlich viel zu verstehen, Geschwaderführer, wenn du meine Betonung schon als solche wertest. Jammerschade, aber ich vergebe dir natürlich deine Unwissenheit.
Nehelenia Astorne

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Den Brief, den er von seinen Eltern nach Avelines Tod erhalten hatte, hätte Soryn am liebsten in Flammen aufgehen lassen. Nein, ich hätte sie gerne mit Haut und Haaren verbrannt und auf ihre Asche geschissen.
‐ Zayan Valor

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Auszeichnungen (2)

vom 10.03.2025
vom 01.04.2025

Charaktere von birdy


Fliegerin
27 Jahre alt
Jemanden als Träumerin zu bezeichnen, wird gerne als eine Beleidigung gesehen. Immerhin belächelt man damit oftmals die Ideale, die jemand vertritt. Die Utopie hinter den gehegten Wünschen wird hervorgehoben, doch Träume sind so viel mehr. Träume stellen die Hoffnung auf eine bessere Welt dar. Träume verbergen die tiefsten Geheimnisse. Träume prägen jemanden auf ihre ganz eigene Art und Weise. Icarus ist eine Träumerin und schämt sich nicht dafür. Aufgewachsen in einer kleinen Hütte in Payee lebte sie etwas abgeschieden von Gleichaltrigen. Der Krieg mit Navarre gepaart mit den Sorgen, die die voranschreitende Eroberung durch die Veneni an der anderen Grenze mit sich brachte, saß ihr von früher Kindheit an im Nacken. Hervorgehoben wurde dies nochmal durch ihren Vater. Zwischen dem Reiter, der unter dem navarrianischen Militär diente und Frau aus Poromiel hatte sich eine Liebesgeschichte entwickelt, die ihres gleichen suchte. Dass sie sich auf verschiedenen Seiten in diesem Krieg befanden und er nicht desertieren konnte, belastete die Beziehung ihrer Eltern zweifelsohne. Selbst, wenn beide bemüht waren Icarus dies nicht zu zeigen. Ihren Vater traf sie vor allem in ihren eigenen Träumen. Mit seiner Siegelkraft – dem Traumwandeln – konnte er sie immer wieder besuchen, mit ihr einschneidende Erlebnisse ihrer Kindheit miterleben ohne, dass er die Grenze zwischen Poromiel und Navarre wirklich überschritt. Irgendwann jedoch kam er nicht mehr und ihre Mutter und sie erhielten schließlich einen Brief mit der Mitteilung, dass Captain Madrigal in der Schlacht gefallen war. Icarus‘ Mutter zog mit ihr ohne große Umschweife an die Südküste. Ihre Mutter lebt in einer winzigen Wohnung in Malkam. Für Icarus stand immer schon fest, dass sie in ihrem Leben etwas bewirken wollte. Zuzusehen wie andere litten, kam für sie nicht in Frage. In Erinnerung an Träume, in denen sie mit ihrem Vater gemeinsam auf dem Rücken von dessen Drachen geflogen war, stand ihr weiterer Weg fest. Sie wollte eine Fliegerin werden. Als sie mit den anderen Anwärterin den höchsten Vorsprung der Cliffsbane Akademie erklomm, war ihr Rans Gefieder bereits ins Auge gestochen. Es erinnerte sie an die Schuppen des Drachens ihres Vaters und zeitgleich war es neu und anders. Dass sie schaffte auf seinem Rücken zu landen und von ihm erwählt wurde, würde sie wohl rückblickend als einen der schönsten Momente ihres Lebens bezeichnen. Das Band zu ihrem Greifen ist sehr innig. Sie verfolgen sehr ähnliche Ziele und Ideale. Nach ihrem Abschluss begann Icarus wie andere Soldaten auch im Militär zu dienen. Dass sie über ihre Gabe ausgerechnet ihren Großvater aufspüren würde, hatte sie nicht erwartet. Die Vergangenheit holt sie beide ein. Durch ihre Begegnung beeinflusst meldete sich Icarus freiwillig für den Dienst in der Schattengarde. Einerseits gibt es reichlich Familiengeschichte aufzuarbeiten. Andererseits rücken die Veneni aus dem Ödland immer weiter vor und sie hat das Gefühl, ihr läuft die Zeit davon.

