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the empyrean
Lira wird sterben und ich kann nichts dagegen tun.
Veena Crane

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Es gibt Tage, an denen Thonlak sich brav in die Formation einreiht – und mehr Tage, an denen er es nicht macht und sich lauthals darüber beschwert, wie langweilig all das hier ist. Er ist ein Krieger, grummel grummel.
‐ Romulus Vezrik

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Auszeichnungen (10)

vom 06.12.2024
vom 06.12.2024
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Charaktere von Ely


Fliegerin
31 Jahre alt
"Arlo" hörst du deine Schwester rufen und ihr sorgloses Lächeln, als sie auf dich zu gerannt kam, ist die letzte schöne Erinnerung deiner Jugend. Es sollte nur noch Momente dauern, bis dein Leben sich für immer verändern würde. Bis du den Grenzposten in Zyndra verlassen, fliehen musstest, die Hand deiner kleinen Schwester in deiner, hinter eurer Mutter her – deinen Vater hast du nie wiedergesehen. Nur das Armband, dass du ihm schenken wolltest, erinnert dich noch an ihn. Immer wenn er den Außenposten verteidigen musste, gab er es dir, damit du es sicher verwahren konntest, bis er zurückkam. Doch von diesem Einsatz kehrte er nie Heim. Nach eurer Flucht musstet ihr euch durchkämpfen. Mit 16 Jahren musstest du erwachsen werden. Hast deinen ursprünglichen Traum, einmal Alchemistin zu werden, abgelegt, denn ein neues Ziel hat sich in dich hineingeschlichen: Du wolltest deinen Vater rächen. Und einen Veneni zu töten geht einfach besser vom Rücken eines Greifen aus. In Kombination mit deinen Tüftel-Fähigkeiten, versteht sich. Dennoch hast du vermutlich nicht wirklich daran geglaubt, dass ein Greif dich fangen würde, als du mit geschlossenen Augen und einem lauten Schrei von der Klippe gesprungen bist. Die nächsten Jahre haben sich genau wie dieser Moment angefühlt, doch du hattest dein Ziel vor Augen. Hast deinen Abschluss gemacht, ohne dir zu viele Knochen zu brechen und ein paar Jahre Erfahrungen im Militär gesammelt, ehe du von einer Einheit erfahren hast, die genau das Versprach, wonach du dich gesehnt hast: Direkt im Herzen des Kampfes gegen die Veneni, an vorderster Front der Ödlande. Dir war es egal, dass deine Chancen auf einen frühen Tod damit exorbitant anstiegen. Du wolltest die Bevölkerung von Poromiel beschützen. Alles dafür tun, dass so wenig Mütter und Väter wie möglich deinem eigenen folgen mussten. Es ist paradox, dass deine Schwester und du so ähnliche Ziele haben, so ähnliche Wege gegangen sind und doch so vollkommen unterschiedlich sind. Vielleicht ist es die Angst davor, sie genauso zu verlieren, wie deinen Vater, die dich dazu treibt, so eine tiefsitzende Wut auf sie zu verspüren. Sie sollte in Sicherheit sein. Stattdessen kämpft sie wie du an der Front. Riskiert ihr Leben, obwohl du alles dafür getan hättest, sie zu beschützen.

Reiter
36 Jahre alt
Du versteckst deinen Schmerz hinter Illusionen und einem charmanten Lächeln. Lässt niemanden sehen, was hinter der Fassade ist. Deine Ziele standen immer fest: Als Drachenreiter für das Königreich Navarre in den Kampf ziehen. Schon vor deinem ersten Tag am Basgiath War College war klar, für welchen Quadranten du dich entscheiden würdest. Nichts konnte dich von deinem Weg abbringen. Loyalität war für dich immer das Wichtigste. Doch du hättest nie geglaubt, dass diese einmal den falschen gelten könnte. Hast deine Familie hinter dir gelassen, ihnen den Rücken zugekehrt, weil du es für das Richtige gehalten hast. Konntest nicht verstehen, wie sie sich gegen das Regime wenden konnten. Hast sie zurückgelassen, um als Drachenreiter auf der Seite zu kämpfen, die du für die richtige gehalten hast. Hast dich in deine Arbeit gestürzt und nicht zurückgeschaut – bis es zu spät war. Bis du deine Karriere im Kampf verloren hast - gemeinsam mit deinem linken Bein. Bis deine Familie tot war. Die Schuldgefühle fressen dich auf. Der Zorn frisst dich auf. Hat den Samen des Zweifels in dir gesät, dem du so lange keinen Boden geben wolltest. Über die Jahre als Drachenreiter hast du immer wieder Dinge erlebt, die nicht zusammenpassten. Kamerad:innen, die sich nach einem Einsatz komplett anders verhielten als vorher und sich doch an nichts ungewöhnliches erinnern konnten. Hast immer mehr Puzzleteile gefunden, die sich nicht richtig zusammensetzen ließen. Doch du hast die Augen verschlossen. Wolltest es nicht sehen. Warst nicht stark genug, um dich gegen das Regime zu stellen, ehe du deine Familie verloren hast. Erst nach ihrem Tod wurde dir bewusst, dass sie möglicherweise Recht hatten. Dass deine Seite die falsche war.
Der Verlust deines eigenen Körpers hat dich verändert. Du versuchst es nicht zu zeigen, es zu verbergen, aber nicht immer gelingt das. Hast dich monatelang selbst in Illusionen darüber gefangen gehalten, was hätte sein können. Doch dein Unfall hat deine Karriere beendet und dich dazu gezwungen, einen anderen Weg einzuschlagen. Hat dich ans Basgiath War College geführt, wo du als Lehrkraft für magische Beschwörung angefangen hast. Deine Siegelkraft eignet sich perfekt dafür, die Kadett:innen in unterschiedlichste Szenarien zu versetzen, die ihre Siegelkraft austesten. Sie auf die Probe stellen. Das aus ihnen herauskitzeln, was sie im Alltag nicht schaffen. Die Erfolgserlebnisse nehmen dir etwas den Schmerz, den du hinter deinen eigenen Illusionen versteckst. Lässt niemanden deine Wunde sehen, die niemals heilen wird. Nur deinem Gang merkt man an, dass du nicht mehr bist, wer du früher warst. Gibt kaum eine Person, vor der du deine Maske fällen lässt - außer der Person, die dich zusammenflickte, als du dem Tode nahe aus Tyrrendor zurückkehrtest. Die dich unterstützt, wenn du deine Zeit in der Bibliothek verbringst. Dich in Büchern über den Kampf verlierst, um dich nicht nutzlos zu fühlen. Um nicht das Gefühl zu haben, dass dein Traum für immer verloren ist.

