reisende:r
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the empyrean
Das hier war eine Farce und wenn sie nicht alsbald zu einem Ende kamen, dann würde Nehelenia vielleicht noch ein Skalpell nach dem Geschwaderführer werfen. Verlockend war der Gedanke auf jeden Fall, auch wenn sie damit natürlich auch ihre eigene Reputation tötete.
Nehelenia Astorne

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Flieger
23 Jahre alt
Für diesen Charakter gibt es noch keine Kurzbeschreibung :(
Gespielt von Cay
Dabei seit: 31.03.2025, 19:08
Zuletzt gesehen: Vor 48 Minuten

Fliegerin
23 Jahre alt
Ich wuchs in Krovla, genauer gesagt in der kleinen Küstenstadt Belozersk auf. Dort rechnete man eher mit Piraten als mit Veneni und Wyvern, auch wenn natürlich die Erzählungen verschiedenster Angriffe durch Letztere ihren Weg selbst bis zu uns fanden.
Meine Geschichte beginnt aber zunächst mit etwas Anderem: Man fand mich als Neugeborenes in einer Seitengasse angrenzend zum Marktplatz. Ich habe mir die Seele aus dem Leib geschrien, so heißt es. Vielleicht wirkt meine Stimme deshalb manchmal kühler und kratziger, als ich es will. Man brachte mich zu einer verwitweten Frau, die bekannt dafür war, Waisen aufzunehmen. So teilte ich mir mein Zuhause stets mit mindestens fünf anderen Kindern. Trotz der warmen Provinz war es in unserem Städtchen immer etwas kühler - ob es am Wind lag oder an meinem trostlosen Zuhause kann ich nicht so genau sagen. Vermutlich war es beides. Die Gerüchte, ich sei von Piraten verloren oder sogar absichtlich ausgesetzt worden, trugen ihr Übriges dazu bei.
Schon früh lernte ich dort, mich gegen andere durchzusetzen. Zwischen uns Kindern galt stets das Gesetz des Stärkeren. Emotionale und körperliche Nähe (mal abgesehen von Raufereien)? Fehlanzeige. Dafür stumpfte ich ab. Aber ich kam auch so ganz gut durch, zumindest dachte ich das damals. Heute weiß ich, dass ich körperlich sowie geistig stark, dafür aber emotional verkorkst bin. Ich lasse nur selten Menschen an mich heran.
Zu diesen Ausnahmen gehören meine besten Freundinnen. Ich lernte sie an meinem ersten Tag auf der Cliffsbane Akademie kennen. Für mich stand damals außer Frage, dass ich zu den Fliegerinnen gehören würde. Irgendwie ängstigte mich der Gedanke, mich mit einem Greifen zu binden, aber andererseits...würde ich nie wieder alleine sein. Es war ein Zwiespalt, der mich immer weiter in sich hineinsog. Und so kam es, wie es kommen sollte: Beulach, den ich stets liebevoll Bee nenne, woraufhin er jedesmal bloß schnaubt, ging eine Verbindung mit mir ein. Es ist das intensivste, das ich jemals erlebt habe. Und zum ersten Mal in meinem Leben, fühle ich mich vollkommen. Wie ein Ganzes. Als hätte mir immer ein Weggefährte gefehlt.
Generell blühte ich an der Akademie auf. Auch wenn ich noch immer Probleme damit habe, anderen Menschen mein Herz zu öffnen, so habe ich gelernt, andere zu unterstützen, ein Team zu bilden und es zu führen. Ich wurde eine starke Kämpferin, die keine Ahnung davon hat, wie ihre Zukunft aussehen wird. Aber das würde ich wohl kaum laut aussprechen.
Gespielt von Lil
Dabei seit: 30.03.2025, 16:47
Zuletzt gesehen: Gestern, 08:07

