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the empyrean
Und während ich möglicherweise nicht überleben werde, wenn ich hier bleibe, weiß ich nicht, ob ich mit mir selbst leben kann, wenn ich weggehe.
— Rebecca Yarros, Flammengeküsst

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Reiter
23 Jahre alt
Maxence ist ein Angehöriger der angesehenen Familie Soleil, die für ihren militärischen Erfolg, ihre Loyalität und ihren Einfluss bekannt ist. Als jüngerer Bruder von Nevian Soleil, einem hochrangigen Reiter und gefürchteten Deserteurenjäger, steht Maxence in einer traditionsreichen Familie, die für das Militär lebt und atmet. Die Frage nach der Karriereleiter stellt sich bei einem Soleil nicht – die militärische Laufbahn ist vorbestimmt. In der Krippe begann für ihn die Ausbildung, und das Pflichtbewusstsein wurde ihm von Kindesbeinen an eingebläut. Über die Jahre ist die körperliche Anstrengung für Maxence zur Routine geworden, und ein klares Bewusstsein für seine eigenen Stärken und Schwächen hat sich dabei entwickelt.Die Soleil-Familie trägt ein Wappen mit einer goldenen Sonne, dass die Werte von Kampfgeschick, Tradition und Regimetreue symbolisiert. Mit diesem Wappen und dem mächtigen Ruf seiner Familie im Rücken ist Maxence stark von Arroganz geprägt. Maxence ist sich seines Ranges und des Ansehens seiner Familie bewusst, was ihn in seiner Selbstwahrnehmung als überlegen erscheinen lässt. Diese Arroganz wirkt auf andere oft abschreckend oder als überheblich – und gelegentlich nutzt Maxence diese Wirkung bewusst, um seine Position zu festigen.Maxence ist ehrgeizig und in der Lage, Informationen schnell zu erfassen und strategisch zu handeln. Seine Auffassungsgabe und Empathie ermöglichen es ihm, Situationen und die Emotionen anderer zu verstehen, doch er zeigt oft wenig Geduld für die, die er als schwächer oder weniger talentiert ansieht. Sein Mut zeigt sich in seiner Bereitschaft, Risiken einzugehen und für seine Überzeugungen einzustehen, besonders wenn es darum geht, seine Familie und Freunde zu schützen. Trotz seiner Arroganz empfindet er den hohen Druck, den Erwartungen seiner Familie gerecht zu werden, was für auch eine Belastung ist. Zudem fehlt ihm manchmal das Selbstbewusstsein, das ihn in schwierigen Situationen oder im Vergleich zu seinem Bruder Nevian zu eigenen Zweifeln führen kann. Diese Unsicherheiten überspielt er oft mit seiner Arroganz, wodurch er selbst in Momenten der Schwäche distanziert oder unnahbar wirkt.
Gespielt von Sarah
Dabei seit: 27.10.2024, 16:09
Zuletzt gesehen: Vor 7 Minuten

Reiter
20 Jahre alt
Immer wenn das Dienstmädchen dir Geschichten vorgelesen hat, hat dich nur eins interessiert: Wer ist der Held oder die Heldin? Schon früh hast du angefangen davon zu träumen, einmal einer von ihnen zu werden. Dass Lobgesänge über dich geschrieben werden oder vielleicht ein Gedicht. Du bist zwar kein Fan von Gedichten, aber wer kann schon von sich behaupten, dass mal eins über die eigenen Heldentaten geschrieben werden? Und was ist heldenhafter, als auf einem Drachen zu reiten? Für dich war schnell klar, was dein größtes Ziel im Leben war: Ein Drachenreiter zu werden. Dabei ist dir natürlich nicht bewusst, dass du ziemlich behütet aufgewachsen bist. Als Sohn des Herzogs von Deaconshire weißt du nicht, was Hunger ist. Kennst Gewalt nur aus der Ferne und von den Trainingseinheiten, die dein Vater dir organisiert hat und bei denen du öfter als dir bewusst ist gewonnen hast, weil man dein Selbstwertgefühl nicht vermindern wollte. Du hast 6 Geschwister und alleine das sagt schon etwas über den Wohlstand deiner Familie aus. Trotzdem hat dein Vater zugelassen, dass du dieses Jahr, nach deinem 20. Geburtstag, den Weg zum Drachenreiter beschreiten kannst. Jetzt ist nur die Frage, wie schnell du aus deiner heilen Traumwelt aufwachen wirst, in der man dich viel zu lange gelassen hat. Du denkst, du wärst auf das vorbereitet, was auf dich zukommen wird, denn bisher ist dir alles in deinem Leben in den Schoß gefallen. Zuhause musst du nur Lächeln und du bekommst alles was du brauchst. Du bist dir deiner Privilegien nicht bewusst und es ist eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis du einmal so richtig auf die Schnauze fliegst. Dabei meinst du es nicht einmal böse, du bist einfach etwas naiv und überschätzt dich selber. Möchtest andere beeindrucken und weißt dabei nicht, dass du dich noch nie wirklich anstrengen musstest, um genau die Reaktionen zu bekommen, die du dir gewünscht hast. Doch das wird jetzt enden, denn du weißt es noch nicht, aber deinen Traum zu erfüllen wird dazu führen, dass du die Realität mit all ihrer Härte kennenlernen wirst.
Gespielt von Ely
Dabei seit: 22.10.2024, 14:19
Zuletzt gesehen: 01.04.2025, 15:36

