reisende:r
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the empyrean
Aber ich versteh's nicht. Versteh nicht, wie ich so sehr aus seinem Kopf, wahrscheinlich dann auch aus seinem Herzen, verschwinden konnte, dass es die Erwähnung meines Namens braucht, um an mich zu denken, während er mietfrei in meinem Kopf wohnt.
Josephine Mintz

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Reiter
23 Jahre alt
Daddy Faulkner ist Teil der Infanterie und obwohl dieser mit keinem besonders hohen Rang ausgezeichnet ist, hattest du bereits früh Berührungspunkte zu militärischen Werten wie Disziplin und Verantwortungsbewusstsein. Dein Vater lebte dir stets vor, wie man in jeder Situation, mochte sie noch so ausweglos erscheinen, die Beherrschung behielt. Nur selten ließ er hinter seine Fassade blicken. Genau im Gegensatz zu seiner Ehefrau, deiner Mutter, die seit jeher eine ausgeprägte Wärme ausstrahlt, obgleich sie seit vielen Jahren an einer chronischen Krankheit leidet. Den Großteil deiner Kindheit hatte deine Familie mit ihrem schwierigen gesundheitlichen Zustand zu kämpfen. Auch wenn ihr zum Glück nicht in völlig ärmlichen Verhältnissen lebt ging ein Hauptteil eurer finanziellen Mittel auf die kostspieligen Behandlungen drauf. Deiner Mutter übel nehmen könntest du diesen Umstand trotzdem nie, im Gegenteil: Ein besonders enges Band verknüpft euch euch drei, deine Mutter, deine Schwester Devine und dich. Auch wenn es dich Tag um Tag schmerzte, sie so leiden zu sehen, war es gleichwohl Ma, die dir immer wieder ein Lächeln auf den Mund zauberte. Die dir Warmherzigkeit, Geduld und Bodenständigkeit vorlebte, selbst in den düstersten Zeiten. Bereits im jungen Teenager-Alter hast du den Entschluss gefasst, dich später als Drachenreiter zu versuchen. Hauptsächliche Motivation hierfür war die finanzielle Sicherheit, mit der du deine Familie zu unterstützen wünschtest. Andererseits erschienen dir die Reiter so stark und furchtlos, so über den Dingen (wortwörtlich), ja, wie Superhelden, denen niemand das Handwerk legen konnte. Und so wolltest du auch sein! Wolltest dich nicht mehr so nutzlos fühlen wie du es dein ganzes Leben lang getan hat. Als wäre es nie genug, egal, was du tust. So fingst du also schon früh an zu trainieren und hast es tatsächlich geschafft die Eignungsprüfung zu bestehen. Deine Mutter war davon alles andere als begeistert und fürchtete sehr um ihren Sohn, jedoch hatte sie euch Kinder stets dabei unterstützt, euren eigenen Weg zu gehen und würde dich auch jetzt nicht darin behindern wollen. Dein Vater konnte deine riskante Entscheidung sogar nachvollziehen. Beide Eltern begleiteten ihren Sohn zum Einschreibungstag ans Basgiath, so wie Devine. Das sture, selbstbestimmte Vorbild, das sie war, bestand deine Mutter vehement darauf trotz ihrer gesundheitlichen Einschränkungen. Die ersten Tage warst du stark erschüttert von der Brutalität, mit der es an der Akademie zuging. Hattest unterschätzt, wie unbarmherzig hier mit den Menschenleben umgegangen wurde, hast jedoch schnell angefangen dich anzupassen. Hast die Seite in dir Überhand nehmen lassen, die dein Vater dir vorgelebt hatte. Reserviert, diszipliniert, stark, alles, um hier zu überleben. Im Umkehrschluss hast du deine kreative, warmherzige Seite weggesperrt, sie als Schwäche abgestempelt. Nicht angemessen für einen Ort wie diesen, bloß keine Angriffsfläche bieten. Du hältst dich stets an deine Übergeordneten, bemühst dich darum bloß nicht aus der Masse hervorzustechen, schwimmst lieber mit dem Strom als dagegen. Im Kampf hast du tatsächlich was drauf, bist recht flink und agil und wirst häufig unterschätzt, weil du sonst nicht auffällst und eher deinen Mitschüler:innen nach dem Mund redest. Obwohl das erste Jahr gar nicht so schlecht lief, bist du ungebunden geblieben. Dir war bewusst, wie schlecht es um dich stand, wie kurz davor du warst, dein Versagen eingestehen und deinen Traum aufgeben zu müssen. Es gab Tage an denen du dir wünschtest, dass sie dich endlich von deinem Leid erlösten, die Drachen. Dich auffraßen oder zu dem elendigen Häufchen Asche verkohlten, als das du dich sowieso schon fühltest. Aber irgendein Potenzial haben sie scheinbar doch in dir gesehen. Und tatsächlich, bei deinem zweiten Versuch am Dreschen erbarmte sich Vyra deiner und seither geht es auch mit deinem Selbstwert wieder bergauf.