Flieger
22 Jahre Jahre alt
Einst warst du ein trotz allen Widrigkeiten ein fröhlicher Junge. Du lebtest mit deiner Familie in einem Dorf in den Bergen, umgeben von Soldaten. Viele Einheimische gab es dort nicht, jedoch genug mehr oder minder fremde Gesichter, welche das Gasthaus deiner Familie zum Trinken, feiern oder vergessen besuchten. Du hast viel vom Krieg gehört, viel über die Magier und die dunklen Geschöpfe, welche das Land bedrohten. Tiere und Fabelwesen waren für dich und deine jüngere Zwillingsschwester schon immer ein genauso großes Thema gewesen wie die Musik. Während deine Schwester immer nach Feen, Gnomen und Pixies auf euren Touren durch die Berge Ausschau hielt, neckte dein älterer Bruder sie mit boshaften Trollen. Eines Tages wart ihr auf dem Rückweg aus der Stadt hinaus. Bepackt war der Karren mit vielen Vorräten für die nächsten Wochen. Du hast dich schon auf die leckeren Eintöpfe deiner Mutter gefreut, als ihr in einen Angriff von Wyvern gelangtet. Eine durchaus schreckliche Erfahrung für dich, denn du konntest deiner Schwester nicht helfen, musstest dich versteckt halten und konntest nur zu den Göttern beten, dass es nicht auch dich selbst in die Anderswelt hinfort riss. Seit diesem Tag ist nichts mehr viel von dem einst so wilden, verträumten Jungen übriggeblieben, entzweit von der innigsten Verbindung, die er bis dahin hatte. Mit der Zeit würde es leichter werden, hatte man ihm versichert und das wurde es auch. Doch er wollte nicht das andere Menschen so litten, wie er selbst leiden musste und so hast du den Entschluss gefasst mit deiner Volljährigkeit dich dem Militär anzuschließen. Aufgrund deiner Affinität zu Fabelwesen wolltest du dein Glück als Greifenreiter versuchen. Deine Eltern schienen nicht wirklich glücklich mit deiner Entscheidung. Schließlich hatte ihr ältester Sohn ebenfalls eine Karriere beim Militär eingeschlagen. Der Sprung von der Klippe hat dir einiges an Mut abverlangt. Umso überraschter warst du, als du plötzlich mehr oder minder sanft auf einem muskulösen Rücken gelandet bist. Du wirst niemals deinen ersten Flug auf dem Rücken deines Begleiters vergessen. Die zottelige Mähne in deinen Händen und das wunderbare Gefühl des warmen Sommerwindes, welches deine dunklen braunen Haare zerzausten. Seitdem besuchst du die Cliffsbane Akademie und befindest dich mittlerweile im zweiten Jahr und lernst doch noch jeden Tag etwas Neues, welches dir auf deinen weiteren Weg helfen wird. Wahrscheinlich halten dich viele für etwas still und hin und wieder etwas Einzelgängerisch. Viel gibst du selbst nicht von dir Preis, trotzdem scheust du dich nicht davor dich für andere einzusetzen und ihnen zu helfen, wenn sie deine Hilfe benötigen.
Gespielt von Ben
Dabei seit: 22.03.2025, 19:49
Zuletzt gesehen: Gestern, 11:05

Reiterin
22 Jahre alt
Unfall ist ein hartes Wort und doch warst du genau das. Ein ungeplantes Ergebnis einer Affäre, die niemals hätte stattfinden dürfen. Wenn du jemand anderes wärst, würde dich diese Tatsache vermutlich belasten. Und wenn du in einer anderen Familie geboren worden wärst, hätten die Auswirkungen dein Leben zur Hölle machen können. Doch du hattest Glück. Wurdest mit deiner Geburt Teil eines Clans, dem Blut wichtiger ist als alles andere. Der Name Soleil hat dir ein Zuhause gegeben – und eine Bestimmung. Du wurdest in den Familienzweig der Reiter:innen geboren und damit stand fest, worauf du vorbereitet wirst, wofür du trainieren wirst, bis der Tag kommt, an dem du das Viadukt überquerst. Ein anderer Quadrant als der der Reiter:innen war keine Option, denn du wolltest deiner Familie beweisen, dass du ein wahrer Soleil bist. Scheitern war ausgeschlossen, ein Begriff, den du aus deinem Wortschatz gestrichen hast. Und als du den ersten Schritt über das Viadukt gingst, warst du vorbereitet. Du wusstest, was dich erwarten würde, hattest jeden Schritt durchgeplant. Vielleicht warst du manchmal am auch etwas zu verbissen. Hattest dir alles so genau überlegt, dass Änderungen dir Schwierigkeiten bereiten. Der Plan in deinem Kopf muss funktionieren. Du bist diszipliniert, ehrgeizig. Bist jeden Tag bei Sonnenaufgang auf den Beinen, um zu trainieren. Alles, um besser zu werden, schneller, stärker. Die goldene Sonne mit geschwungenen Strahlen auf weißem Grund trägst du mit Stolz, doch würdest du dich niemals auf dem Namen, der dir in die Wiege gelegt wurde, ausruhen. Deine Bestimmung ist es, ein angesehenes Mitglied des navarrianischen Militärs zu werden und dafür arbeitest du hart. Hast schon die ersten Stufen auf deinem langen Weg hinter dich gebracht, als du in deinem Junior-Jahr zur Staffelführerin ernannt wurdest. Ein Abzeichen, das du gerne auf deiner Brust trägst. Dein Ziel ist es, die einzigartigen Stärken deiner Staffelmitglieder zu erkennen und zu fördern, vielleicht sogar eine Art Vorbild für sie zu sein (auch wenn du das beim besten Willen nicht immer schaffst). Hilfst ihnen, wo du kannst, damit ihr gemeinsam euren Weg gehen könnt. Den Weg zu eurem Ziel, auf dem Rücken eurer Drachen.
Gespielt von Ely
Dabei seit: 07.02.2025, 14:36
Zuletzt gesehen: 01.04.2025, 15:57