Alchemist
22 Jahre alt
Du hast das Lächeln deiner Mutter geerbt und dein Lächeln ist es, das du niemals verlieren wirst. Egal wie viel Scheiße dir das Leben vor die Füße wirft, du versuchst es mit Humor zu nehmen. Versucht das Leben als Spiel zu sehen, denn wenn das alles kein Spiel wäre, könnte es passieren, dass dein Lächeln verschwindet und du dich der Realität stellen musst. Und wer will schon in der Realität leben? In der Realität ist alles dunkel und düster und selbst als deine Mutter noch da war, musstet ihr euch durch den Dreck wühlen. Musstet von denen stehlen, die mehr hatten als ihr, denn die Alternative wäre... nicht schön gewesen. Also habt ihr aus all dem Chaos ein Spiel gemacht. Du liebst das Chaos. Wie könntest du auch nicht – Chaos ist alles, was du kennst. Du hattest in deinem Leben die Wahl: unterzugehen oder im Chaos aufzugehen. Du hast dich für ein kleines bisschen von beidem entschieden, je nachdem, wonach dir gerade war. Denn du liebst es zwar, anderer Leute Aufmerksamkeit zu haben und sie zum Lachen (oder zur Weißglut) zu bringen, aber genauso sehr magst du es, in der Masse unterzugehen und Dinge zu machen, die von anderen lieber nicht gesehen werden sollten. Nachdem deine Mutter schließlich in jungen Jahren gestorben ist, hattest du keine andere Wahl, als dich irgendwie alleine durchzuschlagen. Du hast getan, was getan werden musste (wie regelmäßig das ein oder andere Laib Brot vom Bäcker die Straße runter mitgehen zu lassen) und auch, was nicht getan werden musste (wie das mal, als du den linken Schuh des Barbiers geklaut hast, der dir viel zu groß war, einfach nur um sein genervtes Gesicht zu sehen). Dir wird viel zu schnell langweilig, du brauchst immer etwas neues, das diese kleine Flamme in dir entfacht. Und wenn sie wieder weg ist, suchst du weiter. Man ist sich nicht sicher, ob du schon jemals etwas in deinem Leben ernst genommen hast. Aber was bringt es auch, sich unnötig Sorgen zu machen? Bis der Zeitpunkt gekommen ist, an dem dich jemand erwischt, hast du schon so viel Spaß, dass sich der Ärger lohnt. Jahrelang warst du auf dich alleine gestellt, bis du deine zweite Familie gefunden hast. Einer nach dem anderen sind sie in dein Leben gestolpert und sie zum Lachen zu bringen war das, was zu deinem wichtigsten Tagesziel wurde. Gemeinsam habt ihr vieles durchgestanden und alleine wärst du vielleicht niemals auf der Farm gelandet, aber du würdest dich immer wieder für sie entscheiden statt für die Einsamkeit. Alle schrecklichen Erinnerungen blendest du aus, um dich an das Gefühl zu erinnern, das sie in dir geweckt haben. Du dachtest nicht, dass du sie jemals wieder verlieren würdest und eines Tages standst du da und sie waren weg und dein Lächeln hat gebröckelt. Vermutlich war es das, was in deinem Gehirn was kaputt gemacht hat. (Du kennst dich nicht genug damit aus, wie es funktioniert, um das dramatischer zu beschreiben.) Warum sonst hättest du dich für eine der gefährlichsten Laufbahnen entschieden, die dir zur Auswahl stand? Hast nicht mit der Wimper gezuckt, als es hieß: "Na, wer hat Lust mit hoher Wahrscheinlichkeit in die Luft gesprengt zu werden?". Zugegeben, der Nervenkitzel hat auch die kleine Flamme in dir wieder entfacht. Zumal du es liebst den hochnäsigen Kadet:innen so richtig auf den Sack zu gehen. Du bist weder dumm, noch faul, du gibst nur beides gerne vor, um es zu deinem Vorteil zu nutzen. Du magst es, wenn du unterschätzt wirst. Das macht viel mehr Spaß, als von anderen als Konkurrenz angesehen zu werden. Und Spaß ist doch das, was im Leben am wichtigsten ist. Also lächeln und winken.
Gespielt von Ely
Dabei seit: 18.10.2024, 10:00
Zuletzt gesehen: 01.04.2025, 15:53

