reisende:r
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the empyrean
Es gibt Tage, an denen Thonlak sich brav in die Formation einreiht – und mehr Tage, an denen er es nicht macht und sich lauthals darüber beschwert, wie langweilig all das hier ist. Er ist ein Krieger, grummel grummel.
Romulus Vezrik

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Reiterin
20 Jahre alt
Ihr Leben hätte anders sein können. Das ist wohl der überwiegende Gedanke in Liora´s Kopf, als sie durch das große Fenster ihres Zimmers nach draußen blickte. Ihre Zeit war abgelaufen, die Gnadenfrist vorbei. Wie alle anderen würde sie ihre Reise am BWC beginnen. Doch anders wie die meisten, hatte sie keine Wahl mehr in welche Richtung diese Reise gehen würde. Als jüngste Tochter, war Lio stets behütet gewesen. Ihr großer Bruder Josh, hatte sie nie aus den Augen gelassen, war ihr Beschützer, Ihr Fels in der Brandung gewesen. Ihre beiden Eltern liebevoll, hatten ihr beigebracht welche Werte wichtig waren. Loyalität. Ehrlichkeit. Mut. Sie hatte ihr Leben geliebt, bis sich alles geändert hatte. Bis man ihre Eltern des Verrats, der Rebellion belangt hatte und hinrichten ließ. Nie würde sie den Blick ihrer Mutter vergessen, als man sie zwang dabei zuzusehen. Josh hatte ihre Hand so fest gehalten und im Gegensatz zu ihr, keine einzige Träne vergossen. Er war schon immer der starke gewesen. Als er vor einem Jahr an seine Reise begann, dachte Liora alles verloren zu haben. Selbst wenn ihre Stiefeltern, die Menschen die sie aufgenommen hatten liebevolle Menschen waren, die ihr beibrachten sich zu wehren, ihr den Umgang mit dem Bogen und Dolchen beibrachten, waren es nicht ihre Eltern. Waren sie nicht ihre Familie. Doch erst als der Brief vor einigen Wochen kam, wusste sie was es wirklich bedeutete sich alleine zu fühlen. Was es bedeutete alles zu verlieren. Ihr Bruder war gefallen. Josh war tot. Er hatte es nicht in das zweite Jahr geschafft. Sie würde ihn nicht wieder sehen. Würde ihn nie wieder sehen. Lio war sich sicher, dass dieser Schmerz, diese Last auf ihrem Herzen nie wieder verschwinden würde und tief in ihrem inneren hoffte sie, dass auch sie es nicht schaffen würde. Es war ihr Stiefvater, der sie aus diesem Loch geholt hatte. Er hatte sie nie aufgegeben, traute ihr mehr zu, als sie sich selbst. Er ließ nicht zu, dass sie aufgab. Und nun? Nun würde sie ihre eigene Reise beginnen. Würde ihr bestes geben um am Leben zu bleiben, um mächtig zu werden, um die Beschützen zu können die ihr noch geblieben waren. Sie würde nicht zulassen, dass sie auch nur noch eine geliebte Person verlieren würde.
Gespielt von Jessy
Dabei seit: 09.03.2025, 20:47
Zuletzt gesehen: Heute, 00:52

Flieger
26 Jahre alt
Dein blondes Haar liegt nur selten wirklich ordentlich auf deinem Kopf, Es ist zerzaust, wenn du morgens aufstehst und meist nur einmal mit der Hand durchfährst und es ist auch immer noch zerzaust, wenn dein Kopf irgendwann am Abend, oftmals erst in der Nacht, zurück zu deinem Kissen findet. Und es ist in all den Momenten dazwischen zerzaust, war es schon immer und wird es wahrscheinlich auch immer sein – mit dieser einen, kleinen Ausnahme. Man könnte meinen, der Kamm, der sich zwischen deinen Sachen findet, existiere nur für die Besuche, die du bei deinen Eltern machst. Man könnte meinen, einer von ihnen, wahrscheinlich deine Mutter, hätte gar keinen so großen Gefallen an diesem Durcheinander auf deinem Kopf, wie so manch andere vielleicht. Und man könnte damit durchaus richtig liegen. Du hast selbst heute noch ihre Stimme in den Ohren, die Worte, mit denen sie sich darüber beschwert hat, dass dein Haar immer so unordentlich wirke und deine Mundwinkel verziehen bei diesem Gedanken auch heute noch zu diesem Grinsen, das du ihr damals bei diesen Worten immer zugeworfen hast. Weißt genau, dass sie es nie so meinte, nicht wirklich negativ, sondern dass es ihr anders eben nur einmal lieber gewesen wäre. Und ihr beide wisst genau, dass es wirklich nur sie ist, für die du diesen Kamm zückst, kurz bevor du vor der Tür deiner Eltern stehst. Weil das Lächeln auf ihrem Gesicht dir mehr bedeutet als das haarige Chaos.

