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the empyrean
Es braucht nur eine einzige verzweifelte Generation, um die Geschichte zu verändern.
— Rebecca Yarros, Flammengeküsst

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Reiterin
20 Jahre alt
Für diesen Charakter gibt es noch keine Kurzbeschreibung :(
Gespielt von Kiri
Dabei seit: 19.02.2025, 22:39
Zuletzt gesehen: Vor 1 Stunde

Reiterin
26 Jahre alt
Dunkelheit der Nacht hüllt dich wie eine weiche Decke ein, während du mit zusammengekniffenen Augen in deinem Bett liegst. Weg. Ich muss hier weg, denkst du im Stillen und beißt die Zähne fest zusammen, damit kein Laut über deine Lippen rutscht, der deine Geschwister wecken könnte. Dein Körper schmerzt, dein linker Arm ist gebrochen und jeder Atemzug fühlt sich an, als wäre es dein letzter – oder zumindest hoffst du es, denn dann hätte dein Leid endlich ein Ende. Aber so sehr du es dir auch wünschst, weißt du, dass es keine Option ist. Stattdessen versucht du den Schmerz auszublenden, genauso wie die Tränen, die heiß an deinen Wangen hinab fallen. Selbst dann noch, als sich die Arme deiner älteren Schwester um dich legen und sie dir immer und immer wieder leise verspricht: es wird besser.

Nicht genug. Das bist du schon dein Leben lang. Du bist nicht schnell genug, nicht stark genug. Du bist nicht gut genug. Das merkst du mit jeder einzelnen Faser deines Körpers, der sich einfach nicht nach dir anfühlt. Dabei hättest du es so viel einfacher haben können, wenn du akzeptiert hättest, wer du bist: Nephelos Swansea. Sohn zweier talentierter Drachenreiter und der ganze Stolz deiner Mutter. Aber wann immer du Zeit mit anderen Jungs verbringst, fühlst du dich fehl am Platz. Kannst nichts der Grobheit abgewinnen, mit der sie ihren Tag bestreiten. Findest es nicht sonderlich amüsant, wenn sie sich gegenseitig durch den Dreck ziehen. Bist in deinem Verhalten schon immer ein wenig zarter und in deiner Aussprache sanfter. Lauschst lieber den Gesprächen der anderen Mädchen und schließlich ist es - wieder einmal - deine ältere Schwester, die dir hilft, dich selbst zu finden. Ganz zum Leidwesen deiner Eltern, die kein Geheimnis daraus machen, dass sie deine Entscheidung nicht akzeptieren. Dein Vater mehr als deine Mutter. Damit hast du dich jedoch abgefunden und der Tag als dein Vater dir deutlich macht, dass du als Nephele nichts weiter als ein bloßer Witz bist ist der Tag, an dem du dir selbst das Versprechen gibst dich für absolut niemanden zu verbiegen. Es ist der Tag, an dem du beschließt, dein Leben von nun an als Nephele Swansea zu beschreiten.

Deine langen Haare hast du schon immer mehr geliebt als alles andere, dennoch hast du diese bereitwillig abgeschnitten, bevor du deine Ausbildung am Basgiath War College begonnen hast, weil die Erinnerung in den Haaren wohnt. Zwar bist du deinen Eltern auf eine recht verdrehte Art und Weise dankbar dafür, dass sie dich auf diese Zeit vorbereitet haben, aber deine Ausbildung willst du dennoch ohne Altlasten beginnen und betrachtest es als einen Neuanfang – oder zumindest ist das dein Plan. Denn so sehr du deine Vergangenheit, an die dich deine Narben tagtäglich erinnern, leugnest bist du am Ende des Tages trotz allem eine Swansea. Und wie kannst du und sollst du etwas leugnen, dass so tief in dir verankert ist?