Reiterin
20 Jahre alt
"Amras kleine Schwester? Er hat nie erwähnt, dass er eine hat" Sätze wie diese sind es, die Vetresca seit ihrer Ankunft in Basgiath des Öfteren zu hören bekommt. Sätze die der jungen Kadettin einmal mehr vor Augen führen, wie wichtig es ist, endlich aufzustehen und für sich selbst zu kämpfen. Denn genau das ist es, was Vetresca mit ihrem Gang über das Viadukt bezweckt hat. Geboren in eine Familie, die im Inneren nicht ganz so strahlend ist wie sie es gern gehabt hätte, musste Vetresca schon in jungen Jahren mehr Rückschritte als Fortschritte machen. Zumindest wenn es um ihre eigene Entfaltung ging. Vernunft vor Mut, Rationalität vor Wunschvorstellungen waren an der Tagesordnung. Das Gefühl zu ersticken lastete trotz individueller Förderung ihrer gezeigten Begabungen schwer auf ihr und das Ventil um zumindest kurzweilig wieder zu Atem zu kommen, überließ sie viel zu schnell sich selbst und den gemeinsamen Eltern: Amras. Das ihr älterer Bruder und sie lediglich eine gemeinsame Mutter haben, spielt für Vetresca keinerlei Rolle, ist sie doch überzeugt davon, dass Familie so viel mehr bedeutet als gemeinsames Blut. Die aus dieser Situation resultierende und übermäßige Zuwendung ihrer Eltern sah Vetresca nie als Profit, sondern als eine Gefangenschaft. Auch der Umstand, dass ihre bloße Existenz für den Erhalt der familiären Bande verantwortlich sein soll, belastet die junge Kadettin überdiemaßen und erschwerte ihr im Alltag die Ansicht des Umganges ihrer Eltern miteinander zunehmend. Anders als ihr Vater, seines Zeichen Stallmeister, steht Vetresca voll und ganz hinter Amras, der im häuslichen Umfeld zwar nie mit den gleichen Möglichkeiten gesegnet war aber mit seinem Weggang von zu Hause das erreicht hat, wonach die Kadettin sich insgeheim sehnt: Freiheit. Der Entschluss ihres Vaters darüber, sie zu einer Schriftgelehrten ausbilden zu lassen war es schließlich, der das Fass zum Überlaufen brachte und Vetresca schließlich an den Rand des Viaduktes brachte. Mutig zu sein erfordert eine Stärke, von der Vetresca noch nicht weiß, ob sie sie besitzt. Immerhin kennt die Kadettin lediglich das Gefühl behütet- und auch klein geredet zu werden. Das ihre Entscheidung ihr den Tod bringen könnte, nimmt Vetresca liebend gern in Kauf dafür, dass sie so vielleicht zumindest zeitweilig die süßen Vorzüge ihres eigenen Willens genießen darf.Bis jetzt hat die junge Reiterin aus Aretia auch keinerlei Anlass gefunden, um ihre Entscheidung zu bereuen. Zwar kam sie das eine oder andere Mal bereits an eine körperliche Schmerzgrenze, was der bis dato fehlenden physischen Kraft und ihrem doch recht zierlichen Körper geschuldet ist, verbucht diese Erfahrungen aber dennoch als wertvoll. Was Vetresca an Kraft fehlt, gleicht sie dafür mit ihren enormen geistigen Fähigkeiten aus. Für ihr Alter nämlich scheint die Kadettin überdurchschnittlich intelligent zu sein und verfügt über ein Gedankenkonstrukt aus Rastern, Mustern und strategischer Kriegsführung, die seinesgleichen sucht. Entsprechend viele Entfaltungsmöglichkeiten stehen der Aretianerin in Basgiath zur Verfügung, von denen sie gewillt ist möglichst alle auszuprobieren. In welcher Funktion sie das College nach dem dritten Jahr abschließen möchte, hat Vetresca sich hingegen noch nicht überlegt und lässt viel mehr auf sich zukommen, was das Leben hier für sie bereithält.
Gespielt von Lotte
Dabei seit: 16.10.2024, 14:24
Zuletzt gesehen: 01.04.2025, 06:39