Reiterin
35 Jahre alt
i. "Ich bin Tal –" Die Hand bereits ausgestreckt, stockt deine zarte Stimme. Gerade noch rechtzeitig fällt dir ein, dass es vielleicht keine so gute Idee wäre, dich mit deinem richtigen Namen vorzustellen. AlsTalyn oder, mögen die Götter bewahren, gar als Talyn Vaelric, wo doch dieser Name allein schon ausreichen würde, um deine gesamte Identität zu offenbaren. Die Tochter des Herzogs. Ein Mädchen, das sich ganz sicher nicht allein hier herumtreiben sollte. Nicht mit gerade einmal elf Jahren. "-yx." Talyx. Einen Preis für Kreativität wirst du damit wahrscheinlich nicht gewinnen, doch brauchst du den auch nicht. Reicht, wenn der Junge dir gegenüber dir glaubt, dir keine weiteren Fragen stellt. Deine Augen strahlen ihn an, als du seine Hand schüttelst. Hast ihn gerade erst kennengelernt, beobachtet, wie er jemanden auf dem Markt, auf den auch du heute mitgenommen wurdest, bestehlen wollte – und ehe du es dich selbst versehen hast, bist du ihm nachgerannt. Um ihm zu erklären, dass das, was er da getan hat, falsch war. Ihn dazu zu bringen, das Diebesgut zurück zu geben, bevor er wirklich Ärger bekäme. Wolltest ihn dazu bringen, das Richtige zu tun und vergisst es doch, kaum dass er in einer Gasse zum stehen kommt und deine Freude, dein Stolz darüber, mit ihm mitgehalten zu haben, alles andere überwiegt. Was du in diesem Moment noch nicht ahnst: ist der Beginn einer Freundschaft, die ewig halten soll. Eine Freundschaft, die dein Leben verändern, es in andere Bahnen lenken wird. Und der Moment, in dem wegen einer Sekunde des Stockens Iks geboren wird.

ii. Dein Blick wandert aus dem Fenster, beobachtet lieber den Vogel auf der anderen Seite, als den Lehrer, der gerade versucht, seinen Job zu erledigen. Unterricht. Privatunterricht, weil deine Eltern es sich leisten können und für ihren Nachwuchs natürlich nur die bestmögliche Bildung wollen. Während deine Brüder lernen, wie man kämpft, lernst du etwas über heilende Pflanzen, über Kräuter und verschiedenste Tees. Die beste Vorbereitung für deine Zukunft, wie sie dir immer wieder sagen – sie wollen immer nur das Beste für dich, aber fragen niemals, was du eigentlich willst. Sonst wüssten sie, dass es nicht das hier wäre. Dass du nicht hier sitzen und einem alten Mann lauschen willst, während draußen die Sonne scheint und er dort ist. Irgendwo, vielleicht sogar auf dich wartend. Hoffst, dass er's tut, damit du nicht die einzige bist, die innerlich immer wieder eigentlich nur wartet. Mittlerweile weiß er, wer du wirklich bist, aber geändert hat's in den letzten Jahren nichts. Du schleichst dich aus dem Anwesen deiner Familie, das sich so oft wie ein goldener Käfig anfühlt. Triffst dich mit ihm und seiner eurer Gruppe, mit den Straßenkindern aus Calldyr Stadt. Mit deinen Freunden, für die du mehr bist, als die Tochter des Herzogs, irgendein adeliges Prinzesschen – und das, obwohl eure Leben doch unterschiedlicher nicht sein könnten.