Die Enttäuschung, die du verspürst, ist groß, als du realisierst, dass du an keinen Drachen gebunden wurdest und damit dein Jahr als Rookie wiederholen musst. Immerhin lebst du noch, redest du dir ein, denn das können Andere aus deinem Jahrgang nicht mehr von sich behaupten. Dennoch macht dir dieser Umstand zu schaffen, bestärkt den Zweifel, der schon immer in dir geschlummert hat. Aber anstatt sich in all dem (Selbst-)Zweifel zu verlieren, gibst du dir in deinem zweiten Anlauf als Rookie noch mehr Mühe. Trainierst länger und härter. Nicht nur deinen Körper, sondern auch deinen Geist, weil du dir sicher bist, dass du beim nächsten Mal nicht lebend aus der Nummer rauskommst. Diese Sorge ist jedoch in dem Moment vergessen, als sich der rote Schwertschwanz für dich entscheidet, der genauso unberechenbar und unschlüssig ist, wie du selbst – wenn nicht sogar noch schlimmer.

Gerne würdest du behaupten, dass du eine umgängliche Person bist, aber die traurige Wahrheit ist, dass du das genaue Gegenteil davon bist. Deine Stimmungsschwankungen sind schlimmer als die eines orangenen Drachens. Unsicherheit ist dein ständiger Begleiter an der einen Hand, die Hoffnung an der anderen. Mit dir ist es ein ständiges Auf und Ab. Hast du einen guten Tag? Hast du einen schlechten Tag? Man kann sich nie sicher sein – am besten bleibt man auf Abstand, wobei du dafür ganz von allein sorgst. Weil du dich stets im Hintergrund aufhältst, hast du gelernt zu beobachten. Nicht nur das Geschehen, sondern auch alles zwischenmenschliche. Du beobachtest ganz genau und sehnst dich nach dem freundlichen Lächeln und Grüßen, die in der Regel halbherzig an dich ausfallen. Sehnst dich nach der herzlichen Umarmung, weil du dich nicht mehr an das Gefühl erinnern kannst – nicht einmal weißt, ob du jemals eine erhalten hast. Ein Freak, als das bezeichnet man dich und genau so fühlst du dich auch. Dabei möchtest du dich doch nur zugehörig fühlen, möchtest endlich ankommen.

Gespielt von domi
Dabei seit: 14.02.2025, 21:03
Zuletzt gesehen: 01.04.2025, 18:03

Reiterin
21 Jahre alt
Caly? Oder Calli? Manchmal waren sich die jungen Frauen da selbst nicht so sicher, haben sie doch so oft die Rollen getauscht und alles dafür getan, verwechselt zu werden. Sie konnte schließlich auch nie etwas dafür, dass ihre Eltern beschlossen hatten, sie Calypso und Callista zu nennen, als sei es noch nicht schwer genug, eineiige Zwillinge auseinanderzuhalten. Vielleicht war es auch Taktik, um sich selbst das Leben leichter zu machen - leider kann sie nicht mehr fragen und inzwischen hat sie sich fast daran gewöhnt, durch die Rebellion nahezu alles verloren zu haben. Ihre Heimat, das kleine Dörfchen Drayvoss in Tyrrendor, ihre Freunde, ihre ältere Schwester und ihre Eltern. Seitdem gibt es nur noch Callista - und ihre Zwillingsschwester.
Sie wusste eben schon immer, nur zusammen sind die beiden Juniors stark. Double the trouble als Lebenseinstellung und Unfug und Chaos als ständiger Begleiter. Sie sind wie Pech und Schwefel, was es nur umso schwerer für Callista machte, dass sie in unterschiedlichen Staffeln gelandet sind. Sie als Teil der ersten Staffel, Schwingenscharm, viertes Geschwader, ihre Schwester dagegen in der dritten Staffel. Doch das ist in ihren Augen nur ein kleines Hindernis und kein Grund, nicht trotzdem ständig zusammen zu sein und alles füreinander zu tun, um in Basgiath zu bestehen.
Ihre Zwillingsschwester ist auch ihr Anker, die einzige Person, der sie bedingungslos vertraut - neben ihrem Drachen Ruad, dem grünen Skorpionschwanz, der so einige Geheimnisse für sie bereithält, für die sie womöglich noch nicht bereit ist. Denn dass ihr etwas verheimlicht wird, ist Calli nur allzu bewusst, seit sich eine zweite Siegelkraft manifestiert hat, die ihr keine ruhige Minute mehr lässt. Als würde es nicht ausreichen, ihre Fähigkeiten als Eisbeschwörerin täglich weiter ausbauen zu müssen und um ihr eigenes Leben und das ihrer Schwester zu fürchten. Zu viele Gefahren lauern innerhalb und außerhalb der Mauern von Basgiath, denen sie auf gar keinen Fall zum Opfer fallen will, wenn sie schon als Separatistenkind gebrandmarkt und unter Beobachtung gestellt wurde und die vergangenen Jahre in einer Pflegefamilie überstehen musste.
Gespielt von Ree
Dabei seit: 14.02.2025, 19:22
Zuletzt gesehen: 01.04.2025, 16:52