Reiter
36 Jahre alt
»Ein Soleil?« - Es ist eine Frage, die Nevian in dieser oder mindestens ähnlicher Form bestimmt schon hunderte Mal gehört hat. Meist entsteht sie mit Blick auf jenes Familienwappen, welches der Reiter an einer Kette um den Hals trägt: eine goldene Sonne mit geschwungenen Strahlen, die symbolisch auch die Wände des familiären Anwesens auf weißem Grund schmückt. Eine Antwort wird dabei selten erwartet. Und wenn, dann nur in positiver Form, stellt die Frage selbst doch in meisten Fällen bereits ein Kompliment dar. Die Soleils sind bekannt, sie sind beliebt und ihr Name reicht zumindest in militärischen Kreisen bereits als eigenständiges Statement aus. Man weiß, mit was man es zu tun hat, wenn man einen Soleil vor sich hat. Regimetreue, Kampfgeschick, Tradition und Reichtum folgen den Angehörigen des Hauses der Sonne als guter Ruf und positionieren sie in unterschiedlichen Institutionen des Militärs oft in hohen Rängen. Die Soleils sind gut vernetzt, sie sind erfolgreich und wer es nicht zum Reiter schafft, der bekommt nach seinem Ableben wenigstens einen ehrenvollen Platz im feierlichen Gedenkbuch der heimischen Kapelle geschenkt - so viel Treue ist man sich doch eine Selbstverständlichkeit. Nevian immerhin war ohne Zweifel erfolgreich. Und auch wenn er sicher nicht das absolute Ausnahmetalent ist, welches sich seine Familie von ihren Mitgliedern grundsätzlich wünscht, so ist er doch perfekt genug, um als eines von vielen Soleil-Vorzeigekindern zu dienen. Seht, das ist es, was wir dem Reich bieten können, so lautet die recht offen kommunizierte Botschaft. Eine Nachricht, die sich der Reiter mit einem gewissen Stolz auf die Brust schreibt und als festen Bestandteil seiner Identität betrachtet. Dass die Loyalität gegenüber Navarre ihm praktisch wie auf den Leib geschnitten ist, erklärt zudem auch seine aktuelle Tätigkeit. Als zusätzliche Verantwortung zu alltäglichen Reiter-Verpflichtungen, geht Nevian außerdem der Aufgabe eines Deserteurenjägers nach und bringt Abtrünnige zur Strecke. Eine Mission, die er mit einer gewissen Leidenschaft verfolgt und dabei zwischen Freund und Feind kaum unterscheidet. Denn wo der Reiter auf den ersten Blick wie ein hilfsbereiter, sympathischer Goldjunge wirken mag, tun sich Abgründe auf, sobald Verrat vermutet wird. Nevian ist gnadenlos in seiner politischen Überzeugung, erbarmungslos in der Durchsetzung von Befehlen. Und während andere bei emotionaler Verbundenheit ins Stolpern geraten, werden persönliche Befangenheiten seinerseits mit der gleichen Resolution bei Seite gewischt, die ihn auch die Hellebarde in Richtung Kehle schwingen lässt. Tod ist eine einfache Lösung und im Falle von Widerstand oftmals der ideale Weg zum Frieden.
Gespielt von Motte
Dabei seit: 16.10.2024, 11:56
Zuletzt gesehen: Vor 5 Stunden