Heilerin
25 Jahre alt
Das Leben ist nicht so, wie es in Büchern dargestellt wird. Auf jedes Happy End folgt die Realisation, dass es nicht für immer so bleiben wird. Und mit der Zeit lernst du, die Freude über jeden glücklichen Moment aufzusaugen. Das musste ich schon früh lernen. Mich darüber zu freuen, wenn Papa nicht mit der Infanterie unterwegs war, sondern ein paar Tage Zuhause bleiben konnte. Jeden Tag auszukosten, an dem meine Mutter nicht im Bett liegen musste, sondern sich mit uns Geschichten über die Sternbilder ausdachte. Jeden Tag, an dem sie genug Kraft hatte, um Lyev und mich an ihrer Kunst mitarbeiten zu lassen und ein Spiel daraus zu machen. Meine Ausbildung, die meine Eltern mir durch harte Arbeit ermöglichten, auszunutzen und jede Information abzuspeichern, die mir mitgeteilt wurde.Aber es ist schwer, sich nie auf den Gedanken einzulassen, dass mein Happy Ending endlich da ist. Nicht einmal die Liebe deines Lebens kennenzulernen bedeutet, dass man sie für immer haben wird. Doch die Momente des Glücks kann mir niemals wieder jemand nehmen.Doch das ist etwas, das ich auf die harte Weise lernen musste: Ich kann sie nicht alle beschützen. Kann sie nicht alle retten. Ich konnte weder meinen Bruder davon abhalten, seinem gefährlichen Traum nachzugehen ein Reiter zu werden, noch meinen Ehemann davor beschützen, bei einem Überfall umzukommen. Ich konnte nichts tun, außer hilflos daneben zu stehen.Das war der Grund, warum ich mich schlussendlich freiwillig gemeldet habe, um am Basgiath War College der Ausbildung in der Heilkunde nachzugehen. Viele hätten sich gefreut, dass ihnen das erspart geblieben war, als die Jahre zuvor genug Freiwillige vorhanden waren, dass ich der Wehrpflicht entgehen konnte. Doch ich hatte es satt, einfach tatenlos daneben stehen zu müssen. Ich war immer eine Träumerin und keine Kriegerin, doch so kann ich mein Wissen endlich nutzen und meine Fähigkeiten ausbauen, um etwas Gutes in der Welt zu bewirken. Ich mag zwar immer noch im Schatten stehen und auf keinem großen Podest wie die Reiterinnen und Reiter, aber das brauche ich auch gar nicht. Ich möchte den Menschen nur etwas ihres Schmerzes nehmen und ihm besten Fall ein Lächeln auf ihre Gesichter zaubern.