Reiter
20 Jahre alt
Du bist charmant. Wickelst andere um den Finger. Dabei legst du es ja nicht mal darauf an. Es ist nicht so, dass andere Menschen dir egal wären. Wirklich nicht. Aber dein oberstes Ziel wird immer das Sammeln von Wissen sein. Manchmal sind andere dabei hilfreich. Manchmal eher hinderlich. Aber wenn du etwas wissen willst, dann fragst du halt am Tag auch locker mal 200x nach ‚Warum?‘. Es gibt kein Buch das du nicht in die Finger kriegen willst. Wissen ist wertvoll für dich und du bist….willst eigentlich ein Entdecker sein. Kein Krieger. Dabei war der Weg für dich frei. Du hättest im Archiv arbeiten und lernen können, hättest du nicht auf einen Münzwurf vertraut wohin dein Weg dich führen würde. Du hast hohe Moralvorstellungen, aber das was Recht und das was Unrecht ist, das definierst du ständig neu. Für dich selbst. Du willst die Welt sehen und dafür wäre es für dich auch ok, wenn du irgendwann alles zurücklassen müsstest. Du könntest doch zurückkommen, nicht wahr? Bren würde auf dich warten. Oder? Dein Bruder ist dir sehr wichtig. Deine Familie allgemein. Aber du wärst nicht glücklich geworden, als Bäckerjunge. Mehlsäcke schleppen ist langweilig. Tag ein Tag aus das gleiche machen….nein Danke. Schließlich gibt es so viel da draußen, das du noch nicht gesehen, noch nicht gefunden, noch nicht erforscht und ergründet hast. Und genau das willst du. Vielleicht war es Schicksal, dass die Münze für den Weg als Drachenreiter fiel. Ein Drache kann schließlich viel weitere Strecken zurücklegen, in viel weniger Zeit als du zu Fuß. Was die Zukunft wohl bringen wird, für jemanden, der im Herzen eigentlich frei wie ein Vogel sein will. Für jemanden, der für Wissen alle Brücken abbrechen würde. Für jemanden, der sich in engen Räumen nicht so wohl fühlt. Für jemanden, dessen Blick viel zu oft in der Ferne hängt. Wirst du lernen zu schätzen was du hast – oder liegt deine Erfüllung wirklich in fernen Ländern? Deine Mutter hat mal gesagt, du solltest den Kopf aus den Wolken nehmen. Aber das kannst du nicht. Wie hoch wird der Preis für all deine Hoffnungen und Träume sein? Bist du wirklich bereit, ihn zu zahlen?
Gespielt von Cay
Dabei seit: 13.02.2025, 19:05
Zuletzt gesehen: 01.04.2025, 06:21