Reiter
22 Jahre alt
Man kann nicht behaupten, du wärst kein guter Kämpfer. Immerhin lebst du noch. Du bist vielleicht manchmal etwas übermütig oder vorschnell – aber du meinst es immer gut. Versuchst die zu schützen, die dir etwas bedeuten. Macht dich das zu einem guten Kämpfer? Vielleicht. Aber das ist schließlich nicht alles was dich ausmacht. Du bist einer von 2. Ein Zwilling. Jemand für den ein anderer jederzeit kämpfen würde. Du hast immer jemanden, der dich zu 1000% kennt und weiß wie du tickst. Du hast hohe Moralvorstellungen und fragst dich manchmal ob man den Feind nicht zu sehr in die Hölle schiebt – sind sie wirklich so böse wie es immer behauptet wird? Natürlich würdest du diese Frage niemals laut stellen, zu sehr fürchtest du die Konsequenzen. Du bist trotzdem jemand, der sich gelegentlich in unsichere Situationen stürzt ohne vorher nachzudenken. Du strebst nach Recht und Ordnung, immer anderer Befindlichkeiten vor deine eigenen stellend. Du bist mutig und stolz und fragst dich doch oft genug, wie ein Drache sich dich binden konnte. Dass man dich nicht geröstet hat. Aber offensichtlich hat Nyle da noch Potential in dir gesehen. Das freut dich – du verstehst dich gut mit deinem Drachen. Ihr seid sehr eng miteinander. Fast so eng wie mit deinem Zwilling. Für beide würdest du alles tun. Du bist außerdem begeisterungsfähig. Etwas, das dir und anderen schon oft Kummer gemacht hat, weil es dir oft Schwierigkeiten eingebracht hat. Aber so bist du eben. Mit deinem Grinsen bringst du sicher das ein oder andere Herz zum klopfen – aber dafür hast du keinen Kopf. Denn das würde ja bedeuten, jemanden so nah an dich heranzulassen, wie deinen Zwilling. Und du willst sicher nicht, dass sich irgendwer zwischen euch drängt. Auch wenn du sehr an Mikleo hängst, bist du trotzdem noch ein eigenständiger Mensch – auch wenn du das vielleicht nicht immer siehst. Vielleicht musst du erst noch lernen, aus seinem Schatten zu treten und zu zeigen, was du ohne ihn kannst. Oder mit ihm zusammen, wenn du dich trauen würdest, deine eigenen Fähigkeiten besser zu beleuchten.
Gespielt von Cay
Dabei seit: 15.10.2024, 17:29
Zuletzt gesehen: Vor 5 Stunden

Flieger
35 Jahre alt
Hinter jeder Aktion, hinter jeder Reaktion, steckt eine Wahrheit, die niemand sogleich zu erkennen vermag.

Soll ich euch eine nette gute Nacht Geschichte erzählen? Von einem Herzog, der in der Armee gedient hat, wie jeder Herzog seiner Familie vor ihm, bevor er, nach dem Tod seines Vaters, zum Herzog ernannt wurde? Wie dieser Herzog sich in ein Stadtmädchen verliebte und sie heiratete und überglücklich war, als sie schwanger wurde?
Das wäre eine tolle gute Nacht Geschichte, oder? Leider gab es einen kleinen Haken daran, das Stadtmädchen war eine kleine Betrügerin, die nur an das Geld des Herzogs wollte. Das Kind, ein Sohn, kam zur Welt und der Herzog freute sich, das Stadtmädchen weniger, war das doch alles nicht geplant gewesen. Als der Herzog von den Betrügereien seiner Frau erfuhr, stellte er sie vor die Wahl eines ehrlichen Lebens, oder die Beendigung der Ehe. Sie entschied sich für letzteres, während er ihr Anbot, für den gemeinsamen Sohn, bei ihm wohnen zu bleiben.

Wie ich schon sagte, es ist eine tolle gute Nacht Geschichte, doch meine Mutter beschloss stattdessen die Chance zu nutzen, als er auf Reisen an den Königshof war, und verschwand mit mir in der schwarzen Nacht. Die ersten fünf Jahre meines Lebens waren sehr unstetig. Wir reisten von einem Ort zum anderen, immer wenn sie drohte aufzufliegen. Ich verstand es damals nicht, aber ich weiß, dass sie mich geliebt hat. Sie hat sich immer gut um mich gekümmert und auch wenn es vielleicht manchmal etwas rau zuging, mir hat es an nichts gefehlt.
Als sie verhaftet wurde, war ich gerade fünf Jahre alt geworden und begegnete plötzlich meinem Vater, jemanden, der bisher nie ein Thema gewesen war, jemand völlig Fremden, der mich mitnahm. Zurück zu dem Ort, wo ich geboren worden war, zurück zu zwei kleineren Geschwistern, Zwillingen, und einer Frau, die alles andere als begeistert war, das ich zurück gekehrt war, wo ihr Sohn doch der Erbe sein sollte.