Reiterin
21 Jahre alt
Call... nein... Caly? Es war ein bisschen fies von euren Eltern, euch so ähnliche Namen zu geben. Calypso und Callista, Caly und Calli. Aber zu ihrem Glück habt ihr ihren Humor geerbt und genießt es, wenn man euch verwechselt. Ihr seid eine Plage, haben schon eure Nachbarn damals in Tyrrendor gesagt. Als würde es nicht reichen, dass eure Namen sich so ähneln und ihr beinahe gleich ausseht, wechselt ihr auch noch andauernd eure Haarfarben. Wie soll man da noch durchblicken? Ganz einfach, findest du und spielst mit einer Strähne deiner zuckerwattefarbenen Mähne. Calypso klingt wie Chaos und du bist die Personifikation davon. Bist aufbrausend, impulsiv und lässt dir nichts sagen. Du bist inmitten einer Rebellion groß geworden, die dir beinahe alles genommen hat und da ist es wohl nur verständlich, dass das Chaos zu deinem Zuhause geworden ist. Könntest dich an den Scherben festklammern und dich an ihnen schneiden oder du bastelst aus ihnen kleine Sonnenfänger, die Regenbögen auf jeden Teil deines Lebens werfen. Du versuchst das Gute in allem zu sehen und das gelingt dir, solange deine Zwillingsschwester an deiner Seite ist. Ihr stiftet euch gegenseitig zu Unfug an, um euch etwas der Dunkelheit zu nehmen. Würdet für euch durchs Feuer gehen und das seid ihr auch. Du hättest das Dreschen nicht überlebt, wenn Calli nicht gewesen wäre. Weißt nicht, wie du allgemein ohne sie überleben würdest. Auch wenn du die bist, die eher zuschlägt, ist sie es, die dir die Kraft dazu gibt. Ihr gleicht euch aus, feuert euch an, steht für den jeweils anderen ein. Es ist beinahe unmöglich, euch zu trennen. Es war schon schlimm genug, dass ihr in unterschiedliche Staffeln gesteckt wurdet. Viel mehr Trennung hättet ihr nicht akzeptiert. Ihr seid ein Komplettpaket, es gibt euch nur zu zweit. Ihr stellt zusammen Blödsinn an und haltet den Kopf für den jeweils anderen hin. Nutzt selbst eure Fähigkeiten, um es den Menschen um euch herum schwer zu machen, damit ihr etwas zu lachen habt. Nicht, weil ihr böse seid. Sondern weil ihr gerne die Grenzen anderer austestet. Und eure eigenen. Auf der ewigen Suche nach Spaß im Leben.

Reiterin
21 Jahre alt
Gefühle, Empathie, zwischenmenschliche Beziehungen – all das sind Wörter, mit denen du nicht viel anfangen kannst. Vielleicht, weil du in deiner Vergangenheit zu viel erlebt hast, zu viel ertragen musstest. Zu viel, was dich gezwungen hat, deine Emotionen zu unterbinden und alles mit purer Logik zu betrachten. Wenn man dich fragen würde, würdest du das allerdings verneinen. Deine Eltern waren Separatisten und ihnen muss klar gewesen sein, dass ihre Rebellion Konsequenzen haben könnte. Und diese Konsequenzen mussten sie tragen, so wie jeder andere es auch muss. Du könntest dramatisch sein und sagen, dass du dein Herz davon abgeschottet hast, aber Dramatik liegt dir nicht. Man könnte dich kalt und emotionslos nennen und das wäre okay für dich. Solange man dich nicht für dumm hält. Denn das bist du absolut nicht. Sonst wärst du nicht da, wo du jetzt bist. Du hast hart an dir gearbeitet, um hier anzukommen. Endlich zu beweisen, was du drauf hast. Und jetzt hast du es geschafft. Dein Drache hat dich gewählt. Hat deine Stärke erkannt und sich vor allen anderen für dich entschieden. Deine Loyalität liegt da, wo es dir am sinnvollsten erscheint. Dein eigener Nutzen steht über allem anderen und du verstehst nicht, warum andere das nicht so handhaben. Was bringt es dir, dich für andere aufzuopfern? Nur, damit sie sich umdrehen und dir einen Dolch in den Rücken rammen? Natürlich bist du nicht dumm genug, das offen zuzugeben. Du spielst eine Rolle und diese spielst du perfekt. Was du wirklich denkst, weiß niemand. Zumindest war das so, bis du eine zweite Stimme im Kopf hattest. Plötzlich musst du einem anderen Wesen vertrauen. Plötzlich musst du dein wahres Ich teilen. Und nicht nur das: Auf einmal bist du Teil einer Staffel, die du auf gewisse Weise an dich heran lassen musst. Du versuchst weiterhin, deine Distanz zu wahren. Das perfekte Geschwadermitglied zu sein, ohne dich emotional auf all das einzulassen. Denn im Basgiath War College ist die Gefahr, dass dir jemand in den Rücken fällt, größer als jemals zuvor in deinem Leben. Und es gibt niemanden, dem du vertrauen kannst. Oder?

Fliegerin
23 Jahre alt
Du wurdest zum Accessoire geboren. Das hübsche Anhängsel irgendeines großen Mannes. Kein eigener Name, kein eigenes Erbe. Die Tochter eines Adligen, irgendwann dann die Frau eines anderen Adligen. Dein Weg war vorbestimmt und hätte dein Vater nicht so viel Scheiße gebaut, hättest du diesen Weg gehen müssen. Hätte er es nicht gewagt, deine Göttin einer Mutter wie eine Selbstverständlichkeit zu behandeln, wärst du genauso geendet wie sie. An der Seite eines Mannes, der dich nicht liebt. Doch er hat sie ein paar Mal zu oft betrogen, ihr Herz zu sehr gebrochen, als dass sie zugelassen hätte, dass es ihrer Tochter genauso ergehen wird. Also hat sie dich vorbereitet. Dafür gesorgt, dass du stärker wirst als sie, denn für sie war es keine Option, ihr Leben hinter sich zu lassen. Nach Außen hin bist du genau das, was dein Vater sich erhofft hat. Hübsch lächelnd, machst nie Probleme, wirkst immer lieb und zuvorkommend und als könntest du keine einzige Feder eines Greifs krümmen. Nur wenige Menschen wissen, wie du tatsächlich bist. Dass du nach Außen zuckersüß bist, es aber in dir vollkommen anders aussieht. Du bist eine Kämpferin. Agierst vorzugsweise aus dem Hinterhalt und dann, wenn es niemand erwartet. Kannst dich beherrschen, wenn es sein muss, aber wenn jemand die angreift, die du liebst, kommt deine innere Bestie zum Vorschein.
Vermutlich hat sich dein Vater nicht viel dabei gedacht, als du zur Cliffsbane aufgebrochen bist. Dachte du würdest in den Quintant der Chronik gehen, vielleicht den des Wegfindens. Du hättest gerne sein Gesicht gesehen, als du stattdessen von der Klippe gesprungen bist. Als du den Weg genommen hast, der dir die meiste Freiheit versprochen hat. Deine Mutter war die einzige, die lächeln musste, als sie davon gehört hat, dass ein Greif dich erwählt hat.. Du würdest nicht zurückkehren, das war ihr klar. Stattdessen hast du dir eine neue Familie gesucht und in Form deiner Staffel gefunden. Hast die Schwestern gefunden, die du nie hattest. Die dich so akzeptieren und so lieben, wie du bist. Mit Macken und Besonderheiten und allem, was dich zu Yvira Flòraidh macht.

