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the empyrean
Heute würde sie nicht sterben – und wenn doch, dann wüsste sie in den letzten Minuten ihres Lebens, wie es sich anfühlte zu fliegen.
Zaria Swansea

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Fliegerin
23 Jahre alt
Du wurdest zum Accessoire geboren. Das hübsche Anhängsel irgendeines großen Mannes. Kein eigener Name, kein eigenes Erbe. Die Tochter eines Adligen, irgendwann dann die Frau eines anderen Adligen. Dein Weg war vorbestimmt und hätte dein Vater nicht so viel Scheiße gebaut, hättest du diesen Weg gehen müssen. Hätte er es nicht gewagt, deine Göttin einer Mutter wie eine Selbstverständlichkeit zu behandeln, wärst du genauso geendet wie sie. An der Seite eines Mannes, der dich nicht liebt. Doch er hat sie ein paar Mal zu oft betrogen, ihr Herz zu sehr gebrochen, als dass sie zugelassen hätte, dass es ihrer Tochter genauso ergehen wird. Also hat sie dich vorbereitet. Dafür gesorgt, dass du stärker wirst als sie, denn für sie war es keine Option, ihr Leben hinter sich zu lassen. Nach Außen hin bist du genau das, was dein Vater sich erhofft hat. Hübsch lächelnd, machst nie Probleme, wirkst immer lieb und zuvorkommend und als könntest du keine einzige Feder eines Greifs krümmen. Nur wenige Menschen wissen, wie du tatsächlich bist. Dass du nach Außen zuckersüß bist, es aber in dir vollkommen anders aussieht. Du bist eine Kämpferin. Agierst vorzugsweise aus dem Hinterhalt und dann, wenn es niemand erwartet. Kannst dich beherrschen, wenn es sein muss, aber wenn jemand die angreift, die du liebst, kommt deine innere Bestie zum Vorschein.
Vermutlich hat sich dein Vater nicht viel dabei gedacht, als du zur Cliffsbane aufgebrochen bist. Dachte du würdest in den Quintant der Chronik gehen, vielleicht den des Wegfindens. Du hättest gerne sein Gesicht gesehen, als du stattdessen von der Klippe gesprungen bist. Als du den Weg genommen hast, der dir die meiste Freiheit versprochen hat. Deine Mutter war die einzige, die lächeln musste, als sie davon gehört hat, dass ein Greif dich erwählt hat.. Du würdest nicht zurückkehren, das war ihr klar. Stattdessen hast du dir eine neue Familie gesucht und in Form deiner Staffel gefunden. Hast die Schwestern gefunden, die du nie hattest. Die dich so akzeptieren und so lieben, wie du bist. Mit Macken und Besonderheiten und allem, was dich zu Yvira Flòraidh macht.
Gespielt von Ely
Dabei seit: 30.03.2025, 20:24
Zuletzt gesehen: Vor 2 Stunden

Reiterin
20 Jahre alt
Bin vier, als ich beschließ‘, Drachenreiterin zu werden. Sag’s mit einer solchen Überzeugung, dass Dad mir mit einem warmen Lächeln über’s Haar streicht. Er sitzt auf meiner Bettkante, erzählt mir meine liebste Geschichte über die Heldentaten einer Drachenreiterin, schon zum achten Mal, weil ich einfach nicht genug davon bekommen kann. Mom ist nicht da, ist sie nie, also ist es Dad, der mir einen Kuss auf die Stirn gibt, mich zudeckt und allein zurücklässt. Ich träum‘ von der Heldin aus meiner Geschichte, wieder und wieder, aber dieses Mal hat sie mein Gesicht, meine Augen, meine Hände, die sich an den Drachenschuppen festkrallen, flieg‘ hoch oben zwischen den Wolken.

Bin sieben, als ich meinen ersten Dolch bekomm‘. Dad ist ein bisschen nervös, mahnt mich zur Vorsicht und kurz hab‘ ich Angst, er könnt‘ mir mein Geschenk wieder wegnehmen, aber das tut er nicht. Blick‘ ehrfürchtig auf den glänzenden Stahl, streich‘ mit meinen Fingern behutsam über den Griff und dann lächle‘ ich so breit wie ich kann. Nachtklinge nenn‘ ich ihn, den Namen hab‘ ich schon mal irgendwo gehört. Weiß, dass man eigentlich nur Schwertern einen richtigen Namen gibt, aber das hier ist ein besonderer Moment, einer von vielen, die ich nie vergessen werde und irgendwie ist der Dolch ja auch sowas wie mein erstes Schwert. Am Abend nimmt Dad mir ihn weg, schüttelt den Kopf über so viel Starrsinn, weil ich protestiere, mich doch auch nachts schützen muss, die Gefahr nicht schläft, aber das versteht er nicht und ich verlier‘.