Wie auch immer man es drehen und wenden wollte, ich war der Erstgeborene und mein Vater, der sich um uns alle drei gleichermaßen kümmerte, nebenbei bemerkt, war einfach glücklich das ich wieder da war. Er stellte einen Privatlehrer an, für mich und später auch für meine Geschwister, der uns in den üblichen Grundfächern unterrichtete und auch gleich noch den einen oder anderen Dialekt Poromiels eintrichterte, damit wir uns auch dort verständigen konnten. Wir lernten uns zu verteidigen, zu balancieren. Wir spielten verstecken und fangen auf Dächern, was zumindest bei zwei Kindern meiner Stiefmutter fast einen Herzinfarkt bescherte. Ja, sie versuchte einen Keil zwischen meine Geschwister und mir zu treiben, geschafft hat sie es nicht, eher im Gegenteil. Sie sorgte dafür, dass auch ihre Kinder sich etwas von ihr entfernten, einfach weil sie ihre Ruhe haben wollten.
Nach der Schulzeit landete ich übrigens in der Gilde der Diplomaten. Fragt mich nicht was ich da verloren habe, ich habe Diplomatie auch danach nicht verstanden, aber mein Vater wollte, dass ich es lerne um mich auf meine Zukunft vorzubereiten. Ich hab ja nun wirklich keine kurze Lunte, was meine Geduld angeht, aber dieses herum tanzen umeinander, hab ich noch weniger verstanden. Versteht mich nicht falsch, ich habe nichts gegen Kompromisse und unser Vater hat uns hin und wieder mit an den Königshof genommen, wo wir uns das ganze auch ansehen konnten, ich verstehe warum das sein muss, aber dieser vorsichtige Umgang, der war einfach nichts für mich.

Ich war wirklich erleichtert, als der Tag der Einberufung kam und ich etwas flüchten konnte. Mehr oder weniger zumindest, denn auch wenn es mir offen gelassen wurde ob ich der Meinung war irgendwo runter springen zu müssen oder nicht, hätte meinen Ausbildern eigentlich klar sein müssen, das ich es tue. Tja, so trat Blade in mein Leben. Manchmal stur wie ein Maulesel und doch der Kerl, der ständig an meiner Seite ist. Dank ihm hab ich nicht nur die Ausbildung überstanden und durfte mich zwischendurch auch Staffelführer nennen, nicht dass ich das auch im Militär je tun möchte. Ich meine dafür bin ich vielleicht doch zu rastlos. Dank der Tatsache dass ich ein Wahrsager bin, was nebenbei bemerkt auch mal echt nervig sein kann, wurde ich schon während meiner Ausbildung in diversen Verhörmethoden geschult. Es ging nur darum die Wahrheit heraus zu finden, mit allen Mitteln. War ich skrupellos? Ich kann nicht mal sagen ob ich es schon vorher war, aber durch die Ausbildung wurde ich es, erst recht als ich meine Zeit abgeleistet hatte und die Spezialisierung weiter ging. Sie brauchten jemanden dem sie vertrauten und der Ruf meiner Familie stand für sich. Ich fing an mich in meinen Aufgaben einzufinden, los geschickt zu werden, wenn sie einen Spezialisten im Thema Verhöre brauchten, manchmal sogar, wenn sie jemanden beseitigen mussten. Wusstet ihr das die Alchemisten wirklich tolle Gifte haben? Mir steht nicht der Sinn nach Rache, das tat er nie, aber ich habe gelernt zu tun, was getan werden muss, um unser Königreich sicher zu gestalten. Sicher vor den Reitern Navarres, sicher vor den Dingern die vor unseren Türen lauern. Ja, ich werde auch in Navarre wegen Mordes gesucht und ich bin sicher auch in einigen unserer anderen Städte. Es gibt Dinge, die nicht ausbleiben, aber soll ich euch mal etwas sagen? Mit einem Greifen an eurer Seite, gibt es nichts, wovor ihr Angst haben müsst.
Gespielt von Kay
Dabei seit: 14.10.2024, 16:02
Zuletzt gesehen: 12.03.2025, 20:13