iii. Du weißt genau, was du tun musst. Weißt, dass es der Heilerquadrant ist, der heute auf dich wartet. Dass dies ein weiterer Schritt in die Zukunft ist, die andere für dich geplant haben. Vorbereitet haben. Du weißt, dass das alles deine Pflicht ist und doch stehst du nun hier: in einer ganz anderen Schlange, vor einem ganz anderen Quadranten. Umgeben von Gleichaltrigen, denen ganz bestimmt nicht der Sinn danach steht, sich in den nächsten Jahren um die Verletzten des Basgiath War Colleges zu kümmern. Sie sind die, die für Verletzungen sorgen werden. Vielleicht auch die, die sie erleiden werden. Du überquerst den Viadukt vorsichtig, langsam, den Blick immer nach vorn gerichtet, weil auf der anderen Seite dein Ziel ist. Der Reiterquadrant. Ganz viel Abstand zu den Verpflichtungen deiner Familie. Und er, natürlich. War immer schon er, zu dem es dich gezogen hat, das ganze letzte Jahr und auch in denen davor. Du weißt, dass die Ausbildung alles andere als ein Klacks wird, bist vielleicht keine so ausgebildete Kämpferin wie deine Brüder, aber gänzlich unvorbereitet bist du trotzdem nicht – und du scheust auch nicht davor zurück, zusätzliche Trainingseinheiten einzulegen, deine Freizeit deinem Überleben zu widmen. Deiner Zukunft und deiner Sicherheit, der des Landes natürlich auch. Würde man dich heute fragen: das hier ist es, was du willst.

iv. Deine Arme sind ausgestreckt, dein Haar weht im Wind. Du brauchst die Stimme in deinem Kopf nicht, um dich daran zu erinnern, dich gleich wieder festzuhalten, aber du möchtest sie auch nicht mehr missen. Nie mehr. Rhaega und du, ihr seid ein Team, unzertrennlich, seitdem sie dich beim Dreschen an sich gebunden hat. Kannst es manchmal noch gar nicht glauben, wie lang das mittlerweile her ist. Jahre eigentlich, doch gefühlt sind es manchmal trotzdem erst ein paar Tage – oder bereits Jahrzehnte. Auf seinem Rücken fühlst du dich frei, bist eine Reiterin und nicht 'nur' die Schwester des Herzogs von Calldyr. Deine Pflichten und Verantwortungen gehen über jener deiner Familie hinaus, dein Dasein als Reiterin ist auch heute noch nicht das, was sie gern für dich hätten. War schließlich alles bereits geplant, selbst eine Verlobung gab es bereits; die Hochzeit hat jedoch nie stattgefunden, wurde gestrichen, als klar wurde, dass du in so mancher Augen falsch abgebogen bist. Und du müsstest lügen, würdest du behaupten, dass du deswegen traurig gewesen wärst. Das Leben, das andere für dich geplant haben, war nie das, was du für dich wolltest. Das Leben, das du heute lebst, ist vielleicht nicht ganz das, wie du es dir einst selbst vorgestellt hast, doch würdest du es auch nicht mehr eintauschen wollen.
Gespielt von Jea
Dabei seit: 30.12.2024, 20:24
Zuletzt gesehen: 01.04.2025, 14:59