Reiterin
21 Jahre alt
Eiskaltes Wasser erreicht deine nackten Füße - doch du fühlst nichts; nur Leere, die dich erdrückt. Ein Stück von dir fehlt, wurde dir entrissen. Die Stimme deines Vater verblasst weiter mit jedem Tag, den du ohne ihn erlebst. Erinnerst dich nicht mehr an die Wärme seiner Umarmungen, immer weniger an sein Lächeln. Hast es zuletzt kaum noch zu schätzen gewusst, wenn er dich aus seinen großen Augen heraus angeschaut hat, wenn du aus der Schule kamst. Alles wollte er wissen. Wie dein Tag war, was du erlebt hast. Welche Lehrkräfte dir so richtig auf die Nerven gegangen sind; welche sinnlosen Lektionen du hast lernen müssen. Hast dich an den Esstisch gesetzt, mit den Schultern gezuckt, wolltest deine Ruhe haben - schnell hinunter schlingen, was deine Mutter dir vorsetzte, dann aufstehen, geradezu fliehen von Zuhause, hin zu deinem Freund. Hast dich zu alt und cool gefühlt, um dich von ihm aufhalten zu lassen, irgendwann mal, wenn du Zeit hast, kannst du’s ihm erzählen.
Irgendwann mal ist jetzt. Du hast Zeit; nichts anderes zu tun, als sinnlos an den Horizont zu starren und die Wellen zu zählen, die das Smaragdmeer schlägt. Nichts anderes zu tun, weil du gefallen bist, tief, hinein in das Loch, das er mit seinem plötzlichen Tod hinterließ. Zerdenkst all’ die Worte, all’ die Geschichten, die du ihm hättest erzählen können, erinnerst dich an jedes einzelne genervte Augenrollen, das du ihm stattdessen geschenkt hast.


Du hast dich verändert, lächelst deutlich weniger, bist nicht mehr der blonde, süße Engel - gibt Tage, an denen steht das Eis in deinen Augen der Kälte des Meeres um nichts nach. Hast deinen Freundeskreis dezimiert, bist kaum noch greifbar - hast dich neu ausgerichtet. Die Frage muss ich mir Sorgen um dich machen? hast du nicht nur einmal gehört, von unterschiedlichen Personen, antwortest immer das Gleiche: ”Nein, warum?” - ist eben dein neues Ich; die neue Cascade - Dinge und Menschen verändern sich, und deine neu gefundene Waghalsigkeit, dein Wankelmut, sie sind nichts als eine logischer Konsequenz dessen, was das Leben dir entgegen geworfen hat. Bist immer noch die Alte unter der mühsam erbauten Panzerung - irgendwo verbirgt es sich noch, das Mädchen mit dem offenen Lächeln, das mit den spontanen Einfällen und dem liebevollen Klang in der Stimme. Niemand muss sich Sorgen um dich machen. Eher im Gegenteil. Bist dir des Weges deines Lebens so sicher wie nie. Hast dir ein Ziel gesetzt, musstest es tun, um dich weniger verloren zu fühlen.

Du hast das erste Jahr am Basgiath War College überlebt. Läufst selbstbewusst durch die Gänge und Hallen, reckst das Kinn und trotzt all’ den Statistiken, die gegen dich sprechen. Hast die Flügel eines mächtigen grünen Drachen im Rücken und nicht nur das Vertrauen deines Freundes, sondern einer ganzen Staffel. Hast hier Mut und Zusammenhalt gelernt, deine Persönlichkeit gefestigt. Hast dich nie in den Reihen der Reiterinnen gesehen; nie hoch oben in den Lüften, mit Flugleder und -brille. Heute fühlt sich alles richtig an, gut, alternativlos. Machst dich stolz, bist wieder fähig, mehr zu fühlen als das elende Nichts - endlich, nach all’ den Jahren.
Gespielt von Jule
Dabei seit: 12.02.2025, 12:01
Zuletzt gesehen: Gestern, 19:31