Du wirkst immer irgendwie wie ein Wildfang, wenn man dich nur ansieht. Mit diesem Zottelhaar und dem schelmischen Grinsen auf deinem Gesicht. Mit dem verräterischen Blitzen in deinen Augen und dieser Ausstrahlung, die andere problemlos annehmen lässt, dass du etwas ausheckst, wenn du einfach nur einen Moment lang ruhig bist, nachdenkst. Du wirkst du – und irgendwie warst du es auch schon immer. Während deiner Kindheit noch viel mehr als heute, da hast du deine Grenzen ausgetestet, hast gewusst, dass es davon unterschiedliche Sorten gab. Die deiner Eltern, die des Königreichs und ganz viele dazwischen. Du hast deine Freunde davon überzeugt, mit dir zu gehen, hast ihnen die Flausen eingepflanzt, die du in deinem Kopf entwickelt hast und doch war das schlimmste, das ihr damals getan habt, ein kleiner Ausritt auf den Kühen der Nachbarn. Ohne zu fragen, ohne eine Erlaubnis, aber auch ohne Verletzungen. Sogar die Tiere kamen danach sicher zurück in ihren Stall. Heute würdest du so etwas nicht mehr tun. Brauchst keine Kuh, wenn du einen Greifen hast, brauchst keinen täglichen Unfug, keine immer größeren Herausforderungen, einfach weil du's könntest. Du wägst Risiken heute besser ab, denkst oft genug daran, dass die Zellen in deinem Kopf nicht nur zum Ausdecken irgendwelchen Unsinns existieren und dass du sie durchaus auch einmal aktivieren solltest, bevor du einem Bauchgefühl nachgibst.

Warst es schon immer, der die anderen zu irgendwelchen Dingen anstiften konnte, doch warst es auch genauso immer wieder du, der am Ende dafür gerade stand. Sogar allein dafür gerade gestanden hätte, wenn der Rest es zugelassen hätte. Es liegt nicht in deiner Natur, andere die Scheiße graben zu lassen, in die du sie geritten hast. Ist etwas, das dir schon deine Eltern vorgelebt haben und etwas, das dir selbst dadurch schon früh beigebracht wurde. Du weißt genau, wann du einen Fehler gemacht hast oder wann du zu weit gegangen bist. Weißt, dass nicht jeder die Dinge immer genauso sieht, wie du es tust und dass etwas, das in deinem Kopf wie eine lustige Idee klang, einem anderen aber genauso gut vor den Kopf stoßen könnte. Denn auch, wenn du oftmals vielleicht wirkst wie jemand, der mit nicht allzu vielen Gedanken über seine Umwelt durch's Leben kommt, so bist du doch genau das. Deine Mitmenschen sind dir wichtig, würdest für die wichtigsten von ihnen durchs Feuer geben oder erneut von Klippen springen – und gleichzeitig auch dein Leben in ihre Hände legen.