Gespielt von Kiri
Dabei seit: 27.09.2024, 09:47
Zuletzt gesehen: 01.04.2025, 15:05

Schriftgelehrte
29 Jahre alt
Es wäre leicht gewesen, einfach den Weg zu gehen, den andere für dich ausgesucht haben. Es wäre leicht gewesen, deinen Eltern das Denken und deine Lebensplanung zu überlassen und einfach zu tun, was von dir erwartet wird. Was sie sich von dir oder für dich (oder beides) gewünscht haben. Aber leicht wäre in diesem Fall nicht auch der Weg des geringsten Widerstandes gewesen. Ganz im Gegenteil: der leichte Weg hätte den wahrscheinlich größten Widerstand bereits auf den ersten hundert Metern, direkt am ersten Tag, mit sich gebracht. Und auch, wenn die Menschen doch immer wieder sagen, dass man einfach auf sein Herz hören solle, war es alles andere als leicht, am Ende genau das das zu machen. Deine Eltern wollten ein besseres Leben für ihren Nachwuchs. Wollten, dass ihre Kinder mehr erreichen, als ein Leben in Back- oder Waschstuben, und ignorierten dabei all die Gefahren, die der Wunsch von Drachenreitern mit sich brachte. Du wusstest, wie enttäuscht sie sein würden, wenn du dich gegen ihre Pläne entscheiden würdest und hast dich trotzdem für den Quadrant der Schriftgelehrten am Basgiath War College eingeschrieben; und nicht, wie es der eigentliche Plan war, für den Reiterquadranten. Dabei hast du den Wunsch, noch ein paar weitere Tage, Monate oder Jahre auf diesem Planeten verbringen zu können, doch eigentlich nur vor den Wunsch gestellt, deine Eltern stolz zu machen. Was hätte es euch allen auch gebracht, wenn sie zwar stolz, aber eben auch schnell mit einem Kind weniger gewesen wären?

Es war vielleicht das erste Mal (oder eines der ersten Male), dass du dich so richtig für dich und deine Wünsche entschieden hast, deinen eigenen Kampf gekämpft hast, anstatt die Dinge zu tun, die von dir erwartet wurden – doch es sollte definitiv nicht das letzte Mal bleiben. Bei den Schriftgelehrten bist du zu der Person geworden, als die du dich schon früher viel lieber gesehen hast. Konntest lernen, dir mehr Wissen aneignen und später sogar anfangen, dieses Wissen an andere weiterzugeben. Trotz der zumeist ruhigen Gemüter in diesem Quadranten war es vor allem die Zeit in der Ausbildung, in der du angefangen hast, dich selbst zu finden. Herauszufinden, was du eigentlich für ein Mensch bist und zu erkennen, dass die Kämpferin, zu der du immer erzogen werden solltest, eben wirklich nicht in dir steckt. Du bist besser im Umgang mit Worten als mit Fäusten oder Waffen, kannst dir nicht einmal selbst vorstellen, jemand anderem Schaden zuzufügen und hoffst auch immer wieder insgeheim, dass man dich nicht eines Tages aus den sicheren Gemäuern der Archive in eine Situation katapultiert, in der genau das dann doch passieren könnte. Oder müsste.