Reiter
79 Jahre alt
Geboren als Sohn eines einfachen Hausmädchens und eines Schusters, liegt die Kindheit Oberyns schon viele Jahrzehnte zurück und ist dennoch positiver Natur. Die Zeiten damals waren anders, einfacher im vielerlei Dingen, denn die Auswahl an Möglichkeiten waren begrenzt. Vor allem für Menschen mit einem Hintergrund, wie der Pensionär ihn hatte und sich eher zum einfachen Volk zählen durfte. Dinge zu erreichen bedeutete für Oberyn gleichzeitig, sie sich zu erarbeiten und oftmals eine eiserne Disziplin an den Tag zu legen, um überhaupt eine Chance auf einen unkonventionellen Lebensweg zu haben. Damals wie heute mussten junge Menschen ihre Wehrpflicht in einem der vier Quadranten ableisten, viele seiner Bekannte und Freunde wählten dabei die Infanterie, gehörten Lesen und Schreiben doch weniger zu der erhaltenen Erziehung und wurden für das befolgen einfacher Befehle nicht benötigt. Oberyn selbst hatte Glück, durch eine enge Freundschaft mit dem Sohn des örtlichen Buchhändlers und dessen Affinität für Wissen und Kultur lernte auch er diese „höheren“ Fähigkeiten und entschied sich an seinem Einberufungstag für den Reiterquadranten. Es fühlte sich richtig an, gut sogar und im Gegensatz zu seinem Kindheitsfreund, der Oberyns Vorliebe für schuppige Ungeheuer durch die Vielzahl an gelesenen Geschichten teilte, schaffte er es sogar über das Viadukt. Den markerschütternden Schrei, dass letzte Lebenszeichen eben jenes Freundes, wird der ehemalige Colonel wohl niemals ganz vergessen. Seine Wehrpflicht absolvierte Oberyn beinahe makellos, trug die üblichen Blessuren wie einen schiefen Nasenrücken durch das unzählige Brechen davon und wurde nach seinem Abschluss postwendend an einen der entlegensten Außenposten versetzt, über den ganz Navarre verfügte: Hallasen. Hier lernte er nicht nur wie wichtig das Prinzip des „Geben und Nehmen“ ist, vor allem dann wenn Konsümgüter entweder stark limitiert oder schlichtweg nicht vorhanden sind, sondern auch seine spätere Ehefrau kennen. Als Mitglied einer kleinen flüchtigen Gruppe aus Poromiel, die ihr Glück in Navarre probieren wollten, ließ er sie bei seiner Patrouille passieren, zeigte mehr Menschlichkeit in seinem kleinen Finger als andere Leutnants in ihren ganzen Leben und wurde von Amari mit einer wirklich langen und zumeist auch glücklichen Verbindung gesegnet. Ethelda war alles für Oberyn, von Freundin über Geliebte aber auch Unterstützung, Heimat und Kritikerin. Ob er es im Militär soweit gebracht hätte, wenn sie nicht an seiner Seite gewesen wäre, wagt der pensionierte Colonel zu bezweifeln und das Wissen darum, dass sie des Öfteren für eben jene Karriere zurückstecken musste, schmerzt den Pensionär heute mehr denn je. Auch trauert er über die verpassten Chancen mit seinem Sohn, den ein früher Tod ereilte und dessen letzte Worte im Streit getätigt wurden. Vielleicht liegt darin auch der unbedingte Wunsch Oberyns begründet, seine Enkeltochter näher kennen zu lernen, zu der er bisweilen lediglich sporadischen Briefkontakt hatte. Die Gründe dafür, seinem alten Leben in Navarre den Rücken zu kehren wogen schwer und so packte Oberyn die Gelegenheit, mit seiner verbleibenden Lebenszeit etwas sinnvolles anzufangen, beim Schopfe und machte sich auf den Weg in die Ödlande, um nicht nur der Heimat all seiner Lieben etwas zurückzugeben, sondern auch eine Chance auf das ihm als Reiter vorbestimmte Ende zu erhalten. Das dieses Unterfangen bereits in den Grenzgebieten hätte scheitern können, war ein kalkuliertes Risiko, dass der Pensionär nur zu gern auf sich nahm. Hätte man ihn frühzeitig gestellt, hätte er schlicht behauptet, dass er die Orietierung verloren- und auf die Instinkte seines Drachen vertraut habe, der die Führung dieses Fluges übernahm. Ob er damit ungeschoren davon gekommen wäre, konnte Oberyn nicht beurteilen, hätte es jedoch auf einen Versuch ankommen lassen. Glücklicherweise musste er sich aber keine Sorgen um die Passierung der Grenze zu Poromiel machen, passte er doch einen Gewitterzug ab, innerhalb dessen Wolken er nicht nur gut getarnt über die Grenze gelangte, sondern es seiner Siegelkraft sei Dank auch in einem annehmbaren Zeitfenster schaffte. Der weitere Weg in die Ödlande wiederum war schwieriger zu bewältigen, musste er sich nicht nur einer Verifizierung seiner Absichten durch das poromische Militär unterziehen, sondern auch seine Enkeltochter als seine Fürsprecherin miteinbeziehen. Als Fliegerin ist das Wort Icarus' durchaus etwas wert und solange sie an seiner Seite bleibt, werden sowohl Oberyn als auch sein Drache zumindest gedulded. Er ist Willens, dass in ihn gesetzte Vertrauen seiner Enkeltochter zurückzuzahlen und auch, ihr möglichst viel von seinem Wissen mit auf den Teil der Reise zu geben, den sie irgendwann zwangsläufig ohne ihn würde bestreiten müssen.
Gespielt von Lotte
Dabei seit: 08.02.2025, 19:22
Zuletzt gesehen: 01.04.2025, 06:40