Gespielt von Jea
Dabei seit: 09.03.2025, 14:43
Zuletzt gesehen: 01.04.2025, 15:02

Flieger
47 Jahre alt
Ascian Altaire - ein Name ausreichend, um einen ganzen Campus erzittern zu lassen. Eher gefürchtet als geliebt ist der ehemalige Major bei den Kadett:innen der Cliffsbane Akademie, der aufgrund eines Unfalls im Einsatz auf hoher See ein rasches Karriereende fand. Eine bittere Pille, an der Ascian noch heute zu knabbern hat, war er doch einer der vielversprechensten Kandidaten seines Schwadrons und des gesamten poromischen Militärs. Eingbracht hat ihm seine Leidenschaft zwar diverse militärische Auszeichnungen aber auch einen erzwungenen Ruhestand, den er an einen Gehstock gefesselt als Professor für Seeschutz fristet. Seine Lehrmethoden ist bestensfalls unkonventionell und in mancher Hinsicht sogar zweifelhaft, doch es geht ihm auch nicht darum, möglichst viele Kadett:innen durch die Ausbildung zu bringen, sondern sie auf die Realität vorzubereiten. Eine Realität die sich nach Ansicht des Fliegers nur bedingt mit den vorgeschriebenen Inhalten des Lehrplans der Akademie deckt. Wer in seinem Kurs bestehen will, muss sich also zwangsläufig damit arrangieren, nicht nur erniedrigt und in die Schranken gewiesen zu werden, sondern auch 'Mehr' zu leisten und über die eigenen Grenzen hinauszugehen um erfolgreich zu sein. Bei Ascian weiß man stets woran man ist, nicht nur beschreiben seine Kolleg:innen ihn als eher impulsiven Menschen sondern auch als ehrliche Haut. Ungefiltert gibt der Mitvierziger seine Meinung wieder, lässt aber keinerlei Zweifel daran offen, dass er für den Dienst auf See lebt. Mit Salz im Blut wurde er als Sohn eines Seemannes und einer Barfrau geboren, kennt die Gezeiten besser als seine Westentasche und verfügt über ein strategisches Vorstellungsvermögen, dass seinesgleichen sucht. Dieses Potential schöpft der gebürtige Carraner jedoch nie vollumfänglich aus, sah er doch spätestens seit seiner Zwangsversetzung keinen richtigen Sinn mehr darin, aus den Vollen zu schöpfen wenn der Dank dafür ein Dolchstoß in den Rücken ist. Denn genau so fühlt es sich für den ehemaligen Major an, was nicht nur zu einer ordentlichen Portion Wut im Bauch und ein beinahe ausgereiztes Frustlevel führt, sondern auch dazu, dass er deutlich abgestumpfter und härter wurde als noch zu seiner aktiven Militärzeit. Große Empathie kann man von Ascian nicht erwarten, dafür aber jede Menge Hinweise zu Angelegenheiten, die man falsch angeht. Ascian ist sich nicht zu schade dafür, seine Gabe zu Nutzen um seinen Willen durchzusetzen und ist sich in erster Linie selbst verpflichtet. Sich und seiner kleinen Tochter Daisy, die seit kurzem nicht nur das Leben des Professors auf den Kopf stellt und Zweifel hervorruft, wo zuvor Jahrzehnte keine gewesen sind aber zeitgleich auch dafür sorgt, dass Ascian wachsen kann. Denn Vater zu werden, stand nicht (mehr) auf dem Lebensplan des ehemaligen Majors, der zwar eine gewisse Vorliebe für Herausforderungen besitzt aber mit Daisy schon deutlich öfter an seine eigenen Grenzen kommt und dadurch stetig seine Eignung hinterfragt. Ein Gefühl, dass er seit dem Wegfall seiner Karriere nicht mehr verspürte und das gleichermaßen zehrend wie fordernd ist. Dennoch bereut Ascian seine Entscheidung für die Familie nicht und arbeitet unbewusst im Stillen daran, das Beste für sein kleines Mädchen zu erschaffen.
