Jeder der unter unserem Wappen kämpft, würde es wohl als eine Ehre beschreiben, Poromiel zu dienen.
— Miray Vardan [ Geschrieben von: Motte ]
In der Legion versammelt sich die breite Masse des poromischen Militärs. Nicht nur wird mit dem Quintanten die Größte aller militärischen Einheiten des Landes ausgebildet, gleichzeitig konzentriert sich hier auch die meiste Anzahl unterrichtender Lehrmeister:innen. Legionist:innen sind die Hauptarmee der Nation und arbeiten in breiter Masse mit allen anderen Quintanten an allen relevanten Fronten zusammen. Im Quintanten wird daher viel Wert auf Disziplin und die strategische Zusammenarbeit mit anderen Einheiten gelegt.
Ausbildungsinhalte für Legionist:innen
1. Lehrjahr
Im ersten Lehrjahr konzentrieren sich Schüler:innen der Legion vor allem auf die taktischen Elemente ihrer Ausbildung. Dabei werden vor allem strategische Themen wie Grundlagen der Strategie und Taktik sowie Gefechtsführung und Kampftechniken priorisiert. Ein weiterer Fokus liegt auch auf militärisch korrekter Kommunikation. Jene garantiert über festgelegte, poromische Fahnen-Signale und andere Militärkennzeichen eine lückenlose Kommunikation zwischen allen Einheiten.
Schüler im ersten Lehrjahr der Legion lernen außerdem den grundsätzlichen Umgang mit allen gängigen Waffen. Es wird ein breites Spektrum an Nah- und Fernkampfwaffen ausprobiert, um für die Spezialisierung im zweiten Jahr die beste Grundlage zu schaffen.
Zum Ende des Schuljahres wird die verbindliche Wahl aus einem der folgenden Ausbildungsschwerpunkte getroffen:
Infanterie
Kavallerie
Artillerie
Unterrichtete Fächer: Grundlagen der Waffenkunde, Grundlagen der Militärkooperation, Grundlagen der Kriegswissenschaften, Nahkampfunterricht, Fernkampfunterricht
2. Lehrjahr
Im zweiten Lehrjahr beginnen Legionist:innen mit der Vertiefung ihres gewählten Ausbildungsschwerpunktes. Die in den Fokuszeiten thematisierten Fächer unterscheiden sich hier maßgeblich voneinander.
In der Infanterie liegt der Ausbildungsschwerpunkt im zweiten Lehrjahr klar auf der Vertiefung von Waffenkompetenzen. Üblicherweise suchen sich Infanteristen ein bis drei Nahkampf- und Fernkampf-Waffenschwerpunkte aus, die hierbei besonders in den Fokus gelegt werden. Auch taktische und strategische Ausbildungsinhalte werden thematisiert. Über Monate hinweg werden in der Infanterie verschiedenste Klein- und Gruppenformationen geübt, sowie der Einsatz in unterschiedlichen Terrains trainiert. Im Falle poromischer Militärkräfte bedeutet dies, sowohl in Moor als auch im Gebirge und in offener Steppe Krieg führen zu können. In der gesamten Legion liegt außerdem ein großer Fokus auf militärischer Disziplin. Körperliche Fitness, Waffen- und Rüstungspflege und kameradschaftliches Verhalten sind entsprechend Eigenschaften, die auch von Mitgliedern der Infanterie gefordert und zur Not forciert werden. Mögliche Verfehlungen der disziplinarischen Ordnung werden daher hart bestraft und können auch zum Ausschluss aus der Legion führen.
Die Kavallerie legt als berittene Einheit Poromiels den Ausbildungsinhalt klar auf den Krieg zu Pferd. Es werden grundlegende Kompetenzen des Reitens trainiert, sowie Kavallerie-Formationen und Manöver geübt. Typischerweise verwenden Mitglieder der Kavallerie Stangenwaffen und erlernen diese sowohl zu Fuß, als auch in der Nutzung auf dem Pferd. Immer wieder gibt es Koordinationsübungen, die ein reibungsloses, militärisches Wirken mit der Infanterie bis zur Routine trainieren. Da das Pferd der zentrale Punkt einer jeden Kavallerie-Einheit ist, wird allen Schülern des Ausbildungsschwerpunktes in ihren Fokuszeiten sämtliches relevantes Wissen zu den großen Vierbeinern vermittelt. Pferdepflege gehört daher gleichermaßen zum Ausbildungsalltag, wie die eigene Waffen- und Rüstungspflege.
Als Rückgrat des Militärs lernen Anwärter der poromischen Artillerie vor allem die Details und Besonderheiten der Geschützkunde. Im zweiten Lehrjahr wird hierbei die Verwendung und Wartung der geläufigsten stationären Waffen unterrichtet, sowie ein erster, direkter Bezug zu den landeseigenen Stützpunkten hergestellt. Grundlagen der Ballistik sichern, dass Artillerist:innen routiniert und erfolgreich im Umgang mit Haubitzen, Katapulten und anderen Kriegswaffen sind, dabei vor allem ihre Flugbahnen und Geschosswirkungen auch bei unterschiedlichen Wetterbedingungen korrekt einschätzen können. Hierbei werden als große Themenpunkte nicht nur die Unterscheidung von direktem und indirektem Feuer fokussiert, sondern vor allem die Abwehr gegen Drachen in den Vordergrund gerückt. Letzteres Aufgabenfeld wird vor allem in Unterstützung mit alchemistischer Hilfe verwirklicht und bedeutet, dass Schüler der Artillerie mit besagtem Quintanten vor allem im zweiten und dritten Ausbildungsjahr regelmäßig zu tun haben.
Unterrichtete Fächer: Erste Hilfe, Vertiefung der Militärkooperation, Vertiefung der Kriegswissenschaften, Freie Gefechte, Schwerpunktbezogene Fokuszeiten
In freien Gefechtsstunden treffen alle drei Legionsabteilungen in Übungsszenarien aufeinander und können ihr Können in direkten Auseinandersetzungen erproben.
3. Lehrjahr
Schüler:innen des dritten Lehrjahres verbringen ihre Zeit damit, vor allem mit der Vertiefung ihrer Fachbereichskenntnisse. Grundlegende militärische Fähigkeiten wie Überlebenstraining, Schlachtstrategie und Militärkooperation werden zwar weiterhin durch alle drei Einheiten hinweg unterrichtet, darüber hinaus jedoch verbringen die Schüler ihre meiste Zeit in ihren individuellen Fokuszeiten.
Unterrichtete Fächer: Überlebenstraining, Strategische Kriegsführung, Vertiefung der Militärkooperation, Freie Gefechte, Schwerpunktbezogene Fokuszeiten
Die Ausbildung der Legionist:innen endet jedes Jahr in einer großen Legionsparade, die durch den Stadtkern von Zolya führt und mit einer Bannerparade dem Volk die nächste Generation an Soldat:innen vorstellt.
Einsatz nach der Ausbildung
Die meisten Legionist:innen entscheiden sich nach ihrer Ausbildung, im aktiven Militär zu verbleiben. Hier werden sie je nach Ausbildungsschwerpunkt unterschiedlichen Bataillons zugeordnet und an verschiedene Einsatzorte entsendet.
Legionist:innen, die nicht planen, Poromiel weiter aktiv zu dienen, können in ihr Leben vor der Wehrpflicht zurückkehren und verbleiben als Reservist:innen, die im Ausnahmezustand und nach erneuter Ausmusterung wieder eingezogen werden können.
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