Gespielt von Jea
Dabei seit: 22.09.2024, 14:58
Zuletzt gesehen: Gestern, 16:39

Reiter
47 Jahre alt
Das Leben ist nicht fair. Das weißt du. Besser als jeder andere, vermutlich. Schon von Anfang an, warst du auf dich allein gestellt. Im Waisenhaus nur einer von vielen bis du dich mit etwa 10 Jahren davongeschlichen hast um nicht mehr einer von vielen zu sein. Weil das nur Nachteile gehabt hatte. Das Leben auf der Straße stählte dich ungemein und setzte deinen Weg auf den der Reiter an Basgiath. Du warst gut genug vorbereitet um das Viadukt zu überleben. Ebenso das Dreschen und die Brutalität der anderen. Dich kriegten sie nicht klein. Du warst klein für dein Alter aber das hat dich nicht davon abgehalten, dich durchzubeißen. Immer und immer wieder wie ein bissiger Hund. Mirelle hat das alles etwas leichter gemacht. Ihr wart euch so nah. Und wieder war das Leben irgendwann ein Arschloch und nahm dir all die Leichtigkeit weg, die du dank ihr gefühlt hast. Nahm dir deine Zukunft als Vater. Nahm dir jegliche Gefühle für irgendwen. Nichts mehr fühlen, nur noch handeln – das war lange Zeit das einzige wozu du fähig warst. Danach hast du dich mit deinem Drachen und ohne ihn in jede erdenkliche Situation gestürzt. Gefahr? Immer her damit. Dir war es egal, ob du stirbst oder nicht. Es hat Jahre gedauert, bis du diese Rücksichtslosigkeit deinem Leben gegenüber zurückgefahren hast. Bis du wieder ruhiger wurdest. Nicht mehr so rastlos. Jetzt bist du vermutlich der unbeliebteste Lehrer an ganz Basgiath aber du könntest keinen größeren Fuck darauf geben. Du nämlich genießt es, deine Schüler bis an den Rand des Aufgebens, der Verzweiflung zu bringen. Bis sie dich um Gnade anflehen. Natürlich vergeblich – denn Gnade für andere hast du schon lange nicht mehr. Du liebst es, sie leiden zu sehen. Wie sie versuchen, über ihre Grenzen zu gehen. Du siehst sie zu gerne scheitern. Aber du bringst sie trotzdem durch das Training. Damit sie vorbereitet auf jeden verdammten Scheißdreck sind, den der Krieg und die Welt da draußen ihnen vor die Füße werfen. Vielleicht sieht nicht jeder dich mit Dankbarkeit an, durch die rauen Methoden, aber das erwartest du auch gar nicht.
Man könnte meinen, es würde nicht mehr viel fehlen bis du irgendwann mit Konfekt beim Viadukt stehst und ihnen beim fallen zusiehst. Aber nein, das ist selbst für dich zu makaber. Auch wenn es bestimmt so einige gibt, die es dir zutrauen würden. Aber so bist du wirklich nicht. Nicht mehr. Du versuchst, deinen Frieden zu machen. 28 Jahre sind doch genug Zeit, oder?
Gespielt von Cay
Dabei seit: 22.09.2024, 13:55
Zuletzt gesehen: 01.04.2025, 06:18

Reiterin
27 Jahre alt
Warum waren sie hier? Warum waren sie alle eigentlich verflixt noch mal am Leben?
Kann ja nun keiner behaupten, dass er gefragt wurde, bevor er in die Welt geschmissen wird, oder?

Zadra kommt als Tochter einer Hure in einem Bordell zur Welt. Sie weiß nicht wer ihr Vater ist und wenn sie ehrlich ist, interessiert sie es auch kaum. Man hat sie mit durch gefüttert, weil sie als Besitz der Besitzerin angesehen wurde. Ganz schön kompliziert, oder? Im Grunde wurde ihr von klein auf gesagt, was man von ihr erwartete und womit sie ihren Lebensunterhalt irgendwann verdienen wurde. Ihr wird heute noch schlecht, wenn sie daran denkt.
Dennoch, sie blieb am Leben und wurde nicht weiter verkauft, wie es den Jungs immer drohte, auch wenn man ihr, kaum das sie alt genug war, klar machte, dass sie vor den Füßen weg sein sollte. Das Leben draußen auf der Straße hat sie gelehrt, was sie wissen musste. Wie man jemanden Geld abnahm, wie man sich unsichtbar machte, oder wie man schnell genug vor den Wachen davon lief. Die Älteren passten auf die Jüngeren auf, so lief es immer und der Rest sah weg.