Gespielt von Lotte
Dabei seit: 08.03.2025, 08:42
Zuletzt gesehen: 01.04.2025, 06:38

Fliegerin
27 Jahre alt
Jemanden als Träumerin zu bezeichnen, wird gerne als eine Beleidigung gesehen. Immerhin belächelt man damit oftmals die Ideale, die jemand vertritt. Die Utopie hinter den gehegten Wünschen wird hervorgehoben, doch Träume sind so viel mehr. Träume stellen die Hoffnung auf eine bessere Welt dar. Träume verbergen die tiefsten Geheimnisse. Träume prägen jemanden auf ihre ganz eigene Art und Weise. Icarus ist eine Träumerin und schämt sich nicht dafür. Aufgewachsen in einer kleinen Hütte in Payee lebte sie etwas abgeschieden von Gleichaltrigen. Der Krieg mit Navarre gepaart mit den Sorgen, die die voranschreitende Eroberung durch die Veneni an der anderen Grenze mit sich brachte, saß ihr von früher Kindheit an im Nacken. Hervorgehoben wurde dies nochmal durch ihren Vater. Zwischen dem Reiter, der unter dem navarrianischen Militär diente und Frau aus Poromiel hatte sich eine Liebesgeschichte entwickelt, die ihres gleichen suchte. Dass sie sich auf verschiedenen Seiten in diesem Krieg befanden und er nicht desertieren konnte, belastete die Beziehung ihrer Eltern zweifelsohne. Selbst, wenn beide bemüht waren Icarus dies nicht zu zeigen. Ihren Vater traf sie vor allem in ihren eigenen Träumen. Mit seiner Siegelkraft – dem Traumwandeln – konnte er sie immer wieder besuchen, mit ihr einschneidende Erlebnisse ihrer Kindheit miterleben ohne, dass er die Grenze zwischen Poromiel und Navarre wirklich überschritt. Irgendwann jedoch kam er nicht mehr und ihre Mutter und sie erhielten schließlich einen Brief mit der Mitteilung, dass Captain Madrigal in der Schlacht gefallen war. Icarus‘ Mutter zog mit ihr ohne große Umschweife an die Südküste. Ihre Mutter lebt in einer winzigen Wohnung in Malkam. Für Icarus stand immer schon fest, dass sie in ihrem Leben etwas bewirken wollte. Zuzusehen wie andere litten, kam für sie nicht in Frage. In Erinnerung an Träume, in denen sie mit ihrem Vater gemeinsam auf dem Rücken von dessen Drachen geflogen war, stand ihr weiterer Weg fest. Sie wollte eine Fliegerin werden. Als sie mit den anderen Anwärterin den höchsten Vorsprung der Cliffsbane Akademie erklomm, war ihr Rans Gefieder bereits ins Auge gestochen. Es erinnerte sie an die Schuppen des Drachens ihres Vaters und zeitgleich war es neu und anders. Dass sie schaffte auf seinem Rücken zu landen und von ihm erwählt wurde, würde sie wohl rückblickend als einen der schönsten Momente ihres Lebens bezeichnen. Das Band zu ihrem Greifen ist sehr innig. Sie verfolgen sehr ähnliche Ziele und Ideale. Nach ihrem Abschluss begann Icarus wie andere Soldaten auch im Militär zu dienen. Dass sie über ihre Gabe ausgerechnet ihren Großvater aufspüren würde, hatte sie nicht erwartet. Die Vergangenheit holt sie beide ein. Durch ihre Begegnung beeinflusst meldete sich Icarus freiwillig für den Dienst in der Schattengarde. Einerseits gibt es reichlich Familiengeschichte aufzuarbeiten. Andererseits rücken die Veneni aus dem Ödland immer weiter vor und sie hat das Gefühl, ihr läuft die Zeit davon.
Gespielt von birdy
Dabei seit: 04.03.2025, 21:21
Zuletzt gesehen: Vor 3 Stunden

Infanterie
43 Jahre alt
Wenn du jemandem deinen Nachnamen sagst, wirst du oft gefragt, was du hier tust. Aber das bist du schon gewöhnt. Du bist eben nicht dem traditionellen Weg deiner Familie gefolgt. Bist nicht Schriftgelehrter geworden. Deine Stauballergie dankt. Nicht, dass das Stroh im Pferdestall besser wäre, aber du bist kein Fan von Büchern und Schriftrollen. Also jedenfalls nicht in dem Ausmaß wie man es halt in den Archiven vorfindet. Du bist eher ein Mann der Tat. Jemand, der sich körperlich betätigen will und muss, weil du sonst unruhig und ‚dumm‘ wirst. Also dumm im Sinne von Flachwitzen und weirden Handlungen. Dann wirst du kindisch. Nicht jeder kommt damit klar, aber hier ist man wenigstens nicht so stocksteif wie im Archiv. Du weißt, dass du deine Eltern sehr enttäuscht hast. Immerhin wärst du der Erbe gewesen. Aber auch darauf hattest du keine Lust. Zu viel Verantwortung. Du bist froh, wenn du so wenig Verantwortung für andere hast, wie möglich. Politik ist auch nicht deins. Und verheiratet sein? Mit einer Frau? Dein Albtraum. Du stehst nicht auf Frauen und Kinder willst du auch keine. Aber das ist auch ein Grund, warum du deiner Familie entflohen bist – denn das wissen sie nicht. Du hast es gut genug vor ihnen verborgen bis du endlich weit genug weg warst. Hier kannst du damit etwas offener umgehen. Heißt, du hältst es nicht mehr so sehr zurück. Nicht dass du es jedem unter die Nase reiben würdest – aber du zeigst auch deutlich wenn du interessiert bist. Manch einer würde das als mutig bezeichnen. Ob du wirklich mutig bist? Vielleicht genug um ein guter Infanterist zu sein. Um wertvoll für die Truppe zu sein. Das willst du, danach suchst du – ein Teil von etwas größerem zu sein. Wichtig genug zu sein. Ist irgendwie traurig, dass du von deiner Familie, die dich ganz genau im Auge behalten wollte, an einen Ort geflohen bist, wo du nur ein Teil des Ganzen bist. Aber diese Art zu leben ist halt das was du liebst. Und vielleicht wird deine Familie das auch irgendwann verstehen – wenn du dich traust, dich bei ihnen zu melden...