Diplomatin
39 Jahre alt
Viele Jahre ihres Lebens war Asterin – damals noch unter dem Nachnamen Caelithis – nur die Nichte und später die Cousine des Herzogs von Elsum. Sie entstammte einer Nebenlinie, die gefühlt an Bedeutung verloren hatte. Insbesondere, nachdem sich ihre Mutter dazu entschloss, bürgerlich zu heiraten. Nicht ungewöhnlich für ihre Familie, da die Provinz sehr klein war, jedoch definitiv weniger als das, womit sich Asterin jemals zufriedengeben würde. Sie machte ihre Ausbildung in Basgiath im Quadranten der Schriftgelehrten und übte sich später als Verwalterin und Diplomatin für den Hof der Familie Astorne. Die junge Frau hatte zwischenzeitlich auch überlegt deren Nachnamen anzunehmen, jedoch befunden, dass die Kombination aus Vorname und Nachname sie zu sehr stören würde. In den letzten Jahren eignete sie sich weitgreifende Sprachkenntnisse an und gab ihr Bestes, sich in allen erdenklichen gesellschaftlichen Talenten ausbilden zu lassen. Fakt war jedoch, dass ihr das, was sie hatte, nie genug war. Sie strebte nach mehr und ihr Ehrgeiz war so grenzenlos wie ihre Gier. Ein messerscharfer Verstand war ohne Macht nutzlos. Dass ausgerechnet sie zu einem Leben in der zweiten Reihe verdammt war, ging ihr nicht ein. Um sich herum sah sie, wie ihre Cousine Macht als Reiterin im Militär erlangte, während ihr Cousin zum Herzog wurde. Asterin jedoch ging leer aus. Immer wieder. Zumindest bis sie die Gelegenheit fand, den Herzog von Calldyr für sich zu gewinnen. Wren Vaelric war auf der Suche nach einer zweiten Ehefrau. Kinder hatte er bereits und Asterin verkaufte sich mit der Hilfe ihrer Familie als perfekte Kandidatin. Manche sind vermutlich immer noch nicht überzeugt davon, dass sie eine gute Idee gewesen war, doch sie hatte es sich zur Aufgabe gemacht, den Hof einzunehmen. Der Titel Herzogin steht ihr jedenfalls gut zu Gesicht und sie sonnt sich im Glanz der Krone. Dass die Beziehung zu ihrem Ehemann eher schwierig ist und sie seine Kinder nicht ausstehen kann, kehrt sie unauffällig unter den Tisch. Nach außen hin weiß sie jedenfalls wie sie sich zu geben hat. Charmant bringt sie ihre erworbenen Talente ein, gibt Ratschläge und pflanzt ihre Ideen und Ideale in den die Köpfe anderer. Ihr Machthunger ist immer noch nicht gestillt, doch nun sieht sie sich endlich in der Position nach den Sternen greifen zu können. So oder so hat sie jedes Glück verdient für die Rückschläge und Demut, die sie erfahren hatte müssen.