Reiterin
22 Jahre alt
Unfall ist ein hartes Wort und doch warst du genau das. Ein ungeplantes Ergebnis einer Affäre, die niemals hätte stattfinden dürfen. Wenn du jemand anderes wärst, würde dich diese Tatsache vermutlich belasten. Und wenn du in einer anderen Familie geboren worden wärst, hätten die Auswirkungen dein Leben zur Hölle machen können. Doch du hattest Glück. Wurdest mit deiner Geburt Teil eines Clans, dem Blut wichtiger ist als alles andere. Der Name Soleil hat dir ein Zuhause gegeben – und eine Bestimmung. Du wurdest in den Familienzweig der Reiter:innen geboren und damit stand fest, worauf du vorbereitet wirst, wofür du trainieren wirst, bis der Tag kommt, an dem du das Viadukt überquerst. Ein anderer Quadrant als der der Reiter:innen war keine Option, denn du wolltest deiner Familie beweisen, dass du ein wahrer Soleil bist. Scheitern war ausgeschlossen, ein Begriff, den du aus deinem Wortschatz gestrichen hast. Und als du den ersten Schritt über das Viadukt gingst, warst du vorbereitet. Du wusstest, was dich erwarten würde, hattest jeden Schritt durchgeplant. Vielleicht warst du manchmal am auch etwas zu verbissen. Hattest dir alles so genau überlegt, dass Änderungen dir Schwierigkeiten bereiten. Der Plan in deinem Kopf muss funktionieren. Du bist diszipliniert, ehrgeizig. Bist jeden Tag bei Sonnenaufgang auf den Beinen, um zu trainieren. Alles, um besser zu werden, schneller, stärker. Die goldene Sonne mit geschwungenen Strahlen auf weißem Grund trägst du mit Stolz, doch würdest du dich niemals auf dem Namen, der dir in die Wiege gelegt wurde, ausruhen. Deine Bestimmung ist es, ein angesehenes Mitglied des navarrianischen Militärs zu werden und dafür arbeitest du hart. Hast schon die ersten Stufen auf deinem langen Weg hinter dich gebracht, als du in deinem Junior-Jahr zur Staffelführerin ernannt wurdest. Ein Abzeichen, das du gerne auf deiner Brust trägst. Dein Ziel ist es, die einzigartigen Stärken deiner Staffelmitglieder zu erkennen und zu fördern, vielleicht sogar eine Art Vorbild für sie zu sein (auch wenn du das beim besten Willen nicht immer schaffst). Hilfst ihnen, wo du kannst, damit ihr gemeinsam euren Weg gehen könnt. Den Weg zu eurem Ziel, auf dem Rücken eurer Drachen.
Gespielt von Ely
Dabei seit: 07.02.2025, 14:36
Zuletzt gesehen: 01.04.2025, 15:57

Reiterin
20 Jahre alt
Du lernst früh, wie die Welt dort draußen tickt, wie sie ächzt unter dem Gewicht des Krieges, wie ihr Boden durch das Blut all jener Lebewesen fault, die am Ende des Tages doch alle für dasselbe Ziel kämpfen: Das Richtige zu tun. Zu überleben. Du siehst, was die Kraft und Magie der Drachen anrichten kann und begreifst, dass jener Plan selten eine Aussicht auf Erfolg hat, wenn Feuer die Haut von den Knochen frisst, das Skelett zu Asche zerfällt, Klauen zerfetzen, Reißzähne sich um Hälse schließen und es im nächsten Augenblick hässlich und durchdringend knackt – und verlierst bei all dem, was sich vor deinen jungen Kinderaugen abspielt, schneller deinen Verstand, als er sich überhaupt vollständig entwickeln kann.