Gespielt von Cay
Dabei seit: 02.03.2025, 17:47
Zuletzt gesehen: 01.04.2025, 06:22

Heilerin
21 Jahre alt
Stets gab es nur zwei Reaktionen auf den Namen der jungen Kadettin aus dem Heilerquadranten. Je nachdem aus welcher Region Navarres, insbesondere Morraines, man kam und je nachdem wie gut man sich mit der dort ansässigen Herzogsfamilie auskennt: Entweder wusste man sofort, wen man vor sich hatte - oder starrte sie nur ahnungslos an. Als Jüngste von viel zu vielen Kindern ist Lainey Junibelle Harlow - so ihr voller Name, den sie bewusst nur selten zur Vorstellung ihrerseits nutzt und sich lieber schlicht Lainey nennt - irgendwo auf dem aktuell letzten Platz der Thronfolge ihrer Provinz und gibt herzlich wenig auf den Titel, den ihre Familie seit Generationen innehält und eher früher als später an ihre älteste Schwester übergehen wird statt irgendwann in sehr ferner Zukunft (wenn überhaupt jemals) an sie. Sie ist nur ein junges Ding - wissbegierig und neugierig auf die Welt mit wenig Interesse daran, das absolut perfekte Vorzeigekind zu sein und den vorgezeichneten Weg zu gehen, den ihre Eltern ihr auferlegt haben.
Nein, sie verfolgt ihr eigenes Ding, ohne dabei explizit die Regeln zu brechen, sie die zwischen staubige Bücher und langweilige historische Aufzeichnungen geführt hätte. Viel lieber lebt sie im hier und jetzt, kümmert sie sich um alles, was lebendig ist und hat sich, entgegen des ausdrücklichen Wunsches ihrer Familie, für den Weg als Heilerin entschieden. Inzwischen im 2. Jahr in Basgiath kann sie auch endlich zeigen, dass mehr in ihr steckt, als ihr bloßer Name vermuten lässt. Sie setzt sich gern für das Gute ein, hilft jedem, wo sie nur kann und denkt gar nicht daran, dass nach ihrer Ausbildung eine Heirat auf sie warten soll, damit sie die Tradition fortsetzen und irgendeinen Herzogsspross ehelichen kann, um ihm Kinder zu schenken.
Sie glaubt an den freien Willen und die große Liebe, die sie nicht von ihren Eltern arrangiert finden möchte, sondern wahrhaftig erleben, sofern das irgendwann in ihr Leben passt. Aber bis dahin will sie sich voll und ganz auf das konzentrieren, was sie vor sich hat: Viel lernen und den Kadett:innen aus dem Reiterquadranten den Arsch - oder gar das Leben - retten, wenn man sie denn bereits lässt. Dass man sie genauso gut nach der Ausbildung an einen Außenposten versetzen könnte, ignoriert sie dabei ebenfalls gekonnt. Selbst das wäre ihrer Meinung nach noch etwas besser, als sich den Hintern in schönen Kleidern platt zu sitzen und nur als Dekoration zu enden, so, wie ihre Eltern es am liebsten hätte. Hübsch und still, ohne eigene Funktion.