Reiter
47 Jahre alt
Das Leben ist nicht fair. Das weißt du. Besser als jeder andere, vermutlich. Schon von Anfang an, warst du auf dich allein gestellt. Im Waisenhaus nur einer von vielen bis du dich mit etwa 10 Jahren davongeschlichen hast um nicht mehr einer von vielen zu sein. Weil das nur Nachteile gehabt hatte. Das Leben auf der Straße stählte dich ungemein und setzte deinen Weg auf den der Reiter an Basgiath. Du warst gut genug vorbereitet um das Viadukt zu überleben. Ebenso das Dreschen und die Brutalität der anderen. Dich kriegten sie nicht klein. Du warst klein für dein Alter aber das hat dich nicht davon abgehalten, dich durchzubeißen. Immer und immer wieder wie ein bissiger Hund. Mirelle hat das alles etwas leichter gemacht. Ihr wart euch so nah. Und wieder war das Leben irgendwann ein Arschloch und nahm dir all die Leichtigkeit weg, die du dank ihr gefühlt hast. Nahm dir deine Zukunft als Vater. Nahm dir jegliche Gefühle für irgendwen. Nichts mehr fühlen, nur noch handeln – das war lange Zeit das einzige wozu du fähig warst. Danach hast du dich mit deinem Drachen und ohne ihn in jede erdenkliche Situation gestürzt. Gefahr? Immer her damit. Dir war es egal, ob du stirbst oder nicht. Es hat Jahre gedauert, bis du diese Rücksichtslosigkeit deinem Leben gegenüber zurückgefahren hast. Bis du wieder ruhiger wurdest. Nicht mehr so rastlos. Jetzt bist du vermutlich der unbeliebteste Lehrer an ganz Basgiath aber du könntest keinen größeren Fuck darauf geben. Du nämlich genießt es, deine Schüler bis an den Rand des Aufgebens, der Verzweiflung zu bringen. Bis sie dich um Gnade anflehen. Natürlich vergeblich – denn Gnade für andere hast du schon lange nicht mehr. Du liebst es, sie leiden zu sehen. Wie sie versuchen, über ihre Grenzen zu gehen. Du siehst sie zu gerne scheitern. Aber du bringst sie trotzdem durch das Training. Damit sie vorbereitet auf jeden verdammten Scheißdreck sind, den der Krieg und die Welt da draußen ihnen vor die Füße werfen. Vielleicht sieht nicht jeder dich mit Dankbarkeit an, durch die rauen Methoden, aber das erwartest du auch gar nicht.
Man könnte meinen, es würde nicht mehr viel fehlen bis du irgendwann mit Konfekt beim Viadukt stehst und ihnen beim fallen zusiehst. Aber nein, das ist selbst für dich zu makaber. Auch wenn es bestimmt so einige gibt, die es dir zutrauen würden. Aber so bist du wirklich nicht. Nicht mehr. Du versuchst, deinen Frieden zu machen. 28 Jahre sind doch genug Zeit, oder?
Gespielt von Cay
Dabei seit: 22.09.2024, 13:55
Zuletzt gesehen: 01.04.2025, 06:18