Bin elf, als ich ihn das erste Mal seh‘. Weiß nicht, ob es wirklich das erste Mal ist, aber jetzt nehme ich ihn war, weil er so dicht hinter Mom steht und sie nicht aus den Augen lässt. Er ist groß, breit gebaut, jagt mir Angst ein, obwohl ich sie nicht haben bräuchte. Er ist mehr, das begreife ich irgendwie, kann’s nur noch nicht richtig fassen, bin zu jung, um es ganz zu verstehen. Ist eine Mischung aus Abneigung und Faszination, die ich spür‘, bin gespannt auf die Geschichten, die er mit Sicherheit zu erzählen hat und doch gefällt mir der Blick nicht, mit dem er Mom ansieht. Sind Jahre, die vergehen, bis ich es begreife und es gleichzeitig nicht will. Gibt viele Arten von Familien, erinnere mich an die Worte meiner Eltern, ihr behutsames Vortasten, Gespräche über Vertrauen und Respekt, Liebe und Wertschätzung, will nicht hören, was sie mir zu sagen haben, weil’s mir verdammt große Angst macht. Und dann frag‘ ich mich, ob er der Grund ist, denn es ist so viel einfacher, ihm die Schuld zu geben, als sie bei ihr zu suchen.

Bin dreizehn, als sie mich das erste Mal mit ihnen trainieren lässt. Hab‘ sie hier schon öfter besucht, aber jetzt, da ist alles anders. Das erste Training läuft miserable, lass‘ mich viel zu leicht ablenken, spür‘ ihre Augen auf mir und das macht mich nervös. Kann kaum zählen, wie oft mir der Dolch, den ich sonst so geschickt in den Händen balanciere, zu Boden fällt, stolper‘ über meine eigenen Füße und treff‘ bei der Frage, wann ich endlich ein echtes Schwert bekomme, nur auf breites Grinsen. Ist das Gefühl zu versagen, das an mir nagt, schwör‘ bei den Göttern, mich beim nächsten Mal besser anzustellen und halte mein Versprechen. Wenn sie nicht da ist, bin ich konzentrierter, mutiger, schnell und wendig, so von Ehrgeiz zerfressen, dass ich beinah darum bettle, richtig gegen mich zu kämpfen, obwohl das natürlich niemand tut. Ich folg‘ den Befehlen, die man mir gibt, ohne sie zu hinterfragen, räum‘ auf, putz‘ Klingen, mach‘ alles, damit ich hierbleiben darf, weil’s für mich kaum eine größere Faszination gibt, als das Leben an diesem Stützpunkt.

Bin fünfzehn, als die tyrrische Rebellion zerschlagen wird. Hab‘ Angst, weil Mom in der Schlacht von Aretia kämpft und vertrau‘ doch auf ihr Können. Ist pures Glück, das mich nach ihrem Sieg durchströmt, platz‘ fast vor Stolz, auf sie, auf unsere Reiter, Navarre, bin froh und erleichtert, die Rebellion ist endlich zerschlagen. Hör‘ die Gerüchte über die Hinrichtung der Anführer, über das geschlossene Friedensabkommen, dass das Leben ihrer Kinder sichert, ihnen das Brandmal beschert und zu Separatisten macht, kann aber nicht begreifen, was das in letzter Konsequenz bedeutet. Dad, Thalia und ich, wir feiern das Ende der Rebellion und als Mom endlich da ist, fall‘ ich ihr um den Hals. Kann an einer Hand abzählen, wie oft ich das schon gemacht hab‘, aber in diesem Moment tu ich’s, fühlt sich erstaunlich richtig an.