Was nützte es nachts ein Dach über den Kopf zu haben, wenn der Rest fehlte?
Heute würde die junge Reiterin alles tun, um ihre Familie zu beschützen, aber Familie bedeutet immer nicht Blutsverwandtschaft und ihrem Schwarm alleine gilt ihre Loyalität, was bedeutet, dass es beim Rest nicht weit her geholt ist. Sie besucht die Schule und wird zu einer begeisterten Leserin, wenn sie nicht versucht ihren Lebensunterhalt zusammen zu bekommen und auf der Straße klauen, oder betteln geht. Jeder Tag der gleiche Ablauf und sich dabei noch vor den Männern weg ducken, die zu viel getrunken haben. Irgendwann lernt sie, worauf man zu achten hat um nicht in Schwierigkeiten zu geraten und doch weiß sie immer, das auch ihr Zeitpunkt näher kommt.

Als es kurz nach ihrem Schulabschluss soweit ist, packt sie ihre Sachen und verzieht sich und beginnt das Spiel von vorne, kaum dass sie sich einer kleinen Gruppe angeschlossen hat. Sie ist noch nicht lange in der Stadt, als sie versucht einen Soldaten zu bestehlen. Nicht ihr erster Fehler und vermutlich auch nicht ihr letzter. Als er die 15jährige jedoch nicht ausliefert, sondern ihr einen verflucht langen Vortrag hält, der noch heute in ihren Ohren klingelt, lässt sie sich von ihm zum Heilerkonvent verschleppen, wo sie die nächsten fünf Jahre verbringt. Zadra lernt die Grundkenntnisse der Heilkunst, auch wenn sie schon bald feststellen muss, dass das nichts für sie ist und sie, trotz aller Faszination, nie dort zu Hause sein wird. Warum dem so ist, lässt sich vermutlich sogar recht einfach erklären: Sie hat dort gelernt, das man als Heiler jederzeit für andere da sein muss, egal für wen und warum. Da ihr moralischer Kompass jedoch, wie sie weiß, ziemlich im Eimer ist, hat sie gar kein Interesse daran irgendwann ihre Mutter, oder einen ihrer Bettgefährten und sonstwem zur Seite stehen zu müssen. Im Gegenteil: Sie will lieber diejenigen beschützen, die sich nicht selbst helfen können, weswegen dieser Gedanke auch ihren späteren Lebensweg festlegt.

Als die Zeit der Einberufung kommt, durchläuft sie alle Vorbereitungen für das Basgiath War College, bezwingt das Viadukt und wird schließlich in die Reihen der potentiellen Drachenreiter aufgenommen. Sie übersteht einige Mordversuche, tötet im Zuge des Trainings ebenfalls, bevor sie von einem Drachen erwählt wird. Ihrem Drachen, für den sie in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren die Zähne zusammen beißt, bevor es in die große, weite Welt geht.
Sie landet in Samara, im Osten und damit zum Glück weit weg von ihrer eigentlichen Heimat, wo sie Gefahr laufen würde doch mit ihrer Vergangenheit konfrontiert zu werden. Nach einigen anfänglichen Problemen lebt sie sich gut in das neue Geschwader ein, auch wenn es dort hin und wieder etwas rau zugeht und sie sich oftmals immer noch über ihre Vergangenheit ausschweigt. Sie vertraut ihrem Kommandanten blind, wie auch jedem anderen im Team, etwas was nicht viele Menschen von sich behaupten können und so sind sie und ihre Drachen es, dem ihre Loyalität gilt und nicht einem König, der weit weg von all dem ist und, laut ihr, keine Ahnung hat was eigentlich auf den Straßen seines Landes vor sich geht.