Alchemist
22 Jahre alt
Du hast das Lächeln deiner Mutter geerbt und dein Lächeln ist es, das du niemals verlieren wirst. Egal wie viel Scheiße dir das Leben vor die Füße wirft, du versuchst es mit Humor zu nehmen. Versucht das Leben als Spiel zu sehen, denn wenn das alles kein Spiel wäre, könnte es passieren, dass dein Lächeln verschwindet und du dich der Realität stellen musst. Und wer will schon in der Realität leben? In der Realität ist alles dunkel und düster und selbst als deine Mutter noch da war, musstet ihr euch durch den Dreck wühlen. Musstet von denen stehlen, die mehr hatten als ihr, denn die Alternative wäre... nicht schön gewesen. Also habt ihr aus all dem Chaos ein Spiel gemacht. Du liebst das Chaos. Wie könntest du auch nicht – Chaos ist alles, was du kennst. Du hattest in deinem Leben die Wahl: unterzugehen oder im Chaos aufzugehen. Du hast dich für ein kleines bisschen von beidem entschieden, je nachdem, wonach dir gerade war. Denn du liebst es zwar, anderer Leute Aufmerksamkeit zu haben und sie zum Lachen (oder zur Weißglut) zu bringen, aber genauso sehr magst du es, in der Masse unterzugehen und Dinge zu machen, die von anderen lieber nicht gesehen werden sollten. Nachdem deine Mutter schließlich in jungen Jahren gestorben ist, hattest du keine andere Wahl, als dich irgendwie alleine durchzuschlagen. Du hast getan, was getan werden musste (wie regelmäßig das ein oder andere Laib Brot vom Bäcker die Straße runter mitgehen zu lassen) und auch, was nicht getan werden musste (wie das mal, als du den linken Schuh des Barbiers geklaut hast, der dir viel zu groß war, einfach nur um sein genervtes Gesicht zu sehen). Dir wird viel zu schnell langweilig, du brauchst immer etwas neues, das diese kleine Flamme in dir entfacht. Und wenn sie wieder weg ist, suchst du weiter. Man ist sich nicht sicher, ob du schon jemals etwas in deinem Leben ernst genommen hast. Aber was bringt es auch, sich unnötig Sorgen zu machen? Bis der Zeitpunkt gekommen ist, an dem dich jemand erwischt, hast du schon so viel Spaß, dass sich der Ärger lohnt. Jahrelang warst du auf dich alleine gestellt, bis du deine zweite Familie gefunden hast. Einer nach dem anderen sind sie in dein Leben gestolpert und sie zum Lachen zu bringen war das, was zu deinem wichtigsten Tagesziel wurde. Gemeinsam habt ihr vieles durchgestanden und alleine wärst du vielleicht niemals auf der Farm gelandet, aber du würdest dich immer wieder für sie entscheiden statt für die Einsamkeit. Alle schrecklichen Erinnerungen blendest du aus, um dich an das Gefühl zu erinnern, das sie in dir geweckt haben. Du dachtest nicht, dass du sie jemals wieder verlieren würdest und eines Tages standst du da und sie waren weg und dein Lächeln hat gebröckelt. Vermutlich war es das, was in deinem Gehirn was kaputt gemacht hat. (Du kennst dich nicht genug damit aus, wie es funktioniert, um das dramatischer zu beschreiben.) Warum sonst hättest du dich für eine der gefährlichsten Laufbahnen entschieden, die dir zur Auswahl stand? Hast nicht mit der Wimper gezuckt, als es hieß: "Na, wer hat Lust mit hoher Wahrscheinlichkeit in die Luft gesprengt zu werden?". Zugegeben, der Nervenkitzel hat auch die kleine Flamme in dir wieder entfacht. Zumal du es liebst den hochnäsigen Kadet:innen so richtig auf den Sack zu gehen. Du bist weder dumm, noch faul, du gibst nur beides gerne vor, um es zu deinem Vorteil zu nutzen. Du magst es, wenn du unterschätzt wirst. Das macht viel mehr Spaß, als von anderen als Konkurrenz angesehen zu werden. Und Spaß ist doch das, was im Leben am wichtigsten ist. Also lächeln und winken.