Bin zwanzig, als die Mauern von Basgiath vor mir aufragen. Dunkel und unheilverkündend, aber ich bin voller Vorfreude. Das ist es, was ich will, hier gehör‘ ich hin. Dad zieht mich fest in seine Arme und für einen Moment verlier‘ ich mich in der Umarmung, dann schiebe ich ihn lächelnd von mir, darf‘ mich jetzt nicht meinen Gefühlen hingeben. Blick‘ über die anderen Anwärter und ihre Familien, die gekommen sind, um sie zu verabschieden, such‘ in der Menge nach ihr, aber kann sie nicht entdecken. Thalia ist es, die meine Enttäuschung spürt, sie am besten versteht, mir die Möglichkeit gibt, mich nun auch in ihre Umarmung zu flüchten. Die Erkenntnis, dass ihr mein Einberufungstag nicht wichtig genug ist, um hier zu sein, schmeckt bitter in meinem Mund. Schließ‘ meine Hand fest um den Riemens des Rucksacks auf meinen Rücken. Er ist leicht, damit er mich auf dem Viadukt nicht behindert, alles, was von meinem alten Leben übrigbleibt. Reih‘ mich zwischen den anderen Anwärtern ein, ohne noch einmal zu Dad und Thalia zu sehen, aber nach ihr kann ich nicht aufhören zu suchen. Seufz jetzt doch, tief in mich hinein, wünschte, es wäre mir egal und red‘ mir ein, es wäre so. Das hier ist der Beginn meiner eigenen Geschichte.
Gespielt von Kathie
Dabei seit: 09.12.2024, 11:12
Zuletzt gesehen: 01.04.2025, 06:36

Reiterin
21 Jahre alt
Als zweites Kind und erste Tochter der wohlhabenden und einflussreichen Familie Quirrn standen Yrael - so wie ihrem Bruder - von Geburt an alle Möglichkeiten offen. Doch mit großem Reichtum kommt auch große Ignoranz, zumindest im Fall der Quirrns, weswegen es den Geschwistern zwar auf materieller Ebene an nichts fehlte, dafür umso mehr auf emotionaler. Liebevoll ist definitiv kein Wort, das ihre Eltern gut beschreibt. Zu Yraels Glück war da allerdings ihr ein Jahr älterer Bruder, mit dem sie große Teile ihrer Kindheit verbrachte. Die Zeit und das gemeinsame Aufwachsen knüpften ein festes Band zwischen die beiden, das sie bis heute verbindet.
Bereits als Kleinkind hatte sie einen starken Willen, war früh auf den Beinen und erkundete eigenständig die Welt. Auch heute noch stellt sich die junge Frau unbekannten Situationen mutig entgegen und schreckt vor Herausforderungen nicht zurück. Unerbittlich verfolgt sie ihre Ziele, besonders jenes, das sie vor Augen hat, seit diese das erste Mal einen Drachen erblickt haben: von einem dieser faszinierenden Wesen gebunden werden. Als es schließlich soweit war, konnte sie ihr Glück kaum fassen. Zwar hatte sie nie Zweifel daran gehabt, ihr Ziel zu erreichen, doch sie war nicht dumm und gab sich daher auch nicht der Illusion hin, nur durch genügend harter Arbeit alles zu bekommen, was sie wollte. Nicht zuletzt lag der wichtigste Teil, das Binden, gar nicht in ihrer Hand. Um ehrlich zu sein, hatte sie sich insgeheim einen etwas imposanteren Drachen gewünscht, als den kleinen grünen Giftzwerg, dennoch schloss sie Ren von der ersten Sekunde an ins Herz.
So umsichtig und geduldig, wie Yrael mit ihrer Drachin umgeht, so völlig anders behandelt sie Menschen. Diese sind vorwiegend bloß Mittel zum Zweck für sie. Wenn die junge Frau etwas möchte, kann sie herzallerliebst, richtig einnehmend sein. Dabei wägt sie genau ab, ob die Person zukünftig noch nützlich sein könnte oder nicht; bei letzterem hat die Reiterin kein Problem damit, die Scharade aufzugeben, sobald sie hat, was sie möchte. Zwar ist sie ausgesprochen loyal, tiefere zwischenmenschliche Beziehungen zu pflegen fällt ihr jedoch schwer. Wenn sie einem Staffelmitglied also bei irgendetwas hilft, dann garantiert nicht aus Nächstenliebe, sondern weil die Loyalität es von ihr verlangt. Auch sonst ist sie wohl keine allzu liebenswürdige Person mit ihrer großen Klappe, dem schrägen Humor, der nagenden Ungeduld und Vergesslichkeit (Höflichkeit, was ist das?) oder der Unfähigkeit klein beizugeben, auch wenn es für ihre Unversehrtheit klüger wäre. Nicht, dass Yrael nicht intelligent wäre, ganz im Gegenteil; sie hat durchaus einiges im Köpfchen. Doch zwischen etwas wissen und danach handeln liegen manchmal Welten, die sich nicht so leicht überwinden lassen. Letztendlich schlägt ihr Herz für das Fliegen mit ihrer Drachin, nicht das anstrengende Geplänkel auf dem Boden, das ihr manchmal den letzten Nerv raubt.
Gespielt von Mara
Dabei seit: 14.09.2024, 18:26
Zuletzt gesehen: Vor 11 Stunden


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based on "the empyrean"-series by Rebecca Yarros