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the empyrean
Aber ich versteh's nicht. Versteh nicht, wie ich so sehr aus seinem Kopf, wahrscheinlich dann auch aus seinem Herzen, verschwinden konnte, dass es die Erwähnung meines Namens braucht, um an mich zu denken, während er mietfrei in meinem Kopf wohnt.
Josephine Mintz

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Charaktere von Aurenya


Infanterie
41 Jahre alt
Levi Fenleigh ist kein Mann, der Aufmerksamkeit sucht. Seine Präsenz ist spürbar, lange bevor er den Mund aufmacht. Er bewegt sich mit einer Ruhe, die nicht entspannt wirkt, sondern kontrolliert. Jeder Schritt, jede Bewegung scheint auf das Wesentliche reduziert. Nichts an ihm ist hektisch, nichts verschwendet Energie. Auf den ersten Blick wirkt Levi kühl, verschlossen und schwer greifbar. Er beobachtet mehr, als er spricht, nimmt seine Umgebung ständig wahr und bewertet Menschen innerhalb weniger Augenblicke. Seine tiefe Stimme bleibt ruhig, selbst in Situationen, die andere aus der Fassung bringen würden. Er diskutiert nicht gerne, erklärt sich nur selten und hält wenig von Menschen, die jede Emotion sofort nach außen tragen müssen. Stattdessen vertraut er auf Beobachtung, Erfahrung und Instinkt. Er ist hochgewachsen, durchtrainiert, mit einem (mal mehr oder weniger) gepflegten Bart und Augen von einem so klaren Stahlblau, dass er sich ihrer Wirkung auf andere längst bewusst ist und sie, wenn es ihm nützt, bewusst einsetzt. Er bewegt sich, als wolle er keinen Lärm machen – ruhig, zielgerichtet, ohne überflüssige Gesten. Jede Bewegung ist auf das Nötigste reduziert, jede Geste sitzt, als hätte er sie tausendmal durchdacht, obwohl sie instinktiv kommt. In seiner Ruhe liegt nichts Sanftes. Eher etwas Abwartendes. Berechnendes. Gelegentlich ein trockenes, kaum merkliches Grinsen. Ein Hauch Humor, der sich nicht aufdrängt, sondern einfach da ist, wenn man genau hinschaut. Sein Leben wurde früh durch die Erwartungen seines Vaters geprägt. Aufgewachsen in einer Familie mit militärischer Tradition, lernte er schon als Kind, dass Leistung wichtiger war als Gefühle. Schwäche war etwas, das man überwand. Sein Vater wollte ihn eines Tages in einer Führungsposition sehen und Levis Wahl, in der Reihe der Infanterie zu stehen statt sie zu kommandieren, hat er ihm nie verziehen. Sein Sohn sollte Befehle erteilen und nicht im Dreck kriechen. Der Satz sitzt noch. Irgendwo. Nicht als Wunde, eher als Narbe, die man vergessen hat zu spüren, bis man zufällig draufdrückt. Hinter seiner kontrollierten Fassade verbirgt sich jedoch eine Geschichte, die ihn geprägt hat wie nichts anderes. Der Verlust seiner Frau Claire und seines Sohnes Noah hat etwas in ihm dauerhaft verändert. Während Levi im Einsatz war, wurden beide bei einem Raubüberfall getötet. Seit jener Nacht existiert ein Teil von ihm nur noch als Erinnerung. Der einst bodenständige, teamorientierte Soldat wurde zu einem Mann, der Abstand hält, Nähe vermeidet und sich lieber in Missionen verliert, als sich mit den Dingen auseinanderzusetzen, die er verloren hat. Levi hat nie aufgehört zu funktionieren. Aber er hat aufgehört, an eine Zukunft zu glauben. Beziehungen betrachtet er mit Misstrauen, nicht weil er unfähig wäre zu lieben, sondern weil er den Preis kennt. Menschen kommen ihm selten wirklich nahe. Selbst diejenigen, die glauben ihn zu kennen, stoßen früher oder später auf Mauern, die er bewusst errichtet hat. Nicht aus Bosheit, sondern aus Selbstschutz für sich. Dennoch ist Levi kein kalter oder grausamer Mensch. Er besitzt einen klaren moralischen Kompass, auch wenn er selten darüber spricht. Loyalität bedeutet ihm mehr als große Worte. Wer sich sein Vertrauen verdient, findet in ihm einen Verbündeten, der nicht weicht, wenn es schwierig wird. Doch Vertrauen ist für Levi keine Selbstverständlichkeit, sondern etwas, das man sich hart erarbeiten muss.

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based on "the empyrean"-series by Rebecca Yarros