Gespielt von Ree
Dabei seit: 01.03.2025, 22:11
Zuletzt gesehen: 01.04.2025, 17:05

Infanterie
21 Jahre alt
Zielsicher ist der Griff, mit dem du dir durch das hellblonde Haar fährst; nach seinen Strähnen greifst - und sie in pedantischer Genauigkeit zu einem Zopf flechtest. Ist früh, viel zu früh, doch du bist wach; du bist da, trägst das Abzeichen der Staffelführerin mit Stolz an deiner dunkelblauen Uniform. Du musst keinen Drachen reiten, um zu wissen, wer du bist; was du willst vom Leben. Du fühlst dich so angekommen wie selten im Leben, hier in Basgiath, hier im Junior-Jahr, nach den harten Prüfungen, die deine Ausbildung bisher für dich und deine Kamerad:innen bereit hielt. Beweist jeden Tag, dass Lady und Infanteristin keine Gegenteile sind, sondern so gut miteinander vereinbar, dass es fast aussieht wie ein Kinderspiel, wenn du beides bist. Hast dir dein Haar nicht abrasiert, läufst in deiner Freiheit weiter auf Schuhen mit Absätzen, die töten könnten, wenn’s Hart auf Hart kommt. Kannst deine Nägel im Kampf nutzen und murrst trotzdem nur selten, wenn einer von ihnen abbricht. Weinst nur, wenn’s sein muss, und dann höchstens hinter den verschlossenen Türen einer Toilettenkabine. Weil Schwach sein anders aussieht; nicht wie du; nicht wie eine Aldridge-Tochter.
Du machst Eindruck. Sehr viel mehr und gewaltvoller, als deine Körpergröße es anmuten ließe. Sie ist deine größte Schwäche und Stärke zugleich - bist nur Dank deines Namen überhaupt in den Quadranten der Infanterie gekommen, unter belustigtem Grinsen und schnalzender Zunge. Fällst heute trotz des offensichtlichen Nachteils durch keine Prüfung, widersetzt dich der Logik, du könntest weniger, nichts reißen - und trägst das Abzeichen der Staffelführerin mit so viel Stolz an deiner Uniform, dass deine Erscheinung unübersehbar hell durch den Quadranten strahlt. Würde andere stolz machen, den Zweifeln zu trotzdem, doch du hasst es, das Obwohl und Trotzdem, den überraschten, dann anerkennenden Blick auf deinen Rang. Wärst lieber nur talentiert anstatt talentiert, trotz - kennst keinen anderen, der reduziert wird wie du, und dich macht’s nicht stolz, gut zu sein, für dich fühlt‘s sich ungemütlich an, als würd‘ der Schuh nicht richtig sitzen. Als könnte, dürfte er das nicht.
Gespielt von Jule
Dabei seit: 24.02.2025, 13:36
Zuletzt gesehen: 01.04.2025, 06:39

Reiterin
21 Jahre alt
Call... nein... Caly? Es war ein bisschen fies von euren Eltern, euch so ähnliche Namen zu geben. Calypso und Callista, Caly und Calli. Aber zu ihrem Glück habt ihr ihren Humor geerbt und genießt es, wenn man euch verwechselt. Ihr seid eine Plage, haben schon eure Nachbarn damals in Tyrrendor gesagt. Als würde es nicht reichen, dass eure Namen sich so ähneln und ihr beinahe gleich ausseht, wechselt ihr auch noch andauernd eure Haarfarben. Wie soll man da noch durchblicken? Ganz einfach, findest du und spielst mit einer Strähne deiner zuckerwattefarbenen Mähne. Calypso klingt wie Chaos und du bist die Personifikation davon. Bist aufbrausend, impulsiv und lässt dir nichts sagen. Du bist inmitten einer Rebellion groß geworden, die dir beinahe alles genommen hat und da ist es wohl nur verständlich, dass das Chaos zu deinem Zuhause geworden ist. Könntest dich an den Scherben festklammern und dich an ihnen schneiden oder du bastelst aus ihnen kleine Sonnenfänger, die Regenbögen auf jeden Teil deines Lebens werfen. Du versuchst das Gute in allem zu sehen und das gelingt dir, solange deine Zwillingsschwester an deiner Seite ist. Ihr stiftet euch gegenseitig zu Unfug an, um euch etwas der Dunkelheit zu nehmen. Würdet für euch durchs Feuer gehen und das seid ihr auch. Du hättest das Dreschen nicht überlebt, wenn Calli nicht gewesen wäre. Weißt nicht, wie du allgemein ohne sie überleben würdest. Auch wenn du die bist, die eher zuschlägt, ist sie es, die dir die Kraft dazu gibt. Ihr gleicht euch aus, feuert euch an, steht für den jeweils anderen ein. Es ist beinahe unmöglich, euch zu trennen. Es war schon schlimm genug, dass ihr in unterschiedliche Staffeln gesteckt wurdet. Viel mehr Trennung hättet ihr nicht akzeptiert. Ihr seid ein Komplettpaket, es gibt euch nur zu zweit. Ihr stellt zusammen Blödsinn an und haltet den Kopf für den jeweils anderen hin. Nutzt selbst eure Fähigkeiten, um es den Menschen um euch herum schwer zu machen, damit ihr etwas zu lachen habt. Nicht, weil ihr böse seid. Sondern weil ihr gerne die Grenzen anderer austestet. Und eure eigenen. Auf der ewigen Suche nach Spaß im Leben.