Deine Eltern sind der Meinung, dass es wichtig ist zu sehen, in welcher Welt du aufwächst. Dass es ein Privileg ist zu leben, doch der Tod einen feuchten Dreck auf diese Gunst gibt und sich nimmt, was er begehrt. Täglich, stündlich, minütlich, sekündlich. Einen Anker in der Welt, die vom Tod so sehr gezeichnet ist, dass du nur darauf wartest, wann sie endlich implodiert, findest du in deinen Geschwistern. Denn sie verstehen, warum die Nächte nicht mehr dir gehören, warum du täglich mit den Schatten in deinem Inneren kämpfst, stumm aber schneidend scharf. In ihre Haut hat sich derselbe süßliche Verwesungsgeruch gefressen, wie er auch an dir als unsichtbarer, giftiger Nebel haftet.
Doch sie werden dir genommen. Du siehst dabei zu, wie sie ausgebildet werden, um deinen Eltern an die Front zu folgen, wie sie bluten, sich Knochen brechen, wie sie so sehr an die Grenzen ihrer Kräfte getrieben werden, dass sie dem Wahnsinn begegnen, immer und immer wieder, während du… oh, für dich stehen völlig andere Pläne geschrieben. Denn dem Tod muss getrotzt werden, bevor er Familien ausrottet und Blutlinien tilgt. Das wird deine Aufgabe sein. Du, Zaria Swansea, durftest seit Kindertagen sehen, wie sich Drachen in die Lüfte schwingen und mit ihren Reitern in den Krieg ziehen, doch dein Weg wird der einer liebenden Ehefrau sein, einer Mutter, die ihren Familiennamen weitergibt, sodass er noch lange bestehen bleibt, wenn deine Eltern und Geschwister schon längst nichts weiter als zusätzliche Ascheflocken auf verkohltem Boden sein werden.

Du wehrst dich gegen dieses, von deinen Eltern vorgeschriebene, Schicksal, zerreißt die hübschen Kleider, in die man dich steckt, du schreist, du rebellierst, du schlägst um dich und als nichts davon hilft verletzt du dich selbst, findest Trost in dem Schmerz, den du dir zufügst und den hübschen, roten Bluttropfen, die deine Haut entlanglaufen und sich in deiner Armbeuge sammeln. Wer will immerhin schon eine Frau mit Narben und Wunden?Und genau an diesem Punkt kommt dir der Gedanke, der dein Leben von nun an völlig ändern wird: Du trainierst heimlich. Deine Geschwister sind durch die Schläge deines Vaters, durch die blauen Flecken und die Übungsstäbe, die bereits etliche Male auf ihre Haut und Knochen niedergegangen sind nicht nur deutlich geschickter als du, sie übertreffen dich in einfach allem, das eine gute Kampfkunst ausmacht. Du fällst, du blutest, du kannst kaum atmen, als du dir die erste Rippe brichst und humpelst, als dir beim Verbessern deiner Beintechniken der Fuß wegknickt. Deinen Eltern gehst du aus dem Weg, was sich als nicht sonderlich kompliziertes Verfahren herausstellt, immerhin tauchen sie oft wochenlang nicht zuhause auf. Dein Blick, den man, hättest du eine andere Erziehung genossen, als tiefen, ruhigen Ozean hätte bezeichnen können, wird zu gefrorenem Eis, deine Miene ausdruckslos, dein Verstand zwar scharf und vorsichtig doch durchzogen von dunklen Nebelschwaden der Manie, die nur darauf warten, wie glühende Messerklingen zuzustechen. Du bist nicht weniger als ein Wrack, eine weitere Gabe an den Krieg, doch du lebst. Die Frage ist nur… inwiefern?