Infanterie
22 Jahre alt
Wer in Deepcrest den Namen Myrendir trägt, hat eines sicher, was viele andere nicht haben: Ein Dach über dem Kopf. Deine Vorfahren haben den künstlerischen Geist, der in Deepcrest tief verwurzelt ist, aufgegriffen und mit der Schmiedekunst gepaart, für die Deaconshire so berühmt ist. Was einst als kleine Schmiede angefangen hat, wurde bald schon zu einem großen Handwerks- und Handelsgeschäft, das für dich persönlich vor allem eines bedeutete: Viel Zeit alleine. Das Herz eures Geschäfts ist mit der Zeit verloren gegangen, hat deine Großmutter immer gesagt, wenn deine Eltern mal wieder Quantität über Qualität stellten und alles dafür taten, um möglichst viel Geld für möglichst viel Arbeit zu erhalten. Wo früher Einzigartigkeit eurer Familienhandwerk bekannt gemacht hat, wurde es schließlich beinahe schon zu Massenproduktion. Doch du warst viel zu klein, um all das zu verstehen. Deine Eltern waren nie da und das war alles, was dir im Kopf geblieben ist. Dafür war deine Großmutter immer an deiner Seite. Brachte dir den Aspekt der Schmiedekunst bei, den deine Eltern nicht mehr für wichtig erachteten und so vieles mehr. Was sie einst aufgebaut hatte, sollte aus ihrer Sicht nicht mehr der Mittelpunkt eures Lebens sein. Das Ziel deiner Großmutter war nie so etwas wie Reichtum und so konnte sie nicht viel mit der Langeweile anfangen, die das Leben als alte Frau so mit sich brachte. Also brachte sie dir alles bei, was sie wusste, über die Geschichte Navarres und Poromiels. Ermutigte dich, anders als die meisten nicht nach einem Leben als Drachenreiter zu streben oder als großer Held im Kampf sterben zu wollen, sondern dein Köpfchen nutzen zu wollen. So hatte sie es weit gebracht und das selbe würde auf dich zutreffen. Also hast du dich nur über deine Freunde lustig gemacht, die tagein tagaus mit einer Waffe in der Hand übten und von Drachen und Greifen und Heldentaten träumten, während du dafür studiert hast, Schriftgelehrter zu werden. Im Nachhinein fragst du dich manchmal, ob du dich damit selbst überzeugen wolltest, dass all das dein Traum war und nicht der deiner Großmutter. Doch du bist gut darin, dir die Welt schön zu reden. Warst du schon immer. Verdrängst die Einsamkeit, die die Abwesenheit deiner Eltern in dir hinterlässt und hältst dich an alldem fest, was du stattdessen hast. Du warst 12 Jahre alt, als deine Großmutter zum ersten Mal ein Straßenkind nach Hause brachte. Ihr habt viel zu viel und dieses viel zu viel solltet ihr teilen, hat sie dir gesagt und du hast zugestimmt. Von da an wurden es immer mehr, die mal kürzer, mal länger bei euch wohnten. Wenn deine Eltern dann mal Zuhause waren, stritten sie mit deiner Großmutter, dass sie das Geld der Familie wahllos verprassen würde, doch du warst einfach nur glücklich. Es fiel dir schwer, deine neue Familie zurückzulassen, als du ans Basgiath War College aufgebrochen bist. Doch du wusstest, was du hier tun würdest: Den Weg als Schriftgelehrter beschreiten und anschließend in deine Heimat zurückkehren. Doch es sollte nicht so einfach laufen, wie du es dir vorgestellt hast und ehe du dich versahst, warst du durch die nötigen Prüfungen gefallen. Du wirst kein Schriftgelehrter werden. Du wirst auch kein Drachenreiter. Die Infanterie, dort solltest du hin und du kannst froh sein, dass du so eine verdammte Frohnatur bist, denn sonst wärst du eventuell in ein kleines Loch gefallen. Aber durch deine Zeit in der Schmiede hattest du immerhin schon einmal eine Waffe in der Hand und der Rest würde dann mit der Zeit kommen. Irgendwie hast du dich arrangiert und ein Teil von dir ist ganz froh, dass du deinen ursprünglichen Pfad nicht beschreiten konntest. Denn die strategische Kriegsführung hat es dir angetan und hat dir gezeigt, dass du vor allem eins von deiner Großmutter gelernt hast, die man dir nicht unbedingt ansehen würde, denn auch sie war diejenige, die damals die Planungen für euer Handelsgeschäft übernommen hat. Zihnal hatte wohl einfach einen anderen Weg für dich vorgesehen und es gibt keine Gottheit, der du mehr vertraust.