Gespielt von Kay
Dabei seit: 22.09.2024, 12:31
Zuletzt gesehen: 09.03.2025, 19:55

Diplomatin
25 Jahre alt
“Beklage dich nicht über die Dunkelheit. Zünde eine Kerze an.” Schon relativ früh hast du dieses Sprichtwort aufgeschnappt und mit der Zeit ist es zu einem Mantra für dich geworden. Als Tochter des Königs hat man nicht viele Freiheiten. Also Tochter des Königs, die an einer Immunschwäche leidet und so gut wie jede Krankheit aufschnappt, hat man gar keine Freiheiten. Schon als Kind hast du oft unter schweren Erkältungen und Gelenkentzündungen gelitten, hast mehr Zeit bei den Heilkundigen verbracht, als du zählen konntest. Nach deinem ersten schweren Krankheitsschub gab dir deine Mutter ein Erbstück, welches alles verändern sollte. Du fandest die Kraft in deinem Glauben, der Religion und es vergeht kaum kein Tag, an welchem du dich nicht in die königliche Kapelle begibst, um eine Kerze für diejenigen anzuzünden, die den Göttern nicht so wohlgesonnen sind wie deine Familie. Aus politischen Machenschaften und Kriegsgesprächen wirst du beinahe komplett herausgehalten, ja, beinahe wie ein rohes Ei behandelt. Es gab in deinem gesamten Leben nur eine Person, die dich nicht wie ein zerbrechliches Wesen behandelt hat und es ist kein Wunder, dass du dieser dein Herz geöffnet hast. Allerdings wurde es gebrochen, als ausgerechnet diese Person dich ohne Erklärung verlassen hat. Seitdem lebst du noch zurückgezogener, verschließt deine wahren Gefühle hinter einer hübschen Fassade und lässt kaum jemanden an dich heran. Viel lieber verbringst du deine Zeit damit, dein Wissen über Heilkunde in der königlichen Bibliothek und bei den Heilkundigen zu erweitern, da du denjenigen, die ebenfalls mit Gesundheit zu kämpfen haben, zur Seite stehen möchtest. Ein gutes Buch oder aber deine zahlreichen Instrumente sind für dich eine bessere Gesellschaft als Menschen. Wobei es nicht so ist als würde dir dein Vater gestatten, die königlichen Palastmauern zu verlassen aufgrund deines Gesundheitszustands. Viel zu groß ist das Risiko, dass du dir irgendeine lebensbedrohliche Krankheit einfängst. Deine Geschwister haben den Mut gehabt, den goldenen Käfig, in dem du dich befindest, zu verlassen, doch du selbst verschließt noch die Augen davor, was wirklich in der Welt vor sich geht. Du glaubst fest daran, dass die Götter einen Plan haben und alle leiten, ob es den Menschen nun bewusst ist oder nicht. Was du noch nicht ahnst ist, dass es bald an der Zeit ist, dieses behütete Leben hinter sich zu lassen und die Augen vor dem Unausweichlichen zu öffnen. Man kann schließlich nicht ewig den Blick vor der Realität verschließen und spätestens, wenn du wieder auf die Person triffst, die damals Zugang zu deinem Herzen hatte, werden die Ereignisse ins Rollen gebracht werden.
Gespielt von Jess
Dabei seit: 22.09.2024, 09:22
Zuletzt gesehen: 30.03.2025, 08:17

Reiterin
20 Jahre alt
Ich bin Lyn A'zion. Tochter von Eovyn und Finn A'zion. Enkelin von Etaine, Keeva, Tagdh und Rían A'zion. Großnichte von... allem was irgendwie einmal auf einem Drachen saß. Meine Familie ist seit Jahrhunderten bevölkert von Reitern. Sie schreiten über den Viadukt, finden ihre große Liebe in ihrer Staffel und erziehen die nächste Generation von "Füllmaterial" dessen einzige Aufgabe ist, die nächsten Reiter auf die Welt zu bringe. Man könnte meinen, sie würden gutes tun, eine Akademie zu öffnen um junge Menschen auf das Reitertum zu erziehen, doch dann, würde man jemand anderes helfen als einem selbst. Unverzeihlich. Wir sind Reiter. Und nur Reiter. Jeder, der keiner ist, ist auch kein A'zion. Sie werden verbannt als hätten sie nicht mit einem im gleichen Sandkasten gespielt. Es mag grausam wirken, doch