Heilerin
30 Jahre alt
Soleil. Es ist wenig überraschend, dass man bei ihrem Nachnamen hellhörig wird. Immerhin handelt es sich um einen weit verzweigten Familienverbund, der für die enge Verbindung zum Militär bekannt ist. In ihren Reihen ist es keine Frage, ob man sich für diesen Lebensweg entscheiden wird – es ist eine Selbstverständlichkeit. Je höher der Rang, desto größer der Einfluss, den man in der Familie innehat. Bevor sie das Basgiath War College besuchte, wurde sie entsprechend der üblichen Vorgehensweise ihrer Familie in Selbstverteidigung und Nahkampf unterwiesen. Sie zeigte allerdings damals schon weder großes Interesse noch berauschendes Talent hierfür. Zwischen ihren Geschwistern sticht Oriana wohl alleine schon deswegen hervor, weil sie sich nicht für den Reiterquadranten entschied, sondern eine Ausbildung zur Heilkundigen absolvierte. Mit schneller Auffassungsgabe, gesundem Pragmatismus und ausgeprägtem Ehrgeiz, welcher insbesondere aus Loyalität ihrer Familie gegenüber resultierte, durchlief sie ihre Ausbildung ohne große Probleme. Nach ihrem Abschluss wurde sie allerdings schnell mit der harten Realität des Krieges konfrontiert. Oriana fühlt mit jenen mit, die sie in den grauenvollsten Stunden ihres Lebens begleitet. Sie erinnert sich an jedes einzelne Gesicht, an jeden Schrei und die Angst in den Augen der Soldaten und Soldatinnen. Im Chaos blühte Oriana auf. Ihre Instinkte und ihr Verstand arbeiteten in Harmonie – der Schrecken kam immer erst danach. Die wachsende Belastung zu kommunizieren, fiel ihr schwer. Einerseits, weil sie sich ihrer Familie verpflichtet fühlte, andererseits, weil sie das Gefühl hatte, dankbar für ihr eigenes Leben sein zu müssen. Oriana liebte ihre Familie, ihre Eltern, ihre Brüder. Sie trug das Sonnensymbol als Amulett am Herzen und ließ es sich auf ihren Knöchel tätowieren. Als die Schlacht von Aretia folgte, brach das wackelige Konstrukt, welches ihre Loyalität dem System gegenüber darstellte, in sich zusammen. Die Verletzungen, die Oriana dort zu Gesicht bekam, die Hinrichtung der Rebellionsanführer und schließlich der Umstand, dass Kinder bestraft wurden, brannte sich in ihr Gedächtnis. Oriana fiel in ein tiefes Loch. Sie schien nur mehr zwischen Blut und Knochen zu waten, bekam kaum noch Schlaf und quälte sich durch jeden Tag. Wenn es sein musste, funktionierte sie, jedoch hatte sie zeitgleich das Gefühl zu einem Schatten ihrer Selbst zu werden. Nachdem sie bemerkte, dass ihre Angstzustände sich verschlimmerten, unterstützte sie primär Soldaten bei der Genesung und hatte weniger Einsätze auf dem Schlachtfeld. Im August 630 ließ sie sich schließlich nach Basgiath versetzen, um den Quadranten der Heilkundigen zu unterstützen. Es half im ersten Moment. Doch nun, wo der Abschluss ihres jüngeren Bruder Maxence immer näher rückt, sieht sie in die Gesichter der heranwachsenden Soldaten und weiß, dass der Tod bereits jetzt beginnt Jagd auf sie zu machen. Die Frage stellt sich, ob sie dieses grausame System wirklich weiter unterstützen möchte. Klebt nicht bereits das Blut unzähliger Menschen an ihren Fingern, weil sie dabei hilft diese auf die künftigen Schlachten vorzubereiten? Das, was sie ihr Leben lang gelernt hat, die Loyalität ihrer Familie gegenüber, schwebt wie ein Damoclesschwert über ihr und scheint jeden Moment ihr Schicksal besiegeln zu können.