Reiter
20 Jahre alt
Immer wenn das Dienstmädchen dir Geschichten vorgelesen hat, hat dich nur eins interessiert: Wer ist der Held oder die Heldin? Schon früh hast du angefangen davon zu träumen, einmal einer von ihnen zu werden. Dass Lobgesänge über dich geschrieben werden oder vielleicht ein Gedicht. Du bist zwar kein Fan von Gedichten, aber wer kann schon von sich behaupten, dass mal eins über die eigenen Heldentaten geschrieben werden? Und was ist heldenhafter, als auf einem Drachen zu reiten? Für dich war schnell klar, was dein größtes Ziel im Leben war: Ein Drachenreiter zu werden. Dabei ist dir natürlich nicht bewusst, dass du ziemlich behütet aufgewachsen bist. Als Sohn des Herzogs von Deaconshire weißt du nicht, was Hunger ist. Kennst Gewalt nur aus der Ferne und von den Trainingseinheiten, die dein Vater dir organisiert hat und bei denen du öfter als dir bewusst ist gewonnen hast, weil man dein Selbstwertgefühl nicht vermindern wollte. Du hast 6 Geschwister und alleine das sagt schon etwas über den Wohlstand deiner Familie aus. Trotzdem hat dein Vater zugelassen, dass du dieses Jahr, nach deinem 20. Geburtstag, den Weg zum Drachenreiter beschreiten kannst. Jetzt ist nur die Frage, wie schnell du aus deiner heilen Traumwelt aufwachen wirst, in der man dich viel zu lange gelassen hat. Du denkst, du wärst auf das vorbereitet, was auf dich zukommen wird, denn bisher ist dir alles in deinem Leben in den Schoß gefallen. Zuhause musst du nur Lächeln und du bekommst alles was du brauchst. Du bist dir deiner Privilegien nicht bewusst und es ist eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis du einmal so richtig auf die Schnauze fliegst. Dabei meinst du es nicht einmal böse, du bist einfach etwas naiv und überschätzt dich selber. Möchtest andere beeindrucken und weißt dabei nicht, dass du dich noch nie wirklich anstrengen musstest, um genau die Reaktionen zu bekommen, die du dir gewünscht hast. Doch das wird jetzt enden, denn du weißt es noch nicht, aber deinen Traum zu erfüllen wird dazu führen, dass du die Realität mit all ihrer Härte kennenlernen wirst.

Reiterin
22 Jahre alt
Unfall ist ein hartes Wort und doch warst du genau das. Ein ungeplantes Ergebnis einer Affäre, die niemals hätte stattfinden dürfen. Wenn du jemand anderes wärst, würde dich diese Tatsache vermutlich belasten. Und wenn du in einer anderen Familie geboren worden wärst, hätten die Auswirkungen dein Leben zur Hölle machen können. Doch du hattest Glück. Wurdest mit deiner Geburt Teil eines Clans, dem Blut wichtiger ist als alles andere. Der Name Soleil hat dir ein Zuhause gegeben – und eine Bestimmung. Du wurdest in den Familienzweig der Reiter:innen geboren und damit stand fest, worauf du vorbereitet wirst, wofür du trainieren wirst, bis der Tag kommt, an dem du das Viadukt überquerst. Ein anderer Quadrant als der der Reiter:innen war keine Option, denn du wolltest deiner Familie beweisen, dass du ein wahrer Soleil bist. Scheitern war ausgeschlossen, ein Begriff, den du aus deinem Wortschatz gestrichen hast. Und als du den ersten Schritt über das Viadukt gingst, warst du vorbereitet. Du wusstest, was dich erwarten würde, hattest jeden Schritt durchgeplant. Vielleicht warst du manchmal am auch etwas zu verbissen. Hattest dir alles so genau überlegt, dass Änderungen dir Schwierigkeiten bereiten. Der Plan in deinem Kopf muss funktionieren. Du bist diszipliniert, ehrgeizig. Bist jeden Tag bei Sonnenaufgang auf den Beinen, um zu trainieren. Alles, um besser zu werden, schneller, stärker. Die goldene Sonne mit geschwungenen Strahlen auf weißem Grund trägst du mit Stolz, doch würdest du dich niemals auf dem Namen, der dir in die Wiege gelegt wurde, ausruhen. Deine Bestimmung ist es, ein angesehenes Mitglied des navarrianischen Militärs zu werden und dafür arbeitest du hart. Hast schon die ersten Stufen auf deinem langen Weg hinter dich gebracht, als du in deinem Junior-Jahr zur Staffelführerin ernannt wurdest. Ein Abzeichen, das du gerne auf deiner Brust trägst. Dein Ziel ist es, die einzigartigen Stärken deiner Staffelmitglieder zu erkennen und zu fördern, vielleicht sogar eine Art Vorbild für sie zu sein (auch wenn du das beim besten Willen nicht immer schaffst). Hilfst ihnen, wo du kannst, damit ihr gemeinsam euren Weg gehen könnt. Den Weg zu eurem Ziel, auf dem Rücken eurer Drachen.