Deine Ausbildung zur Reiterin ist vielmehr eine Flucht, als eine bewusste Entscheidung. Sie ist deine persönliche Rebellion, ein Zeichen, dass du mit Sicherheit keine Kugel vor dir herschieben wirst, während deine Geschwister ihr Leben aufs Spiel setzen. Wenn sie fallen, dann fällst du mit ihnen – oder du stirbst bei dem Versuch, die Ausbildung am Basgiath War College zu überleben, um eine psychisch labile Soldatin, statt einer emotional instabilen Mutter zu werden. Was von deiner ohnehin nur noch begrenzten Menschlichkeit dir die nächsten drei Jahre noch zusätzlich nehmen wird... das vermögen nicht einmal die Sterne zu sagen. Aber wen interessiert schon das Urteil von bereits verglühten Hoffnungsträgern?
Gespielt von Mina
Dabei seit: 05.02.2025, 21:50
Zuletzt gesehen: Gestern, 11:13

Diplomatin
39 Jahre alt
Viele Jahre ihres Lebens war Asterin – damals noch unter dem Nachnamen Caelithis – nur die Nichte und später die Cousine des Herzogs von Elsum. Sie entstammte einer Nebenlinie, die gefühlt an Bedeutung verloren hatte. Insbesondere, nachdem sich ihre Mutter dazu entschloss, bürgerlich zu heiraten. Nicht ungewöhnlich für ihre Familie, da die Provinz sehr klein war, jedoch definitiv weniger als das, womit sich Asterin jemals zufriedengeben würde. Sie machte ihre Ausbildung in Basgiath im Quadranten der Schriftgelehrten und übte sich später als Verwalterin und Diplomatin für den Hof der Familie Astorne. Die junge Frau hatte zwischenzeitlich auch überlegt deren Nachnamen anzunehmen, jedoch befunden, dass die Kombination aus Vorname und Nachname sie zu sehr stören würde. In den letzten Jahren eignete sie sich weitgreifende Sprachkenntnisse an und gab ihr Bestes, sich in allen erdenklichen gesellschaftlichen Talenten ausbilden zu lassen. Fakt war jedoch, dass ihr das, was sie hatte, nie genug war. Sie strebte nach mehr und ihr Ehrgeiz war so grenzenlos wie ihre Gier. Ein messerscharfer Verstand war ohne Macht nutzlos. Dass ausgerechnet sie zu einem Leben in der zweiten Reihe verdammt war, ging ihr nicht ein. Um sich herum sah sie, wie ihre Cousine Macht als Reiterin im Militär erlangte, während ihr Cousin zum Herzog wurde. Asterin jedoch ging leer aus. Immer wieder. Zumindest bis sie die Gelegenheit fand, den Herzog von Calldyr für sich zu gewinnen. Wren Vaelric war auf der Suche nach einer zweiten Ehefrau. Kinder hatte er bereits und Asterin verkaufte sich mit der Hilfe ihrer Familie als perfekte Kandidatin. Manche sind vermutlich immer noch nicht überzeugt davon, dass sie eine gute Idee gewesen war, doch sie hatte es sich zur Aufgabe gemacht, den Hof einzunehmen. Der Titel Herzogin steht ihr jedenfalls gut zu Gesicht und sie sonnt sich im Glanz der Krone. Dass die Beziehung zu ihrem Ehemann eher schwierig ist und sie seine Kinder nicht ausstehen kann, kehrt sie unauffällig unter den Tisch. Nach außen hin weiß sie jedenfalls wie sie sich zu geben hat. Charmant bringt sie ihre erworbenen Talente ein, gibt Ratschläge und pflanzt ihre Ideen und Ideale in den die Köpfe anderer. Ihr Machthunger ist immer noch nicht gestillt, doch nun sieht sie sich endlich in der Position nach den Sternen greifen zu können. So oder so hat sie jedes Glück verdient für die Rückschläge und Demut, die sie erfahren hatte müssen.
Gespielt von birdy
Dabei seit: 05.02.2025, 19:45
Zuletzt gesehen: 01.04.2025, 06:27


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based on "the empyrean"-series by Rebecca Yarros