im Krieg überleben nur die Starken. Niemand sonst. Und ich will leben. Also muss ich stark sein. Ich muss über diesen Viadukt laufen und mir einen Drachen holen. Ich muss sie alle besiegen. Ich darf nicht zurückkehren ohne das aber was ist... wenn ich nicht zurück will? Es ist... ich muss das hier schaffen. Ich will leben. Ich will ein Leben leben. Ich will nicht mehr nach Hause kommen müssen zu dem Scheiterhaufen der meine Familie ist. Ich will nicht mehr angeschrien werden, nur weil ich den Sprung nicht geschafft habe und abgerutscht bin. Ich will nicht dass sie mir wieder weh tun, weil ich nicht schnell genug gelaufen bin. Diese Schule ist vielleicht mein einziger Weg hier raus, versteht ihr? Mein Schlüssel zur Freiheit. Wenn ich hier raus komme, habe ich einen verdammten Drachen der sie alle auffrisst wenn sie mir zu nahe kommen und wenn ich hier nicht rauskomme... dann ist dem so. Ich habe nichts zu verlieren und ich werde nur gewinnen. Aber ich habe zu lange trainiert um jetzt zu verlieren. Ich bin nicht zwanzig Jahre durch diese Hölle gelaufen um dann einfach zurückzukehren. Ihr werdet mich nicht kleinkriegen. Nicht so. Nicht nach allem. Und ich werde tun was ich tun muss, um hier lebend wieder herauszukomen. Komme was wolle. Denn ich bin Lyn A'zion. Tochter von Eovyn und Finn A'zion. Und ich werde jedem zeigen dass ich allen in den Hintern treten kann.
Gespielt von Paw
Dabei seit: 18.09.2024, 15:23
Zuletzt gesehen: 01.04.2025, 20:05

Heilerin
25 Jahre alt
Das Leben ist nicht so, wie es in Büchern dargestellt wird. Auf jedes Happy End folgt die Realisation, dass es nicht für immer so bleiben wird. Und mit der Zeit lernst du, die Freude über jeden glücklichen Moment aufzusaugen. Das musste ich schon früh lernen. Mich darüber zu freuen, wenn Papa nicht mit der Infanterie unterwegs war, sondern ein paar Tage Zuhause bleiben konnte. Jeden Tag auszukosten, an dem meine Mutter nicht im Bett liegen musste, sondern sich mit uns Geschichten über die Sternbilder ausdachte. Jeden Tag, an dem sie genug Kraft hatte, um Lyev und mich an ihrer Kunst mitarbeiten zu lassen und ein Spiel daraus zu machen. Meine Ausbildung, die meine Eltern mir durch harte Arbeit ermöglichten, auszunutzen und jede Information abzuspeichern, die mir mitgeteilt wurde.Aber es ist schwer, sich nie auf den Gedanken einzulassen, dass mein Happy Ending endlich da ist. Nicht einmal die Liebe deines Lebens kennenzulernen bedeutet, dass man sie für immer haben wird. Doch die Momente des Glücks kann mir niemals wieder jemand nehmen.Doch das ist etwas, das ich auf die harte Weise lernen musste: Ich kann sie nicht alle beschützen. Kann sie nicht alle retten. Ich konnte weder meinen Bruder davon abhalten, seinem gefährlichen Traum nachzugehen ein Reiter zu werden, noch meinen Ehemann davor beschützen, bei einem Überfall umzukommen. Ich konnte nichts tun, außer hilflos daneben zu stehen.Das war der Grund, warum ich mich schlussendlich freiwillig gemeldet habe, um am Basgiath War College der Ausbildung in der Heilkunde nachzugehen. Viele hätten sich gefreut, dass ihnen das erspart geblieben war, als die Jahre zuvor genug Freiwillige vorhanden waren, dass ich der Wehrpflicht entgehen konnte. Doch ich hatte es satt, einfach tatenlos daneben stehen zu müssen. Ich war immer eine Träumerin und keine Kriegerin, doch so kann ich mein Wissen endlich nutzen und meine Fähigkeiten ausbauen, um etwas Gutes in der Welt zu bewirken. Ich mag zwar immer noch im Schatten stehen und auf keinem großen Podest wie die Reiterinnen und Reiter, aber das brauche ich auch gar nicht. Ich möchte den Menschen nur etwas ihres Schmerzes nehmen und ihm besten Fall ein Lächeln auf ihre Gesichter zaubern.