Fliegerin
23 Jahre alt
Es ist beeindruckend, wie fröhlich du noch bist, wenn man bedenkt was du alles durchmachen musstest. Du und deine Schwestern. Wer weiß schon, ob du tatsächlich so ausgelassen bist oder ob du hinter diese Maske eine tiefe Traurigkeit versteckst. Trauer und eine riesige Portion Wut. Denn immerhin musst du regelmäßig mitansehen, wie in den höchsten Tönen von der Person gesprochen wird, die dich am schlimmsten behandelt hat: Deiner Mutter. Hochangesehne Fliegerin, Strategien, Kämpferin - und dein schlimmster Albtraum. Sie hat schon früh angefangen, euch "zu besserem pushen" zu wollen. Der ständige Druck und die ständigen Trainingseinheiten an sich hätten dir schon deine Kindheit geraubt, doch hinzu kam das, was passierte, wenn ihr nicht euer bestes zeigen konntet. Wenn ihr einen Fehler gemacht habt, euch "nicht richtig angestrengt" habt. Die Narben der Greifenklauen auf deinem Körper wirst du für immer behalten. Sie dienen dir als ständige Erinnerung an ein Elternhaus, in das du nie wieder zurückkehren wirst. Die Cliffsbane Akademie war deine Rettung. Du hättest alles getan, um hier bleiben zu können. Hast dich voll rein gehängt und der Stolz in den Augen deiner Mutter, als du zur Schwadronsführerin ernannt wurdest, war wie ein Schlag in die Magengrube. Und ein weiterer Beweis für dich, dass du nie wieder in dein altes Leben zurückkehren möchtest. Und während du früher immer versucht hast, dich klein zu machen und nicht negativ aufzufallen, hast du an der Cliffsbane Akademie deine Stärke zurückgewonnen. Nutzt deine Stimme, um dich für die einzusetzen, die sich nicht für sich selbst einsetzen können. Du trägst nun die Verantwortung für dein Schwadron und du möchtest nie wieder sehen, wie eine Ceres sich mit angsterfüllten Augen in der Ecke versteckt. Willst das für andere sein, was Eliene immer für dich war. Zuflucht, Rettung, ein sicherer Ort. Die Person, zu der du gehst, wenn du nicht mehr weiter weißt. Möchtest niemals wieder erleben, wie andere durch Gewalt zu "ihrem besten" getrieben werden.

Reiter
45 Jahre alt
Manchmal fragst du dich, warum das ganze verdammte Leben aus so viel Gelaber besteht. Immer diese Höflichkeiten, Smalltalk, "Ach ja und wo bist du aufgewachsen? Mit deinen beiden Schwestern in Myrum, ach wie interessant und bist du verheiratet? Nein, frei und glücklich damit. Toll. Und Kinder? Keine Ahnung? Wie interessant." und in Wirklichkeit interessiert es niemanden. Als würde sich das irgendwer merken. Abgesehen davon, dass es alle anderen einfach einen Scheißdreck angeht. Warum solltest du jemandem erzählen, wo du aufgewachsen bist? Wie früh du deine kleine Schwester verloren hast? Du bist kein Pessimist, für dich gibt es einfach nur wichtigeres im Leben, als ständig seine Lebensgeschichte zu erzählen. Du zeigst lieber, was du drauf hast. Magst die Personen am liebsten, die dir auf der Matte die Nase blutig schlagen, machst du lieber als tiefsinnige Gespräche über die Götter zu führen. Das war es auch, was dir in deiner Zeit am Basgiath War College am schwierigsten gefallen ist. Nicht, weil du dumm bist, sondern weil es einfach so langweilig ist. Geschichte, Physik, Mathematik - du bist so froh, dass du das hinter dir hast. Warst immer froh, wenn du aktiv werden konntest. Wenn du dich beweisen konntest, beim Sparring, beim Gauntlet, beim Dreschen. Hättest nie gedacht, dass ein brauner dich bindet. Ein roter, ein orangener vielleicht. Ein Drache, der genau so viel Energie hat wie du, genauso impulsiv ist. Du hast nicht viel in Drachenkunde aufgepasst, aber irgendwie hast du im Kopf, dass die braunen schlau sind. Und zugegeben: Oft verstehst du die Worte nicht, die Tryx benutzt. Aber es tut dir vermutlich gut, jemanden in deinem Kopf zu haben, der dich zurückhält. Der dich - auch wenn du das manchmal langweilig findest - davon abhält, deiner Impulsivität nachzugehen. Am Basgiath War College fielst du eher durch tägliche Prügeleien als eloquente Diskussionen auf. Du weißt nicht mal, wie man dieses Wort schreibt. Die meisten Schlägereien waren das Resultat von Langeweile, von der Unwissenheit, was du mit deiner Muskelkraft und deiner Gabe der Größenanpassung anstellen sollte. Dir fehlte Anleitung, eine Aufgabe. Die hast du erst gefunden, als du das Basgiath War College verlassen hast und Teil einer Staffel wurdest, die lange Zeit deine Familie war. Als du deinen Platz als ausführende Kraft einer Person gefunden hast, die sehr viel mehr Wissen über Strategie hatte als du. In ⁠deiner Staffelführung hast du deinen Anführer gefunden und hast für sie nur zu gerne die Drecksarbeit erledigt. Du denkst nicht gerne nach, sondern überlässt das anderen. Du wartest auf Befehle und führst sie aus. Kannst es nicht leiden, Verantwortung zu tragen oder selbst dein Gehirn anstrengen zu müssen. Du lebst in den Tag hinein und liebst es, auf dich zukommen zu lassen, was deine Staffel als nächstes vorhat. Zumindest hast du das - bis sich eines Tages alles ändern sollte. Du verstehst nicht, was passiert ist. Es ging alles so schnell und auf einmal war euer Anführer tot und der Rest eurer Staffel verschwunden. Desertiert. Ein Wort, das Wut in dir aufsteigen lässt. Du bist loyal Navarre gegenüber und es gibt keine Gefahr, die dich dazu bringen würde, dein Königreich zu verraten. Und so hast du von einem Tag auf den anderen alles verloren, was dir wichtig war...