Reiter
24 Jahre alt
„Wer war das?!“ Amras natürlich. Niemand wundert sich. Amras ist immer eine gute Vermutung für einen Schuldigen. Aber weil er es nie bösartig meint und mit diesem charmanten Lächeln weg lächelt, kommt er immer irgendwie davon. Auch das amüsiert. Und manchmal ist es eben auch keine Schuld, sondern ein bisschen Ruhm. Für ihn selbst ist die Einordnung nicht so wichtig; wichtig ist, dass es Spaß gemacht hat, dass es eine gute Geschichte und Erinnerung wurde. Der junge Reiter geht das Leben und seine Ausbildung beherzt an und nicht immer ganz ernst. Genau deshalb hat er auch in seinem ersten Jahr keinen Drachen gebunden. Er hat irgendwie gedacht, Drachen sind wie Pferde und das war keine gute Idee - da kann er von Glück reden, dass er nicht abgefackelt wurde. Kein Wunder, dass er häufig unterschätzt wird, doch uneitel, wie er ist, sieht er darüber großzügig hinweg. In seinem unerschütterlichen Selbstbewusstsein weiß er, dass die Einsicht der anderen noch kommen wird.

Geboren und aufgewachsen als Sohn eines Stallmeisters, war es früher überhaupt kein Gedanke, jemals Drachenreiter zu werden. Sein Weg in diesen Fußstapfen war vorgezeichnet. Trotz der üblichen Jugendträume hat er nie wirklich gelernt, eigene Visionen und den Ehrgeiz dafür zu entwickeln. Dafür war in seiner Welt kein Platz und er hat sich arrangiert, war nicht unzufrieden. Dann stellte sich heraus, dass der Vater gar nicht der Vater war, die Zerstörung in Tyrrendor brachte seiner Familie finanzielle Probleme und da es ohnehin nicht mehr allzu lange bis zur Wehrpflicht dauern würde, beschloss Amras auf sein Glück zu vertrauen und das bekannte Heim zu verlassen. Bis selbst dann… Infanterie und am Ende doch wieder Pferde. Dass er bei den Drachen gelandet ist, war eine spontane Schnapsidee, die sich, wie viele andere vorher, mal wieder als gut herausgestellt hat.
Wie es jedoch nach dem College weitergehen soll: Da hat er keine Ahnung. Egal. Das nächste unbekümmerte Grinsen. Das macht nichts. Das Leben wird sich finden und er hat noch ein Jahr Zeit. Wenn er nichts macht, wird das Militär ihn schon irgendwo stationieren. Gibt’s überhaupt eine Alternative dazu? Da hat er sich noch nicht drüber informiert.

Im Hier und Jetzt zu leben und sich wenig um die Vergangenheit und Zukunft zu scheren, hat eindeutig seine Vorteile. Es ist viel einfacher, alles zu genießen. Sei es ein Faustkampf, sei es eine Nacht mit einer schönen Frau (so schön braucht sie gar nicht sein) oder ein Bier mit seinen Kumpels. Amras’ Netzwerk ist beeindruckend. Er ist jemand, der absolut überall jemanden kennt und auch überall schnell ins Gespräch kommt. Brauchst du etwas, suchst du etwas, fehlt es an der richtigen Adresse oder Verbindung? Dann ist er dein Mann und will auch nichts dafür haben.
Doch es wäre falsch, den jungen Reiter nun auf oberflächliche Eigenschaften des Genusses und Leichtsinns zu reduzieren, denn in ihm schlummert ein Herz aus Gold. Er ist sehr feinfühlig gegenüber seinen Mitmenschen und bekommt eine ganze Menge Zwischentöne mit. Dabei hat er eindeutig einen erhellenden, pflegenden und stabilisierenden Einfluss auf seine Staffel. Amras macht sich Gedanken um andere, kümmert sich und kann zwar nachvollziehen, dass etwas Ansporn in einer Militärakademie sinnvoll ist, tut sich aber schwer mit all dem Hass, der Konkurrenz und den ständigen Todesfällen; insbesondere natürlich, wenn er die Gefallenen kannte und mochte.
Trotz all dieser Offenherzigkeit und Offensive macht er seine eigenen Gefühle häufig allein mit sich aus, wenns denn doch recht persönliche sind. Hinter dem unwiderstehlichen zur-Hölle-damit-Lächeln verbirgt sich, wie ernst und schwer er manches doch nimmt. Wenn er großspurig verkündet, das Leben zu nehmen, wie es kommt, versteckt er damit, wie planlos und verloren er eigentlich ist. Stallknecht kann er jetzt nicht mehr werden; stattdessen Drachenreiter. Fertig. Aber was das bedeutet und was man da tun kann… Wie ein solches Leben über den reinen Dienst hinaus aussehen kann, kann er sich noch nicht vorstellen. Sicher wird Amras auch ein guter Soldat, der nicht alles hinterfragt und lange mit wenig zufrieden ist. Doch wenn einem plötzlich der Himmel gehört, öffnet sich der Horizont und es könnte mehr geben. Bislang ist es nur noch etwas neues und trügerisches, sich größere Wünsche zu erlauben.
Gespielt von Beere
Dabei seit: 13.10.2024, 17:40
Zuletzt gesehen: Gestern, 14:54