Gespielt von Ely
Dabei seit: 23.02.2025, 18:51
Zuletzt gesehen: 01.04.2025, 16:06

Fliegerin
21 Jahre alt
Mit deinen goldblonden Locken, den makellosen Gesichtszügen und Augen so hellblau wie ein wolkenloser Himmel erinnerst du an einen Engel. Ein Umstand, den du dir bewusst bist, ihn insbesondere beim anderen Geschlecht einzusetzen weißt. Hast gelernt, wie du dein Aussehen zu deinem Vorteil nutzen kannst; welche Knöpfe du bei anderen drücken musst, um das zu bekommen, was du willst; wie du Persönlichkeiten wie Masken aufsetzt, so wie andere ihre Kleidung wechseln. Doch es war ein langer Weg, da anzukommen, deine Grenzen auszutesten, zu sehen, welchen Menschen du dich annähern kannst und welchen du besser aus dem Weg gehst. Oft genug ging es auch daneben, hast dich mit Grenzüberschreitungen und blauen Flecken herumschlagen müssen, sogar dem Tod schon ins Gesicht gelacht und das ein oder andere Mal überstürzt die Flucht antreten müssen. Bist trotzdem immer wieder aufgestanden und hast weiter gemacht, aus einem Grund, den du bis heute nicht ganz verstehst. Irgendetwas lässt dich am Leben festhalten, auch wenn es sich an manchen Tagen unglaublich schwer anfühlt und du eigentlich lieber loslassen möchtest. Doch dann schalten sich dein Widerwille und Stolz ein, geben dir die Kraft zum Weitermachen. Schließlich bist du nicht so weit gekommen und hast so viel durchgemacht, um dich von der Grausamkeit der Welt verschlingen zu lassen. Ganz abgesehen davon, dass du dann nicht nur dich, sondern auch deinen Greif töten würdest - und das könntest du nicht verantworten, alleine bei dem Gedanken dreht sich dir der Magen um. Der Beitritt der Cliffsbane aus reiner Verzweiflung heraus und das Erwählt werden durch einen Greif hat sich als Glücksgriff für dich herausgestellt. Hat deinem Leben wieder Sinn gegeben, nachdem du ihn verloren hattest, als die Farm hochgenommen wurde und ihr euch in alle Himmelsrichtungen verstreut habt. Plötzlich warst du wieder alleine und die Verzweiflung wog so schwer wie lange nicht mehr, dein Herz schmerzte auf eine Art, wie du es noch nie gespürt hast. Und du willst so etwas nie wieder fühlen. Doch hinter der Fassade der selbstbewussten, willensstarken Frau, die ihre eigenen Bedürfnisse über alle anderen stellt, verbirgt sich ein verlorenes kleines Mädchen, das die Welt nicht versteht und so sehr jemanden braucht, bei dem sie sich sicher fühlt. Und so kämpfst du einen Kampf gegen dich selbst: dein erwachsenes Du, das sich keinesfalls auf jemanden verlassen möchte, und dein inneres Kind, das sich jemanden wünscht, der es an der Hand nimmt.
Gespielt von Mara
Dabei seit: 23.02.2025, 17:31
Zuletzt gesehen: 01.04.2025, 17:59


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based on "the empyrean"-series by Rebecca Yarros