Reiterin
20 Jahre alt
Sie schluckte die letzten Tränen herunter, wischte sich über das Gesicht, was nicht nur die Tränen, sondern auch das Blut verwischte, was aus ihrer Nase, der Lippe und der geplatzten Augenbraue tropfte. Das kleine Mädchen unterdrückte ein weiteres Schluchzen, verflucht, das tat weh, während sie sich straffte und gerade aufrichtete. Ihre Schritte, anfangs noch etwas unsicher, wurden selbstsicherer, als sie das Tor zum Innenhof durchschritt, wo einige Soldaten und Reiter inne hielten, den 8jährigen Blondschopf beobachtend, der mit direkten Schritten auf einen der Männer zuging, der nicht ohne Grund als einer der besten galt.
Das Mädchen blieb stehen, sah fast trotzig hoch, als der deutliche ältere Reiter seine Arbeit unterbrach, kaum hatte die Bewegung neben sich bemerkt. Für einen Augenblick war es totenstill auf dem Hof, während er sie musterte und nur andeutungsweise eine Augenbraue hochzog. Sie sah mitgenommen aus. Das Blut im Gesicht, auf ihrer Kleidung, die zerrissene Tunika, die Hose die offensichtlich auf dem Boden gekommen war, als sie sich geprügelt hatte. „Hast du gewonnen?“ Ein verschmitztes Grinsen breitete sich auf dem Gesicht des Kindes aus. „Hab ihm den Arm gebrochen!“
Die Männer, erst vor wenigen Tagen angekommen, waren immer noch still, sichtlich verwirrt. „Er ist jammernd und weinend zu seiner Mama gerannt!“ Ha, das hatte sie nicht getan. Sie war eine A'zion, sie jammerten nicht, sie weinten nicht und erst recht flehten sie nicht um Hilfe. Sie waren Drachenreiter, sie schlugen zu, immer wieder, solange bis ihr Gegner sich auf dem Boden und im besten Fall im nächsten Grab wieder fand.
Genauso war das kleine Mädchen, das auf den Namen Tristan A'zion hörte, erzogen worden. Eine stolze Reiterin zu werden, sich nichts gefallen zu lassen. Schon früh wird dem kleinen Mädchen klar gemacht, dass sie nicht verhätschelt werden wird, dass sie noch härter kämpfen muss als alle anderen, weil ein Versagen in ihrer Familie nicht geduldet wird. Jeder, der keinen eigenen Drachen besitzt, ist nur das niedere Fußvolk und wird nie den Stellenwert erreichen können, den ihre Familie schon seit Generationen inne hat. Verliert sie, zeigen ihre Eltern ihr, wie sie noch härter und besser zuschlagen kann. Wenn sie irgendwo herunter springen will, fragen ihre Eltern nur, wie tief soll es sein? Von klein auf wird sie heraus gefordert, lernt sich selbst heraus zu fordern. Sie darf die Waffen in die Hand nehmen, einen Drachen streicheln und auch schon mal zwischen seinen Klauen einschlafen, weil sie doch einen Alptraum hatte.
Tristan wächst in den verschiedensten Kasernen auf und besucht durch den Beruf ihrer Eltern auch in den sechs Jahren der Schulbildungen verschiedene Volksschulen in Navarre. Sie lernt den Alltag der Reiter so früh genug kennen um zu wissen, wie hart er ab und an sein kann. Das Mädchen erlebt Tod und Leid, aber auch das Freude und Erfolg nah beieinander liegen können. Wenn sie morgens aus dem Fenster sieht, wie die Drachen starten, so weiß sie, dass das eines Tages ihre Bestimmung ist. Ihre Größe macht sie mit ihrem Können wett, lernt zu balancieren, zu kämpfen, klettern, zu springen. Sie lernt Lücken in der Deckung eines Gegners zu erkennen und jeden zu verachten, der den Gesetzen der Reiter nicht folgt. Tristan weiß, dass die Reiter und die Familie über allem steht und so kommt sie auch nicht umher den Teil ihrer Familie, von dem sie erst spät erfährt, mit Argwohn zu betrachten. Niemand verlässt die Reiter. Niemand verlässt die Familie, etwas was für sie dem Hochverrat gleich kommt. Sie weiß was sie will, ihren eigenen Drachen zum einen und zum anderen jeden ausmerzen, der es wagt sich gegen das Königreich und seine edelsten und größten Beschützer zu stellen: Die Drachen und ihre Reiter.
Nach dem Ende ihrer Schulzeit, als sie gerade 12 Jahre alt geworden ist, schließt sie sich dem Verband der Schmiede und Baumeister an. Sie entwickelt jedoch kein Geschickt für die Schmiede, beweist jedoch ein gutes Auge für die Architektur. Als ihre Eltern die nächsten Jahre am selben Ort stationiert sind, geht das junge Mädchen bei einigen renommierten Architekten ein und aus und lernt Gebäude zu zeichnen und zu planen, ebenso auch strukturelle Schwachpunkte zu erkennen.
Zwar werden ihre Eltern erneut versetzt, sie bleibt jedoch zurück und setzt ihr Training mit einigen Freunden ihrer Eltern fort, wenn sie nicht gerade arbeitet. Das letzte halbe Jahr vor der Einberufung nimmt sie sich jedoch die Zeit noch einmal zu ihnen zurück zu kehren und das vorbereitende Training abzuschließen, bevor ihre Eltern sie persönlich zur Anmeldung begleiten werden.
Gespielt von Kay
Dabei seit: 15.09.2024, 19:59
Zuletzt gesehen: 03.03.2025, 20:08


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based on "the empyrean"-series by Rebecca Yarros