Gespielt von Ely
Dabei seit: 17.09.2024, 13:46
Zuletzt gesehen: 01.04.2025, 14:51

Reiter
24 Jahre alt
Als zweiter Sohn einer adligen Familie, hatte ich es nie wirklich schwer im Leben. Ich kann durchaus sagen das ich ein gutes Leben hatte, uns mangelte es an nichts, zumindest nicht das ich mich daran erinnern könnte. Mein Bruder war der Kämpfer, das Talent das besonders gut mit Waffen umgehen konnte und vor allem auch wollte. Wir hätten Gegensätzlicher nicht sein können den ich war eher der Typ Mensch, der mit dem Kopf beschäftigte und sich damit beschäftigte wie andere Menschen tickten und bestimmte Dinge handhabten. Kein Wunder also das wir oft genug aneinander gerieten, nicht nur weil mein Bruder 3 Jahre älter ist als ich. Für meinen Bruder war schnell klar das er Reiter werden wollte. Ich haderte noch mit mir doch zeigte mir mein Vater schnell das es eigentlich der einzig richtige Weg war und ich dort viel erreichen konnte, auf welche Weise auch immer. Also nahm man Bruder mich irgendwann unter seine Fittiche und trainierte mit mir. Mal mehr, mal weniger erfolgreich und so konnte man schnell sehen welcher der begabtere Bruder von uns war den ich war derjenige der ein paar kleinere Narben vom Training davon trug. Ich war froh als mein Vater irgendwann ein einsehen hatte und mich mehr auf der psychischen Ebene forderte, vor allem als mein Bruder dann einberufen wurde. Der Weg war nicht leicht und vor allem war noch ein ganz anderes Problem für mich eingetroffen. Es gab jemanden in meinem Leben der alles ändern sollte. Waren wir doch eigentlich sehr gute Freunde und dann kam alles ins Wanken als ich begann mehr zu empfinden, ein Umstand der nicht gut war. Mein Vater machte mir recht schnell deutlich das du es nicht wissen durftest, auf Grund deines Gesundheitszustandes und es dich nur in Gefahr bringen würde. Vielleicht war ich aus diesem Grund froh als der Zeitpunkt kam das auch ins den Wehrdienst antreten sollte. Es war fast eine Art Flucht vor dem was nicht sein sollte oder nicht durfte. War ich feige? Ja! Kann ich es ändern? Nein! Und doch nagt dieses Gefühl noch heute an mir, dass ich einen Fehler gemacht habe und diesen nicht einfach so beheben kann. Mittlerweile ist meine Ausbildung abgeschlossen und gesehen habe ich dieses Mädchen nicht mehr seitdem, was sich vielleicht bald ändern wird. Doch habe auch ich mir verändert. Die Einsätze haben mich verändert und die Unsicherheit nagt an mir nicht zu wissen ob sie mir verzeihen wird.
Gespielt von Penny
Dabei seit: 16.09.2024, 12:18
Zuletzt gesehen: 05.03.2025, 11:57

Reiterin
20 Jahre alt
Sie schluckte die letzten Tränen herunter, wischte sich über das Gesicht, was nicht nur die Tränen, sondern auch das Blut verwischte, was aus ihrer Nase, der Lippe und der geplatzten Augenbraue tropfte. Das kleine Mädchen unterdrückte ein weiteres Schluchzen, verflucht, das tat weh, während sie sich straffte und gerade aufrichtete. Ihre Schritte, anfangs noch etwas unsicher, wurden selbstsicherer, als sie das Tor zum Innenhof durchschritt, wo einige Soldaten und Reiter inne hielten, den 8jährigen Blondschopf beobachtend, der mit direkten Schritten auf einen der Männer zuging, der nicht ohne Grund als einer der besten galt.
Das Mädchen blieb stehen, sah fast trotzig hoch, als der deutliche ältere Reiter seine Arbeit unterbrach, kaum hatte die Bewegung neben sich bemerkt. Für einen Augenblick war es totenstill auf dem Hof, während er sie musterte und nur andeutungsweise eine Augenbraue hochzog. Sie sah mitgenommen aus. Das Blut im Gesicht, auf ihrer Kleidung, die zerrissene Tunika, die Hose die offensichtlich auf dem Boden gekommen war, als sie sich geprügelt hatte. „Hast du gewonnen?“ Ein verschmitztes Grinsen breitete sich auf dem Gesicht des Kindes aus. „Hab ihm den Arm gebrochen!“
Die Männer, erst vor wenigen Tagen angekommen, waren immer noch still, sichtlich verwirrt. „Er ist jammernd und weinend zu seiner Mama gerannt!“ Ha, das hatte sie nicht getan. Sie war eine A'zion, sie jammerten nicht, sie weinten nicht und erst recht flehten sie nicht um Hilfe. Sie waren Drachenreiter, sie schlugen zu, immer wieder, solange bis ihr Gegner sich auf dem Boden und im besten Fall im nächsten Grab wieder fand.