Heilerin
32 Jahre alt
Du bist eine Frau, die ihre Heimat liebt, von ganzem Herzen. Hast den Großteil deines Lebens in Chantara verbracht und wenn es nach dir ginge, könnte das auch den Rest deines Daseins so bleiben. Kennst jeden Winkel der Kleinstadt wie deine Westentasche. Hast noch heute einige deiner rührendsten Andenken unter losen Holzdielen gebunkert und an jedem zweiten Dachbalken oder Baum stößt man auf deine Initialen - die meisten vor langer Zeit in das morsche Holz geritzt, manche noch recht frisch. Gibst auch heute noch gelegentlich dem Drang nach, Wege zu finden dich zu verewigen, deine Spuren zu hinterlassen. Bist noch immer dieselbe Briar, die hier als Kind ihr Unwesen getrieben hat, zusammen mit ihrer rebellischen Zwillingsschwester und dem Rest der wilden Bande. Gemeinsam habt ihr den Kadett:innen des Basgiath nachgeeifert, mit dem klaren Ziel vor Augen, zu ebenso furchtlosen und ehrenhaften Held:innen heranzuwachsen. Euch einen Namen zu machen als tapferste Kämpfer:innen Navarres und euren Familien wie auch eurem Dorf Ruhm und Ehre zu bringen. An der Kriegsakademie seid ihr alle gezwungenermaßen gelandet, manche von euch haben sich auf der Militärleiter sogar recht hoch gearbeitet, aber du? Du hast das blonde Mädchen mit den bewundernden, großen Augen und den noch größeren Träumen enttäuscht. Aus dir ist nicht die außergewöhnliche Koryphäe der Heilkunst geworden, geschweige denn die Heldin, die ihr Leben kompromisslos dem Schutz der Bevölkerung verschreibt. Hast es versucht, ehrlich. Während deine Zwillingsschwester Laurel euren Traum als Drachenreiterin lebt, hast du es nicht länger als ein paar mickrige Jahre an der Front ausgehalten. Bist zerbrochen an dem Leidensdruck, den die harsche Realität des Krieges auf dich ausgeübt hat, und an dem ausgeprägten Weltschmerz, der sich Tag um Tag breiter gemacht hat in deiner zarten Seele. Bist zeitlebens die sensible der Forsythe-Geschwister, was dir in deinem Beruf als Heilkundige nicht selten in die Karten gespielt hat. Hattest schon immer so eine ungezwungene, empathische Art an dir, der man nur vertrauen kann. Jemandem wie dir legt man gerne sein Leben in die Hände oder, seit du nun nebenberuflich als Geburtshelferin arbeitest, auch das Leben seiner Kinder. Fühlst dich in diesem Feld endlich aufgehoben, hast das Gefühl, wirklich etwas Gutes bewirken zu können, etwas Wichtiges und Bleibendes. Leben auf die Welt zu bringen, statt es tagtäglich erlöschen zu sehen.
Gespielt von Kiri
Dabei seit: 12.10.2024, 22:28
Zuletzt gesehen: 01.04.2025, 22:08


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based on "the empyrean"-series by Rebecca Yarros