Reiter
23 Jahre alt
Das Juwel der Gezeiten, die weiße Perle, die Hure von Tyrrendor. Seine Mutter hatte viele Namen und mittlerweile ist es eigentlich nicht mehr erlaubt, über Seraphine Aurellian zu sprechen. In ihrem Sohn lebt die Erinnerung jedoch zwangsläufig weiter. Auch wenn die Stadtvilla in Varoshaven niedergebrannt wurde, hört man in der einen oder anderen Taverne noch die Klänge von den Balladen, die die Schönheit der berühmtesten Kurtisane von Tyrrendor loben. Für ihre Aktivitäten im Rahmen der Tyrrischen Rebellion wurde seine Mutter gemeinsam mit seinem Vater, Andorian Vahaeris, dem Grafen von Vaelor, hingerichtet. Lebe. Das hatte sie ihm in ihren letzten Momenten zugerufen, während er in Reih und Glied mit den anderen Separatistenkindern aufgestellt worden war, um Zeuge der Grausamkeit des Königsreichs Navarre zu werden. Gemeinsam mit dem Rebellionsmal, das sich in jener Sekunde in seine Haut brannte, wurde etwas in Vespasian irreparabel zerstört. Im Anschluss an die Hinrichtung war er von der Familie Soleil, einem regimetreuen Militärclan, aufgenommen worden. Dass er sich dem Reiterquadranten zu verpflichten hatte, war ein offenes Geheimnis. Bei den Soleils konnte er ein Ventil für die aufgestaute Rachsucht und Frustration finden. Er trainierte, weil ihm nichts Anderes übrigblieb. Vespasian kämpfte sich über den Viadukt, meisterte den Gauntlet und überlebte das Dreschen. Die ganze Zeit über hatte er ein klares Ziel vor Augen – leben. Als er begann zu kanalisieren, wurde es einfacher seine Frustration in neue Bahnen zu lenken. Es war, als ob sich das Eis wie ein Schleier über sein Selbst legte. Wo es früher in seinen Venen gebrodelt hatte, war nun nur mehr die Gleichgültigkeit geblieben. In Basgiath hatte er sich mit Selbstdisziplin und harter Arbeit durchgekämpft und wurde schließlich in seinem Seniorjahr zum Führer des dritten Geschwaders ernannt. Je weiter er jedoch im militärischen Rang aufsteigt, desto weiter entfernt er sich von allem, woran seine Mutter jemals geglaubt hat. Zerrissen im andauernden Konflikt zwischen der Möglichkeit ein Soleil zu werden und dem Andenken an seine Mutter, muss er versuchen seinen eigenen Weg zu finden.

Reiter
21 Jahre alt
Traue niemanden. Jeder kann dir zu jedem Zeitpunkt in den Rücken fallen. Diese Worte abzuschütteln ist ein Ding der Unmöglichkeit und wenn er ehrlich zu sich selbst ist, möchte er es gar nicht erst. Sie spiegeln in gewisser Hinsicht wider, warum er so geworden ist. Seine Familie ist ein Rudel Wölfe, welches ein schwaches Schaf ohne Rücksicht auf Verluste zerfetzt. Um nicht als wehrloses Schaf zu enden, wurde ihm eingeschärft, welchen Weg er zu gehen hatte. Zayan hatte kein natürliches Geschick für jene Fertigkeiten, in denen er unterwiesen wurde. Er lernte, weil er scheiterte – wieder und wieder. Doch egal, wie oft ihn etwas zu Boden geworfen und malträtiert hatte – jedes Mal stand er auf und machte an dem Punkt weiter. Mit Beharrlichkeit und hoher Resilienz kämpfte er sich durch sein erstes Jahr in Basgiath. Mittlerweile ein Junior fällt er in seinem Jahrgang vermutlich vor allem durch sein Geschick mit Nahkampfwaffen auf. Insbesondere geübt im Umgang mit Stangenwaffen, greift er zumeist auf seine Gleve zurück. Sie ist schmucklos und regelrecht unscheinbar, doch kostbarer Firlefanz oder gar Prunk spielten in seiner Familie nie eine große Rolle. Als jüngster Sohn der Valors und bedachte man das hohe Verhandlungsgeschick und die Listigkeit seiner ältesten Schwester, war es ein offenes Geheimnis, dass er es nie zum Erben bringen würde. Er scheiterte quasi schon, bevor er es überhaupt versuchte. Seine Schwester hält die Zügel in der Hand und wird als Nachfolgerin seiner Mutter aufgebaut, während Zayan seinen eigenen Weg finden muss. Der Versuch in die Fußstapfen seines Vaters zu treten, ebenfalls ein Reiter, stellt den ersten Schritt hierfür dar. Von Politik und Ränkespielen hat er wenig Ahnung und wollte sich weder in diese Riege einlesen noch seine Persönlichkeit dahingehend schmieden lassen. Seine Impulsivität und der Hang zu unbedachten Entscheidungen ist ein häufiger Kritikpunkt seiner Mutter – und aus ihrer Sicht ein Grund, warum er absolut ungeeignet für die Führung der Familie Valor ist. Die Person, die ihm immer am nächsten gestanden hatte, war seine jüngere Schwester Aveline. Sie stürzte 633 NV beim Versuch den Viadukt zu überqueren in die Tiefe und riss damit einen Teil von Zayan mit sich, den er nie wieder zurückgewinnen kann. Bis zu ihrem Tod fragte er sich immer, warum seine Siegelkraft ausgerechnet Schutzzauber betraf. Er sah sich nie als jemand, der sich als Beschützer ausgab. Stets auf den eigenen Vorteil bedacht, stürzte er sich ohne Rücksicht auf andere – und etwaige Verluste – in einen Kampf. Aveline hätte er um jeden Preis beschützen wollen, konnte er es aber nicht. Er sah sie fallen, hört ihren Schrei in seinen Ohren widerhallen und fühlt sich machtloser denn je.