Genauso war das kleine Mädchen, das auf den Namen Tristan A'zion hörte, erzogen worden. Eine stolze Reiterin zu werden, sich nichts gefallen zu lassen. Schon früh wird dem kleinen Mädchen klar gemacht, dass sie nicht verhätschelt werden wird, dass sie noch härter kämpfen muss als alle anderen, weil ein Versagen in ihrer Familie nicht geduldet wird. Jeder, der keinen eigenen Drachen besitzt, ist nur das niedere Fußvolk und wird nie den Stellenwert erreichen können, den ihre Familie schon seit Generationen inne hat. Verliert sie, zeigen ihre Eltern ihr, wie sie noch härter und besser zuschlagen kann. Wenn sie irgendwo herunter springen will, fragen ihre Eltern nur, wie tief soll es sein? Von klein auf wird sie heraus gefordert, lernt sich selbst heraus zu fordern. Sie darf die Waffen in die Hand nehmen, einen Drachen streicheln und auch schon mal zwischen seinen Klauen einschlafen, weil sie doch einen Alptraum hatte.
Tristan wächst in den verschiedensten Kasernen auf und besucht durch den Beruf ihrer Eltern auch in den sechs Jahren der Schulbildungen verschiedene Volksschulen in Navarre. Sie lernt den Alltag der Reiter so früh genug kennen um zu wissen, wie hart er ab und an sein kann. Das Mädchen erlebt Tod und Leid, aber auch das Freude und Erfolg nah beieinander liegen können. Wenn sie morgens aus dem Fenster sieht, wie die Drachen starten, so weiß sie, dass das eines Tages ihre Bestimmung ist. Ihre Größe macht sie mit ihrem Können wett, lernt zu balancieren, zu kämpfen, klettern, zu springen. Sie lernt Lücken in der Deckung eines Gegners zu erkennen und jeden zu verachten, der den Gesetzen der Reiter nicht folgt. Tristan weiß, dass die Reiter und die Familie über allem steht und so kommt sie auch nicht umher den Teil ihrer Familie, von dem sie erst spät erfährt, mit Argwohn zu betrachten. Niemand verlässt die Reiter. Niemand verlässt die Familie, etwas was für sie dem Hochverrat gleich kommt. Sie weiß was sie will, ihren eigenen Drachen zum einen und zum anderen jeden ausmerzen, der es wagt sich gegen das Königreich und seine edelsten und größten Beschützer zu stellen: Die Drachen und ihre Reiter.
Nach dem Ende ihrer Schulzeit, als sie gerade 12 Jahre alt geworden ist, schließt sie sich dem Verband der Schmiede und Baumeister an. Sie entwickelt jedoch kein Geschickt für die Schmiede, beweist jedoch ein gutes Auge für die Architektur. Als ihre Eltern die nächsten Jahre am selben Ort stationiert sind, geht das junge Mädchen bei einigen renommierten Architekten ein und aus und lernt Gebäude zu zeichnen und zu planen, ebenso auch strukturelle Schwachpunkte zu erkennen.
Zwar werden ihre Eltern erneut versetzt, sie bleibt jedoch zurück und setzt ihr Training mit einigen Freunden ihrer Eltern fort, wenn sie nicht gerade arbeitet. Das letzte halbe Jahr vor der Einberufung nimmt sie sich jedoch die Zeit noch einmal zu ihnen zurück zu kehren und das vorbereitende Training abzuschließen, bevor ihre Eltern sie persönlich zur Anmeldung begleiten werden.
Gespielt von Kay
Dabei seit: 15.09.2024, 19:59
Zuletzt gesehen: 03.03.2025, 20:08


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based on "the empyrean"-series by Rebecca Yarros