Reiterin
41 Jahre alt
Zersha Tharavyn - dieser Name hatte viel zu lange überhaupt keine Bedeutung. Du hast dich aus dem nichts hochgearbeitet und musstest einiges aufgeben, um da anzukommen, wo du heute bist. Wusstest früh, dass das Leben als Hausfrau und Mutter nicht deins ist, sondern es dein Schicksal war, auf dem Rücken eines Drachen dein Leben zu geben. Genau deshalb war es auch das schlimmste was passieren konnte, als du mit 19 Jahren versehentlich schwanger wurdest. So kurz bevor du deine Karriere als Drachenreiterin beginnen konntest. So kurz, bevor dein Traum auch nur eine Chance bekommen konnte, um in Erfüllung zu gehen. Für dich war es keine Frage, dass du deine Tochter abgeben würdest. Anderswo hatte sie es besser, da warst du dir sicher und hast seither nicht mehr zurückgeschaut.
Wie deine liebste Cousine bist auch du charakterstark, allerdings sind eure charakterlichen Gemeinsamkeiten da auch schon vorbei. Im Gegensatz zu ihr bist du impulsiv, man könnte fast sagen explosiv. Du weißt was du willst und nimmst es dir - ohne Rücksicht auf Verluste. Manche nennen es Dickköpfigkeit, andere Zielstrebigkeit. Genau deshalb nervt es dich, dass deine Cousine so perfekt mit ihrer Fähigkeit umgehen kann und du noch heute nicht zu 100% mit der Wahnsinnsinduktion zurechtkommst. Du redest dir ein, es würde dazugehören. Deine Fähigkeit ist wild und manchmal merkst du die Spuren, die sie hinterlässt, wenn du sie einsetzt. Aber das ist nichts, was ein bisschen Alkohol nicht lösen kann.
Die Spontanität in der Familie hast wohl du geerbt. Wofür deine Cousine lange Pläne schmieden muss, agierst du nach dem Motto: Was soll schon schiefgehen? Manche halten dich für zu waghalsig, um als Staffelführerin tätig zu sein. Für dich war allerdings früh klar, dass du keine Befehle befolgen, sondern sie geben willst. Durftest dich kurz nach deinem Abschluss beweisen und früh einen Posten als Staffelführerin übernehmen. Doch dir war klar, dass du nicht ewig auf dieser Position bleiben würdest. Anfangs reichte dir Gedanke, dass du Verantwortung innehattest, um zufrieden mit deiner Stellung zu sein, doch bald schon kam dieses Gefühl zurück, das du mehr als alles andere hasst: Langeweile. Deshalb hast du nicht lange nachgedacht, als dir angeboten wurde, deinen Posten abzugeben und in eine Staffel zu wechseln, die alles andere als langweilig ist. Die 1. Staffel, Schwingenschwarm, Ostgeschwader ähnelt einem Suicide Squad - und genau dafür wurdet ihr auch zusammengesteckt. Ihr bekommt die Jobs, für die andere sich zu fein sind. Die Aufgaben, die euch jederzeit das Leben kosten könnten. Ihr seid brutal, skrupellos und doch stärkt ihr euch gegenseitig den Rücken, seid für einander da. Das müsst ihr, wenn ihr nicht tatsächlich draufgehen wollt. Die Staffelführerin erkannte schnell dein Potenzial und bildete dich zu ihrer rechten Hand aus. Nutzte all das, wofür du im War College in Schwierigkeiten geraten bist und zeigte dir, welche Vorteile es dir bringen konnte. Bewies anderen, was du schon lange wusstest: Dass du zu größerem bestimmt warst. Als die tyrrische Rebellion ihr Leben forderte, nahmst du ihren Platz ein. Versuchst ihr Vermächtnis bestmöglich weiterzuführen. Du bist streng damit, wen du bei euch lässt. Du musst dich mit deinem Leben auf die anderen verlassen können und ist das Vertrauen einmal gebrochen, ist es beinahe unmöglich, es zurückzuerlangen. Viele eurer Einsätze finden direkt an der Front statt. Du weißt von den Gefahren, die da draußen lauern. Hast selbst schon etliche Male gegen sie gekämpft. Doch deine Treue dem Regime gegenüber stand nie außer Frage. Wenn es um Skrupellosigkeit geht, bist du die richtige Adresse. Genau deshalb wirst du einmal im Jahr nach Basgiath gerufen, um die Lehrkräfte beim Überlebenskurs der Juniors zu... sagen wir "unterstützen". Du warst schon immer gut darin, dich zu wandeln und deine Fähigkeit ist auch nicht gerade übel, wenn es darum geht, Informationen aus Kadett:innen herauszubekommen. Es ist vermutlich wirklich gut, dass du nie Mutter geworden bist. Nur die Staffelführerin von ein paar Verrückten, die sehr gut auf sich selbst aufpassen können.

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based on "the empyrean"-series by Rebecca Yarros