Handwerk
29 Jahre alt
Vanya Sylvaris ist eine hoffnungslose Träumerin. Mit ihren sieben Geschwistern – zwei ältere Brüder, drei ältere Schwestern, einem jüngeren Bruder und einer jüngeren Schwester – wuchs sie in einem überfüllten, lauten Haus auf. Man redete wild durcheinander, setzte man nicht die Ellbogen ein, kam man bei der Suppenschüssel als letzte zum Zug. Die Verhältnisse, in denen sie groß geworden ist, waren bescheiden, jedoch nicht von absoluter Armut geprägt. Sie begann frühestmöglich als Aushilfe für Kleinigkeiten zu arbeiten, um etwas Geld für die Familie dazu zu verdienen. Es war üblich und wurde in gewisser Hinsicht auch von jedem der Kinder erwartet. Zwei ihrer Geschwister sind mittlerweile im Krieg gefallen, andere haben sich mit Müh‘ und Not eine Familie aufgebaut. Einen handwerklichen Beruf zu ergreifen oder sich dem Militär zu verpflichten waren die zwei Optionen, die es gegeben hatte. Vanya war während dem Basgiath War College eine Schriftgelehrte und legte dort ihren Pflichtdienst ab. Davor schon hatte sie eine Ausbildung zur Schneiderin in ihrer Heimatstadt gemacht. Zu dieser Position konnte sie zurückkehren und ihr Talent unter Beweis stellen. Ihre Arbeiten waren von ausgezeichneter Qualität. Mit flinken Fingern fertigte sie ausgefallene Stickereien an, nahm perfekt Maß und führte die Anweisungen durch, die man ihr gab. Sie verbrachte lange Tage und Nächte in der Schneiderei und erregte schließlich mit ihren Zeichnungen und eigenen Ideen die Aufmerksamkeit einer Adeligen am Herzogshof von Calldyr. Es war pures Glück – und vermutlich auch für die gesamte Familie mehr als nur überraschend. Vanya fertigte einige Kleider für die Adelige an, war dadurch öfters bei Hofe und fühlte sich zu Beginn in erster Linie deplatziert. Es fehlte ihr an Fertigkeiten im Umgang mit der Hofgesellschaft und teilweise auch an Bildung, jedoch wäre es eine Lüge zu behaupten, sie hätte nicht jede Sekunde davon genossen. Immer noch mit den Kopf in den Wolken hängend und mit unverhohlener Leidenschaft ihrer Arbeit nachgehend, verliebte sie sich schließlich Hals über Kopf in einen Adeligen aus Luceras – wobei, nicht irgendein Adeliger. Tatsächlich handelte es sich um den Bruder der Herzogin, wenngleich Vanya ehrlich von sich behaupten kann, dass Titel, Rang und Namen für sie keine Rolle spielten. Böse Zungen behaupten, dass sie sich mit der Affäre bei Hofe hochschlafen wollte, aber zutreffender wäre es eigentlich, sie als jung, dumm und naiv zu bezeichnen. Der Drang, an dieser Liebesbeziehung festzuhalten, war sogar so stark, dass sie ihre Zelte in Calldyr abbrach, ihre Erfolgsaussichten und Karrierewünsche begrub und ihm nach Luceras folgte. Dort, wo sie mit gehässigen, abschätzigen Worten empfangen wird. Fast so, als ob das Wort Nebenbuhlerin auf ihre Stirn eingebrannt worden wäre. Ihre Beziehung ist keineswegs öffentlich, aber Gerüchte gibt es immer – egal, wie umsichtig man zu sein versucht.

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based on "the empyrean"-series by Rebecca Yarros